{"id":20737,"date":"2013-03-18T12:34:43","date_gmt":"2013-03-18T12:34:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=20737"},"modified":"2013-03-20T17:55:27","modified_gmt":"2013-03-20T16:55:27","slug":"afrika-kann-die-schmutzige-entwicklung-des-strommarktes-in-den-industrielaendern-einfach-ueberspringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/afrika-kann-die-schmutzige-entwicklung-des-strommarktes-in-den-industrielaendern-einfach-ueberspringen-1020737\/","title":{"rendered":"Afrika kann die schmutzige Entwicklung des Strommarktes in den Industriel\u00e4ndern einfach \u00fcberspringen"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-21230\" title=\"Einspeisegesetze sind das beste Instrument, um die Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika zu f\u00f6rdern\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Screenshot_14.jpg\" width=\"220\" height=\"145\" \/>Studie: Strom aus Sonne und Wind treibt Entwicklung in Afrika voran<\/p> <p>World Future Council und Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung weisen Wege zur Nutzung von Afrikas ungenutzten Potenzial an erneuerbaren EnergienAfrikanische L\u00e4nder k\u00f6nnen ihre Volkswirtschaften entscheidend f\u00f6rdern und gleichzeitig den Klimawandel bek\u00e4mpfen, indem sie die Nutzung erneuerbarer Energien ausbauen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der World Future Council und die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung heute vorgestellt haben. Der 155-Seiten-Bericht kommt zu dem Schluss, dass Energie-Einspeisegesetze (EEG) der beste Mechanismus zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien in Afrika sind. <!--more-->Nach deutschem Vorbild f\u00f6rdern Einspeisegesetze auch in Afrika Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energien, indem sie die Abnahme dieser Energien zu einem festgelegten Preis garantieren.<\/p> <p>Die Studie beruht auf einer eingehenden Analyse der bestehenden oder geplanten Gesetze zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien in 13 afrikanischen L\u00e4ndern: Algerien, \u00c4gypten, \u00c4thiopien, Botswana, Ghana, Kenia, Mauritius, Namibia, Nigeria, Ruanda, S\u00fcdafrika, Tansania und Uganda. Die einzelnen Fallstudien untersuchen die sozio-\u00f6konomischen Auswirkungen der Einspeise-Regelungen und beschreiben die Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Implementierung. Ergebnis: Wenn sie optimal auf den lokalen Kontext zugeschnitten sind, steigern Einspeisetarife die erzeugte Energiemenge sowohl in netzangebundenen Regionen als auch in Regionen ohne vorhandenes Stromnetz deutlich. Dar\u00fcber hinaus st\u00e4rken Einspeisegesetze die lokale Selbstverwaltung und unterst\u00fctzen Demokratisierungsprozesse, da sie die dezentrale, eigenverantwortliche Produktion von Strom erm\u00f6glichen.<\/p> <p>Ansgar Kiene, Leiter des WFC Afrika B\u00fcros, sagte bei der Vorstellung der Studie: &#8222;Einige afrikanische L\u00e4nder haben ihren Strommarkt bereits f\u00fcr unabh\u00e4ngige Produzenten von erneuerbaren Energien ge\u00f6ffnet und damit positive Effektive erzielt. Alle k\u00f6nnten die lokale wirtschaftliche Entwicklung aber noch wesentlich besser f\u00f6rdern, wenn sie effizientere und transparentere administrative Verfahren einf\u00fchren und die Schwellen zur Inanspruchnahme der Einspeiseverg\u00fctungen senken w\u00fcrden.&#8220; Dem Launch der Studie wollen der World Future Council und die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung eine Reihe von Stakeholder-Briefings in allen Regionen Afrikas folgen lassen.<\/p> <p>F\u00fcr die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung betonte Kulthoum Omari: &#8222;Wir haben festgestellt, dass Einspeisegesetze f\u00fcr Erneuerbare Energien am erfolgreichsten sind, wenn sie als integraler Bestandteil der breiteren Entwicklungsstrategie eines Landes betrachtet werden. Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Implementierung sind der politische Wille und die Sicherstellung einer starken Beteiligung der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors.&#8220;<\/p> <p>Afrika sieht sich mit einer enormen Energiekrise konfrontiert, da der st\u00e4ndig wachsende Strombedarf durch die bestehenden Produktionskapazit\u00e4ten bei weitem nicht erf\u00fcllt werden kann. Die eklatanten Unterkapazit\u00e4ten erschweren bzw. verhindern Wirtschaftswachstum, Entwicklung und die Bek\u00e4mpfung von st\u00e4dtischer und l\u00e4ndlicher Armut. Energie gilt mittlerweile als das &#8222;fehlende Millenniums-Entwicklungsziel&#8220;, da nur sie die Erreichung der acht formulierten Ziele erm\u00f6glicht. Nach Angaben der Weltbank haben weniger als 25 Prozent der Haushalte in den afrikanischen Staaten s\u00fcdlich der Sahara Zugang zu Elektrizit\u00e4t.<\/p> <p>Einspeisetarife f\u00fcr erneuerbare Energien haben deren Nutzung weltweit erfolgreich gef\u00f6rdert und damit einen wichtigen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels geleistet. In den 65 L\u00e4ndern, in denen bisher ein Energie-Einspeisegesetz in Kraft gesetzt wurde, stehen 64 Prozent aller Windkraftanlagen und gar 87 Prozent der weltweit installierten Photovoltaik-Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie. Die Mehrheit dieser Anlagen ist allerdings in den Industriel\u00e4ndern, vor allem in Europa zu finden, w\u00e4hrend der afrikanische Kontinent sein riesiges Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien bislang kaum aussch\u00f6pft.<\/p> <p>&#8222;Auf dem Weg zu einer nachhaltigen, bezahlbaren und zuverl\u00e4ssigen Deckung seines Strombedarfs hat Afrika die einmalige M\u00f6glichkeit, die schmutzige Entwicklung der Industriel\u00e4nder ganz einfach zu \u00fcberspringen&#8220;, sagt Ansgar Kiene, Direktor des WFC Afrika-B\u00fcros in Johannesburg. &#8222;Unsere Studie bietet Gesetzgebern einen Leitfaden, wie man diese Entwicklung f\u00f6rdern kann. Dar\u00fcber hinaus beschreibt die Studie diverse nationale und internationale politische Ma\u00dfnahmen, die das Ziel verfolgen, die verst\u00e4rkte Nutzung erneuerbarer Energien zielgerichtet zu finanzieren &#8211; durch Abgaben auf fossile Brennstoffe oder Finanzhilfen durch den Klimafonds der Vereinten Nationen.&#8220;<\/p> <p>Infos f\u00fcr Redaktionen:<\/p> <p>Die komplette Studie sowie eine Executive Summary k\u00f6nnen Sie hier als PDF herunterladen: http:\/\/www.worldfuturecouncil.org\/refit_africa_study.html<\/p> <p>Honorarfreie Fotos zum Thema k\u00f6nnen Sie hier herunterladen: http:\/\/www.worldfuturecouncil.org\/image_downloads.html<\/p> <p>Der World Future Council setzt sich f\u00fcr ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zuk\u00fcnftiger Generationen ein. Seine Mitglieder kommen aus Politik, Gesch\u00e4ftswelt, Wissenschaft und Kultur &#8211; und von allen f\u00fcnf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikans\u00e4tze und unterst\u00fctzt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie unsere Website unter www.worldfuturecouncil.org.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> World Future Council<br \/> Anne Reis<br \/> Mexikoring 29<br \/> 22297 Hamburg<br \/> +49 40 30 70 914-16<br \/> anne.reis@worldfuturecouncil.org<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.worldfuturecouncil.org\" title=\" World Future Council - Stimme zuk\u00fcnftiger Generationen\" >http:\/\/www.worldfuturecouncil.org<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studie: Strom aus Sonne und Wind treibt Entwicklung in Afrika voran World Future Council und Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung weisen Wege zur Nutzung von Afrikas ungenutzten Potenzial an erneuerbaren EnergienAfrikanische L\u00e4nder k\u00f6nnen ihre Volkswirtschaften entscheidend f\u00f6rdern und gleichzeitig den Klimawandel bek\u00e4mpfen, indem sie die Nutzung erneuerbarer Energien ausbauen. 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