{"id":23783,"date":"2013-04-10T07:02:53","date_gmt":"2013-04-10T07:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=23783"},"modified":"2016-06-10T12:33:37","modified_gmt":"2016-06-10T11:33:37","slug":"nur-absoluter-boykott-kann-haien-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/nur-absoluter-boykott-kann-haien-helfen-1023783\/","title":{"rendered":"Nur absoluter Boykott kann Haien helfen"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-24141\" title=\"Haie \u2013 die Gejagten der Meere\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Screenshot_8.jpg\" width=\"270\" height=\"129\" \/>T\u00e4glich werden immer noch 500.000 Haie get\u00f6tet<\/p> <p>Allm\u00e4hliches Umdenken beim weltweiten Hai-Schutz<\/p> <p>&#8222;Der Entschluss der CITES-Konferenz, k\u00fcnftig den Handel von f\u00fcnf stark gef\u00e4hrdeten Hai-Arten einzuschr\u00e4nken, ist ein Schritt in die richtige Richtung&#8220;, sagt Dr. Maike F\u00f6rster, Biologin und wissenschaftliche Beraterin des SAVE Wildlife Conservation Fund. &#8222;Wissenschaftliche Untersuchungen und DNA-Analysen zeigten in der Vergangenheit immer wieder, dass oft auch gesch\u00fctzte Arten auf dem Teller bzw. in der Suppe landen. Deshalb kann nur ein absoluter Boykott helfen.&#8220;<\/p> <p><!--more-->Haie werden immer noch als aus der Tiefe lauernde Gefahr angesehen. Wie gef\u00e4hrlich Haie f\u00fcr den Menschen jedoch wirklich sind, zeigt eine pr\u00e4gnante Zahl: Laut einer Studie der Universit\u00e4t Florida streben weltweit etwa 10 &#8211; 12 Menschen durch Hai-Attacken, von denen es nach Sch\u00e4tzungen j\u00e4hrlich 70-80 gibt. Umgekehrt t\u00f6tet der Mensch sechs Haie pro Sekunde. Weltweit sind es 500.000 pro Tag. Durch die starke Bejagung und den sinnlosen Tod als Beifang sind die Haipopulationen stark eingebrochen und in manchen Regionen sogar um 90% zur\u00fcckgegangen.<\/p> <p>Haie leben seit 400 Millionen Jahren in den Weltmeeren. Obwohl nicht mal jede zehnte Hai-Art \u00fcberhaupt den Menschen angreift, haftet diesen Tieren nach wie vor das &#8222;Menschenfresser-Image&#8220; an. Dadurch r\u00fcckt die Schl\u00fcsselrolle des &#8222;Top-R\u00e4ubers&#8220; nur allzu oft in den Hintergrund. Wo der Hai verschwindet, kommt es zu einem \u00f6kologischen Kollaps im Meer. Haie sind f\u00fcr das \u00dcberleben vieler weiterer Arten von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p> <p>Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN gelten 25 Hai-Arten als kritisch gef\u00e4hrdet, 37 Arten als gef\u00e4hrdet und 115 als vom Aussterben bedroht. Ihre Fortpflanzungs-Strategie wird den Haien durch die \u00dcberfischung und den gezielten Fang nun zum Verh\u00e4ngnis: Die Weibchen vieler der rund 500 verschiedenen Hai-Arten werden erst mit 10-20 Jahren geschlechtsreif und haben meist nur alle zwei bis drei Jahre Nachkommen. Somit k\u00f6nnen sich die Hai-Best\u00e4nde nicht schnell genug erholen.<\/p> <p>Haie sterben langsam aus, weil ihr Fleisch und ihre Flossen millionenfach zu vermeintlichen Delikatessen verarbeitet werden. Laut der Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO werden j\u00e4hrlich weltweit \u00fcber 700.000 Tonnen Haie, Rochen und Chim\u00e4ren durch die Fischerei angelandet. Jedoch ist die Dunkelziffer wahrscheinlich ungleich h\u00f6her.<\/p> <p>Die Nachfrage auf dem asiatischen Markt ist zwar ma\u00dfgeblich f\u00fcr das massenhafte T\u00f6ten der Haie verantwortlich, jedoch sind die Akteure des Hai-Fangs nicht nur in \u00dcbersee zu suchen: Die europ\u00e4ische Union ist f\u00fcr mehr als 30% der weltweiten Hai-Exporte verantwortlich. Zudem sind EU-L\u00e4nder wie Spanien, Italien, Frankreich und Portugal auch mit \u00fcber 50% am weltweiten Hai-Import beteiligt. Die Fischereifahrzeuge der EU landen j\u00e4hrlich \u00fcber 100.000 Tonnen Haie &#8211; vornehmlich Blauhaie &#8211; und Rochen aus aller Welt an. Spanien ist durchweg verantwortlich f\u00fcr mehr als die H\u00e4lfte der Anlandungen und f\u00fcr drei Viertel der erlegten Blauhaie. Auch Deutschland ist Importeur von Haifleisch, -\u00f6len und -knorpel.<\/p> <p>Erste Schutzma\u00dfnahmen wie den Beschluss der CITES-Konferenz sieht SAVE zwar als richtigen Weg f\u00fcr den Haischutz, jedoch appelliert die Artenschutzstiftung vor allem an den Verbraucher. Denn er, betont die Biologin Dr. Maike F\u00f6rster, spielt beim Hai-Schutz eine ganz entscheidende Rolle. Verzicht auf Haifleisch und Haifischflossensuppe, auf Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, Arzneien und Kosmetik mit Haibestandteilen ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des \u00dcberlebens der Haie.<br \/> Hierf\u00fcr ist jedoch eine umfassende Verbraucheraufkl\u00e4rung n\u00f6tig, zu der die Brosch\u00fcre &#8222;Hai-End? &#8211; Der verdeckte Handel mit Haien in Deutschland&#8220; und der begleitende Flyer einen wichtigen Beitrag leisten. &#8222;Hai-End&#8220; enttarnt die Namen der Haiprodukte: &#8222;Squalen&#8220; zum Beispiel bezeichnet eine Substanz aus Haileber\u00f6l und wird in Arzneimitteln, Lifestyle-Pillen und Kosmetika verwendet. Die ger\u00e4ucherten Bauchlappen des Dornhais werden als &#8222;Schillerlocke&#8220; verkauft. Weil die Kennzeichnung fehlt, wei\u00df der Verbraucher selten, dass er Hai konsumiert. Um dem Verbraucher eine \u00dcbersicht zu geben, in welchen Produkten \u00fcberall Hai enthalten ist, hat SAVE zahlreiche Produkte in einer Liste zusammengestellt.<\/p> <p>Auch auf politischer Ebene gibt es Fortschritte: Das Europaparlament stimmte Ende letzten Jahres endlich f\u00fcr ein strengeres Hai-Finning-Verbot. So ist nun in der EU die Ganzk\u00f6rperanlandung s\u00e4mtlicher Haie &#8211; d.h. ihre Anlandung im Hafen im nat\u00fcrlichen Zustand mitsamt ihrer Flossen am K\u00f6rper &#8211; verbindlich vorgeschrieben.<\/p> <p>Ein weiterer Fortschritt ist die immer gr\u00f6\u00dfer werdende Bedeutung der Hai f\u00fcr den Tourismus. Ein aktuelles Beispiel hierf\u00fcr ist Indonesien. Dort werden derzeit die ersten Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Haie umgesetzt werden: Die Regionalregierung von Raja Ampat hat vor wenigen Tagen ein Gebiet von 46.000 Quadratkilometern als Marinepark und Hai- und Manta Schutzzone ausgewiesen. Hiermit verbunden sind das komplette Fangverbot und das Verbot jeglichen Handels mit Haien und Mantas. Nachahmer erw\u00fcnscht!<\/p> <p>LINK-\u00dcbersicht:<\/p> <p>Info-Flyer:<br \/> http:\/\/www.save-wildlife.com\/downloads\/save_the_oceans\/HaiFlyerM%C3%A4rz2013_Druckversion.pdf<\/p> <p>Info-Brosch\u00fcre Hai-End:<br \/> http:\/\/www.save-wildlife.com\/downloads\/save_the_oceans\/Hai_End_Druckversion.pdf<\/p> <p>SAVE ist eine gemeinn\u00fctzige Stiftung, die sich gezielt f\u00fcr die globale und nachhaltige F\u00f6rderung des Artenschutzes einsetzt<\/p> <p>Kontakt:<br \/> SAVE Wildlife Conservation Fund<br \/> Lars Gorschl\u00fcter<br \/> Dieselstr. 70<br \/> 42489 W\u00fclfrath<br \/> 02058 -78 82-20<br \/> l.gorschlueter@save-wildlife.com<br \/> http:\/\/www.save-wildlife.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00e4glich werden immer noch 500.000 Haie get\u00f6tet Allm\u00e4hliches Umdenken beim weltweiten Hai-Schutz &#8222;Der Entschluss der CITES-Konferenz, k\u00fcnftig den Handel von f\u00fcnf stark gef\u00e4hrdeten Hai-Arten einzuschr\u00e4nken, ist ein Schritt in die richtige Richtung&#8220;, sagt Dr. Maike F\u00f6rster, Biologin und wissenschaftliche Beraterin des SAVE Wildlife Conservation Fund. &#8222;Wissenschaftliche Untersuchungen und DNA-Analysen zeigten in der Vergangenheit immer wieder,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":24141,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[109],"tags":[134],"class_list":["post-23783","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tiere-haustiere","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23783"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":220718,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23783\/revisions\/220718"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}