{"id":266942,"date":"2020-10-26T13:07:28","date_gmt":"2020-10-26T12:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=266942"},"modified":"2022-11-11T12:37:05","modified_gmt":"2022-11-11T11:37:05","slug":"coronakrise-sorgt-fuer-bedeutende-innovationen-im-gesundheitswesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/coronakrise-sorgt-fuer-bedeutende-innovationen-im-gesundheitswesen-10266942\/","title":{"rendered":"Coronakrise sorgt f\u00fcr bedeutende Innovationen im Gesundheitswesen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-266943 size-full\" title=\"digitale Gesundheits-Apps leisten wertvolle Hilfe\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/iphone-4707235_640-e1603713991163.jpg\" alt=\"Yoga oder Meditation mit einer App\" width=\"300\" height=\"169\" \/>Die Corona-Pandemie hat kaum einen Wirtschaftszweig so sehr ver\u00e4ndert wie die Gesund\u00adheitswirtschaft. Von der Corona-Warn-App bis hin zur fortschreitenden Etablierung Telemedizin und neuen Vorgehensweisen bei der Forschungs\u00adzusammenarbeit hat sich vieles ver\u00e4ndert. Laut Experten hat die Krise verdeutlicht, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. Um das deutsche Gesundheitssystem w\u00e4hrend der krisenbedingten Belastung am Funktionieren zu halten, sei man f\u00fcr Neuerungen offener gewesen.<\/p> <p><!--more-->Obwohl Deutschland im internationalen Vergleich noch aufholen muss, hat die Krise bedeutende Innovationen in Gang gebracht. Bis vor einigen Jahren galt das deutsche Gesundheitssystem als solide, aber <a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/ist-das-deutsche-gesundheitswesen-resistent-gegen-veraenderungen-1069827\/\">gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen scheinbar resistent<\/a>. COVID-19 hat alteingefahrene Strukturen aufger\u00fcttelt. Ein Prozess, der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig war. Die durch die Krise losgetretene Innovationswelle wird bleibende Konsequenzen f\u00fcr \u00c4rzte und Patienten haben.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <h4><strong>Boost f\u00fcr das digitale Gesundheitswesen<\/strong><\/h4> <p>Obwohl E-Health f\u00fcr das deutsche Gesundheitssystem seit Jahren ein Thema ist, hat erst die Krise die tats\u00e4chliche Nutzung digitaler L\u00f6sungen vorangetrieben. Angebote der Telemedizin, Gesundheits-Apps und elektronische Akten haben durch die Pandemie einen Aufschwung erfahren. \u00dcber 90 Prozent aller Befragten sprachen sich in einer Bitkom-Studie Mitte des Jahres f\u00fcr die verst\u00e4rkte Implementierung digitaler Gesundheitsanwendungen aus. Doctolib, ein in Europa f\u00fchrendes E-Health-Unternehmen, beziffert den Kundenzuwachs im Krisenzeitraum mit \u00fcber 150 Prozent.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <h4><strong>Eine Entwicklung mit vielen Vorteilen<\/strong><\/h4> <p>Dass seit der Pandemie immer mehr \u00c4rzte E-Health-L\u00f6sungen wie digitales Terminmanagement und Videosprechstunden implementieren, steigert ihre Effizienz und spart ihnen zugleich wertvolle Zeit. Patienten kommt der Schritt insofern entgegen, als dass sie zur \u00e4rztlichen Konsultation nicht mehr zwingend in die Praxis m\u00fcssen. Dadurch sinken in Zeiten einer Pandemie die Infektionsrisiken. Auch der Staat erkennt die Vorteile digitaler Gesundheitsanwendungen seit Beginn der Coronakrise an. Zum Teil sogar mit neuen Gesetzesentw\u00fcrfen.<\/p> <div> <p><strong>Gesetze, die sich seit der Krise zu Gunsten digitaler Angebote ver\u00e4ndert haben<\/strong>, umfassen das ehemals strikte Fernbehandlungsverbot. Seit M\u00e4rz 2020 k\u00f6nnen Mediziner einen wesentlich h\u00f6heren Anteil an Fernsprechstunden abrechnen. Dar\u00fcber hinaus gew\u00e4hrt der Staat seit Oktober 2020 unter bestimmten Umst\u00e4nden Krankschreibungsm\u00f6glichkeiten per Video-Chat. Ein deutlicher Fortschritt angesichts der Tatsache, dass die M\u00f6glichkeiten des <a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/e-health-gesetz-2015-chance-nicht-genutzt-10131914\/\">im Jahr 2015 verankerten E-Health-Gesetzes<\/a> jahrelang ungenutzt geblieben sind.<\/p> <\/div> <p>&nbsp;<\/p> <h4><strong>Wie geht es nach Corona weiter?<\/strong><\/h4> <p>F\u00fcr die Zukunft reicht es Experten zufolge nicht, dass sich w\u00e4hrend der Krise Innovationen aus dem E-Health-Bereich im Gesundheitswesen etabliert haben. Die bisherigen Investitionen in ein digitales Gesundheitssystem sind auf lange Sicht noch immer ungen\u00fcgend. Au\u00dferdem m\u00fcssten die Digitalisierungsvorteile f\u00fcr das Gesundheitswesen offensiver dargestellt und vermittelt werden. Ein wichtiger Punkt sei in den n\u00e4chsten Jahren der Datenaustausch. Datenschutz und Digitalisierung wie bisher gegeneinander auszuspielen, ist der falsche Ansatz. Die Corona-Warn-App habe verdeutlicht, dass Digitalisierung im Gesundheitsbereich trotz aller Datenschutzbedenken umsetzbar ist. Die Grundlage dazu sei ein gest\u00e4rktes Vertrauen aufseiten der Patienten.<\/p> <div> <p><strong>Die Zukunft digitale Gesundheitsangebote<\/strong> basiert auf Entwicklungen, die die Patientensicht noch st\u00e4rker einbeziehen, aber auch die Finanzierungs- und Realisierungsbedenken von Kliniken und \u00c4rzten. Angebote wie Gesundheits-Apps sollen k\u00fcnftig mit hoher Transparenz Vorurteile abbauen. Nur so l\u00e4sst sich die durch die Krise gewachsene Akzeptanz f\u00fcr digitale Gesundheitsangebote im Anschluss an die Pandemie weiter ausbauen.<\/p> <p><span class=\"attribution_field hide-sm hide-md\">Bild von declutterthemind auf Pixabay<\/span><\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie hat kaum einen Wirtschaftszweig so sehr ver\u00e4ndert wie die Gesund\u00adheitswirtschaft. Von der Corona-Warn-App bis hin zur fortschreitenden Etablierung Telemedizin und neuen Vorgehensweisen bei der Forschungs\u00adzusammenarbeit hat sich vieles ver\u00e4ndert. Laut Experten hat die Krise verdeutlicht, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist. 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