{"id":266643,"date":"2020-04-17T11:17:01","date_gmt":"2020-04-17T10:17:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=266643"},"modified":"2025-03-21T12:36:37","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:37","slug":"gar-kein-alkohol-war-auch-keine-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/gar-kein-alkohol-war-auch-keine-loesung-10266643\/","title":{"rendered":"Gar kein Alkohol war auch keine L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-266644 size-full\" title=\"die Prohibition hat den Handel mit Alkohol in den Untergrund getrieben\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/382568-e1587118552702.jpg\" alt=\"ein Fass Bourbon\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/p> <p>Von Moonshine und Speakeasys: Wo die Prohibition in der Capital Region USA ihre Spuren hinterlie\u00df<\/p> <p>1920 trat die Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika in Kraft. Die Geschichte des darauffolgenden Schmuggels, der illegalen Alkoholherstellung und der geheimen Bars kann heute noch in der US-Hauptstadtregion nachverfolgt werden.<br \/> &#8222;Das Reich der Tr\u00e4nen ist vorbei. Bald werden die Slums der Armenviertel nur noch eine Erinnerung sein. Wir werden die Gef\u00e4ngnisse in Fabriken umwandeln und die Gerichtsgeb\u00e4ude in Lagerhallen. M\u00e4nner werden nun aufrecht gehen, Frauen werden l\u00e4cheln und Kinder werden lachen. Die H\u00f6lle wird auf Ewigkeit zum Vermieten angeboten.<!--more-->&#8220; Diese Vorstellung eines alkoholfreien Amerikas, die Reverend Billy Sunday zu Beginn der Prohibition prophezeite, sollte sich nicht bewahrheiten. Im Gegenteil: Die Folgen des Inkrafttretens des 18. Zusatzartikels der Verfassung der Vereinigten Staaten am 16. Januar 1920, der die Herstellung, den Transport und den Verkauf von alkoholischen Getr\u00e4nken untersagte, k\u00f6nnten widerspr\u00fcchlicher nicht sein.<\/p> <p>Gar kein Alkohol war auch keine L\u00f6sung<\/p> <p>In den 13 Jahren des Alkoholverbots breitete sich die illegale Produktion und der Schmuggel von Alkohol rasch aus. Die Regierung hatte nicht die Mittel und den Willen, jede Grenze, jeden Tunnel, jeden Fluss und jeden See in Amerika zu \u00fcberwachen. Der Schwarzmarkt f\u00fcr Hochprozentiges wuchs, die Korruption brummte, Gangster wie Lucky Luciano, Meyer Lansky und Al Capone machten riesige Gewinne, der illegal destillierte &#8222;Moonshine&#8220;, Jazz und die Cocktailkultur wurden popul\u00e4r, und hinter verschlossenen T\u00fcren entstanden unz\u00e4hlige geheime Bars, die sogenannten &#8222;Speakeasys&#8220; (Fl\u00fcsterkneipen). Sie versteckten sich hinter Diners oder L\u00e4den und waren nur denen, die Bescheid wussten, durch schmale Treppen oder das Beiseiteschieben von B\u00fccherregalen zug\u00e4nglich. Erst die Aufhebung der Prohibition durch die Ratifizierung des 21. Zusatzartikels zur amerikanischen Verfassung am 5. Dezember 1933 beendete die staatliche Trockenheit, die die Kriminalit\u00e4t im Untergrund erst hervorgebracht hatte &#8211; l\u00f6schte jedoch nicht die Spuren, die sie hinterlie\u00df.<\/p> <p>Ein Zentrum des Widerstands in Maryland<\/p> <p>Maryland und besonders die Hafenstadt Baltimore galten als Zentren des Widerstands gegen die Prohibition. Der Gro\u00dfteil der vielf\u00e4ltigen, bunten Bev\u00f6lkerung Marylands, die sich aus verschiedenen Ethnien und Religionen zusammensetzte, lehnte das Gesetz ab, da die meisten das Trinken als generellen Bestandteil ihrer Kultur ansahen. Sie stellten sich also &#8211; besonders im Hinblick auf die Wirtschaft in Maryland, die dementsprechend zu einem gro\u00dfen Teil von den Brauereien und Lokalen abh\u00e4ngig war &#8211; schon zu Beginn der Prohibition entschieden gegen das Alkoholverbot. Deswegen wurde Maryland auch in den 1920er Jahren als der &#8222;Free State&#8220; bezeichnet. Seine Lage direkt am Wasser, insbesondere die Chesapeake Bay, machte den Bundesstaat zu einer wichtigen Anlaufstation f\u00fcr Schmuggler. So setzten sich in Maryland von Anfang an der Verkauf, die Verbreitung und der Konsum von illegal destilliertem Alkohol im Untergrund fort. Heute l\u00e4dt beispielsweise eine der Touren der Destillerie Baltimore Spirits Company zu einer Entdeckungsreise durch die Kunst des Whiskey-Destillierens und die Geschichte der Prohibition in der Hafenstadt ein. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.baltimorespiritsco.com\"  rel=\"nofollow\">www.baltimorespiritsco.com<\/a><\/p> <p>Speakeasys in der US-Hauptstadt und wo sie zu finden sind<\/p> <p>In Washington, DC und damit demselben Ort, an dem der Kongress 1919 den 18. Zusatzartikel ratifizierte, befindet sich heute eine bl\u00fchende Cocktail- und Destillerie-Szene im Speakeasy-Stil. Unmarkierte Eing\u00e4nge, versteckte T\u00fcren und schwach beleuchtete Lounges mit Alkohol in Tassen und geheimen Passw\u00f6rtern beim Einlass lassen Besucher zur\u00fcck in die 1920er reisen. Geht man beispielsweise in den hinteren Teil des Hotels Eaton Workshop und durch eine Wand mit B\u00fcchern hindurch, so st\u00f6\u00dft man auf Allegory: eine elegante, schummrig-beleuchtete Cocktailbar mit stilvollen Ledercouches, skurrilen Wandgem\u00e4lden und einer verlockenden Getr\u00e4nkekarte. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.allegory-dc.com\"  rel=\"nofollow\">www.allegory-dc.com<\/a><\/p> <p>Auch eine der zwei unscheinbaren T\u00fcren in der 1345 S Street NW verbirgt einen heimlichen Schatz f\u00fcr Cocktail-Genie\u00dfer: Nehmen Besucher die rechte T\u00fcr, so kommen sie zu einer normalen Reinigung &#8211; die linke T\u00fcr jedoch f\u00fchrt sie \u00fcber eine Treppe zu der passend benannten Bar Left Door, die klassische Cocktails und kreative saisonale Getr\u00e4nke in einer intimen, gem\u00fctlichen Umgebung serviert. www.dcleftdoor.com<\/p> <p>Virginia: Der Geburtsort des Bourbons<\/p> <p>Die Kunst des Destillierens reicht in Virginia bereits bis ins Jahr 1620 zur\u00fcck, als der englische Siedler George Thorpe in Jamestown den ersten Mais-Whiskey gebrannt haben soll. Mit der weiteren Besiedlung des amerikanischen Bundesstaates wurde auch der Grundstein f\u00fcr den Bourbon gelegt, der origin\u00e4r Kentucky zugeschrieben wird, aber urspr\u00fcnglich ein Virginia Bourbon war. Denn im ehemaligen westlichen Teil von Virginia, der 1792 zu Kentucky wurde, lebten \u00fcberwiegend Landwirte, die sich auch der Herstellung von Spirituosen widmeten. Und aus dem Whiskey, der in angekohlten (&#8222;charred&#8220;) Eichenf\u00e4ssern lagerte, entstand Bourbon mit seiner dunklen Farbe und dem einzigartigen Geschmack. W\u00e4hrend der Prohibition gab es in Virginia viele Produzenten des illegalen Moonshine &#8211; so wurden die schwarzgebrannten Spirituosen bezeichnet, da sie heimlich nachts im Mondschein gebrannt wurden, um kein Aufsehen zu erregen. Einige der Destillerien stellen heute noch Hochprozentiges her. Die Bondurant-Br\u00fcder beispielsweise waren damals ber\u00fchmt ber\u00fcchtigt als Schwarzbrenner, so dass ihre Geschichte sogar mit &#8222;Lawless &#8211; Die Gesetzlosen&#8220; verfilmt wurde. Die Bondurant Brothers Destillery ist heute noch in Familienbesitz und braut legalen Moonshine in Mecklenburg County, Virginia. www.bondurantbrothersdistillery.com<\/p> <p>Aber auch die Twin Creeks Destillery, eine Brennerei am Fu\u00dfe der Blue Ridge Mountains, die von der Familie Prillaman und damit den Nachfahren von echten &#8222;Bootleggern&#8220;, also Alkohol-Schmugglern zur Zeit der Prohibition, betrieben wird und die Franklin County Destilleries in Roanoke laden zu leckeren Kostproben sowie lehrreichen F\u00fchrungen durch die Brauereien und unterhaltsamen Events auf den Spuren der Prohibition ein. www.twincreeksdistillery.com, www.fcdmoonshine.com<\/p> <p>Destillerien als wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft<\/p> <p>In der aktuellen Corona-Krise kommen den Brennereien in der Capital Region USA eine ganz besondere Bedeutung und soziale Verantwortung zu: Wo noch vor ein paar Wochen Whiskey oder Rum hergestellt wurde, setzen die lokalen Unternehmen jetzt ein Zeichen und produzieren dringend ben\u00f6tigtes Handdesinfektionsmittel. Sie bieten es teils zum Verkauf an oder spenden es an Krankenh\u00e4user, soziale Einrichtungen, Feuerwehren, etc. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Catoctin Creek Distilling in Purcellville\/Virginia, BlueDyer Distilling Co. in Waldorf\/Maryland und Republic Restoratives in der amerikanischen Hauptstadt Washington, DC. www.catoctincreekdistilling.com, www.bluedyerdistilling.com, www.republicrestoratives.com<\/p> <p>Capital Region USA &#8211; Washington DC, Maryland und Virginia. Von den monumentalen Denkm\u00e4lern in Washington DC \u00fcber die beeindruckenden Berglandschaften Virginias bis hin zu den malerischen Wasserwegen Marylands &#8211; die Hauptstadtregion der USA ist das historische Herz der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Stadtbild der lebendigen Metropole Washington DC wird gepr\u00e4gt durch eindrucksvolle Monumente und bemerkenswerte Museen, von denen die meisten kostenlos besichtigt werden k\u00f6nnen. Virginia beeindruckt mit seinen historischen St\u00e4tten \u00fcber die Zeit des amerikanischen B\u00fcrgerkrieges, seiner einzigartigen Natur im Shenandoah National Park und den langen Str\u00e4nden in Virginia Beach. Entlang der Chesapeake Bay erstreckt sich auch der Bundesstaat Maryland mit seiner Segelhauptstadt Annapolis und Baltimore als Anlaufpunkt f\u00fcr gro\u00dfe Kreuzfahrtschiffe. Insgesamt 13 Ferienstra\u00dfen, sogenannte Scenic Drives, verbinden Teile der Region miteinander und laden zu einer ereignisreichen Rundreise mit dem Mietwagen ein.<\/p> <p>Der aktuelle Reiseplaner der Capital Region USA kann per E-Mail an crusa@claasen.de oder unter der Rufnummer 00800 &#8211; 96 53 42 64 (geb\u00fchrenfrei) bestellt werden.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Capital Region USA<\/p> <p>Scott Balyo<\/p> <p>P.O. Box 13352<\/p> <p>23225 Richmond,VA<\/p> <p>540\/450-7593<\/p> <p>crusa@claasen.de<\/p> <p>http:\/\/www.capitalregionusa.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>Claasen Communication<\/p> <p>Maria Greiner<\/p> <p>Hindenburgstra\u00dfe 2<\/p> <p>64665 Alsbach<\/p> <p>06257 &#8211; 6 87 81<\/p> <p>crusa@claasen.de<\/p> <p>http:\/\/www.claasen.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Moonshine und Speakeasys: Wo die Prohibition in der Capital Region USA ihre Spuren hinterlie\u00df 1920 trat die Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika in Kraft. Die Geschichte des darauffolgenden Schmuggels, der illegalen Alkoholherstellung und der geheimen Bars kann heute noch in der US-Hauptstadtregion nachverfolgt werden. &#8222;Das Reich der Tr\u00e4nen ist vorbei. 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