{"id":2090,"date":"2012-02-09T16:58:23","date_gmt":"2012-02-09T15:58:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2090"},"modified":"2015-06-17T13:16:18","modified_gmt":"2015-06-17T12:16:18","slug":"mobiles-geraet-im-einsatz-gegen-drogenmissbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/mobiles-geraet-im-einsatz-gegen-drogenmissbrauch-102090\/","title":{"rendered":"Mobiles Ger\u00e4t im Einsatz gegen Drogenmissbrauch"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Springers Journal of Medical Toxicology\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/cda_displayimage5.jpg\" alt=\"\" width=\"97\" height=\"132\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Mobiles Ger\u00e4t im Einsatz gegen Drogenmissbrauch<\/p> <p>Neues iHeal-Projekt: Den Drang nach Drogen messen und sofort intervenieren<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 8. Februar 2012<\/p> <p>Stellen Sie sich vor, Sie tragen Sensoren, die k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungen messen. Und dann hat Ihr Smartphone eine App, die darauf reagiert und versucht, Ihr Verhalten zu beeinflussen. Das ist das Ziel von \u201eiHeal\u201c, einem Projekt, das zurzeit von Edward Boyer und seinem Team von der University of Massachusetts Medical School in den Vereinigten Staaten entwickelt wird1. <!--more-->Dieses Multimedia-Ger\u00e4t ist eine innovative Kombination sogenannter \u201aenabling technologies\u2018: Sie sind in der Lage, aufkommendes Verlangen nach Drogen festzustellen und sofort einzugreifen, um Drogenkonsum zu verhindern. Erste Daten und wesentliche Erkenntnisse2 von Boyer und seinem Team erscheinen online in Springers Journal of Medical Toxicology.3<\/p> <p>Sogenannte \u201aenabling technologies\u2018 \u2013 k\u00fcnstliche Intelligenz, kontinuierliche \u00dcberwachung der K\u00f6rperfunktionen, drahtlose Verbindung und der Einsatz eines Smartphones \u2013 machen die Einflussnahme auf das Verhalten auch au\u00dferhalb von Klinik und B\u00fcro effektiver. Auf diese Weise lassen sich in der allt\u00e4glichen Umgebung eines Menschen Ver\u00e4nderungen des biologischen und emotionalen Zustands erkennen, die gesundheitsgef\u00e4hrdendes Verhalten wie etwa Drogenkonsum ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p> <p>iHeal ist anders als bisherige mobile Anwendungen \u2013 es arbeitet mit Biosensoren. Drogenabh\u00e4ngige oder Menschen mit posttraumatischer Belastungsst\u00f6rung tragen einen Sensor ums Handgelenk: Gemessen werden elektrische Aktivit\u00e4t der Haut, K\u00f6rperbewegungen, Hauttemperatur und Pulsschlag \u2013 alles m\u00f6gliche Indikatoren von Erregung oder Stress. Der Sensor \u00fcbermittelt die Informationen drahtlos an ein Smartphone, eine App \u00fcberwacht und bewertet die physiologischen Daten des Nutzers.<\/p> <p>Nimmt die Software ein erh\u00f6htes Stress- oder Erregungs-Level wahr, wird der Nutzer aufgefordert, den Ablauf zu dokumentieren: gef\u00fchltes Stress-Level, Verlangen nach der Droge und aktuelle Aktivit\u00e4ten werden notiert. Ziel von iHeal ist es, das Verlangen in Echtzeit zu identifizieren und exakt im Moment des gr\u00f6\u00dften Verlangens personalisierte Multimedia-Vermeidungsstrategien anzubieten.<\/p> <p>Die Studie von Edward Boyer und seinem Team untersucht die bisherige Entwicklung von iHeal, d.h. Systemarchitektur wie auch Feedback potenzieller Nutzer. Ziel war es, die wesentlichen Eigenschaften und m\u00f6gliche Grenzen f\u00fcr den Nutzer auszuloten. Aus der Analyse wird deutlich, dass es nicht nur eine Reihe technischer Details zum Thema Datensicherheit zu beachten gibt. Es bedarf auch einer robusteren und weniger stigmatisierenden Version des Ger\u00e4ts, bevor es in der \u00d6ffentlichkeit tragbar ist. Denkbar w\u00e4re ein Sensorenband mit dem Aussehen und der Funktionalit\u00e4t einer Armbanduhr oder auch ein Sensor, der ums Fu\u00dfgelenk zu tragen ist.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eUnsere Studie zeigt ganz klar, dass zur Durchf\u00fchrung klinischer Tests zum Einsatz von \u201aenabling technologies\u2018 im Alltag ein besseres Verst\u00e4ndnis der Nutzerpr\u00e4ferenzen vonn\u00f6ten ist. Bei der Entwicklung von Interventionsmethoden sollte man sich vor allem auf die Erfahrungen der Nutzer selbst verlassen. Ganz wichtig ist auch die Wahrung der Anonymit\u00e4t der Studienteilnehmer, um eine Stigmatisierung zu vermeiden.\u201c<\/p> <p>Hinweise<br \/> 1. Die Forschung wird finanziell unterst\u00fctzt vom National Institute on Drug Abuse der National Institutes of Health.<br \/> 2. Boyer EW et al (2012). Preliminary efforts directed toward the detection of craving of illicit substances: the iHeal Project. Journal of Medical Toxicology. DOI 10.1007\/s13181-011-0200-4<br \/> 3. Der Artikel erscheint in einer Sonderausgabe des Journal of Medical Toxicology zum Thema Emerging Drugs of Abuse im M\u00e4rz 2012.<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobiles Ger\u00e4t im Einsatz gegen Drogenmissbrauch Neues iHeal-Projekt: Den Drang nach Drogen messen und sofort intervenieren New York \/ Heidelberg, 8. Februar 2012 Stellen Sie sich vor, Sie tragen Sensoren, die k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungen messen. Und dann hat Ihr Smartphone eine App, die darauf reagiert und versucht, Ihr Verhalten zu beeinflussen. 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