{"id":266053,"date":"2019-06-07T11:40:36","date_gmt":"2019-06-07T10:40:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=266053"},"modified":"2019-06-07T12:05:01","modified_gmt":"2019-06-07T11:05:01","slug":"autonomes-fahren-werden-wir-so-in-zukunft-reisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/autonomes-fahren-werden-wir-so-in-zukunft-reisen-10266053\/","title":{"rendered":"Autonomes Fahren: Werden wir so in Zukunft reisen?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-266056 size-full\" title=\"ganz so entspannt wird es auch beim autonomen Fahren nicht\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/legs-434918_640-e1559905458312.jpg\" alt=\"F\u00fc\u00dfe ragen aus einem Autofenster\" width=\"300\" height=\"201\" \/>Der Gedanke, in das eigene Auto zu steigen und auf dem Weg zur Arbeit die Tageszeitung zu lesen oder einen Film auf dem Handy oder Notebook zu schauen, w\u00e4hrend ein Computer die Steuerung \u00fcbernimmt, ist reizvoll. Selbstfahrende Fahrzeuge sollen dies in naher Zukunft tats\u00e4chlich m\u00f6glich machen. F\u00fchrende Automobilhersteller und IT-Unternehmen arbeiten bereits an der serienreifen Markteinf\u00fchrung. Auch an Unternehmen in Deutschland wird ein Ausbau in diesem zukunftsweisenden Bereich angestrebt.<\/p> <p>Der Fahrersitz bleibt leer\u2026<\/p> <p><!--more-->Ein autonom fahrendes Auto ist in der Lage ohne menschliches Zutun das jeweilige Fahrziel anzusteuern und einzuparken. Durch das wom\u00f6glich komplette Fehlen von Lenkrad, Gas- und Bremspedal ist kein manuelles Eingreifen mehr m\u00f6glich. Erm\u00f6glicht wird intelligentes Fahren insbesondere durch eine Vielzahl von Sensoren und Kameras, welche die Umgebung rund um das Fahrzeug im Abstand von Millisekunden abtasten. Die dadurch gewonnenen Informationen werden mit einem zentimetergenau programmierten Kartenmaterial abgeglichen und auf diese Weise die eigene Position sowie jene weiterer Verkehrsteilnehmer bestimmt.<\/p> <p>Bis zu 90% weniger Verkehrsunf\u00e4lle m\u00f6glich<\/p> <p>Gem\u00e4\u00df einer Studie des US-Forschungsinstituts Rand, in deren Rahmen unter anderem Automobilhersteller und Technologiefirmen befragt wurden, erf\u00e4hrt die Gesellschaft durch die Nutzung selbstfahrender Autos einen deutlichen Mehrwert. So sch\u00e4tzt Google, dass autonome Autos rund 90% aller Verkehrsunf\u00e4lle der durch Menschen verursachten Unf\u00e4lle verhindern k\u00f6nnten und st\u00fctzt sich dabei auf die in den Jahren 2012 und 2013 gewonnenen Erfahrungen mit der konzerneigenen autonomen Fahrzeugflotte im US-Bundesstaat Nevada. Ohne einen einzigen Unfall zu verursachen, legte die Flotte mehr als 800.000 Kilometer zur\u00fcck.<\/p> <p>Weitere Vorteile bestehen in einem geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Stehzeiten. Beides wird erm\u00f6glicht, da autonome Autos innerhalb einer Kolonne offenbar schneller und effizienter fahren. Die oftmals l\u00e4stige Parkplatzsuche w\u00fcrde der Vergangenheit angeh\u00f6ren, da das Auto seinen Passagier am gew\u00fcnschten Ort aussteigen l\u00e4sst und mit Hilfe eines Navigationssystems selbstst\u00e4ndig nach einem geeigneten Parkplatz sucht.<\/p> <p>Die bequeme Technologie bringt allerdings nicht nur Vorteile. In der Studie wird angemerkt, dass ein autonomes Fahrzeug dazu verleiten kann, noch mobiler zu werden, was mit einem weitaus h\u00f6heren Verkehrsaufkommen einhergehen k\u00f6nnte. Zudem k\u00f6nnte schon ein kleiner Fehler in der standardisierten Software zu einer Reihe von Unf\u00e4llen f\u00fchren. Sofern es sich um ein internetbezogenes System handelt, sind Angriffe durch Cyberkriminelle nie vollst\u00e4ndig auszuschlie\u00dfen. Theoretisch k\u00f6nnte sogar nicht nur ein einzelnes Auto, sondern ganze Flotten gehackt und so Massenunf\u00e4lle verursacht werden. Fehlerhafte oder falsch genutzte Systeme und Autopiloten wie bei den k\u00fcrzlich bekanntgewordenen Unf\u00e4llen des Herstellers Tesla, k\u00f6nnen ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Auch der Datenschutz ist sehr kritisch zu sehen, denn ohne ein st\u00e4ndige Ortung und Erstellung von Bewegungsprofilen, ist autonomes Fahren so gut wie unm\u00f6glich.<\/p> <p>Autonomiestufen bei selbstfahrenden Autos<\/p> <p>In der fachlichen Diskussion werden sechs Automatisierungsstufen unterschieden. W\u00e4hrend bei Fahrzeugen des Levels 0 der Mensch komplett selbst lenkt und beschleunigt, stehen in Fahrzeugen des Levels 1 dem Fahrer zumindest einfache Assistenzsysteme zur Verf\u00fcgung. Bei Level 2 kann das Auto mittels einer automatisierten Steuerung gef\u00fchrt werden. Diese muss jedoch vom Menschen st\u00e4ndig \u00fcberwacht werden, was eine ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert. Bereits heute verf\u00fcgbare Einparkhilfen sowie der Spurassistent sind in diesem Zusammenhang zu nennen.<\/p> <p>Bei der Hochautomatisierung ist hingegen keine dauernde \u00dcberwachung des Systems mehr notwendig. So erm\u00f6glicht Level 3 dem Fahrer kurzzeitig anderen T\u00e4tigkeiten nachzugehen. Tritt eine kritische Verkehrssituation ein, wird der Fahrer aufgefordert innerhalb einer Vorwarnzeit von 5 bis 10 Sekunden das Fahrzeug zu f\u00fchren. In Level 4 bew\u00e4ltigt das vollautomatisierte Fahrzeug das Befahren der Autobahn vollkommen selbstst\u00e4ndig. Bei Level 5 handelt es sich um g\u00e4nzlich autonome Fahrzeuge, die prinzipiell auch fahrerlos bewegt werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend eine Zulassung von hoch- sowie vollautomatisierten Autos des Level 4 aus technischer Sicht ab 2020 denkbar w\u00e4re, ist die Einf\u00fchrung von Level 5-Fahrzeugen derzeit noch nicht absehbar.<\/p> <p>Revolution im Stra\u00dfenverkehr<\/p> <p>Schenken wir Wissenschaftlern und Firmen in der Automobilindustrie Glauben, sind mittelfristig ausgereifte Modelle auf dem Markt erh\u00e4ltlich. Sie erm\u00f6glichen einen h\u00f6heren Fahrkomfort und machen unseren Stra\u00dfenverkehr vermutlich sicherer. F\u00fcr die Gesetzgeber sind autonome Autos allerdings eine Herausforderung, da die zu Grunde liegenden Gesetze im Falle eines Unfalls von einer realen Person ausgehen, die am Steuer sitzt und Verantwortung tr\u00e4gt.<\/p> <p>&#8212;<\/p> <p>Deutscher Medien Verlag GmbH<br \/> Rudolf Breitscheid Str. 1<br \/> 03046 Cottbus<br \/> Deutschland<br \/> Tel +49 (0)355 28 94 43 40<br \/> Fax +49 (0)355 28 94 43 11<br \/> E-Mail: info@deutscher-medien-verlag.com<br \/> Internet: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.diribo.com\/de\/\"  >https:\/\/www.diribo.com\/de\/<\/a><\/p> <p><span class=\"attribution_field hide-sm hide-md\">Bild von lisa runnels auf Pixabay<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gedanke, in das eigene Auto zu steigen und auf dem Weg zur Arbeit die Tageszeitung zu lesen oder einen Film auf dem Handy oder Notebook zu schauen, w\u00e4hrend ein Computer die Steuerung \u00fcbernimmt, ist reizvoll. 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