{"id":265843,"date":"2019-02-01T15:45:59","date_gmt":"2019-02-01T14:45:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=265843"},"modified":"2019-02-01T15:48:12","modified_gmt":"2019-02-01T14:48:12","slug":"diaet-massnahmen-gegen-den-jojo-effekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/diaet-massnahmen-gegen-den-jojo-effekt-10265843\/","title":{"rendered":"Di\u00e4t &#8211; Ma\u00dfnahmen gegen den Jojo-Effekt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/diaet-massnahmen-gegen-den-jojo-effekt-10265843\/vegetables-on-round-chopping-board-symbol-for-intermittent-fasting\/#main\" rel=\"attachment wp-att-265844\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-265844 size-full\" title=\"das Richtige essen und die Mengen kontrollieren sind auch nach der Di\u00e4t das Erfolgsrezept\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/359041-e1549032245453.jpg\" alt=\"Nahrung auf einem runden Holzbrett\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Di\u00e4ten haben nur kurzfristigen Effekt &#8211; Fokus muss auf der Zeit danach liege<\/p> <p>Wir wissen ja eigentlich um ihre Sinnlosigkeit, und trotzdem lassen wir uns von ihnen die Butter vom Brot nehmen: Di\u00e4ten bringen nur kurzfristig Erfolg. Nach der freudlosen Abspeckphase nehmen wir wieder schleunigst zu, bis das Ausgangsgewicht wieder erreicht ist &#8211; oder wir sogar ein bisschen mehr auf die Waage bringen als vor der Di\u00e4t. Viele Beispiele aus der Praxis zeigen, dass es schwer ist, das Gewicht zu halten.<\/p> <p>Dranbleiben nach der Di\u00e4t<\/p> <p><!--more-->Der Mediziner und Ern\u00e4hrungspsychologe PD Dr. Thomas Ellrott von der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen kennt einen Grund daf\u00fcr: &#8222;Die meisten h\u00f6ren mit allen Ver\u00e4nderungen auf, wenn sie ihr Ziel auf der Waage erreicht haben. Das ist wie ein Medikament gegen hohen Blutdruck, das ich solange nehme bis er im Normbereich ist &#8211; und dann absetze. Nat\u00fcrlich steigt der Blutdruck dann wieder an, und niemand k\u00e4me auf die Idee, das erfolgreiche Medikament wieder abzusetzen.&#8220; Einen vergleichbaren Effekt hat das Abnehmen.<\/p> <p>Daher ist langfristig die Zeit nach der Di\u00e4t entscheidender: Kann ich mein frisch verlorenes Gewicht auch &#8222;halten&#8220;? &#8222;Eigentlich m\u00fcsste man an eine anf\u00e4ngliche Phase des Abnehmens eine lange Phase anflanschen,&#8220; so Ern\u00e4hrungspsychologe Ellrott, &#8222;die man &#8222;Training des Gewichthaltens&#8220; nennen k\u00f6nnte&#8220;. Zugenommen ist schnell: Eine Tafel Schokolade am Tag, 150 Gramm Gummib\u00e4rchen an einem anderen &#8211; und schon wiegt man nach einer Woche wieder ein Pfund mehr.<\/p> <p>Die Biologie macht uns dick<\/p> <p>Dieser Jo-Jo-Effekt r\u00fchrt daher, dass wir bei einer Di\u00e4t gegen uralte biologische Programme k\u00e4mpfen. Die l\u00e4ngste Zeit in unserer Evolutionsgeschichte war Nahrung ein knappes Gut. Unser biologisches Programm lautet daher: &#8222;Iss so viel, wie du bekommen kannst, dann bist du f\u00fcr Notzeiten gut ger\u00fcstet&#8220;. Unser K\u00f6rper betrachtet eine Di\u00e4t genauso wie eine Notzeit. Und in dieser Hungerphase reduziert der K\u00f6rper automatisch seinen Grundumsatz. Wenn wir dann nach dem erreichten Wunschgewicht wieder in alte Essmuster verfallen &#8211; bei noch zun\u00e4chst reduziertem Energieverbrauch &#8211; kehren die Fettpolster wieder zur\u00fcck. Im Schlepptau: Ihre fette Verwandtschaft.<\/p> <p>Diese uralten biologischen Programme sorgen zudem daf\u00fcr, dass wir mit gro\u00dfer Befriedigung Maxi-Burger und Sahnetorte verdr\u00fccken. &#8222;Wir k\u00f6nnen unsere Welt besser aushalten, wenn wir fett- und zuckerreich essen&#8220;, erl\u00e4utert der Internist Prof. Dr. Peter Nawroth vom Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg unseren gesegneten Appetit.<\/p> <p>M\u00fcdigkeit macht uns hungrig<\/p> <p>Auch M\u00fcdigkeit l\u00e4sst sich mit gepl\u00fcndertem K\u00fchlschrank besser ertragen. Wenn wir schlecht oder \u00fcberhaupt nicht geschlafen haben, meldet sich prompt der Hei\u00dfhunger. &#8222;M\u00fcdigkeitsappetit&#8220; haben Forscher dieses Ph\u00e4nomen genannt &#8211; und statt friedlich zu schlafen fr\u00fchst\u00fccken wir mitten in der Nacht Pizza mit Pommes. Warum das so ist, haben Forscherinnen und Forscher der Universit\u00e4t K\u00f6ln herausgefunden: Bei Schlafentzug wird das Belohnungssystem in unserem Gehirn aktiviert &#8211; und das belohnt sich umgehend mit S\u00fc\u00dfem und Deftigem, mit Kalorien eben.<\/p> <p>Auch bei Stress f\u00fchlen wir uns mit vollem Bauch gleich ein wenig besser. Wer sich gestresst f\u00fchlt, isst mehr. Auch hierbei ist es unser egoistisches Gehirn, das sich dann gro\u00dfe Mengen an Energie einverleibt. Schon in stressarmen Zeiten nimmt es sich die H\u00e4lfte unseres Glukosebedarfs. Stehen wir unter Stress, holt sich das Gehirn bis zu 90 Prozent &#8211; und sorgt so f\u00fcr akuten Glukosemangel im restlichen Organismus. Klar, dass wir Appetit versp\u00fcren und schnell zum zuckerreichen Snack greifen.<\/p> <p>Auch Muskeln m\u00f6gen Kalorien<\/p> <p>Eine erste L\u00f6sung liegt also darin, einfach &#8222;ein oder zwei G\u00e4nge herunterzuschalten&#8220;: den Stress zu reduzieren, ausreichend zu schlafen. Sport hilft auch. Denn: Muskelzellen verbrennen mehr Kalorien als Fettzellen. Und jede Zunahme der Muskelmasse erh\u00f6ht den Grundumsatz. Aber auch hier gilt: Ma\u00df halten, nicht \u00fcbertreiben.<\/p> <p>Vor allem d\u00fcrfen wir nicht dem Hungergef\u00fchl nach dem Sport nachgeben und S\u00fc\u00dfigkeiten futtern, wenn sich der K\u00f6rper die verbrannten Kalorien wieder zur\u00fcckholen m\u00f6chte. Ideale Lebensmittel als Zwischensnack sind ungezuckerte Vollfett-Joghurts, N\u00fcsse und Mandeln, \u00c4pfel oder Apfelchips.<\/p> <p>Erlauben ist besser als verbieten<\/p> <p>Wir m\u00fcssen also unser Essverhalten besser kontrollieren. &#8222;Kognitive Esskontrolle&#8220; ist ein psychologischer Weg, der dabei helfen kann. Mit dieser Methode k\u00f6nnen wir unser Essverhalten auf neue F\u00fc\u00dfe stellen und umprogrammieren. Der Trick: Statt mit dem einschr\u00e4nkenden &#8222;Ich darf heute nicht naschen&#8220; lieber mit der Aussicht auf eine kleine Belohnung arbeiten: &#8222;N\u00e4chste Woche darf ich mir ein Eis g\u00f6nnen.&#8220; Verbote f\u00fchren nur selten zum Erfolg, im Gegenteil: Sie verschlimmern die Situation noch.<\/p> <p>Dr. Berthold Musselmann: &#8222;Wir greifen dann doch irgendwann zur S\u00fc\u00dfigkeit, halten unsere Di\u00e4t nicht durch &#8211; und schon denken wir, versagt zu haben. Dann ist es v\u00f6llig logisch, dass wir uns dann sagen: Jetzt ist es auch egal! Und essen anschlie\u00dfend wir mehr als wir sollten.&#8220; Besser ist es, so der \u00c4rztliche Direktor von www.phytodoc.de, sich Genuss auch mal zu erlauben: N\u00e4chste Woche darf ich Schokolade essen! Am Wochenende darf ich schlemmen!<\/p> <p>Langfristig betrachtet bringen Di\u00e4ten also nichts &#8211; au\u00dfer schlechter Laune und dem Gef\u00fchl zu versagen. Der Organismus holt sich die verlorenen Pfunde ohnehin schnell wieder zur\u00fcckholt, wenn man nicht langfristig die Ern\u00e4hrung umstellt.<\/p> <p>Kein Stress!<\/p> <p>Fazit: Ohne \u00c4nderung der Essmuster, die zu \u00dcbergewicht gef\u00fchrt haben, kann das Wunschgewicht nicht dauerhaft gehalten werden. Die &#8222;Psycho-Ebene&#8220; muss also in den Gesamtplan eingebunden werden. Neue Gewohnheiten m\u00fcssen \u00fcber ein paar Wochen einge\u00fcbt werden, dann verfestigen sie sich. Zur Psycho-Ebene geh\u00f6ren auch ein besseres Stress-Management und alltagstaugliche, einfache Rezepte mit naturbelassenen Grundzutaten.<\/p> <p>Die amerikanische Ern\u00e4hrungsmedizinerin und Buchautorin Pamela Peeke dazu: &#8222;Frauen suchen sich gerne aufw\u00e4ndige und komplizierte Di\u00e4tpl\u00e4ne aus. Doch h\u00e4ufig produzieren die hohen Anspr\u00fcche nur neuen Stress und als Folge essen die Frauen noch mehr.&#8220;<\/p> <p>Das Internetportal bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen rund um die Thematik Gesundheit, Pr\u00e4vention, Naturheilkunde und Heilpflanzen. Die Themenbereiche richten sich an Patienten, Mediziner und Heilpraktiker. Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher bei seinen Entscheidungen unterst\u00fctzen, alternative Therapien und Pr\u00e4parate zu w\u00e4hlen, Krankheitssymptome ganzheitlich behandeln zu lassen und bewusst auf Gesundheitsvorsorge zu setzen. Infos: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.phytodoc.de\"  rel=\"nofollow\">http:\/\/www.phytodoc.de<\/a><\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>PhytoDoc Limited<\/p> <p>Corinna Heyer<\/p> <p>Siemensstra\u00dfe 38<\/p> <p>69123 Heidelberg<\/p> <p>06221-7276153<\/p> <p>info@phytodoc.de<\/p> <p>http:\/\/www.phytodoc.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>PhytoDoc Limited.<\/p> <p>Harald Ille<\/p> <p>Hans-Thoma-Stra\u00dfe 33<\/p> <p>69121 Heidelberg<\/p> <p>+491702415877<\/p> <p>presse@phytodoc.de<\/p> <p>http:\/\/www.phytodoc.de\/presse<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Di\u00e4ten haben nur kurzfristigen Effekt &#8211; Fokus muss auf der Zeit danach liege Wir wissen ja eigentlich um ihre Sinnlosigkeit, und trotzdem lassen wir uns von ihnen die Butter vom Brot nehmen: Di\u00e4ten bringen nur kurzfristig Erfolg. Nach der freudlosen Abspeckphase nehmen wir wieder schleunigst zu, bis das Ausgangsgewicht wieder erreicht ist &#8211; oder wir<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":265844,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[96],"tags":[],"class_list":["post-265843","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernaehrung-wellness-gesundheit"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265843"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":265848,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265843\/revisions\/265848"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/265844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=265843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=265843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}