{"id":266333,"date":"2019-10-11T11:28:53","date_gmt":"2019-10-11T10:28:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=266333"},"modified":"2025-03-21T12:36:35","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:35","slug":"77-prozent-der-anfragen-nach-einem-kurzzeitpflegeplatz-werden-abgelehnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/77-prozent-der-anfragen-nach-einem-kurzzeitpflegeplatz-werden-abgelehnt-10266333\/","title":{"rendered":"77 Prozent der Anfragen nach einem Kurzzeitpflegeplatz werden abgelehnt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-266334 size-full\" title=\"die Caritas: Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Screenshot27-e1570789646442.png\" alt=\"Homepage der Caritas\" width=\"300\" height=\"132\" \/>Rahmenbedingungen behindern innovative Angebotsentwicklung &#8211; Caritas fordert mehr Flexibilit\u00e4t in den gesetzlichen Vorgaben<\/p> <p>Die Pl\u00e4tze f\u00fcr die Kurzzeitpflege sind in Baden-W\u00fcrttemberg mehr als knapp. Pflegebed\u00fcrftige Menschen und ihre Angeh\u00f6rigen suchen mancherorts verzweifelt nach solchen Pl\u00e4tzen. Das hat eine Umfrage unter Altenhilfe-Tr\u00e4gern in Baden-W\u00fcrttemberg in diesem Sommer ergeben. Danach werden 77 Prozent aller Anfragen nach einem Kurzzeitpflegeplatz abgelehnt. <!--more-->Die Ablehnungen schwanken je nach \u00f6rtlichen Gegebenheiten von Landkreis zu Landkreis zwischen 49 Prozent und 94 Prozent. Von den befragten Einrichtungen sch\u00e4tzen \u00fcber 80 Prozent die Versorgungssituation in der Kurzzeitpflege als schlecht ein. &#8222;Die gesetzlichen Rahmenbedingungen m\u00fcssen sich dringend \u00e4ndern, wenn vor allem Familien durch die Kurzzeitpflege entlastet werden sollen&#8220;, fordern die beiden Caritas-Direktorinnen Mathea Schneider (Freiburg) und Annette Holuscha-Uhlebrock (Stuttgart). Deshalb macht sich die Caritas Baden-W\u00fcrttemberg daf\u00fcr stark, dass die gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. In einem Positionspapier &#8222;Zukunftsorientierte Kurzzeitpflege&#8220; macht sie darin konkrete Vorschl\u00e4ge. Das Papier wurde zusammen mit den unter dem Caritasverband zusammengeschlossenen Praktikern und Tr\u00e4gern in Baden-W\u00fcrttemberg &#8211; der Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe, Hospizarbeit und Pflege (Caritasverband f\u00fcr die Erzdi\u00f6zese Freiburg) und dem Netzwerk Alter und Pflege (Caritasverband der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart) erarbeitet.<\/p> <p>Um die Versorgung in der Kurzzeitpflege zu verbessern, fordert der katholische Wohlfahrtsverband unter anderem eine \u00d6ffnungsklausel in der Landesheimbauverordnung. So sollte es den Tr\u00e4gern bei der Planung von station\u00e4ren Kurzzeitpflegeeinrichtungen gestattet werden, die baulichen und r\u00e4umlichen Anforderungen flexibler und zielgruppenabh\u00e4ngig zu gestalten. Denn die Bedarfe sind unterschiedlich, je nachdem, ob es sich um eine klassische Verhinderungspflege etwa w\u00e4hrend des Urlaubs der Angeh\u00f6rigen handelt oder um eine rehabilitative Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt. Hier geht es darum, Pflegebed\u00fcrftigkeit zu verhindern und eine vollstation\u00e4re Pflege zu vermeiden. Deshalb pl\u00e4diert die Caritas auch daf\u00fcr, die Landespersonalverordnung im Hinblick auf die Fachkraftquote weiter zu \u00f6ffnen: Entsprechend den Anforderungen, die das Klientel in der Kurzzeitpflege stellt, sollten die Tr\u00e4ger bestimmen k\u00f6nnen, wieviel Personal und Fachkr\u00e4fte in unterschiedlichen Kurzzeitpflege-Settings erforderlich sind.<\/p> <p>Um die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Kurzzeitpflege so zu gestalten, dass Angebote entsprechend der Nachfrage vor Ort weiterentwickelt werden k\u00f6nnen, braucht es eine ausk\u00f6mmliche Refinanzierung und einen neuen Landesrahmenvertrag. Dieser sollte es erm\u00f6glichen, &#8222;die erforderlichen Personalmengen und den Qualifikationsmix in Abh\u00e4ngigkeit von der betriebsspezifischen Konzeption und den Bedarfen des zu betreuenden Klientels zu bestimmen&#8220;, hei\u00dft es in dem Caritas-Papier. Auch sollte Kurzzeitpflege im Leistungsrecht nicht ausschlie\u00dflich als station\u00e4res Angebot betrachtet werden. Vielmehr m\u00fcsse man offen sein f\u00fcr innovative Ans\u00e4tze und Konzepte, die Kurzzeitpflege beispielsweise auch in ambulant organisierter Form vorsehen.<\/p> <p>Das Positionspapier &#8222;Zukunftsorientierte Kurzzeitpflege&#8220; steht zum Download bereit unter:<\/p> <p>www.dicvfreiburg.caritas.de\/service\/download<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.netzwerk-alter-und-pflege.de\"  rel=\"nofollow\">www.netzwerk-alter-und-pflege.de<\/a><\/p> <p>Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-W\u00fcrttemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Pl\u00e4tzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter\/innen t\u00e4tig sind.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Caritas in Baden-W\u00fcrttemberg<\/p> <p>Eva-Maria Bolay<\/p> <p>Strombergstr. 11<\/p> <p>70188 Stuttgart<\/p> <p>0711\/2633-1288<\/p> <p><a href=\"mailto:bolay@caritas-dicvrs.de\">bolay@caritas-dicvrs.de<\/a><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.caritas-rottenburg-stuttgart.de\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">http:\/\/www.caritas-rottenburg-stuttgart.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rahmenbedingungen behindern innovative Angebotsentwicklung &#8211; Caritas fordert mehr Flexibilit\u00e4t in den gesetzlichen Vorgaben Die Pl\u00e4tze f\u00fcr die Kurzzeitpflege sind in Baden-W\u00fcrttemberg mehr als knapp. Pflegebed\u00fcrftige Menschen und ihre Angeh\u00f6rigen suchen mancherorts verzweifelt nach solchen Pl\u00e4tzen. 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