{"id":264457,"date":"2017-09-01T16:08:00","date_gmt":"2017-09-01T15:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=264457"},"modified":"2017-09-01T16:08:00","modified_gmt":"2017-09-01T15:08:00","slug":"marktneuheit-kostenguenstige-effizienzsteuerung-fuer-druckluftanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/marktneuheit-kostenguenstige-effizienzsteuerung-fuer-druckluftanlagen-10264457\/","title":{"rendered":"Marktneuheit: kosteng\u00fcnstige Effizienzsteuerung f\u00fcr Druckluftanlagen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-264458\" title=\"Multifunktionsger\u00e4t Druckluft\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bild1_GHM-ONE_Startbildschirm_Druckluftsystem-e1504278352195.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"226\" height=\"223\" \/>In Fertigungsbetrieben werden oft mit Druckluft betriebene Produktionsanlagentechniken eingesetzt. Diese kommen nicht nur mit einer deutlich h\u00f6rbaren Ger\u00e4uschkulisse von Klacken, Zischen und S\u00e4useln daher, sondern auch mit hohen Energiekosten, die durch Druckverluste entstehen. Mit der Marktneuheit, dem Multifunktionsger\u00e4t GHM-ONE, kombiniert mit dem Engineering-Tool GHM-CAT (Configuration and Application Tool) und den hochgenauen Sensoren des bekannten Messtechnikherstellers GHM GROUP k\u00f6nnen diese Verluste beseitigt und weitere Energiekosten nach DIN EN ISO 50001 eingespart werden, sodass die Energieeffizienz der Anlagen deutlich gesteigert wird.<\/p> <p><!--more-->Die Anforderungen<\/p> <p>Bei der Druckluftversorgung von industriellen Produktionsanlagen kommt es auf eine f\u00fcr alle Maschinenabl\u00e4ufe ausreichende Luftmenge bei konstantem Systemdruck sowie auf eine zuverl\u00e4ssige Vermeidung einer Taupunktunterschreitung an. Die eingesetzte Messtechnik erm\u00f6glicht eine Ermittlung der Leckage und gibt Hinweise zur Anlagenoptimierung und dauerhaften Energiekostensenkung. Durch eine intelligente zeitoptimierte Zuschaltung der einzelnen Verbrauchermaschinen l\u00e4sst sich perspektivisch die verbrauchte Gesamtluftmenge in \u00f6konomisch sinnvollen Grenzen (gemessen an den gestaffelten Energiepreisen f\u00fcr Maximalabnahme) einhalten. Die gezielte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung der Kompressor-Anlagen zur Rauml\u00fcftungstechnik erf\u00fcllt einen weiteren Punkt der Energieeinsparung nach DIN EN ISO 50001. Jederzeit m\u00fcssen die Anlagenprozessdaten sowie die individuellen Verbrauchswerte zur Sicherstellung der Druckluftqualit\u00e4t und Fertigungsverf\u00fcgbarkeit automatisch \u00fcberwacht und die Verl\u00e4ufe dokumentiert werden, \u00fcbersichtlich einsehbar vor Ort und dezentral abrufbar im Firmenkommunikationsnetzwerk.<\/p> <p>Praxiserprobter L\u00f6sungsweg<\/p> <p>Als zentrales Energiemanagement-System eingesetzt zeigt die kompakte Multifunktionseinheit GHM-ONE, die mit einem farbigen Touch-Display ausger\u00fcstet ist, dem Anlagenbetreiber den Zustand der Prozessdaten und Trendkurvenverl\u00e4ufe (Kurz- und Langzeit) zur Effizienzbeurteilung besonders \u00fcbersichtlich. Direkt angeschlossen werden die Sensoren, wie ein Taupunktmessumformer (Messbereich -20 bis +30\u00b0Ctd, optional -40 bis +30\u00b0Ctd), Druckmessumformer (0..16 bar) f\u00fcr den Systemdruck Typ GHM Serie EPS 2, Volumenstrommesser in m\u00b3\/min Typ GHM Labo-FG-I\/U\/F\/C, der aus Str\u00f6mungsgeschwindigkeit und Gasdichte zuverl\u00e4ssig das verbrauchte Volumen berechnet. Mit zugeh\u00f6rigen Temperatursensoren und \u00fcber Motoren (f\u00fcr Ventilatoren, Klappen) werden die Zu- und Abluft inkl. Umluft der zentralen Kompressorstation und z.B. des Nebenraums geregelt. Eine leicht auch auf die individuellen Verbraucher erweiterbare Anzahl von Energiez\u00e4hlern (kW\/h) vervollst\u00e4ndigt neben dem Anschluss von Logiksignalen f\u00fcr die Start- und Verriegelungssignale die komplette Prozessdatenerfassung im GHM-ONE (MDE, BDE). Dazu erfolgt eine individuelle Anpassung durch die modulare Ger\u00e4tesystemtechnik und die direkt anschlie\u00dfbare industrielle Netzwerktopologie (Feldbus und Ethernet) jederzeit bei diesem Multifunktionsger\u00e4t, das auf einem leistungsstarken Prozessor basiert, der zusammen mit einer Relaiskarte und der Netzteilkarte das Grundger\u00e4t bildet. Das Grundger\u00e4t wird mit einer Kommunikationskarte und bis zu zwei I\/O-Karten an die Applikation angepasst. Die Anzahl von physikalischen Ein- und Ausg\u00e4ngen wird \u00fcber die Kommunikationskarte erweitert. Dieser modulare Aufbau erm\u00f6glicht eine spezifische Anpassung der Hardware an die Automatisierungsaufgabe.<\/p> <p>Schnelle Anpassung<\/p> <p>Die schnelle Anpassung der Softwarekomponenten an die individuellen Kundenanforderungen erfolgt \u00fcber das intuitiv grafisch bedienbare Tool GHM-CAT. Es besteht im Wesentlichen aus dem Funktionsplan-Editor, dem HMI-Editor, dem Men\u00fc-Editor, der Simulation, sowie einer Inbetriebnahmeunterst\u00fctzung aus Debug-Funktion und Online-Diagrammen.<br \/> Das Kernst\u00fcck der Applikationserstellung ist der Funktionsplan-Editor mit der Funktionsbaustein-Bibliothek. Der Anwender stellt mit Hilfe der Funktionsbausteine ohne Programmierkenntnisse seine Applikation zusammen.<br \/> In der Bibliothek befinden sich mehr als 100 getestete Funktionen, die vom Anwender einfach auf der Arbeitsoberfl\u00e4che platziert und mit Hilfe der Computer-Maus verdrahtet werden. Das Deklarieren von Variablen oder das komplexe Zuweisen von Funktionen entf\u00e4llt. Auf diese Weise kann der Anwender seine Anlage oder sein Verfahren aus fertigen Bausteinen effektiv nachbilden.<br \/> Die Bedien- und Beobachtungseiten der Applikation werden mit einem integrierten Designer erstellt. Damit lassen sich spezifische Informationen f\u00fcr den \u201eMann vor Ort\u201c \u00fcbersichtlich darstellen und auch detailliertere Seiten f\u00fcr den Servicetechniker erstellen. Diese Seiten sind in ihrer Darstellung frei. Es ist sogar m\u00f6glich, Prozessbilder oder andere Grafiken einzubinden. Dar\u00fcber hinaus kann der Anwender noch textbasierte Bedienseiten erstellen, um eine z\u00fcgige Eingabe von mehreren Prozessdaten zu erm\u00f6glichen.<br \/> Nachdem die Applikation erstellt wurde, wird diese im GHM-CAT auch getestet. Die Software bietet mit der Simulation eine exakte Nachbildung des Ger\u00e4tes in all seinen Funktionen. Selbst die Ein- und Ausg\u00e4nge der Hardware k\u00f6nnen simuliert werden. Der Anwender kann so \u2013 ohne jedes Risiko f\u00fcr die Anlage \u2013 die Applikation im ersten Schritt testen. Im Rahmen der Inbetriebnahme wird der Anwender weiter von der GHM-CAT Software durch verschiedene Forcing und Debugging Funktionen sowie durch eine ausgefeilte Onlinedarstellung von analogen und digitalen Werten unterst\u00fctzt. Mit dieser Vielfalt an Informationen und Eingriffsm\u00f6glichkeiten steht einer effizienten Inbetriebnahme nichts im Weg.<\/p> <p>Datenaufzeichnung und Trenddarstellung<\/p> <p>Die Bibliothek des GHM-ONE bietet die M\u00f6glichkeit, einen Datenlogger und einen Datenschreiber im Ger\u00e4t zu realisieren. Die Konfiguration des Datenloggers erfolgt \u00fcber Funktionsbl\u00f6cke direkt in der GHM-CAT Applikation. Dabei ist es m\u00f6glich, digitale und analoge Signale in verschiedenen Zeitrastern zu loggen.<br \/> Die analogen Daten k\u00f6nnen dabei als Min-, Max- oder Mittelwerte \u00fcber bestimmte Zeitraster aufgezeichnet werden. Die Daten werden im Ger\u00e4t auf einem eMMC-Chip gespeichert und k\u00f6nnen \u00fcber den Ethernet-Port via FTP und \u00fcber den frontseitigen USB-Port ausgelesen werden. Im Ger\u00e4t stehen 2\u2009GB zur Datenspeicherung bereit.<br \/> Die ausgelesenen Daten stehen dem Anwender in einem Standard ASCII Format (csv) zur weiteren Bearbeitung und Analyse zur Verf\u00fcgung. Die Trenddarstellung am Ger\u00e4t erfolgt auf vordefinierten Bedienseiten. Es k\u00f6nnen bis zu 4 Ganglinien in einem Trend dargestellt werden.<br \/> Durch die Kaskadierung der Funktion lassen sich verschiedene Zeitraster darstellen. Da der Trendblock mehrfach in der Visualisierung aufgerufen werden kann, ist es m\u00f6glich, den GHM-ONE als Mehrkanalschreiber einzusetzen. Die Trenddarstellung ist unabh\u00e4ngig von der Logger-Funktion. Somit k\u00f6nnen unterschiedliche Prozesssignale angezeigt und aufgezeichnet werden. Dar\u00fcber hinaus stellt die Bibliothek Alarmmanagement-Funktionen zur Verf\u00fcgung. Ein Funktionsblock l\u00e4sst sich zur Anzeige von Alarmlisten im Klartext am Ger\u00e4t nutzen. Das Alarmmanagement beinhaltet eine Quittierfunktion.<\/p> <p>Konkrete Ergebnisse<\/p> <p>Mit dieser Ausr\u00fcstung ermittelt der Anwender sowohl die individuellen Verbrauchsabl\u00e4ufe seiner einzelnen Fertigungsmaschinen als auch den Leckage-Anteil in der gesamten Anlage. Auf Basis der daraus gewonnenen Prozessdatenanalyse werden die notwendige Anzahl der zu aktivierenden Schraubenkompressoren, die Verringerung\/Verkleinerung der eingesetzten Pufferspeicher an den Maschinen, und die Ma\u00dfnahmen zur Leckage-Beseitigung so optimiert, dass durch einen intelligent ablaufenden, individuellen Maschinenstart die gesamte vom System bereitzustellende Druckluftmenge jederzeit zuverl\u00e4ssig ausreicht und ein Ablauf erfolgt, der den aktuellen Energiepreisstaffelungen f\u00fcr Maximalentnahmen optimal angepasst ist.<br \/> Die Idee dahinter wird in der Praxis so umgesetzt, dass durch intelligentes verz\u00f6gertes Einschalten eines einzelnen Gro\u00dfverbrauchers die Verbrauchsspitzen reduziert werden. Nach mathematischer Berechnung gibt der GHM-ONE die Maschinenfreigabe vor. Dadurch dass jede Maschine einen kleinen Pufferspeicher hat, ist es auch elegant l\u00f6sbar, dass mittels eines einfachen Stellventils der direkte Zustrom der Druckluftversorgung reduziert wird, um die schlagartigen Durchflussspitzen im System zu d\u00e4mpfen. Die rote Kurve in der Grafik zeigt den Gesamtvolumenstrom &#8211; allein w\u00e4hrend des 5-min\u00fctigen Aufzeichnungsintervalls schwankt dieser zwischen 55 und 20m\u00b3\/min.<br \/> In einem konkreten Fall war eine maximale Kompressorleistung von 65m\u00b3\/min installiert. Dank der durchgef\u00fchrten Harmonisierung wurde diese Maximalleistung jedoch nicht mehr ben\u00f6tigt. Dazu konnte der Systemdruck um 0,2bar auf 7,8 bar (1 bar entspricht ca. 6% weniger Kosten) reduziert werden. Bei einem Bedarf von 35 m\u00b3\/min f\u00fcr den Regelbetrieb konnte auch die alte, rechnerisch bestimmte Gr\u00f6\u00dfe der Druckluftspeicher von 90 m\u00b3 um 15 bis 20 m\u00b3 durch das verz\u00f6gerte Zuschalten der Verbraucher verkleinert werden. Die Ermittlung der Leckage ergab einen Verlust von 0,4 bis 0,5 m\u00b3\/min pro Maschine, der nach Beseitigung der Ursachen bei Energiekosten von 2 ct\/m\u00b3 einen zus\u00e4tzlichen t\u00e4glichen Gewinn von mehreren Euro pro Schicht erzielt und sich bei 13 Maschinen im 3-Schicht-Betrieb auf fast 50.000\u20ac im Jahr kumuliert. F\u00fcr die W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung steht je nach Kompressor ca. bis 50 kW W\u00e4rmeleistung pro Stunde zur Verf\u00fcgung.<br \/> Das Facility Management der gesamten Druckluftanlage erfolgt \u00fcber das intelligente Multifunktionsger\u00e4t der GHM GROUP, dem GHM-ONE. Ausschlaggebend f\u00fcr den Einsatz erweist sich die grafische Darstellung des aktuellen Energiemanagements per Trendgrafiken auf dem Vor-Ort-Display und die einfache Kommunikation mit per Firmennetzwerk angeschlossenen mobilen und station\u00e4ren Computern (MES, ERM). Sowie der sehr preisg\u00fcnstige Investitionsbedarf.<\/p> <p>Fazit<\/p> <p>Damit stellt der GHM-ONE eine profitable L\u00f6sung f\u00fcr den Anlagenausr\u00fcster, die sich individuell auf die Anforderungen von Produktionsbetrieben ma\u00dfschneidern l\u00e4sst und die Aufgaben der Beratung, Planung, Installation, Energieeffizienz, Wartung, Service und Kundendienst verl\u00e4sslich unterst\u00fctzt. F\u00fcr den Produktionsbetrieb bedeutet der Einsatz der GHM Technologie eine kosteneffiziente und zuverl\u00e4ssige Realisierung, die jederzeit Transparenz im Prozessablauf aller Maschinen und des Druckluftversorgungssystems aufzeigt.<\/p> <p>Mehr Informationen finden Sie hier: www.ghm-one.com<\/p> <p>Die GHM Messtechnik GmbH ist ein wegweisender Spezialist und Komplettanbieter f\u00fcr innovative Mess- und Regelungstechnik. Mit 300 Mitarbeitern an f\u00fcnf Standorten in Deutschland und Italien entwickelt und produziert das Unternehmen ein breites Sortiment von mehr als 2.000 qualitativ hochwertigen Ger\u00e4tetypen.<\/p> <p>Das vielseitige Portfolio umfasst die Bereiche Industrie-Elektronik, industrielle Sensorik, Umweltmesstechnik, Wasseranalyse, Prozessmesstechnik (Hygienic Design), modernste Labor- und Handmessger\u00e4te und Messdatenerfassung.<\/p> <p>Entstanden aus der Fusion der Firmen Greisinger, Honsberg, Martens, Imtron und Delta OHM versteht sich die GHM GROUP als Traditionsunternehmen, das der Vision der Gr\u00fcnder und konsequent dem Anspruch folgt, die Mess- und Regelungstechnik mit Entwicklungen und anwendungsspezifischen L\u00f6sungen mit h\u00f6chstem Kundennutzen nachhaltig voranzutreiben.<\/p> <p>Im Mittelpunkt steht dabei die B\u00fcndelung der Technologiekompetenzen zur Entwicklung von kunden- und marktgerechten L\u00f6sungen, zugeschnitten auf die hohen Anspr\u00fcche von Industrie und produzierendem Gewerbe. Neben langj\u00e4hrigem Know-how und neuesten Fertigungsmethoden bietet die GHM GROUP dazu kompetente Applikationsberatung und umfassenden Kundendienst, hohe Flexibilit\u00e4t auch bei kleinen St\u00fcckzahlen, schnelle Ger\u00e4teanpassungen und kurze Lieferzeiten. Das alles bei einem herausragenden Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>R\u00fcckfragen | Kontakt:<br \/> Anika Taubert<br \/> Leitung Marketing Communications<\/p> <p>GHM GROUP CORPORATE | GHM Messtechnik GmbH<br \/> Schlo\u00dfstr. 6 | 88453 Erolzheim | GERMANY<br \/> Tel. +49 7354 937233-601 | E-Mail a.taubert@ghm-messtechnik.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.ghm-group.de\/\"  >www.ghm-messtechnik.de<\/a> | www.ghm-group.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Fertigungsbetrieben werden oft mit Druckluft betriebene Produktionsanlagentechniken eingesetzt. 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