{"id":265314,"date":"2018-06-22T11:58:37","date_gmt":"2018-06-22T10:58:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=265314"},"modified":"2021-06-25T11:52:19","modified_gmt":"2021-06-25T10:52:19","slug":"saft-senkt-moeglicherweise-das-gicht-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/saft-senkt-moeglicherweise-das-gicht-risiko-10265314\/","title":{"rendered":"Saft senkt m\u00f6glicherweise das Gicht-Risiko"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-265315 size-full\" title=\"Professor Reinhold Carle (Universit\u00e4t Hohenheim)\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/345944-e1529665043919.jpg\" alt=\"Foto: Georg Wendt\" width=\"300\" height=\"193\" \/><\/p> <p>Zucker im Orangensaft: Neue Studien aus Deutschland geben Entwarnung<br \/> Studien der Universit\u00e4ten Hohenheim und Kiel zeigen, dass ein Glas Saft zum Essen keine Gewichtszunahme bewirkt. Zudem senkt der Saft m\u00f6glicherweise das Gicht-Risiko.<br \/> Zwei neue Studien der Universit\u00e4ten Hohenheim und Kiel zeigen, dass Orangensaft bei einer Gewichtsabnahme unterst\u00fctzen und zudem m\u00f6glicherweise vor Gicht sch\u00fctzen kann. Wer Orangensaft nicht als Zwischenmahlzeit, sondern zu den Mahlzeiten genie\u00dft, kann somit doppelt von seinen g\u00fcnstigen Wirkungen auf die Gesundheit profitieren.<\/p> <p><!--more-->Mit durchschnittlich 20 ml pro Tag liegt der Orangensaftkonsum weit unter 150 ml bzw. &#8222;einem kleinen Glas&#8220;, das im Rahmen von &#8222;5 am Tag&#8220; als gelegentlicher Ersatz f\u00fcr eine Portion Obst empfohlen wird. Das gilt vor allem f\u00fcr Menschen, die wenig Obst und Gem\u00fcse essen und es nicht schaffen, die empfohlenen f\u00fcnf Portionen am Tag zu erreichen. Doch w\u00e4hrend viele Verbraucher Orangensaft als Quelle f\u00fcr Vitamin C, Kalium und Folat sch\u00e4tzen, setzen manche Kritiker ihn aufgrund seines nat\u00fcrlichen Zuckergehaltes mit Softdrinks wie Cola und Limonade gleich. Sie warnen, dass Fruchts\u00e4fte wie zuckerges\u00fc\u00dfte Getr\u00e4nke gleicherma\u00dfen zur Entstehung von \u00dcbergewicht und der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ II beitragen k\u00f6nnen. &#8222;Diese Sorge halten wir f\u00fcr unbegr\u00fcndet&#8220;, so Prof. Dr. Dr. Reinhold Carle. Gemeinsam mit seinem Team und Ern\u00e4hrungsmedizinerinnen der Universit\u00e4t Kiel hat der Lebensmittelwissenschaftler untersucht, wie sich der intensive Konsum von Cola und Orangensaft im Hinblick auf metabolische Risiken auswirken kann.<\/p> <p>Empfehlung der Wissenschaftler: Orangensaft mit den Mahlzeiten trinken!<\/p> <p>&#8222;Die Ergebnisse belegen deutlich: Orangensaft ist im Unterschied zu zuckerges\u00fc\u00dften Erfrischungsgetr\u00e4nken kein Dickmacher. Wir konnten keine Gewichtszunahme bei den Studienteilnehmern feststellen. Als Beitrag zum Fr\u00fchst\u00fcck, Mittag- oder Abendessen f\u00fchrte Orangensaft sogar zu einem Verlust an K\u00f6rperfett&#8220;, so Prof. Carle.<\/p> <p>Auch bezogen auf den Zuckerstoffwechsel scheint es nach den vorliegenden Ergebnissen g\u00fcnstiger zu sein, Orangensaft gemeinsam mit einer Hauptmahlzeit zu genie\u00dfen als zwischendurch. So sinkt das Risiko, an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken.<\/p> <p>Regelm\u00e4\u00dfiger Verzehr von Orangensaft sch\u00fctzt m\u00f6glicherweise vor Gicht<\/p> <p>Wie unterschiedlich Orangensaft und koffeinfreie Cola auf den Stoffwechsel wirken k\u00f6nnen, ergab der direkte Vergleich der beiden Getr\u00e4nke. Speziell der Harns\u00e4urespiegel sank in der Gruppe, die t\u00e4glich gr\u00f6\u00dfere Mengen Orangensaft trank. In der Cola-Gruppe \u00e4nderte er sich nicht. Verantwortlich f\u00fcr diesen g\u00fcnstigen Effekt sind vermutlich Vitamin C sowie sekund\u00e4re Pflanzenstoffe aus dem Orangensaft, die die Harns\u00e4ureausscheidung f\u00f6rdern. Hohe Harns\u00e4urespiegel sind ein entscheidender Risikofaktor f\u00fcr die Entstehung von Gicht.<\/p> <p>Bereits in einer Studie aus dem Jahr 2015 hatte Prof. Carle mit seinem Forschungsteam gezeigt, dass wichtige N\u00e4hrstoffe \u00fcber Orangensaft besser aufgenommen werden k\u00f6nnen als \u00fcber die frische Frucht.<\/p> <p>Weitere Studien m\u00fcssen nun zeigen, inwiefern Orangensaft nicht nur eine vorbeugende Wirkung entfalten, sondern vielleicht sogar hilfreich in der Therapie von bereits an Gicht erkrankten Menschen sein kann.<\/p> <p>Deutsche trinken deutlich mehr zuckerges\u00fc\u00dfte Erfrischungsgetr\u00e4nke als Orangensaft<\/p> <p>Orangensaft kann aufgrund seiner komplexen Zusammensetzung nicht mit zuckerges\u00fc\u00dften Erfrischungsgetr\u00e4nken verglichen werden. Das gilt umso mehr, wenn es um die tats\u00e4chlichen Mengen geht, die die Deutschen im Durchschnitt trinken. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Orangensaft liegt nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) bei aktuell 7,4 Liter j\u00e4hrlich, wohingegen der Verbrauch von Limonaden laut Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getr\u00e4nke e.V. (wafg) mehr als das Zehnfache &#8211; 75,5 Liter &#8211; ausmacht. Offensichtlich nehmen die meisten Verbraucher Orangensaft als gesundes Lebensmittel und &#8211; im Unterschied zu Limonaden &#8211; nicht als Durstl\u00f6scher wahr. Obwohl Orangensaft von Natur aus Zucker enth\u00e4lt, l\u00e4sst er sich im Hinblick auf metabolische Risiken nicht mit zuckerges\u00fc\u00dften Getr\u00e4nken gleichsetzen. Die Kritik, der Genuss von Fruchts\u00e4ften wie Orangensaft trage wie der Konsum von mit Zucker ges\u00fc\u00dften Erfrischungsgetr\u00e4nken zur Entstehung von \u00dcbergewicht, Adipositas und Diabetes mellitus Typ II bei, ist nach den Erkenntnissen der Stuttgarter Wissenschaftler nicht gerechtfertigt, insbesondere wenn Orangensaft mit und nicht zwischen den Mahlzeiten getrunken wird.<\/p> <p>Die hier aufgef\u00fchrten Inhalte beziehen sich auf folgende Studien:<\/p> <p>B\u00fcsing, F., H\u00e4gele, F.A., Nas, A., D\u00f6bert, L.-V., Fricker, A., D\u00f6rner, E., Podlesny, D., Aschoff, J., P\u00f6hnl, T., Schweiggert, R., Fricke, W.F., Carle, R., Bosy-Westphal, A. High intake of orange juice and cola differently affects metabolic risk in healthy subjects; in: Clinical Nutrition (2018), DOI 10.1016\/j.clnu.2018.02.028<\/p> <p>H\u00e4gele, F.A., B\u00fcsing, F., Nas, A., Aschoff, J., Gn\u00e4dinger, L., Schweiggert, R., Carle, R., Bosy-Westphal, A. High orange juice consumption with or in-between three meals a day differently affects energy balance in healthy subjects; in: Nutrition and Diabetes (2018) 8:19, DOI 10.1038\/s41387-018-0031-3<\/p> <p>Aschoff, J.K., Rolke, C.L., Breusing, N., Bosy-Westphal, A., H\u00f6gel, J., Carle, R., Schweiggert, R.M., Bioavailability of -cryptoxanthin is greater from pasteurized orange juice than from fresh oranges &#8211; a randomized cross-over study. Mol Nutr Food (2015) Res 59: 1896-904<\/p> <p>Fruit Juice Matters ist eine europaweite Informationsinitiative, die auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse \u00fcber die ern\u00e4hrungsrelevanten Aspekte von Fruchtsaft informiert. Weitere Informationen unter: https:\/\/fruitjuicematters.de\/de\/ueber-fruit-juice-matters<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF)<\/p> <p>Klaus Heitlinger<\/p> <p>Mainzer Str. 253<\/p> <p>53179 Bonn<\/p> <p>0228 \/ 95 46 00<\/p> <p>fruitjuicematters@wprc.de<\/p> <p>http:\/\/www.fruitjuicematters.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>WPR COMMUNICATION GmbH &amp; Co. KG<\/p> <p>Christina Carty-Bode<\/p> <p>Invalidenstra\u00dfe 34<\/p> <p>10115 Berlin<\/p> <p>030\/44 03 88 14<\/p> <p>carty@wprc.de<\/p> <p>http:\/\/www.fruitjuicematters.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zucker im Orangensaft: Neue Studien aus Deutschland geben Entwarnung Studien der Universit\u00e4ten Hohenheim und Kiel zeigen, dass ein Glas Saft zum Essen keine Gewichtszunahme bewirkt. Zudem senkt der Saft m\u00f6glicherweise das Gicht-Risiko. Zwei neue Studien der Universit\u00e4ten Hohenheim und Kiel zeigen, dass Orangensaft bei einer Gewichtsabnahme unterst\u00fctzen und zudem m\u00f6glicherweise vor Gicht sch\u00fctzen kann. 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