{"id":201398,"date":"2016-04-07T07:01:42","date_gmt":"2016-04-07T07:01:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=201398"},"modified":"2026-01-12T13:11:28","modified_gmt":"2026-01-12T12:11:28","slug":"hoffnung-fuer-heroinabhaengige-neue-studie-zeigt-weitere-wirksame-therapieoption","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/hoffnung-fuer-heroinabhaengige-neue-studie-zeigt-weitere-wirksame-therapieoption-10201398\/","title":{"rendered":"Hoffnung f\u00fcr Heroinabh\u00e4ngige &#8211; Neue Studie zeigt weitere wirksame Therapieoption"},"content":{"rendered":"<div> <p><a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/hoffnung-fuer-heroinabhaengige-neue-studie-zeigt-weietere-wirksame-therapieoption-10201398\/screenshot_4-2\/#main\" rel=\"attachment wp-att-201527\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-201527 size-full\" title=\"The Study to Assess Long-term Opioid Maintenance Effectiveness\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Screenshot_4.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"235\" height=\"101\" \/><\/a>Ergebnisse der weltweit ersten Studie zu neuer Therapie bei Heroinabh\u00e4ngigkeit liegen nun vor<\/p> <p>Ergebnisse von SALOME unterstreichen laut wissenschaftlicher Leiterin der Studie den dringenden Bedarf an zus\u00e4tzlichen Behandlungsoptionen<\/p> <p>Die Resultate der bahnbrechenden SALOME-Studie wurden im Journal of the American Medical Association (JAMA) Psychiatry ver\u00f6ffentlicht und zeigen, dass zur Behandlung chronischer Heroinabh\u00e4ngigkeit nun eine weitere wirksame Therapieoption zur Verf\u00fcgung steht: Hydromorphon, ein zugelassenes Schmerzmittel.<\/p> <p><!--more--><\/p> <p>&#8222;Die Erkenntnisse der am SALOME-Projekt beteiligten Wissenschaftler werfen neues Licht auf die M\u00f6glichkeit, wie wir Menschen mit Heroinabh\u00e4ngigkeit helfen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Terry Lake, Gesundheitsminister der kanadischen Provinz British Columbia. &#8222;Zwar bieten Methadon und Suboxone f\u00fcr viele Menschen mit Opioidabh\u00e4ngigkeit eine wirksame Therapie, ein Teil der Abh\u00e4ngigen erzielt jedoch mit diesen Wirkstoffen nicht das gew\u00fcnschte Behandlungsergebnis. Die SALOME-Studie zeigt, dass es Behandlungsalternativen gibt, die jenen Patienten helfen k\u00f6nnen, die nicht auf Methadon und Suboxone ansprechen. Diese Studienergebnisse sind sehr vielversprechend und k\u00f6nnten eine bedeutende Therapieoption f\u00fcr diese hilfsbed\u00fcrftigen Menschen darstellen.&#8220;<\/p> <p>SALOME steht als Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;Study to Assess Longer-term Opioid Medication Effectiveness&#8220;. Die Studie zeigt, dass Hydromorphon (HDM) genauso wirksam ist wie Diacetylmorphin (pharmakologisch reines, verschreibungsf\u00e4higes Heroin) bei Menschen, die auf fr\u00fchere Behandlungen (z.B. mit Methadon oder Suboxone) nicht wie gew\u00fcnscht ansprachen.<\/p> <p>SALOME ist derzeit weltweit die einzige klinische Studie seiner Art und wird von Wissenschaftlern von Providence Health Care (PHC), dem Centre for Health Evaluation and Outcome Sciences (CH\u00c9OS) am St. Pauls Hospital und der School of Population and Public Health of the University of British Columbia (UBC) geleitet.<\/p> <p>&#8222;Vor SALOME wurde Hydromorphon nie als Wirkstoff f\u00fcr Substitutionstherapien bei Opioidabh\u00e4ngigkeit untersucht&#8220;, erkl\u00e4rte Dr. Eugenia Oviedo-Joekes, Hauptpr\u00fcferin und Principal Investigator von SALOME. &#8222;Hydromorphon ist ein in vielen L\u00e4ndern erh\u00e4ltliches zugelassenes Schmerzmittel. Unsere Studie zeigt, dass Hydromorphon genauso wirksam ist wie Diacetylmorphin, womit eine zugelassene Therapiealternative zur Behandlung schwerer F\u00e4lle von Opioidabh\u00e4ngigkeit vorhanden ist. Durch die Verabreichung injizierbarer Opioide unter Aufsicht in Substitutionspraxen wird die Sicherheit f\u00fcr die Patienten und die Bev\u00f6lkerung sowie eine umfassende medizinische Betreuung gew\u00e4hrleistet.&#8220;<\/p> <p>Insgesamt nahmen in Vancouver 202 Probanden an einer sechsmonatigen randomisierten, doppelblinden Studie teil und erhielten entweder injizierbares Hydromorphon oder injizierbares Diacetylmorphin (DAM). Das Medikament wurde an der Crosstown Clinic des PHC unter Aufsicht eines interdisziplin\u00e4ren \u00c4rzteteams, Krankenpflegern, Sozialarbeitern und Beratern verabreicht.<\/p> <p>Zu den wichtigsten Studienergebnissen z\u00e4hlen:<\/p> <p>* Injizierbares Hydromorphon ist genauso wirksam wie injizierbares Diacetylmorphin in der Behandlung von Personen, die seit langem von Opioden abh\u00e4ngig sind (bei Konsum zu nichtmedizinischen Zwecken) und die derzeit nicht ausreichend auf vorhandene Therapieoptionen ansprechen. (Laut Sch\u00e4tzungen ca. 10% der opioidabh\u00e4ngigen Bev\u00f6lkerung, die derzeit keine Behandlung erh\u00e4lt.)<\/p> <p>* Die beiden, mit verschiedenen Wirkstoffen behandelten Gruppen von Studienteilnehmern gaben an, nach sechs Monaten seltener illegal beschafftes Heroin oder andere Opioide konsumiert zu haben (drei bis f\u00fcnf Tage im Monat), im Vergleich zu fast t\u00e4glichem unerlaubten Opioidkonsum vor Teilnahme an dieser Studie.<\/p> <p>* Die Studienteilnehmer gaben zudem an, an deutlich weniger Tagen gesetzeswidrige Handlungen zu begehen (R\u00fcckgang von durchschnittlich 14,1 Tagen im Monat auf weniger als vier Tage).<\/p> <p>* Fast 80% der Probanden nahmen auch nach sechs Monaten noch am Therapieprogramm teil.<\/p> <p>* Hydromorphon und Diacetylmorphin k\u00f6nnen sicher eingesetzt werden, wenn sie in einer medizinischen Einrichtung oder Praxis verabreicht werden. Bei insgesamt 88.451 Injektionen kam es zu 14 \u00dcberdosierungen und 11 Anf\u00e4llen, die in der Klinik \/ Praxis erfolgreich kontrolliert werden konnten. W\u00e4ren diese Ereignisse auf der Stra\u00dfe passiert, h\u00e4tte dies t\u00f6dliche Folgen haben k\u00f6nnen.<\/p> <p>&#8222;Da Diacetylmorphin derzeit in vielen L\u00e4ndern aus politischen und\/oder aufsichtsrechtlichen Gr\u00fcnden nicht verf\u00fcgbar ist, besitzt Hydromorphon einen deutlichen Vorteil, da es legal als zugelassenes Schmerzmittel zur Verf\u00fcgung steht&#8220;, betonte Dr. Patricia Daly, leitende medizinische Direktorin von Vancouver Coastal Health. &#8222;Zwar erm\u00f6glichen Methadon und Buprenorphin\/Naloxon bei vielen Patienten mit Heroinabh\u00e4ngigkeit eine wirksame Behandlung und sollten auch weiterhin die erste Therapieoption darstellen. Es gilt aber auch, dass ein einziges Medikament nicht bei allen Patienten wirksam ist. Jede Person mit einer unbehandelten schweren Opioidabh\u00e4ngigkeit ist einem hohen Risiko von schweren Erkrankungen und fr\u00fchzeitigem Tod ausgesetzt.&#8220;<\/p> <p>SALOME wurde Ende 2011 eingeleitet und Ende 2015 abgeschlossen. SALOME ist die Follow-up-Studie zu NAOMI (North American Opiate Medication Initiative), der ersten klinischen Studie, die in Nordamerika mit Diacetylmorphin bzw. verschreibungsf\u00e4higem Heroin als Medikament in einer Substitutionstherapie mit Opioidagonisten durchgef\u00fchrt wurde.<\/p> <p>Die SALOME-Studie wurde mit Mitteln des CIHR (Canadian Institutes of Health Research) und privaten Spendengeldern finanziert, die dank der Spendenaktionen der InnerChange Foundation und der St. Pauls Foundation zur Verf\u00fcgung standen. Providence Health Care finanzierte die klinische Betreuung der Probanden w\u00e4hrend der Studiendauer. Die Kosten der Studie beliefen sich auf insgesamt 7,4 Mio. Dollar.<\/p> <p>Weiterf\u00fchrende Information<\/p> <p>Zus\u00e4tzliche Information zu SALOME (einschlie\u00dflich Archivmaterial) kann unter www.providencehealthcare.org\/salome\/ heruntergeladen werden.<\/p> <p>Providence Health Care (PHC) ist eine der gr\u00f6\u00dften kanadischen Gesundheitsorganisationen mit kirchlichem Tr\u00e4ger und betreibt im Gro\u00dfraum Vancouver insgesamt 17 Krankenh\u00e4user und Gesundheitseinrichtungen. PHC unterh\u00e4lt mit dem St. Pauls Hospital eines von zwei akademischen Zentren f\u00fcr Gesundheitswissenschaften in der Provinz and leistet wichtige Forschungsarbeit in \u00fcber 30 klinischen Fachbereichen, wobei es seine Arbeit auf sechs Zielgruppen ausrichtet: kardiopulmonale Risiken und Krankheiten, HIV\/AIDS, psychische Gesundheit, Nierenerkrankungen und Risiken, besondere Anforderungen der alternden Bev\u00f6lkerung und in st\u00e4dtischen Wohnr\u00e4umen, und ist zudem Standort des B.C. Centre for Excellence in HIV\/AIDS. www.providencehealthcare.org.<\/p> <p>Das Centre for Health Evaluation and Outcome Sciences : Das Centre for Health Evaluation and Outcome Sciences (CH\u00c9OS) ist ein gemeinsames Forschungszentrum des Providence Health Care Research Institute (PHCRI) und der University of British Columbia. Es bildet eine interdisziplin\u00e4re Forschungsgemeinschaft, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, hervorragende wissenschaftliche Leistung in der Evaluierung, Interpretation und Verbreitung von Information zu gesundheitsrelevanten Themen zu bieten. CH\u00c9OS ist in allen Gesundheitsbereichen von PHCRI t\u00e4tig, darunter Altwerden, kardiopulmonale Gesundheit, Gesundheit im urbanen Raum, HIV\/AIDS, psychische Gesundheit und Nierengesundheit.<\/p> <p>Die University of British Columbia (UBC) ist eine der gr\u00f6\u00dften staatlichen Bildungs- und Forschungseinrichtungen in Nordamerika und wird in Hochschulrankings regelm\u00e4\u00dfig unter den weltweit 40 besten Universit\u00e4ten gef\u00fchrt. Die Universit\u00e4t ist von den beeindruckenden Landschaften des kanadischen Westens umgeben und ist ein Ort, der zu mutigem, innovativem Denken inspiriert, das die Universit\u00e4t zu den landesweit f\u00fchrenden Institutionen in so unterschiedlichen Bereichen wie Community Service Learning zur F\u00f6rderung des gesellschaftlichen Engagements, Nachhaltigkeit und Kommerzialisierung der Forschung werden lie\u00df. Die UBC bietet \u00fcber 58.000 Studierenden ein breites Spektrum an innovativen Studieng\u00e4ngen und Programmen und erh\u00e4lt im Jahr 519 Mio. Dollar an F\u00f6rdermitteln zur wissenschaftlichen Forschung von Regierungseinrichtungen, gemeinn\u00fctzigen Organisationen und der Privatwirtschaft, mit denen \u00fcber 8000 Projekte und Stipendien finanziert werden.<\/p> <p>Weiterf\u00fchrende Information:<\/p> <p>Ann GibbonSenior Communications Specialist &#8211; Media RelationsProvidence Health Careagibbon@providencehealth.bc.caTel.: 604-682-2344 DW 66987Mobil: 604-837-6003<\/p> <p>&#8211;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Marketwire<br \/> Marketwire Client Services<br \/> 100 N. Sepulveda Boulevard, Suite 325<br \/> 90245 El Segundo<br \/> &#8211;<br \/> intldesk@marketwire.com<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Marketwire<br \/> Marketwire Client Services<br \/> 100 N. Sepulveda Boulevard, Suite 325<br \/> 90245 El Segundo<br \/> &#8211;<br \/> intldesk@marketwire.com<br \/> http:\/\/www.marketwire.com<\/p> <\/div> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnisse der weltweit ersten Studie zu neuer Therapie bei Heroinabh\u00e4ngigkeit liegen nun vor Ergebnisse von SALOME unterstreichen laut wissenschaftlicher Leiterin der Studie den dringenden Bedarf an zus\u00e4tzlichen Behandlungsoptionen Die Resultate der bahnbrechenden SALOME-Studie wurden im Journal of the American Medical Association (JAMA) Psychiatry ver\u00f6ffentlicht und zeigen, dass zur Behandlung chronischer Heroinabh\u00e4ngigkeit nun eine weitere wirksame<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":201527,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108],"tags":[134],"class_list":["post-201398","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201398"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201398\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":270411,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201398\/revisions\/270411"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/201527"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}