{"id":264911,"date":"2018-03-07T12:16:46","date_gmt":"2018-03-07T11:16:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=264911"},"modified":"2025-07-11T10:55:28","modified_gmt":"2025-07-11T09:55:28","slug":"fachtagung-terror-risiko-krankenhaeuser-wappnen-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/fachtagung-terror-risiko-krankenhaeuser-wappnen-sich-10264911\/","title":{"rendered":"Fachtagung Terror-Risiko: Krankenh\u00e4user wappnen sich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-264912 size-full\" title=\"die I.O.E. ber\u00e4t, informiert und organisiert\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/I.O.E.-Logo.jpg\" alt=\"Logo der Firma I.O.E.\" width=\"376\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/I.O.E.-Logo.jpg 376w, https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/I.O.E.-Logo-300x97.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/>Zur Fachtagung \u201eRisiko Terroranschlag: Krankenh\u00e4user wappnen sich\u201c der I.O.E. \u2013 WISSEN GMBH kamen Fachexperten aus allen Bereichen zusammen, um m\u00f6gliche Szenarien eines Krankenhaus-Terroranschlags zu er\u00f6rtern und m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze zu diskutieren. Die Einsch\u00e4tzung auf die Frage \u201eWie gut ist Ihr Krankenhaus vorbereitet\u201c wurde \u00fcbereinstimmen mit \u201eunzureichend\u201c beantwortet.<\/p> <p>Rettungsdienstleiter, Security-Experten, Kommunalpolitiker und Krankenhausverantwortliche informierten sich \u00fcber die aktuellen Entwicklungen und Vorgaben zur Vorbereitung auf m\u00f6gliche Terrorangriffe und diskutierten konkrete Problemstellungen mit Teilnehmern der Fachkonferenz.<\/p> <p><!--more-->Gro\u00dfschadensereignisse mit sehr vielen Opfern gleichzeitig stellen Krankenh\u00e4user vor massive Herausforderungen. Die normale zivile Versorgung ist auf diese Katastrophe offenbar nicht oder nur sehr schlecht vorbereitet.\u00a0Wolfgang E. Siewert, Vizepr\u00e4sident der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) wies darauf hin, dass es\u00a0viele banale und allt\u00e4gliche kleine Katastrophen g\u00e4be, die eine Klinik lahmlegen k\u00f6nnten. Die vermeintlichen Nichtigkeiten w\u00fcrden bei der Katastrophenplanung gerne \u00fcbersehen. Beispiel Stromausfall: Obwohl das deutsche Stromnetz zu den sichersten der Welt z\u00e4hlt, nehmen doch die Angriffe auf diese kritischen Versorgungsinfrastrukturen zu, da ohne Strom keine Pumpen und K\u00fchlschr\u00e4nke funktionieren. Es w\u00fcrden Trinkwasser, Nahrungsmittel und Benzin schnell knapp, Telefon- und Datennetze w\u00e4ren offline, das Handynetz br\u00e4che zusammen. Wolfgang E. Siewert: \u201eWie kommen Sie an die \u00c4rzte\/Schwestern?\u201c. Krankenh\u00e4user m\u00fcssten ihre Operationss\u00e4le schlie\u00dfen und Radio- und Fernsender den Betrieb einstellen, weil ihren Notstromaggregaten nach wenigen Tagen der Dieseltreibstoff ausgeht, wie auch in den Kliniken.\u201c Er bat eindringlich um mehr Pr\u00e4vention in Krankenh\u00e4usern:<\/p> <p>\u201eWir m\u00fcssen uns viel besser auf alles vorbereiten, was den Klinikbetrieb gef\u00e4hrden bzw. unsere Leistungsf\u00e4higkeit in besonderem Ma\u00dfe fordern k\u00f6nnte. Wie sieht es nach einem externen Terroranschlag aus, wie viele Schwerstschussverletzte k\u00f6nnen Sie aufnehmen, wie viele Ihrer \u00c4rzte sind dahingehend ausgebildet, bzw. wer hat schon einmal Schussverletzungen behandelt, wie sieht es mit den Blutkonserven aus. Wie lang kann, bei Eintritt einer Schadenslage, ein Krankenhausbetrieb bzw. die individualmedizinische\u00a0 Versorgung von Patienten gew\u00e4hrleistet werden\u201c?<\/p> <p>Auch die Vertreter verschiedener Kommunen waren sich einig, dass Krankenh\u00e4user in Folge des vermehrten Auftretens von Terrorakten gezwungen seien, sich f\u00fcr dramatische Erstf\u00e4lle zu wappnen. Unter ihnen Dr. med. Karlgeorg Kr\u00fcger, Facharzt f\u00fcr diagnostische Radiologie und Mitglied des Rates der Stadt Essen, der die Veranstaltung mit Wolfgang E. Siewert leitete. Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter f\u00fcr Personal, Gesundheit und B\u00fcrgerservice der nordrhein-westf\u00e4lischen Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf brachte Erfahrungen des Moskauer Botkin Hospitals ein und diskutierte Ma\u00dfnahmen wie Realit\u00e4tsn\u00e4he und digital unterst\u00fctzte Simationen, Qualifizierung von einzelnen Berufsgruppen und das Zusammenwirken verschiedener Kr\u00e4fte.<\/p> <p>Dr. Frank Sensen, \u00c4rztlicher Leiter des Rettungsdienstes der nordrhein-westf\u00e4lischen Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf sprach \u00fcber die medizinische Bew\u00e4ltigung von Gro\u00df- und Sonderschadenslagen. Hier komme dem Krankenhaus eine Schl\u00fcsselrolle zu. Mit Dr. Elio Adler, MSc., Chief Security Advisor, High Risk Consulting, und Mitglied im Verband f\u00fcr Sicherheit in der Wirtschaft Berlin-Brandenburg e.V. war ein Referent auf der Tagung, der Erfahrungen aus Israel mitbringt. Er betonte den Faktor \u201eMensch\u201c, der neben Video\u00fcberwachung und Panzerglas, einer der entscheidenden Faktoren sei, um bei der Pr\u00e4vention f\u00fcr alle potentielle gef\u00e4hrdeten Terror- und Anschlagsziele vorbereitet zu sein. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr Awareness, eine Aufmerksamkeit, die ohne Angst auf die kleinen Dinge des allt\u00e4glichen Umfelds achten m\u00fcsse. Auch Angreifer seien Menschen, die Planungen vorn\u00e4hmen und deren Vorbereitungen entsprechend oft im Vorfeld registriert werden k\u00f6nnten.<\/p> <p>Weitere Referenten waren Dipl.-Ing. Michael Sikorski, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer BSCON Brandschutzconsult GmbH, Staatliche anerkannter Sachverst\u00e4ndiger zur Pr\u00fcfung des Brandschutzes, Frau Dr. Katja Scholtes, Mitgr\u00fcnderin der Arbeitsgemeinschaft Krankenhauseinsatzplanung, Hubert Brams, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer St. Marien-Hospital M\u00fclheim an der Ruhr GmbH, Dr. Ingo Weckmann LL.M., Rechtsanwalt Taylor Wessing Partnerschaftsgesellschaft mbB und Klaus Flamme, Handlungsbevollm\u00e4chtigter Ecclesia Versicherungsdienst GmbH.<\/p> <p>Die Teilnehmer waren sich einig, dass es an manchen Krankenh\u00e4usern gute Einsatzpl\u00e4ne f\u00fcr Gro\u00dfschadensereignisse gibt. Diese sind teilweise aber Insell\u00f6sungen und es fehlen Standards. Krankenh\u00e4user sind noch lange nicht und nicht gut genug auf Terroranschl\u00e4ge vorbereitet.<\/p> <p>Es\u00a0wurde nun ein Papier an die Bundesregierung auf den Weg gebracht: Darin wird sie gebeten, Vorschl\u00e4ge zur Finanzierung der Ma\u00dfnahmen der Folgen von Terrorangriffen zu unterbreiten\u00a0und den Umgang mit den medizinischen Folgen von Terror zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen zu koordinieren.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Autorin: Caterina Priesner\u00a0\u00a0 Quelle: www.klinik-im-netz.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Veranstalter der Fachkonferenz: I.O.E. &#8211; WISSEN GMBH | www.ioe-wissen.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Fachtagung \u201eRisiko Terroranschlag: Krankenh\u00e4user wappnen sich\u201c der I.O.E. \u2013 WISSEN GMBH kamen Fachexperten aus allen Bereichen zusammen, um m\u00f6gliche Szenarien eines Krankenhaus-Terroranschlags zu er\u00f6rtern und m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze zu diskutieren. 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