{"id":2466,"date":"2012-05-10T13:45:02","date_gmt":"2012-05-10T12:45:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2466"},"modified":"2015-08-18T11:32:47","modified_gmt":"2015-08-18T10:32:47","slug":"das-vermaechtnis-kosmisch-urspruenglichen-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/das-vermaechtnis-kosmisch-urspruenglichen-lebens-102466\/","title":{"rendered":"Das Verm\u00e4chtnis kosmisch-urspr\u00fcnglichen Lebens"},"content":{"rendered":"<p>Forscher vermuten, dass es zwischen den Sternen in der Milchstra\u00dfe eine riesige Anzahl an Planeten gibt, auf denen Leben existieren k\u00f6nnte<br \/> M\u00f6glicherweise existieren zwischen den Sternen der Milchstra\u00dfe einige Hunderttausend Milliarden frei umherwandernde Planeten, die etwa so gro\u00df sind wie die Erde und auf denen es Leben gibt. Dieser Ansicht ist ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Professor Chandra Wickramasinghe, Direktor des Buckingham Centre for Astrobiology von der Universit\u00e4t Buckingham, UK. Ihre Berechnungen wurden soeben in dem Online-Artikel in der Springer-Zeitschrift Astrophysics and Space Science ver\u00f6ffentlicht.<br \/> <!--more-->Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Planeten, auf denen Leben existieren k\u00f6nnte, aus dem fr\u00fchen Universum stammen; sie entstanden innerhalb einiger weniger Millionen Jahre nach dem Urknall und stellen einen Gro\u00dfteil der sogenannten \u201efehlenden Masse\u201c der Galaxien dar. Die Wissenschaftler nehmen an, dass solch ein planetarer K\u00f6rper das innere Sonnensystem im Durchschnitt alle 25 Jahre durchquert und dabei kosmischen Staub, einschlie\u00dflich einer Komponente lebendiger Zellen des Sonnensystems, mit seiner Oberfl\u00e4che aufnimmt. Ist dies der Fall, besitzen die frei umherwandernden Planeten die zus\u00e4tzliche Eigenschaft, Teile der jeweiligen lokalen biologischen Evolution in den Galaxien zu mischen.<br \/> Seit 1995 der erste extrasolare Planet entdeckt wurde, ist das Interesse an der Erforschung von Planeten fieberhaft angestiegen. Die etwa 750 festgestellten extrasolaren Planeten &#8211; kurz Exoplaneten &#8211; sind allesamt in Umlaufbahnen kreisende Planeten, und einige wenige, wenn \u00fcberhaupt, wurden als potentielle Kandidaten f\u00fcr Leben ausgemacht. Dann gab es Studien, die erstmalig die M\u00f6glichkeit einer weitaus gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Planeten berechneten. Dabei wurden Gravitationslinseneffekte entfernter Quasare (Kern einer aktiven Galaxie) anhand sich in der Sichtlinie befindender planetengro\u00dfer K\u00f6rper gemessen. K\u00fcrzlich kamen verschiedene Forschungsgruppen zu dem Schluss, dass einige Milliarden solcher Objekte in der Galaxie existieren. Wickramasinghe und sein Team haben die Gesamtsumme dieser Planeten auf einige Hunderttausend Milliarden (einige Tausend f\u00fcr jeden Stern der Milchstra\u00dfe) heraufgesetzt, jeder von ihnen ausgestattet mit dem Verm\u00e4chtnis von kosmisch-urspr\u00fcnglichem Leben.<br \/> Reference<br \/> Wickramasinghe NC et al (2012). Life-bearing primordial planets in the solar vicinity. Astrophysics and Space Science; DOI 10.1007\/s10509-012-1092-8<br \/> Der Volltext-Artikel und eine Abbildung sind f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Renate Bayaz, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8531, E-Mail: renate.bayaz@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher vermuten, dass es zwischen den Sternen in der Milchstra\u00dfe eine riesige Anzahl an Planeten gibt, auf denen Leben existieren k\u00f6nnte M\u00f6glicherweise existieren zwischen den Sternen der Milchstra\u00dfe einige Hunderttausend Milliarden frei umherwandernde Planeten, die etwa so gro\u00df sind wie die Erde und auf denen es Leben gibt. 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