{"id":21191,"date":"2013-03-20T15:06:45","date_gmt":"2013-03-20T15:06:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=21191"},"modified":"2021-11-19T12:34:10","modified_gmt":"2021-11-19T11:34:10","slug":"suechtig-nach-freizeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/suechtig-nach-freizeit-1021191\/","title":{"rendered":"S\u00fcchtig nach Freizeit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"&quot;Wenn Du die Welt ver\u00e4ndern willst, beginne mit dem Menschen, den Du jeden Morgen im Spiegel siehst.&quot; (Jochen Mariss)\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/postie-media1080-150x150.jpg\" width=\"136\" height=\"136\" \/>Immer mehr, immer schneller, immer mehr Stress<\/p> <p>Warum wir auch in unserer Freizeit nicht mehr entspannen<br \/> Montagsfr\u00fch beim Aufstehen denken wir bereits an das n\u00e4chste Wochenende, am letzten Urlaubstag wird der n\u00e4chste Urlaub geplant und auf dem Weg zur Arbeit tr\u00e4umen wir vom Feierabend. Wir wollen dem Alltag entfliehen &#8211; m\u00f6glichst oft, m\u00f6glichst weit und spektakul\u00e4r. Ein Diskoabend f\u00e4ngt nicht mehr vor 23.00 Uhr an, als Geburtstagsfeier wird ein Event geplant und am n\u00e4chsten Samstag geht es nach London zum Sightseeing und Shoppen. Doch unser Freizeitkonzept geht nicht auf &#8211; wir entspannen nicht und unser Stress wird nicht weniger, sondern mehr.<\/p> <p><!--more-->S\u00fcchtig nach Freizeit<br \/> Freizeit ist wichtig, das steht fest. Freie Zeit k\u00f6nnen wir selbst gestalten. Wir k\u00f6nnen Dinge tun, die wir lieben, nicht m\u00fcssen. Gedacht ist diese freie Zeit zum Genie\u00dfen und Entspannen. Nur dann hat sie einen Sinn. Sie bildet den Gegenpol zur Arbeit &#8211; zum M\u00fcssen, zur Leistung und zur Hektik. Doch unsere Freizeitgestaltung hat absurde Ausgestaltung angenommen. Wie ein S\u00fcchtiger eine immer h\u00f6here Dosis seiner Droge braucht, so brauchen wir eine immer lautere, schnellere und spektakul\u00e4rere freie Zeit. Und unsere lebendigen Freundschaften und sozialen Kontakte opfern wir sozialen Netzwerken &#8211; wo die m\u00f6glichst hohe und wachsende Zahl unserer virtuellen Freunde f\u00fcr alle sichtbar ist.<\/p> <p>Stress in unserer Freizeit<br \/> In unserer Freizeit wird nicht mit Superlativen gespart. Jeder Event ist das erfolgreichste aller Zeiten und eine Party muss immer die gr\u00f6\u00dfte sein. Am Wochenende raus ins Gr\u00fcne ist spie\u00dfig, man jettet nach Mailand zum Shoppen. Ein Abend mit Freunden und gutem Essen ist langweilig, man l\u00e4dt alle Freunde \u00fcber soziale Netzwerke zum legend\u00e4ren Partyevent des Jahres ein. Spazierengehen, Lesen, Musik machen oder Schwimmen sind out, schlie\u00dflich muss man am Montag im B\u00fcro wieder etwas zu erz\u00e4hlen haben. Der Virus Stress hat sich in unsere Freizeit eingeschlichen. Wer wirklich entspannt, gilt als Langeweiler, ihm wird unterstellt, nichts aus seinem Leben zu machen und wohl nichts zu tun zu haben.<\/p> <p>Die Physiologie unserer Nerven<br \/> Unser K\u00f6rper und all unsere Reaktionen auf Reize und Anforderungen werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es hat zwei gegens\u00e4tzliche Aufgaben: Beschleunigung und Deaktivierung. Daf\u00fcr sind die beiden Gegenspieler Sympathikus und Parasympathikus zust\u00e4ndig. Es ist immer nur einer von beiden aktiv. Der Sympathikus aktiviert uns, er h\u00e4lt uns auf Trab, warnt uns vor Gefahren, steigert unsere Aufmerksamkeit und ist f\u00fcr die Beschleunigung zust\u00e4ndig. Er ist aktiv, wenn wir arbeiten, uns konzentrieren, Leistung bringen m\u00fcssen, aufgeregt und angespannt sind. Sein Gegenspieler, der Parasympathikus ist f\u00fcr unsere Erholung und Regeneration zust\u00e4ndig. Er drosselt unser Tempo, wirkt beruhigend und deaktivierend.<\/p> <p>Wie Entspannung funktioniert<br \/> Ist der Sympathikus aktiv, erh\u00f6ht sich unser Blutdruck und unsere Herzfrequenz, unsere Atmung wird schnell und flach. Entspannung aktiviert den Parasympathikus. Der K\u00f6rper wechselt dann auf Ruhe und kann regenerieren. Der Herzschlag wird ruhiger, der Blutdruck sinkt, die Atmung wird langsamer und tiefer. Dieses Wechselspiel des vegetativen Nervensystems ist \u00fcberlebenswichtig. Ist langfristig nur einer der beiden Gegenspieler aktiv, kann das schlimme Folgen f\u00fcr unsere Gesundheit haben. Aufgrund unseres hektischen Lebensstils ist fast ausschlie\u00dflich der Sympathikus aktiv. Herzinfarkt, Schlaganfall, Schlaf-, Verdauungs- und Konzentrationsst\u00f6rungen, Migr\u00e4ne, Bluthochdruck, Verspannungen, Angstst\u00f6rungen und Depressionen sind nur einige der stressmitbedingten Erkrankungen. Entspannung sch\u00fctzt K\u00f6rper und Psyche vor den gef\u00e4hrlichen Folgen von Stress. In Freizeit, in der nicht Entspannung im Mittelpunkt steht, sondern Events und Leistung, Freizeit, die nicht verlangsamt, sondern beschleunigt, die Druck aus\u00fcbt und Stress verursacht, wird der Parasympathikus nicht aktiviert. Der beschleunigende Sympathikus bleibt aktiv. Unser K\u00f6rper hat keine Chance zu regenerieren.<\/p> <p>Was entspannt wirklich?<br \/> Freie Zeit ist dann entspannend, wenn wir sie so gestalten, dass der Parasympathikus aktiviert wird. Je aktiver das Gehirn arbeitet &#8211; Termine koordinieren, Leistung bringen, Organisieren, Planen, Nachdenken und Gr\u00fcbeln etc. &#8211; desto weniger ist Entspannung m\u00f6glich. Sich einer T\u00e4tigkeit hinzugeben und die Zeit vergessen k\u00f6nnen, sind wichtige Voraussetzungen f\u00fcr Entspannung. Als Tiefenentspannung wird der Zustand zwischen Wachsein und Einschlafen bezeichnet. Er sorgt f\u00fcr die meiste Entspannung. Erreichen l\u00e4sst er sich \u00fcber Techniken der Meditation oder \u00fcber das Autogene Training. Im Ratgeber Entspannung &#8211; so genie\u00dfen Sie jeden Tag gehen die Autoren Almut Carlitscheck und Sven-David M\u00fcller ausf\u00fchrlich auf das Ph\u00e4nomen Stress und Entspannung ein und beschreiben individuelle Wege, mehr Entspannung in den Alltag zu integrieren. Der Ratgeber ist ab sofort in der Buchhandlung oder \u00fcber Amazon erh\u00e4ltlich. Unter http:\/\/www.almutcarlitscheck.de finden Sie weitere Informationen.<\/p> <p>Die Homepage von Sven-David M\u00fcller liefert vielf\u00e4ltige Ern\u00e4hrungsinformationen. Sven-David M\u00fcller ist Di\u00e4tassistent, Diabetesberater DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) und studiert Applied Nutritional Medicine an der Donau Universit\u00e4t Krems. Er ist Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandter Ern\u00e4hrungsmedizin).<\/p> <p>Auf seiner Homepage informiert Sven-David M\u00fcller, M.Sc., \u00fcber seine B\u00fccher, Termine und Veranstaltungen. Zusammen mit anderen Fachjournalisten liefert er Informationen \u00fcber Ern\u00e4hrung, Ern\u00e4hrungsmedizin, nutritive Medizin sowie Di\u00e4tetik.<\/p> <p>Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Medizinjournalisten, Gesundheitspublizisten, Naturwissenschaftlern sowie Di\u00e4tassistenten.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> ZEK<br \/> Sven-David M\u00fcller<br \/> Ostheimer Stra\u00dfe 27d<br \/> 61130 Nidderau<br \/> 06421-951449<br \/> pressemueller@web.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.svendavidmueller.de\" title=\"Sven-David M\u00fcller ist Medizinjournalist, Gesundheitspublizist, Di\u00e4texperte und Ern\u00e4hrungsexperte. \" >http:\/\/www.svendavidmueller.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr, immer schneller, immer mehr Stress Warum wir auch in unserer Freizeit nicht mehr entspannen Montagsfr\u00fch beim Aufstehen denken wir bereits an das n\u00e4chste Wochenende, am letzten Urlaubstag wird der n\u00e4chste Urlaub geplant und auf dem Weg zur Arbeit tr\u00e4umen wir vom Feierabend. 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