{"id":265849,"date":"2019-02-01T15:51:07","date_gmt":"2019-02-01T14:51:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=265849"},"modified":"2019-02-19T11:20:54","modified_gmt":"2019-02-19T10:20:54","slug":"sonderauswertung-des-kfw-gruendungsmonitors-2018-21-prozent-der-gruender-sind-migranten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/sonderauswertung-des-kfw-gruendungsmonitors-2018-21-prozent-der-gruender-sind-migranten-10265849\/","title":{"rendered":"Sonderauswertung des KfW-Gr\u00fcndungsmonitors 2018: 21 Prozent der Gr\u00fcnder sind Migranten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-265850 size-full\" title=\"Seminare erleichtern das Gr\u00fcnden\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/358995-e1549032612292.jpg\" alt=\"Publikum eines Vortrages von hinten\" width=\"300\" height=\"152\" \/>Der Anteil von Migrantinnen und Migranten am Gr\u00fcndungsgeschehen in Deutschland ist \u00fcberdurchschnittlich. Er betr\u00e4gt 21 % der Gr\u00fcnder, w\u00e4hrend der Bev\u00f6lkerungsanteil nur 18 % betr\u00e4gt (im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017). Dies hat zwei vorwiegende Gr\u00fcnde: einerseits ist der Wunsch nach beruflicher Selbstst\u00e4ndigkeit unter Migranten st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als in der Gesamtbev\u00f6lkerung. Au\u00dferdem haben sie schlechtere Arbeitsmarktchancen und gr\u00fcnden oft in Ermangelung von Alternativen.<\/p> <p>Eine Sonderauswertung des KfW-Gr\u00fcndungsmonitors 2018 zeigt, dass 38 % der Migrantinnen und Migranten grunds\u00e4tzlich die Selbstst\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber abh\u00e4ngiger Besch\u00e4ftigung vorziehen. <!--more-->In der gesamten Bev\u00f6lkerung sind dies nur 29 %. Viele Migranten sind durch eine gr\u00f6\u00dfere Risikofreude und mehr unternehmerische Vorbilder aus ihrer Herkunftskultur gepr\u00e4gt.<\/p> <p>Die im Mittel schlechteren formalen Berufsqualifikationen von Migranten f\u00fchren zu schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 46 % der Migranten haben keinen (in Deutschland anerkannten) Berufsabschluss, in der gesamten Erwerbsbev\u00f6lkerung sind dies 22 %. Aufgrund dessen machen sich Migranten \u00fcberdurchschnittlich oft selbstst\u00e4ndig, weil sie keine anderen Erwerbsalternativen sehen. Dieser Notgr\u00fcnderanteil liegt bei 38 % (Durchschnitt Gesamt: 31 %).<\/p> <p>Erschwerend f\u00fcr die Chancen am Arbeitsmarkt ist auch das Beherrschen der Landessprache. Zwei Drittel der 18-64-j\u00e4hrigen Migranten spricht zuhause haupts\u00e4chlich Deutsch. 35 % leben in einem fremdsprachigen Haushalt, dessen Mitglieder oft k\u00fcrzlich zugewandert sind. Zwar ist dies nicht gleichbedeutend mit schlechten Deutschkenntnissen, jedoch haben Migranten aus fremdsprachigen Haushalten statistisch schlechtere Arbeitsmarktchancen. Sie sind h\u00e4ufiger arbeitslos als Migranten insgesamt (12 % gegen\u00fcber 8 %). Daher ist der Anteil von Notgr\u00fcndern hier besonders hoch (48 %). Der Wunsch nach beruflicher <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.imc-services.de\/\"  rel=\"nofollow\">Selbstst\u00e4ndigkeit<\/a> ist bei dieser Gruppe noch h\u00f6her als unter Migranten insgesamt (41 %). Demzufolge ist die Selbstst\u00e4ndigenquote unter Migranten aus fremdsprachigen Haushalten \u00fcberdurchschnittlich (9 % gegen\u00fcber 7 % insgesamt).<\/p> <p>Sie gr\u00fcnden noch etwas h\u00e4ufiger mit Mitarbeitern als Migranten insgesamt (36 % gegen\u00fcber 32 %). Der Schwerpunkt liegt auf pers\u00f6nlichen Dienstleistungen (42 % gegen\u00fcber 35 %), vor allem in der Gastronomie. Migranten aus fremdsprachigen Haushalten sorgen sich um einige Gr\u00fcndungsprobleme \u00fcberdurchschnittlich stark. Sie sind h\u00e4ufiger besorgt um ihre fachliche Qualifikation und ihre Gesch\u00e4ftsideen. Besonders schwerwiegend empfinden sie Finanzierungsschwierigkeiten (40 % gegen\u00fcber 29 %).<\/p> <p>Migranten sind f\u00fcr das Gr\u00fcndungsgeschehen in Deutschland unverzichtbar, ihre Selbstst\u00e4ndigenquote ist \u00fcberdurchschnittlich. Der Unternehmergeist von Migranten ist st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt, oft machen sie sich aber auch aus Mangel an Jobalternativen selbstst\u00e4ndig. Dies liegt unter anderem an den formalen Berufsqualifikationen und Sprachkenntnissen, die der deutsche Arbeitsmarkt verlangt. Diese H\u00fcrden zu beheben braucht Zeit und Unterst\u00fctzung durch entsprechende Kursangebote.<\/p> <p>Unternehmensberatung f\u00fcr Existenzgr\u00fcndung seit 1996<\/p> <p>Experte f\u00fcr Businessplanerstellung und KfW-Gr\u00fcnderkredite<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>imc Unternehmensberatung<\/p> <p>Andreas Idelmann<\/p> <p>Neuer Zollhof 3<\/p> <p>40221 D\u00fcsseldorf<\/p> <p>0211 &#8211; 911 82 196<\/p> <p>idelmann@imc-services.de<\/p> <p>http:\/\/www.imc-services.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>imc Unternehmensberatung<\/p> <p>Andreas Idelmann<\/p> <p>Neuer Zollhof 3<\/p> <p>40221 D\u00fcsseldorf<\/p> <p>0211 &#8211; 911 82 196<\/p> <p>info@imc-services.de<\/p> <p>http:\/\/www.imc-services.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anteil von Migrantinnen und Migranten am Gr\u00fcndungsgeschehen in Deutschland ist \u00fcberdurchschnittlich. 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