{"id":2632,"date":"2012-08-21T14:02:52","date_gmt":"2012-08-21T13:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=2632"},"modified":"2012-08-21T14:02:52","modified_gmt":"2012-08-21T13:02:52","slug":"verhuetung-einer-hiv-uebertragung-durch-heimtest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/verhuetung-einer-hiv-uebertragung-durch-heimtest-102632\/","title":{"rendered":"Verh\u00fctung einer HIV-\u00dcbertragung durch Heimtest"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-47247 alignleft\" title=\"Springer-Journal AIDS and Behavior\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/10461-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"102\" height=\"102\" \/>Laut einer neuen Studie sind HIV-Heimtests beliebt bei M\u00e4nnern mit riskanten Sexualpraktiken<\/p> <p>Drei\u00dfig Jahre nach Beginn der HIV-Epidemie k\u00f6nnen oder wollen viele Menschen mit hohem HIV-Risiko keine sichereren Sexualpraktiken wie Abstinenz oder den Gebrauch von Kondomen einsetzen. Aus diesem Grund ist der Markt offen f\u00fcr alternative Methoden, die den Kontakt mit dem Virus bzw. die \u00dcbertragung reduzieren. Eine derartige Strategie, der HIV-Heimtest, ist jetzt Thema einer neuen Studie von Alex Carballo-Dieguez und seinen Kollegen am HIV Center for Clinical and Behavioral Studies in New York. Die Arbeit erscheint online im Springer-Journal AIDS and Behavior.<\/p> <p><!--more-->Derzeit wird eine ganze Reihe biomedizinischer Strategien zur Verh\u00fctung einer HIV-\u00dcbertragung entwickelt. Viele sind kostspielig und haben nur begrenzten Erfolg. HIV-Schnelltests sind bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, nicht erforscht jedoch ist bisher ihr Potenzial als Screening-Tool f\u00fcr m\u00f6gliche Partner. Seit der Zulassung der Heimtests durch die FDA (Food and Drug Administration) ist die M\u00f6glichkeit, Partner zu checken, seit Kurzem Realit\u00e4t. W\u00e4ren jedoch Menschen, die sich auf ungesch\u00fctzten Sex einlassen wollen, bereit, diese Tests zu nutzen, bzw. w\u00fcrden sie potenzielle Partner vor dem Sex um die Durchf\u00fchrung bitten?<\/p> <p>An der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Studie<\/a> nahmen 27 M\u00e4nner unterschiedlicher ethnischer Herkunft teil, die mit M\u00e4nnern verkehren (MSM). Jeder erhielt 16 HT-Sets f\u00fcr potenzielle Sexualpartner. Drei Monate lang wurden sie w\u00f6chentlich durchgecheckt und anschlie\u00dfend eindringlich befragt. Insgesamt trafen die Sets bei allen M\u00e4nnern auf hohe Akzeptanz, auch bei Angeh\u00f6rigen ethnischer Minderheiten, deren Infektionsraten hoch sind. Die meisten M\u00e4nner wollten die Sets weiter nutzen, das Interesse an der freien Verk\u00e4uflichkeit war hoch.<\/p> <p>Aus den sehr pers\u00f6nlichen Interviews ergaben sich \u00e4u\u00dferst aufschlussreiche Erkenntnisse bez\u00fcglich der Signifikanz der HT-Sets. H\u00e4ufig entstanden durch die blo\u00dfe Erw\u00e4hnung einer Testm\u00f6glichkeit Diskussionen \u00fcber den HIV-Status, die unter anderen Umst\u00e4nden gar nicht aufgekommen w\u00e4ren. In zwei F\u00e4llen wurde der Status HIV-positiv erst enth\u00fcllt, nachdem der Teilnehmer einen Test vorgeschlagen hatte. Die Weigerung, den Test durchzuf\u00fchren, f\u00fchrte zu Misstrauen bei Teilnehmern, die daraufhin Sex mit Kondom oder gar keinen Sex mit diesem Partner hatten. War das Testergebnis HIV-positiv, fand gar kein Sex statt.<\/p> <p>Kritiker der Testsets bef\u00fcrchten, dass die Verwendung von Kondomen dadurch zur\u00fcckgehen k\u00f6nnte. Bei Menschen, die jedoch ohnehin keine Kondome benutzen \u2013 so Carballo-Dieguez und Kollegen -, spielt dies gar keine Rolle. Hier w\u00fcrden die Heimtests keine bestehende Strategie ersetzen, sondern eine L\u00fccke schlie\u00dfen. In der Studie erwiesen sich die HTs als kosteneffektives, einfaches und akzeptables Tool, das die Ausbreitung von HIV-Infektionen in einer Hochrisikogruppe einzud\u00e4mmen hilft.<\/p> <p>F\u00fcr die Autoren ist wichtig: \u201eEs geht hier um eine Ma\u00dfnahme unter Betroffenen, die in die Lage versetzt werden, ihr Verhalten zu kontrollieren. Sie k\u00f6nnen mithilfe einer kondomunabh\u00e4ngigen L\u00f6sung gemeinsam Verantwortung \u00fcbernehmen. Aus dem sogenannten Serosorting (die Wahl des Sexualpartners nach dem HIV-Status), das bisher mehr oder weniger ein Ratespiel war, wird so letztendlich eine auf objektiven Kriterien beruhende Strategie.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Carballo-Dieguez A, Frasca T, Balan I, Ibitoye M, Dolezal C (2012). Use of rapid HIV home test prevents HIV exposure in high risk sample of men who have sex with men. AIDS and Behavior; DOI 10.007\/s10461-012-0274-2<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Janine Haubenreisser, tel +49 6221 487-8414, janine.haubenreisser@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 HeidelbergTelefon: +49 (0) 6221 487 0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut einer neuen Studie sind HIV-Heimtests beliebt bei M\u00e4nnern mit riskanten Sexualpraktiken Drei\u00dfig Jahre nach Beginn der HIV-Epidemie k\u00f6nnen oder wollen viele Menschen mit hohem HIV-Risiko keine sichereren Sexualpraktiken wie Abstinenz oder den Gebrauch von Kondomen einsetzen. 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