{"id":2625,"date":"2012-08-15T06:59:00","date_gmt":"2012-08-15T05:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2625"},"modified":"2012-08-15T07:56:28","modified_gmt":"2012-08-15T06:56:28","slug":"hoffnung-fuer-hiv-patienten-die-unter-beeintraechtigungen-ihrer-kognitiven-faehigkeiten-leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/hoffnung-fuer-hiv-patienten-die-unter-beeintraechtigungen-ihrer-kognitiven-faehigkeiten-leiden-102625\/","title":{"rendered":"Hoffnung f\u00fcr HIV-Patienten, die unter Beeintr\u00e4chtigungen ihrer kognitiven F\u00e4higkeiten leiden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Hoffnung f\u00fcr HIV-Patienten, die unter Beeintr\u00e4chtigungen ihrer kognitiven F\u00e4higkeiten leiden\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/gravity_forms\/2-90219e012ddc8bf5a20393905dbbd839\/2012\/08\/13365.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"156\" \/>Forscher entdecken in gr\u00fcnem Tee und Schokolade Substanzen, die neurologische Beeintr\u00e4chtigungen im Zusammenhang mit HIV reduzieren k\u00f6nnten<\/p> <p>Noch gibt es bislang keine medikament\u00f6se Therapie, die eine vollst\u00e4ndige Replikation des HI-Virus im menschlichen Gehirn verhindern kann. Daher gibt es auch keine wirksame Abhilfe f\u00fcr Komplikationen, wenn HIV-Patienten unter Beeintr\u00e4chtigungen neurokognitiver F\u00e4higkeiten leiden. Neue Forschungsergebnisse von Joseph Steiner und seinen Kollegen von der Johns-Hopkins-Universit\u00e4t zeigen,<!--more--> dass eine Gruppe pflanzlicher Polyphenole \u2013 bekannt als Catechine, die als nat\u00fcrlicher Bestandteil von gr\u00fcnem Tee und in Samen des Kakaobaums vorkommen \u2013 bei der Pr\u00e4vention solcher neurologischer Beeintr\u00e4chtigungen helfen k\u00f6nnten. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift Journal of NeuroVirology.<\/p> <p>Die bisherige Forschung hat gezeigt, welch bedeutende Rolle das Proteins BDNF (Brain-derived neurotrophic factor) beim Schutz und Wachstum von Neuronen im Gehirn spielt. Dieses Protein ist in Gehirnarealen aktiv, die beim Lernen, der Erinnerung und dem komplexeren Denken eine zentrale Rolle spielen. Bei HIV-Patienten wurden im Gehirn niedrigere Konzentrationen von BDNF nachgewiesen als bei gesunden Menschen, was nahelegt, dass darin die direkte Ursache f\u00fcr einhergehende kognitive Beeintr\u00e4chtigungen liegt.<\/p> <p>Bei ihrer Forschung analysierten Steiner und seine Kollegen im Labor die Auswirkungen von 2000 nat\u00fcrlichen Substanzen und die von der amerikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde FDA zugelassenen Medikamenten auf Gehirnzellen. Dabei identifizierten die Wissenschaftler eine Reihe von Substanzen, die potenziell beim Schutz von Neuronen im Gehirn helfen k\u00f6nnten. Neun dieser Substanzen standen in Verbindung mit Epicatechin, das in Kakao und in Bl\u00e4ttern von gr\u00fcnem Tee enthalten ist. Bei weiteren Screeningtests und im Vergleich mit Resveratrol, dem Antioxidans in Rotwein, erwiesen sich insbesondere das Epicatechin und das Epigallocatechingallat (EGCG) als effektivste Substanzen beim Schutz von Neuronen, da sie die BNDF-Produktion anregen.<\/p> <p>Obwohl die antioxidative Wirkung des Epicatechins und des EGCG bereits bekannt ist, gilt die Entdeckung, dass diese Substanzen die BNDF-Produktion anregen k\u00f6nnen, als Sensation in diesem Forschungsbereich. Da diese Substanzen leicht die Blut-Hirn-Schranke \u00fcberwinden, erh\u00f6ht sich zus\u00e4tzlich ihr therapeutisches Potenzial, denn genau dies ist h\u00e4ufig das gr\u00f6\u00dfte Hindernis bei der Entwicklung von Medikamenten, die im Gehirn wirken sollen. Es gibt Hoffnung f\u00fcr Patienten mit HIV, denn aktuell gibt es f\u00fcr sie noch keine neuroprotektiven Therapien, wenn sie unter Beeintr\u00e4chtigungen ihrer kognitiven F\u00e4higkeiten leiden.<\/p> <p>Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: \u201eAufgrund seiner einfachen Struktur und seiner F\u00e4higkeit, die Blut-Hirn-Schranke leicht zu \u00fcberwinden, k\u00f6nnte Epicatechin der beste therapeutische Ansatz zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen sein. Es schlie\u00dft die kognitiven Erkrankungen im Zusammenhang mit einer HIV-Erkrankung ein, bei denen oxidativer Stress als wichtiger pathophysiologischer Mechanismus gilt.\u201c Zus\u00e4tzliche Forschung mit HIV-Patienten sei erforderlich, um zu kl\u00e4ren, wie effektiv diese nat\u00fcrlich vorkommenden Verbindungen sind.<\/p> <p>Quelle: Nath S, Bachani M, Harshavardhana D, Steiner JP (2012). Catechins protect neurons against mitochondrial toxins and HIV proteins via activation of the BDNF pathway. Journal of NeuroVirology. DOI 10.1007\/s13365-012-0122-1<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Kontakt: Renate Bayaz, Springer, Tel.: +49-6221-487-8531; renate.bayaz@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher entdecken in gr\u00fcnem Tee und Schokolade Substanzen, die neurologische Beeintr\u00e4chtigungen im Zusammenhang mit HIV reduzieren k\u00f6nnten Noch gibt es bislang keine medikament\u00f6se Therapie, die eine vollst\u00e4ndige Replikation des HI-Virus im menschlichen Gehirn verhindern kann. Daher gibt es auch keine wirksame Abhilfe f\u00fcr Komplikationen, wenn HIV-Patienten unter Beeintr\u00e4chtigungen neurokognitiver F\u00e4higkeiten leiden. Neue Forschungsergebnisse von Joseph<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":152747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108],"tags":[],"class_list":["post-2625","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2625\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/152747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}