{"id":266031,"date":"2019-05-31T13:50:05","date_gmt":"2019-05-31T12:50:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=266031"},"modified":"2025-08-08T11:58:49","modified_gmt":"2025-08-08T10:58:49","slug":"der-schutz-vor-gesundheitsrisiken-durch-mineralwolle-sollte-eine-prioritaet-fuer-das-naechste-europaeische-parlament-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/der-schutz-vor-gesundheitsrisiken-durch-mineralwolle-sollte-eine-prioritaet-fuer-das-naechste-europaeische-parlament-sein-10266031\/","title":{"rendered":"Der Schutz vor Gesundheitsrisiken durch Mineralwolle sollte eine Priorit\u00e4t f\u00fcr das n\u00e4chste Europ\u00e4ische Parlament sein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/der-schutz-vor-gesundheitsrisiken-durch-mineralwolle-sollte-eine-prioritaet-fuer-das-naechste-europaeische-parlament-sein-10266031\/mineral-wool-image\/#main\" rel=\"attachment wp-att-266032\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-266032\" title=\"die gesundheitssch\u00e4dlichen Eigenschaften der Mineralwolle sind bekannt\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/mineral-wool-image-e1559306932697.jpg\" alt=\"Mann mit Atemschutzmaske verarbeitet Mineralwolle\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/a>Von Gary Cartwright<br \/> Dieser Sommer wird eine neue Welle von Abgeordneten in das Europ\u00e4ische Parlament bringen, und es gibt ein Gesundheitsrisiko f\u00fcr Europ\u00e4er, das ihre volle Aufmerksamkeit verdient. Im Juni 2018 ver\u00f6ffentlichte EU Today einen Bericht, der die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit k\u00fcnstlichen Glasfasern (MMVF) oder Mineralwolle, wie sie h\u00e4ufiger genannt wird, beschreibt. Es ist an der Zeit, diese ernsthaften Bedenken in Taten umzusetzen. <!--more-->Die Politik muss konkrete Ma\u00dfnahmen ergreifen, um Bauarbeiter und Hausbesitzer vor den Gesundheitsrisiken durch Mineralwolle zu sch\u00fctzen.<\/p> <p>Mineralwolle, auch bekannt als Steinwolle, der buchst\u00e4blichen \u00dcbersetzung des bekannten Markennamen Rockwool, wird seit dem Asbestverbot im Jahre 1999 immer h\u00e4ufiger eingesetzt. Allerdings hat sich herausgestellt, dass Mineralwolle genauso gesundheitsgef\u00e4hrdend ist wie Asbest. Die f\u00fchrende Expertin f\u00fcr Lungenkrankheiten, Dr. Marjoleine Drent, hat das Risiko so zusammengefasst: \u201eDie Auswirkungen der Glas- und Steinwollefasern lassen sich mit denen von Asbest vergleichen. Fr\u00fcher wussten wir nicht, dass Asbest sehr gef\u00e4hrlich ist. Die Ergebnisse der Auswirkung der Fasern in der Glas- und Mineralwolle werden erst jetzt sichtbar; deshalb m\u00fcssen wir sorgf\u00e4ltig damit umgehen.<\/p> <p>Tats\u00e4chlich sind diese Stoffe sch\u00e4dlich, aber die Menschen sind sich dessen nicht ausreichend bewusst, weshalb wir uns darum k\u00fcmmern m\u00fcssen. Es wird zu leicht akzeptiert, dass \u201ewir einen Ersatz f\u00fcr Asbest haben&#8220;. Aber der Ersatz ist vielleicht nicht so gut, wie wir es am Anfang dachten, doch dieser Tatsache wird nicht gen\u00fcgend Aufmerksamkeit geschenkt.&#8220;<\/p> <p>Am Anfang war es f\u00fcr das Team von EU Today schwer zu verstehen, dass Asbest tats\u00e4chlich durch ein anderes, genauso t\u00f6dliches Material ersetzt werden konnte, das in vielerlei Hinsicht dem Asbest so \u00e4hnlich ist. Es wird einfacher zu verstehen, wenn man den angewandte Testprozess betrachtet. Mineralwolle wurde urspr\u00fcnglich von der Internationalen Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als krebserregend und f\u00fcr den Menschen gef\u00e4hrlich eingestuft. Die Mineralwollindustrie \u00e4nderte daraufhin die Zusammensetzung ihres Produkts, das dann weiteren Tests unterzogen wurde. Seit 2002 wird Mineralwolle daraufhin nicht mehr krebserregend klassifiziert. Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass sich das getestete Produkt von dem im Handel erh\u00e4ltlichen unterscheidet, da ein wichtiges \u201eBindemittel&#8220; entfernt wurde. Es wird gefordert, dass die Europ\u00e4ische Chemikalienagentur (ECHA) mit Sitz in Helsinki das verkaufte Produkt erneut testet.<\/p> <p>Es ist klar, dass sich die zuk\u00fcnftigen Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments und andere politische Entscheidungstr\u00e4ger auf dieses Thema konzentrieren und deutlich machen sollten, dass sie die Absicht haben, die europ\u00e4ischen Bauarbeiter und Hausbesitzer zu sch\u00fctzen.<br \/> Dazu sind drei Schritte n\u00f6tig. Die erste Ma\u00dfnahme ist der erneute Test des Produkts. Es gibt Beweise f\u00fcr die Gefahr, dass Mineralwolle krebserregend sein kann, wie sie durch die IARC-Klassifizierung im Jahr 1988 best\u00e4tigt wurde. Die anschlie\u00dfende Neueinstufung im Jahr 2002 basierte auf Tests, die an Produkten durchgef\u00fchrt wurden, die nicht genau der Mineralwolle entsprechen, die gewerblich und von Verbrauchern verwendet wird. Es besteht also eine klare und dringende Notwendigkeit, diese Produkte, wie sie in der Praxis verwendet werden, erneut zu testen.<\/p> <p>Die zweite erforderliche Ma\u00dfnahme sind Rechtsvorschriften zu Gesundheit und Sicherheit. Anders als beispielsweise auf Baustellen gibt es derzeit keine gesetzliche Verpflichtung f\u00fcr Arbeitgeber, Vorschriften \u00fcber die Verwendung von Schutzkleidung durch Arbeitnehmer durchzusetzen. Es gibt auch immer wieder Beweise daf\u00fcr, dass die Besch\u00e4ftigten im Baugewerbe nicht ausreichend \u00fcber die potenziellen Gesundheitsgefahren der Mineralwolle informiert sind. Es besteht eine klare und dringende Notwendigkeit, diese M\u00e4ngel zu beheben, m\u00f6glicherweise in Form von EU-Rechtsvorschriften.<\/p> <p>Die dritte Ma\u00dfnahme ist die Produktkennzeichnung. Konsumg\u00fcter wie Alkohol und Tabak unterliegen derzeit strengen Auflagen, um die \u00d6ffentlichkeit auf ihren Produktetiketten \u00fcber m\u00f6gliche Gesundheitsrisiken zu informieren. Es gibt \u00fcberzeugende Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass Mineralwolle, unabh\u00e4ngig davon, ob sie \u00fcber den Handel oder an Verbraucher verkauft wird, \u00e4hnliche, auf allen Verpackungen deutlich sichtbar angebrachte Warnhinweise tragen sollte.<\/p> <p>Wenn diese Ma\u00dfnahmen nicht ergriffen werden, werden wir eine Wiederholung der tragischen Geschichte von Asbest erleben. Obwohl bereits im Jahre 1900 im Charing Cross Hospital in Gro\u00dfbritannien festgestellt wurde, dass Asbest eine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit darstellt, dauerte es bis 1999 \u2013 fast ein Jahrhundert \u2013 bis entsprechende Ma\u00dfnahmen ergriffen wurden. Auf den ersten Blick ist es verbl\u00fcffend, dass Asbest tats\u00e4chlich durch ein anderes Material ersetzt wurde, das genauso t\u00f6dlich ist wie Asbest und diesem in vielerlei Hinsicht so \u00e4hnlich ist.<\/p> <p>Die Europaabgeordneten, die jetzt im Mai gew\u00e4hlt wurden, haben die Pflicht, daf\u00fcr zu sorgen, dass sich die Geschichte nicht mit der Mineralwolle wiederholt.<br \/> Gary Cartwright ist der Herausgeber von EU Today.<\/p> <p>Gary Cartwright<br \/> EU Today LTD, 71\u201375 Shelton Street, Covent Garden, London WC2H 9JQ<\/p> <p>E-mail: editor@eutoday.net<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Gary Cartwright Dieser Sommer wird eine neue Welle von Abgeordneten in das Europ\u00e4ische Parlament bringen, und es gibt ein Gesundheitsrisiko f\u00fcr Europ\u00e4er, das ihre volle Aufmerksamkeit verdient. 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