{"id":265622,"date":"2018-10-12T11:56:10","date_gmt":"2018-10-12T10:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=265622"},"modified":"2018-10-12T14:51:48","modified_gmt":"2018-10-12T13:51:48","slug":"geistige-leistungsfaehigkeit-in-jedem-alter-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/geistige-leistungsfaehigkeit-in-jedem-alter-verbessern-10265622\/","title":{"rendered":"Geistige Leistungsf\u00e4higkeit in jedem Alter verbessern"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/geistige-leistungsfaehtigkeit-in-jedem-alter-verbessern-10265622\/attachment\/352662\/#main\" rel=\"attachment wp-att-265623\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-265623 size-full\" title=\"Prof. Dr. med. Bernd Fischer\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/352662.jpg\" alt=\"ein lachender Professor mit Sonnenbrille\" width=\"120\" height=\"165\" \/><\/a>Das Ged\u00e4chtnis ist kurz und das Leben so lang. Honor\u00e9 de Balzac (1799 &#8211; 1850)<\/p> <p>Die Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsmethodik e.V. begr\u00fc\u00dft als Referenten am 20.10.2018 von 16:27 &#8211; 18:00 Uhr, im Albert-Schweitzer-Saal, paulus-gemeindehaus, Jagdhausstr. 18, 76530 Baden-Baden: Prof. Dr. med. Bernd Fischer, Hirnforscher und Begr\u00fcnder des Brainjoggings\u00ae und Mitbegr\u00fcnder des Gehirnjoggings. Autor\/Koautor von mehr als 60 B\u00fcchern und ca. 400 Ver\u00f6ffentlichungen. Chefarzt a. D. der ersten deutschen Memoryklinik. Tr\u00e4ger des Hirt-Preises. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der WissIOMed\u00ae Akademie. Pr\u00e4sident des Verbandes der Gehirntrainer Deutschlands VGD\u00ae und der Memory-Liga.<\/p> <p><!--more-->Wie ein deutsches Sprichwort trefflich zu sagen pflegt, das Alter kommt ungeladen und bedeutet, das nicht mehr umkehrbare Ende eines hoffentlich fr\u00f6hlichen und erfolgreichen Lebens. Der biologische Prozess, der diesem Ereignis in den meisten F\u00e4llen vorausgeht, ist der Alterungsprozess, ein physiologischer Vorgang, der bei mehrzelligen Organismen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum Organverlust f\u00fchrt. Allgemein gibt es in der Gerontologie verschiedene Ans\u00e4tze diesen Vorgang zu beschreiben und wird im Kern als eine zeitgebundene Ver\u00e4nderung des Organismus im Laufe seines Lebens betrachtet. Die positive Ver\u00e4nderung des Organismus, das Erwachsenwerden (Adoleszenz) wird dabei einer negativen Ver\u00e4nderung, der Vergreisung (Seneszenz), gegen\u00fcbergestellt. Diese irreversible zeitliche Abh\u00e4ngigkeit geistiger und k\u00f6rperlicher Ver\u00e4nderungen kann anhand einer Vitalit\u00e4tskurve dargestellt werden und obliegt laut einigen Autoren den Bedingungen der Universalit\u00e4t, der Systemimmanenz und der Irreversibilit\u00e4t. Allgemein kann genetische Disposition sowie das \u00e4u\u00dfere Umfeld, das hei\u00dft die Wechselwirkung des Menschen mit seiner Umwelt den Alterungsprozess beschleunigen oder verlangsamen. Den negativen Ver\u00e4nderungen der sensorischen und k\u00f6rperlichen F\u00e4higkeiten, dem physiologischen Altern, wird so ein sekund\u00e4res: durch Bewegungsmangel, \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen, Krankheiten und Fehlern\u00e4hrung hervorgerufenes Altern gegen\u00fcbergestellt.<\/p> <p>Um die geistige Leistungsf\u00e4higkeit zu verstehen, muss man das Ged\u00e4chtnis verstehen<\/p> <p>Die Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsmethodik e.V. befasst sich bewusst mit dem Schwerpunkt des Selbstmanagements und den damit einhergehenden Managementtechniken, Planungsmethoden, F\u00fchrungslehren und der Psychologie. Die Leistungsf\u00e4higkeit und die damit verbundene k\u00f6rperliche sowie geistige Fitness zur Nutzung von F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten spielen dabei eine gewichtige Rolle. Das menschliche Ged\u00e4chtnis als solches arbeitet, wie viele andere Nervensysteme unterschiedlicher Lebewesen, mit der Informationsverarbeitung und Speicherung von Informationen (Ged\u00e4chtnis) sowie des Erinnerns und Vergessens. Die im Ged\u00e4chtnis abgelegten Informationen werden bewusst oder unbewusst im Lernprozess verarbeitet, der somit mit der Aufnahme der Informationen betraut ist. Als Erinnerung wird der Abruf dieser Informationen verstanden. Das Ged\u00e4chtnis ist stufenf\u00f6rmig angeordnet und in verschiedene Arbeitsbereiche gegliedert, die hinsichtlich der Speicherdauer sowie der Art des Ged\u00e4chtnisinhaltes voneinander unterschieden werden. Einem sehr kurzweiligen und nur bis zu ein paar Sekunden andauernden sensorischen Ultrakurzzeitged\u00e4chtnis kann so ein \u00fcber mehrere Minuten andauerndes Kurzzeitged\u00e4chtnis und ein \u00fcber Tage bis zum Lebensende andauerndes Langzeitged\u00e4chtnis entgegengestellt werden. Diese Ged\u00e4chtnisformen k\u00f6nnen auch hinsichtlich ihrer Speicherkapazit\u00e4t voneinander unterschieden werden. Die vom Arbeitsged\u00e4chtnis durch Wiederholung zugef\u00fchrten Ged\u00e4chtnisinhalte werden entweder dem deklarativen Langzeitged\u00e4chtnis, zur Speicherung von bewusst zug\u00e4nglichen Ged\u00e4chtnisinformationen wie Fakten, Ereignisse und Weltwissen zugeordnet oder dem prozeduralen Langzeitged\u00e4chtnis in Form von unbewusst abrufbaren Fertigkeiten und F\u00e4higkeiten der Motorik. Sowohl der Abruf von Ged\u00e4chtnisinhalten als auch das Lernen sind konzentrationsabh\u00e4ngig, wobei sich beide Prozesse ebenfalls von der Aufmerksamkeit beeinflussen lassen.<\/p> <p>Die geistige Fitness im Alter &#8211; physiologische und psychologische Unterschiede zwischen Jung und Alt<\/p> <p>Die Altersabh\u00e4ngigkeit des K\u00f6rpers macht auch vor den Gehirnzellen keinen Halt und betrifft die Zellk\u00f6rper der Nervenzellen gleicherma\u00dfen wie die Synapsen zwischen den Zellen. Da das Ged\u00e4chtnis auf die Plastizit\u00e4t der Nervenenden beim Lernen neuer Ged\u00e4chtnisinhalte angewiesen ist, w\u00e4re ein Verlust dieser Eigenschaft theoretisch fatal. Leider macht das Alter den grauen Zellen recht schnell schwer zu schaffen und die geistige Leistungsf\u00e4higkeit im Alter nimmt ab, da Synapsen nur bis zu einem Alter von 12 Jahren im \u00dcberschuss produziert werden. Danach geht die Synapsenbildung zur\u00fcck und betrifft unterschiedliche Gehirnregionen mehr oder weniger stark. In der grauen Substanz vermindert sich die Dichte an Synapsen mit dem Alter vor allem durch einen Verlust dendritischer Dornen. In der wei\u00dfen Substanz hingegen verringert sich die Dichte an Myelin umh\u00fcllten Nervenfasern. Mit zunehmendem Alter schwindet die Gehirnmasse in manchen Gehirnregionen somit regelrecht. Einer Hypothese zufolge sind demnach gerade die Gehirnregionen als Erstes vom Alter betroffen, deren Entwicklung am l\u00e4ngsten dauerte. Dazu geh\u00f6rt der pr\u00e4frontale Cortex, dem Areal, welches die Aufmerksamkeit steuert. Des Weiteren nimmt im Alter die Bildung von Neurofibrillen zu, die verklumpt f\u00fcr das Absterben von Nervenzellen gerade bei Alzheimer-Patienten verantwortlich sind. Die Demenz, die oft mit Alzheimer einhergeht, ist die h\u00e4ufigste Demenzerkrankung bei Personen \u00fcber 65 Jahren. Die Konzentration des Botenstoffes Dopamin und anderer Neurotransmitter verringert sich im Alter zunehmend und st\u00f6rt die Bewegungskontrolle sowie die Motivation, geistige Konzentration und Aufmerksamkeit, die f\u00fcr Lernvorg\u00e4nge unabdingbar sind. Bei einer neurodegenerativen Erkrankung wie zum Beispiel Demenz kann jedoch schon sehr fr\u00fch durch Methoden des Gehirntrainings und Brainjoggings eine Demenzvorbeugung betrieben sowie durch eine gesunde Lebensweise der Organismus nachhaltig gest\u00e4rkt werden.<\/p> <p>Demenzvorbeugung und hohe geistige Leistungsf\u00e4higkeit im Alter<\/p> <p>Das Alter h\u00f6rt sich laut vorausgegangenen Aussagen wie ein Horrorstreifen an, aber so schlimm, wie es klingt, ist es erwiesenerma\u00dfen gar nicht. Wie Studien zeigen konnten, sinkt zwar die Verarbeitungsgeschwindigkeit mentaler Prozesse mit zunehmendem Alter, dies kann aber durch Wissen und Erfahrung im Arbeitsleben und im Alltag kompensiert werden. Das hei\u00dft, die Vermeidung von Fehlern beim Ausf\u00fchren einer T\u00e4tigkeit gleicht die zun\u00e4chst langsamere Reaktionsgeschwindigkeit bei \u00e4lteren Menschen erfahrungsgem\u00e4\u00df wieder aus. Wissen und Erfahrungen, die sich Kinder schon in jungen Jahren durch z. B. ein anregungsreiches Umfeld angelernt haben, entwickeln ein st\u00e4rker strukturiertes Gehirn mit gr\u00f6\u00dferen Nervenzellen und mehr Synapsen. Wird der Mensch \u00e4lter, wirken sich Gehirntraining in Form von Brainjogging positiv auf die geistige Leistungsf\u00e4higkeit im Alter aus. Mittels Brainjogging lassen sich so gezielt bestimmte Hirnareale trainieren und die kognitive Leistung erh\u00f6hen. Mnemotechniken sch\u00e4rfen nachweislich die Konzentrationsf\u00e4higkeit und steigern die Ged\u00e4chtnisleistung. Durch fr\u00fches Training wird so aktiv Demenzvorbeugung betrieben und das Ged\u00e4chtnis bleibt auch im Alter fit und aktiv.<\/p> <p>Vortrag:<\/p> <p>Kostenbeitrag: G\u00e4ste 20 \u20ac, GfA-Mitglieder ebenso wie Gabal-Mitglieder und Strategieforumsmitglieder: frei<\/p> <p>Die GfA widmet sich der Entwicklung und Verbreitung von Kenntnissen und Methoden f\u00fcr die berufliche Chancenmehrung und eine aktive Lebensgestaltung.<\/p> <p>Wir vermitteln Know-how f\u00fcr den privaten und beruflichen Erfolg an unterschiedliche Berufs- und Altersgruppen.<\/p> <p>Hauptthemen sind Arbeitsmethodik, F\u00fchrung, Kommunikation, Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und Lebensgestaltung.<\/p> <p>Dazu f\u00fchren wir regionale Gruppenabende in ca. f\u00fcnfzehn Regionen, Falkenstein-Seminare und andere \u00fcberregionale Veranstaltungen durch.<\/p> <p>Wir ver\u00f6ffentlichen regelm\u00e4\u00dfig die Mitgliederzeitschrift &#8222;forum&#8220; und den Newsletter &#8222;GfA Aktuell&#8220;.<\/p> <p>Die GfA f\u00f6rdert somit ihre Interessenten, mehr noch ihre Mitglieder dabei, aktiv Grunds\u00e4tze und Methoden zur erfolgreichen Gestaltung ihres Arbeits- und Privatlebens zu erlernen und anzuwenden. Die GfA versteht sich als neutrales Forum, sowohl in politischer, weltanschaulicher und religi\u00f6ser Hinsicht.<\/p> <p>&#8222;Nutzen bieten &#8211; Nutzen ernten&#8220; ist unser Grundsatz. (nach Dr. Gustav Gro\u00dfmann, aus dem Leitbild 2008 der GfA)<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsmethodik e.V., Gruppe Baden-Baden<\/p> <p>Helmut Kluger<\/p> <p>Aumattstr. 21<\/p> <p>76530 Baden-Baden<\/p> <p>+49 7221 6 52 15<\/p> <p>presse@g-f-a.de<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/gfa-forum.de\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/gfa-forum.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ged\u00e4chtnis ist kurz und das Leben so lang. Honor\u00e9 de Balzac (1799 &#8211; 1850) Die Gesellschaft f\u00fcr Arbeitsmethodik e.V. begr\u00fc\u00dft als Referenten am 20.10.2018 von 16:27 &#8211; 18:00 Uhr, im Albert-Schweitzer-Saal, paulus-gemeindehaus, Jagdhausstr. 18, 76530 Baden-Baden: Prof. Dr. med. 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