{"id":2593,"date":"2012-08-01T12:49:30","date_gmt":"2012-08-01T11:49:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2593"},"modified":"2015-08-18T11:32:48","modified_gmt":"2015-08-18T10:32:48","slug":"oekosysteme-enthuellen-strahlende-geheimnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/oekosysteme-enthuellen-strahlende-geheimnisse-102593\/","title":{"rendered":"\u00d6kosysteme enth\u00fcllen \u201astrahlende\u2018 Geheimnisse"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00dcbertragung radioaktiver Verbindungen ist nicht eindeutig<\/p> <p>Die G\u00fcltigkeit bisher verwendeter Modelle zur Bewertung des Einflusses radioaktiver Strahlung auf die menschliche Gesundheit muss einer neuen Studie zufolge angezweifelt werden. Zu diesem Schlu\u00df kommen Wissenschaftler der Universit\u00e4t Ostfinnland unter der Leitung von Tiina Tuovinen. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift Hydrobiologia.<\/p> <p><!--more-->Der Unfall im Kraftwerk Tschernobyl im Jahre 1986 f\u00fchrte zum Austritt radioaktiver Substanzen in den Boden sowie in S\u00fc\u00df- und Salzwasser. \u00dcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg wurden diese Substanzen von Organismen aufgenommen und gelangten so in die Nahrungskette.<\/p> <p>Seit dem Unfall in dem Atomkraftwerk ist der dabei entstandene Fallout eine wichtige Informationsquelle zum Abgleich mit Modellen, mit deren Hilfe die \u00dcbertragung radioaktiver Substanzen in die \u00d6kosysteme vorhergesagt wird. Mit ihnen werden sowohl die radioaktive Belastung als auch die m\u00f6glichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die wild lebenden Tiere abgesch\u00e4tzt.<\/p> <p>Die Autoren erl\u00e4utern: \u201eInwieweit Modelle geeignet sind, um Konzentrationen und die Strahlendosis genau vorherzusagen, h\u00e4ngt im wesentlichen von den empirischen Daten \u00fcber das Verhalten radioaktiver Verbindungen in der Biosph\u00e4re ab. Au\u00dferdem ist entscheidend, ob die grunds\u00e4tzlichen Annahmen, die diesen Modellen zugrunde liegen, auch wirklich zutreffend sind.\u201c<\/p> <p>Die Analyse der Kontamination zweier Seen im Norden Finnlands mit radioaktiven Verbindungen (insbesondere mit 137Cs) weist darauf hin, dass die Modelle zur Vorhersage der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit von einer falschen Pr\u00e4misse ausgehen. In der Arbeit der Wissenschaftler wird deshalb die G\u00fcltigkeit der eingesetzten Modelle sowie die Schlussfolgerungen angezweifelt, die daraus gezogen werden k\u00f6nnen.<\/p> <p>Die Wissenschaftler sammelten Daten der zwei Seen, um die \u00dcbertragung von C\u00e4sium-137 von Seewasser auf den Fischbestand in einem Zeitraum von 20 Jahren nach dem Unfall im Atomkraftwerk Tschornobyl zu untersuchen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die \u00dcbertragung radioaktiver Substanzen im Gegensatz zu den bisherigen Annahmen nicht linear verl\u00e4uft. Dar\u00fcber hinaus scheint die Konzentration dieser Substanzen bei fischfressenden Arten dreimal h\u00f6her zu sein als bei nicht-fischfressenden Arten.<\/p> <p>Quelle<br \/> Tuovinen TS et al (2012). Transfer of 137Cs from water to fish is not linear in two northern lakes. Hydrobiologia; DOI 10.1007\/s10750-012-1224-8<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 HeidelbergTelefon: +49 (0) 6221 487 0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00dcbertragung radioaktiver Verbindungen ist nicht eindeutig Die G\u00fcltigkeit bisher verwendeter Modelle zur Bewertung des Einflusses radioaktiver Strahlung auf die menschliche Gesundheit muss einer neuen Studie zufolge angezweifelt werden. Zu diesem Schlu\u00df kommen Wissenschaftler der Universit\u00e4t Ostfinnland unter der Leitung von Tiina Tuovinen. 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