{"id":241650,"date":"2016-09-02T15:05:29","date_gmt":"2016-09-02T14:05:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=241650"},"modified":"2016-09-02T15:05:29","modified_gmt":"2016-09-02T14:05:29","slug":"welche-gruende-und-folgen-hat-die-niedrigzinspolitik-der-ezb-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/welche-gruende-und-folgen-hat-die-niedrigzinspolitik-der-ezb-teil-1-10241650\/","title":{"rendered":"Welche Gr\u00fcnde und Folgen hat die Niedrigzinspolitik der EZB? Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-241651\" title=\"Finanz-Waagschale\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Waage_Sicherheit_Wachstum_Final-e1472825014997.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"237\" height=\"192\" \/>Seitdem die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum auf null Prozent gesenkt hat, leben Sparer in einer nahezu zinslosen Welt. Wirklich? Daher fragen sich viele Menschen: Wieso sind die Zinsen so niedrig, wie lange bleibt es so und welche Folgen haben die dauerhaft niedrigen Zinsen? Rentiert es sich \u00fcberhaupt noch Geld anzulegen, wenn die Zinsen so niedrig sind? Gibt es trotzdem noch Anlagen mit hoher Rendite?<br \/> Wir gehen in unserer Themenreihe auf all diese Fragen ein und zeigen Ihnen ertragreiche und renditestarke Alternativen zu Sparbuch, Tagesgeld und Co. auf.<\/p> <p><!--more-->Teil 1: Welche Gr\u00fcnde und Folgen hat die Niedrigzinspolitik der EZB?<\/p> <p>Im Kampf gegen schwaches Wirtschaftswachstum und sinkende Preise hat die EZB im M\u00e4rz 2016 den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Neben der Nullzinspolitik geh\u00f6ren zu den weiteren beschlossenen Ma\u00dfnahmen eine Erh\u00f6hung der Anleihek\u00e4ufe durch die EZB, ein h\u00f6herer Strafzins f\u00fcr Banken, die Ihre \u00fcbersch\u00fcssigen Reserven bei der EZB parken, und eine Pr\u00e4mie f\u00fcr Institute, die mehr Kredite vergeben. Diese Pr\u00e4mie betr\u00e4gt aktuell 0,4 Prozent der Kreditsumme, die der Bank von der EZB sozusagen geschenkt wird. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Banken sich bei der EZB mit Billigkrediten eindecken. Die Kredite und die Erh\u00f6hung der Strafzinsen f\u00fchren dazu, dass Bankinstitute quasi im Geld schwimmen. Es besteht ein \u00dcberangebot an Liquidit\u00e4t.<br \/> All diese Beschl\u00fcsse dr\u00fccken die langfristigen Zinsen auf ein historisches Tief, das es so noch nie gegeben hat. Doch warum hat die EZB die Zinsen so drastisch gesenkt? Die EZB erhofft sich von den niedrigen Zinsen, dass die kreditfinanzierten Investitionen zunehmen und somit die Wirtschaft und der private Konsum angekurbelt werden. Au\u00dferdem sollen dadurch deflation\u00e4re Entwicklungen, also der Preisverfall, gestoppt werden. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2 Prozent an. In Deutschland dr\u00fcckte der erneute Absturz der \u00d6lpreise die j\u00e4hrliche Teuerungsrate jedoch im Februar auf Null. Im Euroraum fielen die Verbraucherpreise erstmals seit einem halben Jahr sogar wieder: Die Inflationsrate ging auf minus 0,2 Prozent zur\u00fcck. Trotz niedriger Zinsen nutzen deutsche Unternehmen Kredite jedoch kaum. Ihre Kassen sind gut gef\u00fcllt und sie k\u00f6nnen Investitionen aus eigener Kraft stemmen. Daher entfaltete die Leitzinssenkung keine konjunkturelle Wirkung, wie es eigentlich gew\u00fcnscht war.<br \/> Im Kampf gegen die Deflation und Konjunkturschw\u00e4che steht die Zentralbank und ihr Pr\u00e4sident Mario Draghi vor allem in Deutschland massiv in der Kritik. Die negativen Folgen sind nach Meinung f\u00fchrender \u00d6konomen weitaus gr\u00f6\u00dfer als der Nutzen der Niedrigzinspolitik. Dringend notwendige Reformma\u00dfnahmen hochverschuldeter Staaten der Eurozone werden nicht umgesetzt, da es f\u00fcr die Staaten bequemer ist, ihre Finanzhaushalte durch immer neue Schulden am Laufen zu halten. F\u00e4llige Zinsen werden durch die Aufnahme neuer Schulden bezahlt. Die Schuldenberge steigen immer weiter an. Ein Kreislauf der irgendwann \u2013 mit schlimmen Folgen \u2013 enden wird. Nur noch wenige Staaten k\u00f6nnen die nach den Maastricht-Vertr\u00e4gen festgelegte Schuldenobergrenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einhalten. Alleine die Tatsache, dass die Schuldentragf\u00e4higkeit hochverschuldeter Staaten \u00fcberschritten w\u00fcrde, macht eine \u201eNormalisierung\u201c der Zinsen in den n\u00e4chsten Jahren sehr unwahrscheinlich.<br \/> Niedrige Zinsen haben auch Auswirkungen auf die Gesch\u00e4ftsmodelle der Bankinstitute. Die regionalen Banken wie Sparkasse oder Volksbank h\u00e4ngen zum gr\u00f6\u00dften Teil vom sogenannten Zins\u00fcberschuss ab. Und dieser \u00dcberschuss schrumpft immer mehr bei Instituten, die stark im Einlagengesch\u00e4ft t\u00e4tig sind. Diese prek\u00e4re Situation sowie der verh\u00e4ngte Strafzins von der EZB bringt viele Banken dazu, ihre Geb\u00fchren zu erh\u00f6hen oder gar Negativzinsen f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden und verm\u00f6gende Kunden einzuf\u00fchren. Einige Banken haben bereits nicht rentable Filialen geschlossen.<br \/> Die Sparer sind wie so oft die leidtragenden der Nullzins\u00e4ra, da der Anreiz zum Sparen immer weniger wird. Mehr noch, das Sparen ger\u00e4t wegen Kaufkraftverlust sogar in Verruf. Dabei wird Sparen speziell im Hinblick auf eine drohende Armut im Alter immer wichtiger. Die Phase der Niedrigzinsen wird noch sehr lange anhalten \u2013 da sind sich viele Experten einig. Deswegen ist Handeln angesagt: Geld vermehrt sich nicht mehr von selbst! Sparer sollten aktiv werden, Konditionen vergleichen, verschiedene Geldanlagestrategien \u00fcberpr\u00fcfen und nach geeigneten M\u00f6glichkeiten suchen. EZB-Chef Mario Draghi betonte sogar k\u00fcrzlich, dass jeder seine Anlageentscheidung und somit die H\u00f6he der Ertr\u00e4ge selbst in der Hand hat \u2013 auch in Zeiten niedriger Zinsen: \u201eDie Sparer m\u00fcssen Ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch noch andere M\u00f6glichkeiten.\u201c<br \/> Diese Anlage-Alternativen gibt es wirklich. Mittelfristig sind Renditen von 3 bis 5 % p.a. f\u00fcr Ihre Geldanlage durchaus zu erzielen. Passend zu diesem Thema bietet das Institut f\u00fcr strategische Investmentberatung (isi) ein kostenloses Webinar an mit dem Titel \u201eSicherheit und Rendite im Gleichgewicht \u2013 Die richtige Verm\u00f6gensanlage im Niedrigzinsumfeld\u201c. Alle Webinar-Termine und die Anmeldeseite finden Sie auf www.isi24.de.<br \/> Diesen sowie weitere folgende Artikel unserer Themenreihe finden Sie ebenfalls auf der Webseite www.isi24.de unter \u201ePresse\u201c.<\/p> <p>Inhalt der vollst\u00e4ndigen Themenreihe:<br \/> Teil 1: Welche Gr\u00fcnde und Folgen hat die Niedrigzinspolitik der EZB?<br \/> Teil 2: Wer profitiert von den Niedrigzinsen?<br \/> Teil 3: Wer sind die Verlierer in der Niedrigzinspolitik?<br \/> Teil 4: Welche Auswirkungen haben niedrige Zinsen auf die Altersvorsorge?<br \/> Teil 5: Welche Anlagestrategien erm\u00f6glichen interessante Renditen?<\/p> <p>Das \u201eInstitut f\u00fcr strategische Investmentberatung (isi) Investmentresearch GmbH &amp; Co. KG\u201c wurde im Jahr 2005 durch Thomas Vollkommer gegr\u00fcndet. In der strategischen Investmentberatung sehen wir uns als Spezialisten rund um das Thema Kapitalanlage in Investmentfonds. Unsere Leistungen umfassen die Kapitalmarkt-Recherche, Konstruktion sinnvoller Portfoliol\u00f6sungen, Investmentberatung und die kontinuierliche Betreuung unserer Kundendepots.<\/p> <p>Institut f\u00fcr strategische Investmentberatung (isi) Investmentresearch GmbH &amp; Co. KG, Graf-Stauffenberg-Platz 11, 96047 Bamberg, Tel.: 0951-7002929, Fax: 0951-7002928, E-Mail: info@isi24.de, Web: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.isi24.de\/\"  >www.isi24.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seitdem die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum auf null Prozent gesenkt hat, leben Sparer in einer nahezu zinslosen Welt. Wirklich? Daher fragen sich viele Menschen: Wieso sind die Zinsen so niedrig, wie lange bleibt es so und welche Folgen haben die dauerhaft niedrigen Zinsen? Rentiert es sich \u00fcberhaupt noch Geld anzulegen, wenn die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":241651,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[],"class_list":["post-241650","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft-industrie"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=241650"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241650\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":242106,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241650\/revisions\/242106"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/241651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=241650"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=241650"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=241650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}