{"id":2618,"date":"2012-08-09T08:31:32","date_gmt":"2012-08-09T07:31:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2618"},"modified":"2012-08-09T08:31:32","modified_gmt":"2012-08-09T07:31:32","slug":"wissenschaftler-entdecken-die-wahrheit-hinter-colberts-truthiness","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wissenschaftler-entdecken-die-wahrheit-hinter-colberts-truthiness-102618\/","title":{"rendered":"Wissenschaftler entdecken die Wahrheit hinter Colberts \u201etruthiness\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\u201eWir wollten wissen, inwieweit Bilder, wie sie t\u00e4glich in Zeitungen und im Fernsehen zu sehen sind\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/gravity_forms\/2-90219e012ddc8bf5a20393905dbbd839\/2012\/08\/13423.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"139\" \/>Fotos machen Behauptungen glaubhafter<\/p> <p>Getreu dem Motto \u201eLieber der Forschung vertrauen als dem Bauchgef\u00fchl\u201c haben sich Wissenschaftler in Neuseeland und Kanada mit dem Ph\u00e4nomen befasst, das Stephen Colbert, Comedian und Satiriker, als \u201etruthiness\u201c bezeichnet \u2013 das Gef\u00fchl, dass etwas wahr ist. In vier verschiedenen Experimenten stellten sie fest, dass Behauptungen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie wahr sind oder nicht, glaubhafter wirken, wenn sie durch ein sch\u00f6nes Foto erg\u00e4nzt werden.<!--more--> Die Arbeit erscheint online im Springer-Journal Psychonomic Bulletin &amp; Review.<\/p> <p>\u201eWir wollten wissen, inwieweit Bilder, wie sie t\u00e4glich in Zeitungen und im Fernsehen zu sehen sind, \u201aWahrheit\u2018 erzeugen,\u201c sagte der Leiter der wissenschaftlichen Studie Eryn J. Newman von der Victoria University of Wellington, Neuseeland. \u201eDas Ergebnis hat uns in der Tat \u00fcberrascht.\u201c<\/p> <p>In vier Experimenten in Neuseeland und Kanada konfrontierten Newman und Kollegen Probanden mit Behauptungen wie etwa: \u201aDas Fl\u00fcssigmetall in einem Thermometer ist Magnesium.\u2018 Die Teilnehmer wurden dann gefragt, ob sie diese Behauptungen f\u00fcr richtig hielten oder nicht. In einigen F\u00e4llen wurden solche Behauptungen durch dekorative Fotos erg\u00e4nzt \u2013 etwa ein Thermometer . Diese Fotos lie\u00dfen jedoch keinen Aufschluss \u00fcber den Wahrheitsgehalt zu. Wurden Fotos mitgeliefert, gingen die Befragten eher davon aus, dass die Behauptung der Wahrheit entsprach, gleichg\u00fcltig, ob dies zutraf oder nicht.<\/p> <p>Die Ergebnisse untermauern durchweg die These, dass Aussagen, die durch Fotos unterst\u00fctzt werden, eher als wahr angenommen werden, als Behauptungen ohne Begleitbild. \u201eWir wissen, dass sich etwas richtig \u201aanf\u00fchlt\u2018, wenn Informationen mitgeliefert werden,\u201c sagte Newman.<\/p> <p>Die Studie ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr Situationen, in denen Menschen sch\u00f6ne Bilder pr\u00e4sentiert werden, sei es in den Medien oder beim Lernen. \u201eDekorative Fotos fesseln die Aufmerksamkeit,\u201c sagt Newman, \u201eunsere Studie l\u00e4sst den Schluss zu, dass solche Fotos unbeabsichtigte Konsequenzen haben k\u00f6nnten: Nicht Fakten, sondern das Gef\u00fchl entscheidet \u00fcber die Glaubhaftigkeit und den Wahrheitsgehalt.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Newman EJ et al (2012). Nonprobative photographs (or words) inflate truthiness. Psychonomic Bulletin &amp;Review; DOI 10.3758\/s13423-012-0202-0<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Renate Bayaz, Springer, Tel. +49 6221 487-8531, renate.bayaz@springer.com<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos machen Behauptungen glaubhafter Getreu dem Motto \u201eLieber der Forschung vertrauen als dem Bauchgef\u00fchl\u201c haben sich Wissenschaftler in Neuseeland und Kanada mit dem Ph\u00e4nomen befasst, das Stephen Colbert, Comedian und Satiriker, als \u201etruthiness\u201c bezeichnet \u2013 das Gef\u00fchl, dass etwas wahr ist. 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