{"id":264863,"date":"2018-02-16T14:56:43","date_gmt":"2018-02-16T13:56:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=264863"},"modified":"2018-02-16T14:56:43","modified_gmt":"2018-02-16T13:56:43","slug":"bei-niedriger-luftfeuchte-steigt-das-risiko-einer-grippeinfektion-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/bei-niedriger-luftfeuchte-steigt-das-risiko-einer-grippeinfektion-deutlich-10264863\/","title":{"rendered":"Bei niedriger Luftfeuchte steigt das Risiko einer Grippeinfektion deutlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-264864\" title=\"je niedriger die Luftfeuchtigkeit, desto h\u00f6her ist das Risiko einer Infektion\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/337423-e1518789288832.jpg\" alt=\"Grafik zur Relation zwischen Luftfeuchte und Erkrankungsrisiko\" width=\"215\" height=\"176\" \/>Heizen, bis der Arzt kommt: Mit der trockenen Raumluft steigt die Ansteckungsgefahr<br \/> Grippewelle im Anmarsch &#8211; Luftfeuchte sch\u00fctzt wirksam vor Infektionen<\/p> <p>Die Grippewelle steht wieder einmal vor der T\u00fcr &#8211; und offenbart ein Land, das sich in Geimpfte und alle anderen teilt. Die einen sind guten Mutes, gegen die virale Bedrohung ger\u00fcstet zu sein, der Rest hofft, die n\u00e4chsten kritischen Wochen ohne Infektion zu \u00fcberstehen. Zwei Aspekte finden dabei wenig Beachtung:<\/p> <p><!--more-->1. Die Grippeimpfung sch\u00fctzt nur etwa 45 Prozent der Geimpften, am schlechtesten die Risikogruppen der J\u00fcngsten und der \u00c4ltesten.<\/p> <p>2. Die M\u00f6glichkeit, die Viren auf dem \u00dcbertragungsweg in der Luft unsch\u00e4dlich zu machen! Daf\u00fcr gen\u00fcgt es, die Luftfeuchtigkeit im Winter auf 40 bis 60 Prozent zu halten. Bei dieser mittleren Raumluftfeuchte werden die Grippeviren in k\u00fcrzester Zeit inaktiviert und verlieren ihre Ansteckungsf\u00e4higkeit (siehe Infokasten I) &#8211; ein nat\u00fcrlicher Infektionsschutz, frei von Nebenwirkungen.<\/p> <p>Die Schutzwirkung der Luftfeuchtigkeit l\u00f6st sich im Wortsinne in nichts auf, sobald die Heizungen laufen und in der erw\u00e4rmten Raumluft der Wassergehalt auf 30 Prozent und weniger abf\u00e4llt. Die Viren behalten dann ihre volle Infektionsf\u00e4higkeit \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume. Die Ansteckungsgefahr verst\u00e4rkt sich zus\u00e4tzlich dadurch, dass die Schleimh\u00e4ute austrocknen, so ihre nat\u00fcrliche Schutzwirkung verlieren und sich in ein Einfallstor f\u00fcr virale Ansteckungen verwandeln.<\/p> <p>Bei niedriger Luftfeuchte steigt das Risiko einer Grippeinfektion deutlich<\/p> <p>&#8222;W\u00e4hrend der Heizperiode ist die Raumluft in den meisten Geb\u00e4uden viel zu trocken. Mitunter wird ein Niveau von 20 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit oder sogar weniger erreicht. Das ist eine Trockenheit, wie sie f\u00fcr W\u00fcsten typisch ist und auch in Flugzeugen regelm\u00e4\u00dfig auftritt. Symptome wie ger\u00f6tete Augen und einen kratzigen Hals kennt jeder. Gef\u00e4hrlicher aber ist das h\u00f6here Infektionsrisiko&#8220;, erkl\u00e4rt Dr. med. Walter Hugentobler.<\/p> <p>In solchen staubtrockenen Umgebungen schweben Viren in kleinsten, unsichtbaren Tr\u00f6pfchen (wenige Mikrometer und kleiner) konserviert und infekti\u00f6s stunden- und tagelang durch die Raumluft. Gerade in Gro\u00dfraumb\u00fcros, aber grunds\u00e4tzlich \u00fcberall, wo gro\u00dfe Menschenansammlungen die Regel sind, k\u00f6nnen sie je nach Luftstr\u00f6mung weite Strecken zur\u00fccklegen und viele Personen anstecken. Selbst im entlegensten Trakt eines geschlossenen Geb\u00e4udes sind Personen von einer Infektion via Mikrotr\u00f6pfchen bedroht, wenn der Bereich an derselben L\u00fcftungsanlage angeschlossen ist.<\/p> <p>Mit Diffusionsbefeuchtung Infektionen vorbeugen<\/p> <p>Wie kann die Feuchtigkeit, die in der kalten Jahreszeit buchst\u00e4blich &#8222;verheizt&#8220; wird, der Raumluft wieder zugef\u00fchrt werden? Die vermeintlich einfachste Gegenma\u00dfnahme, n\u00e4mlich die Luftfeuchte durch das \u00d6ffnen der Fenster zu heben, hilft nicht &#8211; im Gegenteil: Die kalte Winterluft ist trocken und entzieht der Raumluft noch zus\u00e4tzlich die ohnehin geringe Luftfeuchte. G\u00e4ngige Hausmittel wie Wasserschalen auf der Heizung, ein Zimmerbrunnen oder Gr\u00fcnpflanzen sind grunds\u00e4tzlich nicht falsch, ihre Wirkung ist aber stark begrenzt und damit nur ein Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein.<\/p> <p>&#8222;M\u00f6chte man in einem gesunden Innenraumklima leben und arbeiten &#8211; eine optimale Raumluftfeuchte geh\u00f6rt dazu -, kann das in den kalten Wintermonaten nur \u00fcber eine aktive Befeuchtung herbeigef\u00fchrt werden&#8220;, so Hugentobler weiter.<\/p> <p>Um die Raumluft auch w\u00e4hrend der Heizperiode ausreichend feucht zu halten, haben sich bisher drei Befeuchtungstechniken bew\u00e4hrt: Verdampfung, Verdunstung und Zerst\u00e4ubung von Wasser. Dampf-Luftbefeuchter erzeugen hei\u00dfen Dampf und bieten so eine besonders hohe Hygienesicherheit. Verdunstung und Zerst\u00e4ubung von Wasser sind zwei weitere Verfahren, die weit verbreitet sind. Innovativ und f\u00fcr die Zukunft sehr erfolgversprechend sind die Diffusionsluftbefeuchter, die entscheidende Vorteile bieten. Die neue Technik basiert auf nat\u00fcrlicher Feuchtediffusion durch eine wasserdichte, aber atmungsaktive Membran. Dieser Effekt wird bei moderner Funktionsbekleidung ausgenutzt, um K\u00f6rperfeuchtigkeit in Form von Wasserdampf abzuf\u00fchren. Bei der Luftbefeuchtung erfolgt der Transport von Wassermolek\u00fclen aus einem Wasserreservoir in einen trockenen Zuluftstrom auf der entgegengesetzten Membranseite. Dies erm\u00f6glicht einen absolut hygienischen Betrieb, weil keine Keime aus dem Wasser durch die ultrafeinen Poren in die Luft gelangen k\u00f6nnen und zudem die Membranseite im Luftstrom immer vollst\u00e4ndig trocken bleibt.<\/p> <p>Eine ausgeglichene Luftfeuchte st\u00e4rkt nicht nur die Abwehrkr\u00e4fte des K\u00f6rpers gegen krank machende Eindringlinge wie Bakterien und Viren, sondern kann zugleich bei Problemen der Atemwege wie Asthma, Allergien und Infektionen f\u00fcr Erleichterung sorgen.<\/p> <p>INFOKASTEN I<\/p> <p>Mit optimaler Raumluftfeuchte Viren bek\u00e4mpfen &#8211; wie funktioniert das?<\/p> <p>Beim Atmen, Sprechen und Husten geben Erkrankte kleinste Speichel- und Schleimtr\u00f6pfchen in die Raumluft ab, in denen sich Krankheitskeime befinden. Diese Mikrotr\u00f6pfchen, sogenannte Aerosole, verdampfen im trockenen Raumklima &#8211; und zwar \u00e4u\u00dferst rasch: Binnen Sekundenbruchteilen verlieren sie mehr als 90 Prozent ihres Wassergehalts. Ob Restfeuchte in den Tr\u00f6pfchen verbleibt oder sie vollst\u00e4ndig austrocknen, entscheidet dar\u00fcber, ob die enthaltenen Keime infektionsf\u00e4hig bleiben.<\/p> <p>Mittlerer Feuchtebereich = sehr geringes Infektionsrisiko<\/p> <p>Liegt die relative Luftfeuchtigkeit in einem Bereich von 40 bis 60 Prozent, steigt mit sinkendem Wasseranteil die Konzentration an Salzen und Eiwei\u00dfen bis auf das 13-Fache an. Da eine Restfeuchte in den Tr\u00f6pfchen verbleibt, k\u00f6nnen die hoch konzentrierten Salze die Viren innerhalb weniger Minuten inaktivieren.<\/p> <p>Je trockener, desto h\u00f6her das Ansteckungsrisiko<\/p> <p>W\u00e4hrend der Heizperiode sinkt die relative Luftfeuchtigkeit durchweg unter 40 Prozent. Dadurch wird den Aerosolen alles Wasser entzogen, und sie vertrocknen vollst\u00e4ndig. Aus den Tr\u00f6pfchen werden trockene Schwebepartikel, in denen die Viren in konservierter Form infektionsf\u00e4hig bleiben. Stundenlang, vermutlich sogar tagelang verbleiben die virenbeladenen Partikel in der Raumluft und verteilen sich mit der L\u00fcftung im ganzen Geb\u00e4ude. Gelangen sie in die Atemwege eines gesunden Menschen, werden sie dort wieder befeuchtet und l\u00f6sen eine Zweitinfektion aus.<\/p> <p>INFOKASTEN II<\/p> <p>Wussten Sie schon&#8230;<\/p> <p>&#8230; dass das Risiko, sich mit einem Grippevirus anzustecken, bei einer niedrigen relativen Luftfeuchte zwischen 20 und 35 Prozent deutlich h\u00f6her ist als bei einer Luftfeuchte um 50 Prozent?<\/p> <p>&#8230; dass die allermeisten Menschen rund 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen R\u00e4umen und Verkehrsmitteln verbringen?<\/p> <p>&#8230; dass binnen 24 Stunden mindestens 15.000 Liter Luft durch unsere Lungen str\u00f6men? Jeder Liter dieser Atemluft, die wir in R\u00e4umen mit anderen Menschen teilen, kann viele Tausend Mikrotr\u00f6pfchen enthalten. Sind Grippekranke im Raum, enth\u00e4lt ihre Ausatmungsluft unsichtbare Tr\u00f6pfchen mit Grippeviren.<\/p> <p>&#8230; dass bei einem einzigen Husten oder Niesen eines Erkrankten bis zu 40.000 Tr\u00f6pfchen freigesetzt werden?<\/p> <p>&#8230; dass die Raumluftbelastungen mit Schwebstoffen bis auf mehr als das Zehnfache zunehmen, sobald Menschen im Raum aktiv sind?<\/p> <p>Drei Fragen an Dr. med. Walter Hugentobler<\/p> <p>Dr. med. Walter Hugentobler ist pensionierter Facharzt fur Allgemeine Innere Medizin. Durch die N\u00e4he seiner Praxis zum Flughafen Zurich\/Kloten und durch die Betreuung von viel fliegendem Personal wurde er fruh mit den praktischen Konsequenzen der Lufttrockenheit konfrontiert: ein Thema, mit dem sich Dr. Hugentobler in der gesamten Zeit seiner beruflichen Praxis auseinandergesetzt hat.<\/p> <p>Was raten Sie, um sich vor einer Grippe zu sch\u00fctzen?<\/p> <p>&#8222;Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr die Grippeimpfung w\u00e4re im Oktober oder November gewesen. Wer sich noch impfen lassen m\u00f6chte, sollte wissen, dass es rund zwei Wochen dauert, bis der Impfstoff seine volle Schutzwirkung entfaltet. Wenn die Grippewelle uns erreicht hat, ist das Aufrechterhalten einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent in allen geschlossenen R\u00e4ume in denen wir uns aufhalten, die wirksamste Vorbeugungsma\u00dfnahme.<\/p> <p>Zur Verminderung der Ausbreitungsgefahr macht es Sinn, die H\u00e4nde regelm\u00e4\u00dfig zu waschen, Hustendisziplin einzuhalten sowie K\u00f6rperkontakte und Menschenansammlungen zu meiden, wenn man erkrankt ist. Wichtig sind auch eine ausgewogene Ern\u00e4hrung und regelm\u00e4\u00dfige Bewegung an der frischen Luft.&#8220;<\/p> <p>Warum ist die Raumluftfeuchte f\u00fcr die Gesundheit so bedeutsam?<\/p> <p>&#8222;Die Raumluftfeuchte entscheidet wesentlich \u00fcber die Raumluftqualit\u00e4t. Au\u00dferhalb der Heizperiode ist die Raumluftfeuchte identisch zur Au\u00dfenluftfeuchte und muss nicht speziell beachtet werden. In der Heizperiode sollte die Raumluftfeuchte auf 40 bis 60 Prozent gehalten werden. Bei geringerer Luftfeuchtigkeit steigt das Erkrankungsrisiko durch Winter-Infektionen an. Dies gilt nicht nur f\u00fcr die Grippe, sondern auch f\u00fcr die allermeisten Winter-Erk\u00e4ltungen, das Winter-Erbrechen (Norovirus), Hals- und Lungenentz\u00fcndungen. Trockene Heizungsluft l\u00e4sst auch die Schwebepartikelbelastung mit allergenen und toxischen Stoffen ansteigen. Viele wissen nicht, dass bis zu 50 Prozent unseres Risikos f\u00fcr chronische Lungenerkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Schadstoffpartikeln in der Raumluft bestimmt werden!&#8220;<\/p> <p>Wie l\u00e4sst sich ein gesundes Raumklima herstellen?<\/p> <p>&#8222;Moderne Geb\u00e4ude m\u00fcssen heutzutage aufgrund von Energieeinsparverordnungen mit einer luftdichten Bauh\u00fclle errichtet werden. Der unverzichtbare Luftaustausch muss deshalb durch Geb\u00e4udetechnik sichergestellt werden. Gesundes Raumklima setzt nicht nur den n\u00f6tigen Luftaustausch und angenehme Raumtemperaturen voraus, sondern auch die Einhaltung einer Mindestfeuchte von 40 Prozent. Dieses Ziel ist bei unseren Klimabedingungen in der Heizperiode nur durch eine aktive Luftbefeuchtung erreichbar.&#8220;<\/p> <p>\u00dcber Condair<\/p> <p>Condair Group ist mit rund 700 Mitarbeitenden der weltweit f\u00fchrende Hersteller f\u00fcr gewerbliche und industrielle Luftbefeuchtungsger\u00e4te und -anlagen. Mit der Hauptmarke Condair setzen wir Standards bez\u00fcglich Energieeffizienz und Hygiene. Heute sind wir in 17 L\u00e4ndern mit eigenen Verkaufs- und Serviceorganisationen pr\u00e4sent sowie in \u00fcber 50 L\u00e4ndern mit Vertriebspartnern vertreten. Wir betreiben Produktionsstandorte in Europa, Nordamerika und China.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Condair<\/p> <p>Manuel Speiseder<\/p> <p>Parkring 3<\/p> <p>85748 Garching<\/p> <p>+49 89 207 008-205<\/p> <p>manuel.speiseder@condair.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.condair.de\/\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.condair.de\/<\/a><\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>achtung! GmbH<\/p> <p>Rene Weber<\/p> <p>Stra\u00dfenbahnring 3<\/p> <p>20251 Hamburg<\/p> <p>+49 40 450 210-614<\/p> <p>rene.weber@achtung.de<\/p> <p>https:\/\/www.achtung.de\/<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heizen, bis der Arzt kommt: Mit der trockenen Raumluft steigt die Ansteckungsgefahr Grippewelle im Anmarsch &#8211; Luftfeuchte sch\u00fctzt wirksam vor Infektionen Die Grippewelle steht wieder einmal vor der T\u00fcr &#8211; und offenbart ein Land, das sich in Geimpfte und alle anderen teilt. 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