{"id":267062,"date":"2020-12-18T13:01:22","date_gmt":"2020-12-18T12:01:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=267062"},"modified":"2020-12-18T13:01:22","modified_gmt":"2020-12-18T12:01:22","slug":"rapsoelkraftstoff-fuer-einspritzsysteme-moderner-landmaschinen-geeignet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/rapsoelkraftstoff-fuer-einspritzsysteme-moderner-landmaschinen-geeignet-10267062\/","title":{"rendered":"Raps\u00f6lkraftstoff f\u00fcr Einspritzsysteme moderner Landmaschinen geeignet"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-267063 size-full\" title=\"Ein Forschungsprojekt will Pflanzen\u00f6l aus Raps als Teil einer Multi-Fuel Einsatzstrategie in der Landwirtschaft nutzbar machen. \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/395170-e1608292817550.jpg\" alt=\"Ein Tracktor im Rapsfeld\" width=\"300\" height=\"219\" \/><\/p> <p>Hohe Betriebssicherheit und lange Lebensdauer<\/p> <p>Raps\u00f6lkraftstoff ist unter technischen Gesichtspunkten f\u00fcr die Verwendung in modernen Landmaschinen geeignet. Die in Verbrennungsmotoren typischen Ablagerungen im Einspritzsystem k\u00f6nnen im Raps\u00f6lbetrieb durch die richtige Temperierung des Kraftstoffs sowie durch die Zugabe geeigneter Additive minimiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt, das die Vertr\u00e4glichkeit von kraftstofff\u00fchrenden Bauteilen mit Pflanzen\u00f6lkraftstoff gepr\u00fcft hat, um die Betriebssicherheit und lange Lebensdauer von Dieselmotoren f\u00fcr Traktoren und andere Landmaschinen sicherzustellen. <!--more-->Die Forschungspartner haben insbesondere die Bildung und Vermeidung von Ablagerungen in und an Traktormotor-Injektoren im Betrieb mit Raps\u00f6lkraftstoff nach DIN 51605 untersucht. Die Untersuchungen fanden an idealisierten Pr\u00fcfapparaturen, Traktoren- beziehungsweise Motorpr\u00fcfst\u00e4nden sowie im Praxiseinsatz statt.<\/p> <p>Bei landwirtschaftlichen Maschinen dominieren Common-Rail-Diesel-Motoren, die stetig versch\u00e4rfte Anforderungen an Abgasemissionen einhalten m\u00fcssen. Die Strategien zur Emissionsminderung in der Motorenentwicklung k\u00f6nnen allerdings unerw\u00fcnschte Effekte haben. In Abh\u00e4ngigkeit vom Kraftstoff und den Betriebsbedingungen des Motors k\u00f6nnen innere und \u00e4u\u00dfere Ablagerungen an Dieselinjektoren entstehen und Ursache f\u00fcr Injektorfehlfunktionen sein. Um dies im Zusammenhang mit Raps\u00f6lkraftstoff zu pr\u00fcfen, f\u00fchrte die OWI Science for Fuels gGmbH im Projekt beschleunigte Ablagerungstests sowie Untersuchungen zur Vermeidung und Beseitigung von Ablagerungen von Common-Rail-Bauteilen mit Additiven durch. Dazu entwickelte das Forschungsinstitut einen nicht-motorischen Injektorablagerungspr\u00fcfstand, der f\u00fcr den Heavy-Duty-Anwendungsbereich geeignet ist.<\/p> <p>Die Forscher konnten an diesem Pr\u00fcfstand im Betrieb mit Raps\u00f6lkraftstoff gezielt Ablagerungen an und in Injektoren erzeugen, die nachweisbar zu Funktionsbeeintr\u00e4chtigungen f\u00fchrten, die im motorischen Betrieb unter anderem zu einem Leistungsverlust beziehungsweise zu erh\u00f6hten Abgasemissionen f\u00fchren k\u00f6nnten. Weitere Pr\u00fcfstandversuche zur Vermeidung von Ablagerungen zeigten, dass der Einsatz eines geeigneten Kraftstoffadditivs sowohl die Bildung von Ablagerungen wirksam verhinderte beziehungsweise verlangsamte (sogenannte &#8222;keep-clean&#8220; Additivierung) als auch vorhandene Ablagerungen entfernte (&#8222;clean-up&#8220; Additivierung). Diese Ergebnisse des Additiveinsatzes im nicht-motorischen Pr\u00fcfstand konnten Untersuchungen an pflanzen\u00f6ltauglichen Traktoren im Praxiseinsatz und am Motorpr\u00fcfstand grunds\u00e4tzlich best\u00e4tigen. Zudem stellte sich heraus, dass Ablagerungen an Einspritzd\u00fcsen durch geeignete Kraftstoff-K\u00fchlma\u00dfnahmen geringgehalten werden k\u00f6nnen.<\/p> <p>Das Pr\u00fcfkonzept des nicht-motorischen Ablagerungspr\u00fcfstands hat die TEC4FUELS GmbH zwischenzeitlich erfolgreich in eine kommerzielle Dienstleistung transferiert. Damit k\u00f6nnen Motoren- oder Einspritzkomponentenhersteller von Landmaschinen beispielsweise Wechselwirkungen zwischen Motorbauteilen und alternativen Kraftstoffen sowie Additiven als Vorpr\u00fcfung f\u00fcr Freigaben durchf\u00fchren.<\/p> <p>Forschungspartner waren die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.owi-aachen.de\"  rel=\"nofollow\">OWI Science for Fuels gGmbH<\/a>, das Technologie- und F\u00f6rderzentrum im Kompetenzzentrum f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe, die regineering GmbH, die ERC Additiv GmbH und die TEC4FUELS GmbH. Partner des Projekts waren die Industrieunternehmen DEUTZ AG und John Deere sowie die landwirtschaftliche Organisation Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP).<\/p> <p>Dieses Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, vertreten durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), unter dem F\u00f6rderkennzeichen 22402417 gef\u00f6rdert.<\/p> <p>Die OWI Science for Fuels gGmbH ist eine unabh\u00e4ngige und gemeinn\u00fctzige Forschungseinrichtung. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung forscht und entwickelt OWI Konzepte und Technologien auf den Gebieten der energieeffizienten Nutzung fl\u00fcssiger konventioneller und alternativer Brenn- und Kraftstoffe sowie innovativer Effizienztechnologien. Das Ziel sind technisch ausgereifte, treibhausgas- und emissionsarme L\u00f6sungen f\u00fcr die W\u00e4rmeerzeugung und Mobilit\u00e4t von Morgen. OWI ist ein An-Institut der RWTH Aachen und versteht sich als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Im Rahmen des Technologietransfers bearbeitet OWI sowohl aus \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln finanzierte Projekte als auch industrielle Forschungsauftr\u00e4ge. Zu den Kunden geh\u00f6ren beispielsweise Hersteller von Haushaltsheizungen, Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, der Mineral\u00f6lwirtschaft und der Thermoprozesstechnik.<\/p> <p>Foto: TFZ<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>OWI Science for Fuels gGmbH (OWI)<\/p> <p>Michael Ehring<\/p> <p>Kaiserstrasse 100<\/p> <p>52134 Herzogenrath<\/p> <p>49 (0)2407 \/ 9518 &#8211; 138<\/p> <p>m.ehring@owi-aachen.de<\/p> <p>https:\/\/www.owi-aachen.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>OWI Science for Fuels gGmbH<\/p> <p>Michael Ehring<\/p> <p>Kaiserstrasse 100<\/p> <p>52134 Herzogenrath<\/p> <p>49 (0)2407 \/ 9518 &#8211; 138<\/p> <p>m.ehring@owi-aachen.de<\/p> <p>https:\/\/www.owi-aachen.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohe Betriebssicherheit und lange Lebensdauer Raps\u00f6lkraftstoff ist unter technischen Gesichtspunkten f\u00fcr die Verwendung in modernen Landmaschinen geeignet. 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