{"id":2568,"date":"2012-07-09T14:43:16","date_gmt":"2012-07-09T13:43:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2568"},"modified":"2015-08-18T11:32:48","modified_gmt":"2015-08-18T10:32:48","slug":"erkennen-von-risikoverhalten-ist-der-schluessel-zur-praevention-von-aids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/erkennen-von-risikoverhalten-ist-der-schluessel-zur-praevention-von-aids-102568\/","title":{"rendered":"Erkennen von Risikoverhalten ist der Schl\u00fcssel zur Pr\u00e4vention von AIDS"},"content":{"rendered":"<p>Sonderheft von AIDS and Behavior zur XIX. Internationalen AIDS-Konferenz in Washington, D.C., \u00fcber aktuelle Forschung zu Verhaltensinterventionen<\/p> <p>HIV-Pr\u00e4vention muss k\u00fcnftig besser auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet werden, meinen David Holtgrave von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA und seine Kollegen. Fachleute aus dem Gesundheitswesen ben\u00f6tigen eine genauere Analyse und ein besseres Verst\u00e4ndnis zum Zusammenspiel von HIV-Risikoverhalten, den Zugang zur Behandlung und die Behandlungserfolge bei Menschen mit HIV. Die Autoren diskutieren ihr vorgeschlagenes Konzept in einer Studie\u00b9, die in einer Sonderausgabe der Springer-Fachzeitschrift AIDS and Behavior erscheint. <!--more-->Die komplette Ausgabe unter dem Titel \u201eTurning the Tide Together: Advances in Behavioral Interventions Research\u201c\u00b2 ist kostenlos online verf\u00fcgbar und erscheint im Juli rechtzeitig zu der vom 22. \u2013 27. Juli 2012 stattfindenden XIX. Internationalen AIDS-Konferenz in Washington, D.C.<\/p> <p>Vor nicht allzu langer Zeit berichtete die amerikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde NIH von einem umfassenden Durchbruch beim Kampf gegen HIV. Die Forschung hat gezeigt, dass die antiretrovirale Therapie von HIV-Kranken das Risiko, den Virus auf gesunde heterosexuelle Partner zu \u00fcbertragen, um bis zu 96 Prozent reduzieren kann. Diese Therapie wird auch &#8218;Behandlung als Pr\u00e4vention&#8216; genannt. Obwohl diese neuerlichen Ergebnisse als \u201eder Anfang vom Ende von AIDS\u201c angek\u00fcndigt wurden, geht die Forschung davon aus, dass bei dieser Behandlungsmethode eine breiter gefasste Perspektive vonn\u00f6ten ist, die jegliche Art von HIV-Risikoverhalten ber\u00fccksichtigt.<\/p> <p>Der Beitrag von Holtgrave und seinen Kollegen zeigt, welche bedeutende Rolle das HIV-Risikoverhalten spielt, wenn die pr\u00e4ventive Behandlung auch zum Erfolg f\u00fchren soll. Die Autoren beschreiben, wie viele Menschen einem HIV-Risiko ausgesetzt sind und welche drei Gruppierungen sich daraus ergeben, die mit der Krankheit leben: Menschen, die ihren HIV-Serostatus nicht kennen; Menschen, die ihren Status kennen und kein Risikoverhalten aufweisen; und diejenigen, die ihren Serostatus kennen und dennoch ein Risikoverhalten zeigen. Auch wenn alle Personen aus diesen drei Gruppierungen das Virus \u00fcbertragen k\u00f6nnen, unterscheiden sie sich deutlich in Bezug auf ihr Wissen um ihren Serostatus und ihr Risikoverhalten sowie die Wahrscheinlichkeit, mit der sie HIV \u00fcbertragen k\u00f6nnen.<\/p> <p>F\u00fcr jede dieser Untergruppen identifizierten die Wissenschaftler den geeignetsten Behandlungsansatz: &#8218;Testen und Vernetzung zur Gesundheitsversorgung&#8216;; &#8218;Behandlung als Pr\u00e4vention&#8216; und\/oder &#8218;Behandlung mit station\u00e4rer Versorgung&#8216;. Sie betonen, dass ein erfolgreiches Eind\u00e4mmen von HIV durch die &#8218;Behandlung als Pr\u00e4vention&#8216; wesentlich davon abh\u00e4ngt, welche Gruppierung nach diesem Ansatz behandelt wird.<\/p> <p>Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: \u201eDas von uns beschriebene Konzept hilft uns, eher eine &#8218;erg\u00e4nzende Pr\u00e4vention&#8216; zu erreichen, bei der die besten Interventionen aus allen Bereichen ausgew\u00e4hlt werden, um die Patienten nach ihren spezifischen klinischen Bed\u00fcrfnisse zu behandeln und gleichzeitig im Sinne der \u00f6ffentlichen Gesundheit zu handeln, d.h. neue Infektionen zu verhindern. Die HIV-Pr\u00e4vention ben\u00f6tigt einen wirklich synergetischen Ansatz, der am Schluss mehr als die Summe der einzelnen Interventionen ist.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> 1. Holtgrave DR et al (2012). Behavioral factors in assessing impact of HIV treatment as prevention. AIDS and Behavior; DOI 10.1007\/s10461-012-0186-1. Der Artikel ist freigeschaltet unter http:\/\/dx.doi.org\/10.1007\/s10461-012-0186-1<br \/> 2. Das Sonderheft von AIDS and Behavior \u201cTurning the Tide Together: Advances in Behavioral Interventions Research\u201d ist freigeschaltet unter http:\/\/www.springerlink.com\/content\/1090-7165\/16\/5\/<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonderheft von AIDS and Behavior zur XIX. Internationalen AIDS-Konferenz in Washington, D.C., \u00fcber aktuelle Forschung zu Verhaltensinterventionen HIV-Pr\u00e4vention muss k\u00fcnftig besser auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet werden, meinen David Holtgrave von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA und seine Kollegen. Fachleute aus dem Gesundheitswesen ben\u00f6tigen eine genauere Analyse und ein<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":45941,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108],"tags":[],"class_list":["post-2568","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2568"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2568\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":160974,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2568\/revisions\/160974"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}