{"id":25357,"date":"2013-04-23T17:06:39","date_gmt":"2013-04-23T16:06:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=25357"},"modified":"2013-04-23T17:07:21","modified_gmt":"2013-04-23T16:07:21","slug":"tagung-inklusion-ist-menschenrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/tagung-inklusion-ist-menschenrecht-1025357\/","title":{"rendered":"Tagung &#8211; Inklusion ist Menschenrecht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-25787\" title=\" Bundesarbeitsgemeinschaft streetwork mobile jugendarbeit\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Screenshot_10.jpg\" width=\"180\" height=\"154\" \/>Die Bundesakademie f\u00fcr Kirche und Diakonie und die Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork\/Mobile Jugendarbeit laden zur 28. bundesweiten Streetworktagung 2013 ein.<\/p> <p>Inklusion ist Menschenrecht!<br \/> Separation und Ausgrenzung in der Praxis von Streetwork<\/p> <p>Alle Menschen sind gleich. Sie d\u00fcrfen nicht benachteiligt, sondern bereits junge Menschen sollen gef\u00f6rdert werden. Alternative Lebensentw\u00fcrfe und -formen geh\u00f6ren zu einer pluralistischen Gesellschaft. Menschen haben ein Recht auf Teilhabe und Mitbestimmung.<br \/> <!--more-->Doch wie sieht unsere Realit\u00e4t vor Ort bzw. im Arbeitsfeld Streetwork\/Mobile Jugendarbeit wirklich aus? Was ist an der Inklusionsdebatte f\u00fcr uns neu, hilfreich und spannend?<\/p> <p>Die aktuelle Inklusionsdebatte thematisiert alle benachteiligend wirkenden Heterogenit\u00e4tsmerkmale, wie sexuelle Orientierung, Herkunftskultur, Religion, Weltanschauung, Geschlecht, Szene oder Milieu. Die moderne Gemeinwesenarbeit bezieht dies in die zeitgem\u00e4\u00dfen fachlichen Diskurse und Konzepte mit ein. Soziale Arbeit, Stadtplanung, berufliche Unterst\u00fctzungsprogramme, Jugendeinrichtungen und Schulen sind auf gesellschaftliche Vielfalt bezogen. Die Akteure leben in einer transkulturellen und pluralen Gesellschaft, mit vielf\u00e4ltigen, multikulturellen und stark individualisierten Lebensentw\u00fcrfen. Neue konkrete Ans\u00e4tze und Methoden werden entwickelt, um aktiv Ent-Diskriminierung und Chancengleichheit herbei zu f\u00fchren. Teilhabe, Gerechtigkeit, Mitgestaltung und Selbstwirksamkeit sind auch bei sogenannten stigmatisierten und marginalisierten Adressat_innengruppen zu erm\u00f6glichen.<\/p> <p>Die Qualit\u00e4tsstandards von Streetwork\/Mobiler Jugendarbeit orientieren sich an einer parteilichen, f\u00fcr die Interessen der Adressat_innen ausgerichteten Lobbyfunktion. Streetwork\/Mobile Jugendarbeit setzt bereits vielfach den gew\u00fcnschten Inklusionsgedanken in die Praxis um, ohne dies bisher deutlich und fachlich begr\u00fcndet zu kommunizieren.<br \/> Streetwork\/Mobile Jugendarbeit wirkt gerade auf lokaler Ebene. Die nun beginnende Fachdebatte wird pr\u00e4gend mitgestaltet. Sie spricht regional teilweise exklusiv von Stigmatisierung und Marginalisierung bedrohte Menschen an. Sie unterst\u00fctzt Akteure gelingender selbst organisierter Projekte. Die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit wird erzeugt und ein wichtiger Beitrag zum Inklusionsdiskurs entsteht.<\/p> <p>Streetwork\/Mobile Jugendarbeit hat im sozialen Angebotsportfolio von St\u00e4dten, Kommunen und Gemeinden eine zentrale und herausragende Stellung.<\/p> <p>Die Fachstandards von Streetwork\/Mobiler Jugendarbeit beschreiben eine aufsuchende, sozialr\u00e4umliche und lebensweltorientierte Arbeit. Die Grundlagen sind niedrigschwellige, akzeptierende und ganzheitliche Beziehungsarbeit. Entwicklung wird gef\u00f6rdert. Die Beratungs- und Begleitungsprozesse der Fachkr\u00e4fte haben eine bedeutende Rolle. Sie bef\u00e4higen, gestalten und moderieren Inklusionsprozesse im sozialen Raum. Die vielfach geforderte Lobbyfunktion und parteiliches Arbeiten bekommen dadurch eine bedeutende gesellschaftspolitische Dimension und stehen in Verantwortung. Voraussetzungen sind klare Sprachf\u00e4higkeit, argumentative Sicherheit im fachlichen Diskurs und eine durchg\u00e4ngig auf Inklusion dr\u00e4ngende Arbeitshaltung. Ethische, fachliche und sozialpolitische Positionen m\u00fcssen dabei neu justiert werden.<\/p> <p>F\u00fcr die Praxis bedeutet dies, den Inklusionsbegriff f\u00fcr die eigene Arbeit und eine verst\u00e4rkte Akzentuierung auf lebensweltorientierte sozialr\u00e4umliche Handlungsweise zu kommunizieren. Es bedeutet ein sicheres und reflektiertes Anwenden von qualitativen sozialr\u00e4umlichen Forschungs- und Arbeitsmethoden. Der permanente Wechsel von Alltagsforschungsperspektiven zur motivierenden Moderation in non-formalen Gruppenbildungsprozessen wird begleitet. Es erfordert die Entfaltung einer Alltagssprache, die nicht bevormundet, Probleme und Vorannahmen rekonstruiert. Die inklusive Gespr\u00e4chsf\u00fchrung best\u00e4rkt, zeigt Kompetenzen, Besonderheiten und Einzigartigkeiten von handelnden und selbstverantwortlichen Subjekten auf.<\/p> <p>Die bundesweite Streetworktagung 2013 widmet sich zum ersten Mal dem Thema Inklusion im Arbeitsfeld Streetwork\/Mobile Jugendarbeit. Es kommen Expert_innen zu Wort, die sich seit Jahren mit dem Inklusionsbegriff aus unterschiedlichen Blickwinkeln befassen, wie Ethik und Menschenrecht, Bildung und Gesundheit, Diversity und Transkulturalit\u00e4t sowie Erlebnisp\u00e4dagogik und Risikobegleitung.<\/p> <p>Inspiriert durch Impulsvortr\u00e4ge werden unterschiedliche Blickwinkel und Fragestellungen in Arbeitsgruppen, Workshops und Gespr\u00e4chskreisen vertieft und auf die \u00dcbertragbarkeit f\u00fcr Streetwork\/Mobile Jugendarbeit untersucht.<br \/> Die Tagungsteilnehmer_innen entwickeln Handlungsempfehlungen zur Weiterarbeit f\u00fcr das Arbeitsfeld und f\u00fcr die eigenen Projekte vor Ort.<br \/> Die Fachtagung versteht sich als Auftakt eines fachlichen Diskurses und m\u00f6chte einen inklusiven Beitrag leisten. Dies verstehen Streetworker als ihre Lobbyfunktion f\u00fcr benachteiligte und unterprivilegierte Menschen.<\/p> <p>Nat\u00fcrlich entsteht gleichzeitig gen\u00fcgend Raum f\u00fcr den stets gesch\u00e4tzten informellen Fachaustausch, kollegiale Beratungen und Absprachen f\u00fcr gemeinsame Aktionen und Vertiefung der bundesweiten Netzwerkarbeit. Dies wird mit innovativen Methoden gef\u00f6rdert und gest\u00e4rkt.<\/p> <p>Der Vorstand der BAG Streetwork<\/p> <p>Montag, 02.09.2013<\/p> <p>14.00h Ankommen \u2013 Registrieren \u2013 Stehcaf\u00e9<\/p> <p>15.00h Er\u00f6ffnung der Tagung und Begr\u00fc\u00dfung,<br \/> Frank D\u00f6lker, Dozent Bundesakademie, Vorstand BAG Streetwork\/Mobile Jugendarbeit<\/p> <p>Das Menschenrecht Inklusion<br \/> Dr. J\u00fcrgen Frank, Expertenkreis \u201eInklusive Bildung\u201c, Deutsche UNESCO-Kommission<\/p> <p>Ausgrenzung \u2013 Bildung &#8211; Gesundheit<br \/> Dr. Hanna Permien, (ehemals) dji M\u00fcnchen<\/p> <p>Diskussion im Plenum<\/p> <p>18.00h Abendessen<\/p> <p>19.30h Markt der M\u00f6glichkeiten<br \/> Praxispr\u00e4sentationen der Teilnehmenden<\/p> <p>Dienstag, 03.09.2013<\/p> <p>9.00h Inklusion \u2013 ein Leitprinzip f\u00fcr das Arbeitsfeld Streetwork?<br \/> Michael Komorek, Referent f\u00fcr Inklusion, AWO Bundesverband Berlin<\/p> <p>Diversity als &#8222;dritter Blick&#8220; &#8211; Eine Einladung zum sozialr\u00e4umlichen Verstehen.<br \/> Prof. Dr. Andreas Thiesen, HAWK Hochschule Hildesheim\/Holzminden\/G\u00f6ttingen<\/p> <p>11.00h Arbeitsgruppen:<\/p> <p>AG 1: Leitprinzip Inklusion,<br \/> Michael Komorek, AWO Bundesverband Berlin<\/p> <p>AG 2: Inklusion von rechtsextremen Jugendlichen &#8211; Begegnung auf Augenh\u00f6he?<br \/> Philipp Frei, Jugendsozialwerk Basel, Schweiz<\/p> <p>AG 3: Gelingende Ans\u00e4tze und Methoden von Kinder- und Jugendbeteiligung,<br \/> Annett Bauer, Parit\u00e4tischer Verband, LAG Brandenburg<\/p> <p>AG 4; Diversity als Handlungsoption<br \/> Andreas Thiesen, Hochschule Hildesheim\/Holzminden\/G\u00f6ttingen<\/p> <p>AG 5: Politisches Handeln, Lobbying, Politikberatung<br \/> Tom K\u00fcchler, LAK Sachsen<\/p> <p>19.30h Abendvortrag: Vielfalt, Vorurteile und Diskriminierung &#8211; Der Anti-Bias-Ansatz<br \/> Lisa Reimann , Integrationsprojekt e.V. im Bund Deutscher PfadfinderInnen<\/p> <p>Mittwoch, 04.09.2013<\/p> <p>9.00h Plenum<\/p> <p>9.30h Menschen in riskanten Lebenslagen<br \/> Dieter Wolfer, Treberhilfe Dresden<\/p> <p>Arbeitsgruppen halbtags oder ganztags,<br \/> Gruppen entscheiden Form der Zusammenarbeit nach der Mittagspause.<\/p> <p>AG 6 Inklusion in riskanten Lebenslagen,<br \/> Dieter Wolfer, Treberhilfe Dresden<\/p> <p>AG 7 Methoden der Sozialraumarbeit ,<br \/> Frank D\u00f6lker, Bundesakademie\/BAG<\/p> <p>AG 8 Community Work, B\u00fcrgerbeteiligung, B\u00fcrgerinitiativen<br \/> Paul Cromwell, Bundesakademie f\u00fcr Kirche und Diakonie, Berlin<\/p> <p>AG 9 Kooperation Schule Jugendhilfe,<br \/> Guido Gulbins, Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit, Bremen<br \/> Tim Ossyssek, VAJA Bremen<\/p> <p>AG 10 Antidiskriminierende Bildungsarbeit &#8211; Anti Bias<br \/> Lisa Reimann<\/p> <p>14.30h Weiterarbeit in den AGs vom Vormittag und BarCamp<\/p> <p>17.30h Plenum, Berichte aus den AGs<\/p> <p>Donnerstag, 05.09.2013<\/p> <p>9.30 Plenumsveranstaltung<br \/> Diskussion der Tagungsinhalte, Festlegen von zentralen Schwerpunkten im Bereich Inklusion f\u00fcr das Arbeitsfeld Streetwork\/Mobile Jugendarbeit, an denen weitergearbeitet werden soll.<\/p> <p>Moderierte Fachforen zu den Schwerpunkten<br \/> Erarbeitung von Handlungsempfehlungen<\/p> <p>Zusammenfassung der Empfehlungen,<br \/> Auswertung der Tagung<\/p> <p>13.00 Abschlussessen \u201einklusive\u201c<\/p> <p>Tagungsort:<br \/> Haus Hainstein Eisenach<br \/> www.haushainstein.de<\/p> <p>Tagungsbeitrag:<br \/> 160,00 \u20ac<br \/> zuz\u00fcglich \u00dcbernachtung und Verpflegung ca. 210,00 \u20ac im EZ (ohne Gew\u00e4hr), wird von Teilnehmer_innen direkt mit dem Tagungshaus abgerechnet.<\/p> <p>Information:<br \/> Frank D\u00f6lker;<br \/> doelker@bundesakademie-kd.de, 0173-5105498<\/p> <p>Bitte beachten Sie Aktualisierungen und auch unser ausf\u00fchrliches Fortbildungsprogramm auf:<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.bag.streetwork.org\" title=\"Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork\/ Mobile Jugendarbeit e.V.\" >www.bag.streetwork.org<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesakademie f\u00fcr Kirche und Diakonie und die Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork\/Mobile Jugendarbeit laden zur 28. bundesweiten Streetworktagung 2013 ein. 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