{"id":267116,"date":"2021-01-29T12:16:21","date_gmt":"2021-01-29T11:16:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=267116"},"modified":"2025-03-21T12:36:38","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:38","slug":"aktuelle-studie-wie-geht-es-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/aktuelle-studie-wie-geht-es-weiter-10267116\/","title":{"rendered":"Aktuelle Studie &#8222;Wie geht es weiter?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-267117 size-full\" title=\"Handlungsempfehlungen vom Unternehmensberater\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/396818-e1611918783613.jpg\" alt=\"Grafik &quot;Was hat die deutsche Wirtschaft in der Krise gelernt?&quot;\" width=\"300\" height=\"212\" \/>&#8222;Gro\u00dfteil der Unternehmen wird 2021 unbeschadet \u00fcberstehen &#8211; allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen!&#8220;<\/p> <p>So lautet eine der Kernaussagen der aktuellen Studie &#8222;Wie geht es weiter?&#8220; der SRH Hochschule Heidelberg, Fakult\u00e4t f\u00fcr Wirtschaft, und der Unternehmensberatung Milz &amp; Comp. in K\u00f6ln.<\/p> <p>Eine viel beachtete Studie (&#8222;Seid ihr noch zu retten?&#8220;) legte das K\u00f6lner Unternehmen Milz &amp; Comp. bereits im Mai des Jahres 2020 vor. <!--more-->Erstaunlich an den Studienergebnissen war vor allem, dass nur 10 % der befragten Unternehmer erste Change-Prozesse eingeleitet und neue Ziele, Strategien und Visionen ins Auge gefasst hatten. Und das, obwohl 80 % der Studienteilnehmer glaubten: Die eigentliche Krise kommt noch auf uns zu.<\/p> <p>Bei der nun im Herbst, diesmal gemeinsam mit der SRH Hochschule Heidelberg durchgef\u00fchrten und frisch ver\u00f6ffentlichten Studie, bei dem die Autoren \u00fcber 210 Unternehmenslenker befragt hatten, gibt es erneut \u00dcberraschendes &#8211; Erfreuliches aber durchaus auch Besorgniserregendes: Die meisten der befragten Unternehmen sehen sich nach wie vor als liquide und ertragsstark aufgestellt und sehen optimistisch in die Zukunft, 2021 weitgehend unbeschadet zu \u00fcberstehen &#8211; wobei einzelne Branchen wie Automobil und Maschinenbau dies eher skeptischer beantworten. Jedoch sind diesmal sogar 83% der Unternehmer der Meinung, dass die gr\u00f6\u00dften Folgen der Krise erst im Laufe des Jahres 2021 zu sp\u00fcren sein werden. Von einer Entspannung der Situation und einer R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t wird zun\u00e4chst nicht ausgegangen, jedoch: Fast die H\u00e4lfte der Unternehmen ist zuversichtlich, dass sich bis in sp\u00e4testens 24 Monaten die Situation entspannt und wieder &#8222;normal&#8220; sein wird. Doch sieht sich jeder F\u00fcnfte in einer existenzbedrohenden Situation!<\/p> <p>Bew\u00e4hrte Ma\u00dfnahmen in der Krise &#8211; die Baustellen bleiben die gleichen<\/p> <p>Dass die Krise nicht ohne kr\u00e4ftiges Zutun auf Unternehmensseite bew\u00e4ltigt werden kann, ist f\u00fcr die meisten Unternehmen selbstverst\u00e4ndlich &#8211; die meisten der Ma\u00dfnahmen allerdings erfolgen im personellen Bereich: &#8222;Als notwendiges Fundament zur erfolgreichen Bew\u00e4ltigung stehen haupts\u00e4chlich personalbedingte Ma\u00dfnahmen wie Kurzarbeit, \u00dcberstundenabbau, Home Office (und damit auch ein Sparen an Reise-, Messe- und Raumkosten) sowie Kapazit\u00e4tsabbau auf der Agenda, wobei letzteres von den Unternehmenschefs freundlich auch &#8222;Rightsizing&#8220; genannt wird&#8220;, erl\u00e4utert Markus Milz, einer der Studienverantwortlichen. &#8222;Auch Gesellschafterhilfen und Verk\u00e4ufe von Unternehmensverm\u00f6gen wurden stark in Anspruch genommen, ebenso wie ein &#8222;Entgegenkommen&#8220; von Dienstleistern&#8220; bemerkt Prof. Frank Gebert, der Verantwortliche auf Seiten der Hochschule. Kredite und \u00e4hnliche stundende Staatshilfen werden als weitgehend bedeutungslos angesehen. Deutlich untersch\u00e4tzt wurden insbesondere die Themen &#8222;Mitarbeiterf\u00fchrung und -motivation&#8220; sowie &#8222;Anpassung Strategie, Gesch\u00e4ftsmodell und Leistungsportfolio&#8220; an die ver\u00e4nderten Gegebenheiten sowie generell die Innovationsf\u00e4higkeit. &#8222;Hier h\u00e4tte man deutlich eher und massiver reagieren m\u00fcssen &#8211; und muss dies nach wie vor!&#8220; weist Milz auf seiner Meinung nach erfolgte Vers\u00e4umnisse hin.<\/p> <p>Das Sparen geht weiter<\/p> <p>Durch die unternommenen Ma\u00dfnahmen gelang es drei Viertel der Befragten, auf der Kostenseite Einsparungen in H\u00f6he von durchschnittlich 20% (Automobil und Dienstleistungen sogar 25%!) zu realisieren. Damit ist es allerdings nicht getan, denn das Sparen geht weiter &#8211; in den n\u00e4chsten Monaten werden die Unternehmen voraussichtlich weitere 20% einsparen (m\u00fcssen). Auf der Umsatzseite gaben die meisten Befragten ein verst\u00e4rktes Kundenbeziehungsmanagement und &#8211; wenig \u00fcberraschend &#8211; Digitalisierung als sichernde Ma\u00dfnahmen an. Weiterhin werden hier Absicherung von Forderungen sowie Lieferkettensicherung als Hauptma\u00dfnahmen genannt.<\/p> <p>Der wesentliche Kostensenkungsfaktor bleibt indes &#8222;Personalfreisetzung&#8220; (durchschnittlich 7% des Gesamtpersonalstamms). Im Dienstleistungsbereich wurden bei den Befragten 17%, im Automotivebereich 14% freigesetzt. Durchschnittlich werden weitere 7% des Personalstamms, so wird gesch\u00e4tzt, in den n\u00e4chsten 24 Monaten freigesetzt werden m\u00fcssen, um dem gesunkenen Umsatzniveau standhalten zu k\u00f6nnen. In den Branchen Konsum, Dienstleistungen, Bau \/ Handwerk und Automotive steigt diese Sch\u00e4tzung sogar auf \u00fcber 10% an! &#8222;Hochgerechnet auf die Summe der in Deutschland Erwerbst\u00e4tigen w\u00fcrde dies &#8211; neben der bereits 2020 angestiegenen Zahl von 0,5 Mio. (insgesamt 2,7 Mio. Menschen in Arbeitslosigkeit) &#8211; weitere 3,1 Mio. Arbeitslose bedeuten&#8220; rechnet Milz vor.<\/p> <p>Gewinner und Verlierer der Krise<\/p> <p>Die Gesamtwirkung aller Krisenma\u00dfnahmen war allerdings massiv branchenabh\u00e4ngig: W\u00e4hrend etwa im Bereich ITK der Umsatz in 73% aller F\u00e4lle gar gesteigert werden konnte (um durchschnittlich sogar 50%!) sowie ebenso Steigerungen im Bau-\/Handwerksbereich sowie bei den Konsumg\u00fctern zu beobachten war, gelang dies etwa 71% der Unternehmen im Automobilsektor nicht.<\/p> <p>Weitere Herausforderungen werden in der Selbstmotivation bzw. im Selbstmanagement der Manager, bei Fragen rund um das Thema Umsatzausf\u00e4lle sowie im Umgang mit weiteren Unsicherheiten gesehen. F\u00fcr diese Unsicherheiten wird in sehr vielen Nennungen die Politik als Hauptverantwortlicher genannt. Neben schlechter Kommunikation wird der Politik vor allem Ignoranz und Nicht-Einbeziehung der Wirtschaft bzw. der Unternehmen bei politischen Entscheidungen genannt.<\/p> <p>Was empfehlen die Studienautoren Milz und Gebert?<\/p> <p>Festzuhalten ist, dass insbesondere auf der Vertriebsseite drastische Ver\u00e4nderungen in fast allen Belangen (Strategie, Absatzkan\u00e4le, M\u00e4rkte, Regionen, Kunden, Technologie, Abl\u00e4ufe, Akquisitionen, &#8230;) erwartet werden. Mit die gr\u00f6\u00dfte Furcht (40%) herrscht vor weiteren Lockdowns, die nicht nur immense wirtschaftliche Sch\u00e4den hervorbringen, sondern insbesondere eine Planbarkeit weiter erschweren, wenn nicht gar unm\u00f6glich machen. Aber es wird auch die Chance in der Krise gesehen &#8211; und der Nutzen, dass einige l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Themen nun endlich angegangen werden. Milz und Gebert z\u00e4hlen hier insbesondere auf:<\/p> <p>-&#8222;Es gilt, schnellstens den Zustand der Ungewissheit &#8211; soweit m\u00f6glich auf allen Ebenen (Politik, Gesellschaft, Einzelunternehmen) &#8211; zu beseitigen. Daf\u00fcr braucht es klare F\u00fchrung, klare Kommunikation und Motivation &#8211; und klare Strategien! Und dies alles in Zeiten von social distancing und remote leadership!<\/p> <p>-Realisieren Sie notwendige Sofortma\u00dfnahmen auf allen operativen Ebenen, v.a. auf den Ebenen Vertrieb und Finanzen! Auch die Lieferketten m\u00fcssen neu betrachtet werden. Der Umgang mit Unsicherheit und sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Rahmenbedingungen muss schnellstens von allen Beteiligten gelernt werden &#8211; jedes Unternehmen muss agil werden!<\/p> <p>-Identifizieren Sie Ihre Wachstumschancen, definieren Sie Ihre Ziele entsprechend neu und entwickeln Sie schnellstm\u00f6glich auf die Situation angepasste Strategien, Gesch\u00e4ftsmodelle, Produkte sowie alle anderen strategischen Faktoren. JETZT ist die Zeit, Ihre notwendigen Change- und Transformationsprozesse zu starten!&#8220;<\/p> <p>Wenn Sie Fragen zur Studie haben oder die Ergebnisse und deren Auswirkungen auf Ihre Branche oder Ihr Unternehmen im Detail w\u00fcnschen, so schreiben Sie an<\/p> <p>info@milz-comp.de unter dem Stichwort &#8222;Wie geht es weiter mit der Deutschen Wirtschaft?&#8220;.<\/p> <p>Gerne lassen wir Ihnen die Studienergebnisse zukommen und stehen f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch \u00fcber f\u00fcr Sie individuelle Handlungsempfehlungen oder f\u00fcr ein Interview zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt:<\/p> <p>Markus Milz<\/p> <p>Milz &amp; Comp. GmbH<\/p> <p>Moltkestr. 67-69<\/p> <p>50674 K\u00f6ln<\/p> <p>info@milz-comp.de<\/p> <p>+49 (221) 20 54 800<\/p> <p>www.milz-comp.de<\/p> <p>Prof. Dr. Frank Gebert<\/p> <p>Fakult\u00e4t f\u00fcr Wirtschaft<\/p> <p>Studiengangsleiter MBA Sales Management<\/p> <p>Ludwig-Guttmann-Str. 6<\/p> <p>69123 Heidelberg<\/p> <p>Raum arc 321<\/p> <p>frank.gebert@hochschule-heidelberg.de<\/p> <p>Fon: +49 (0) 6221 679 148<\/p> <p>Fax: +49 (0) 6221 6799 103<\/p> <p>Markus Milz ist Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmensberatung Milz &amp; Comp., die sich auf die Themen Strategie, Vertrieb und F\u00fchrung spezialisiert hat. Der Unternehmens-berater, Trainer und Coach, der sich auch als Keynote Speaker einen Namen gemacht hat, ist zudem Bestseller-Autor sowie Lehrbeauftragter an den Hochschulen Fresenius sowie der SRH Hochschule Heidelberg.<\/p> <p>Sein Unternehmen Milz &amp; Comp. GmbH unterst\u00fctzt Unternehmen in strategischen und Vertriebsfragen und begleitet Unternehmen auf ihren jeweiligen Transformationsprozessen.<\/p> <p>Milz &amp; Comp. ist bei der BAFA als Beratungsunternehmen akkreditiert (BAFA-ID 150853) sowie vom BMWi als go-digital-Berater autorisiert.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Milz &amp; Comp. GmbH<\/p> <p>Markus Milz<\/p> <p>Moltkestr. 67-69<\/p> <p>50674 K\u00f6ln<\/p> <p>+49 (221) 20 54 800<\/p> <p>info@milz-comp.de<\/p> <p>http:\/\/www.milz-comp.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Gro\u00dfteil der Unternehmen wird 2021 unbeschadet \u00fcberstehen &#8211; allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen!&#8220; So lautet eine der Kernaussagen der aktuellen Studie &#8222;Wie geht es weiter?&#8220; der SRH Hochschule Heidelberg, Fakult\u00e4t f\u00fcr Wirtschaft, und der Unternehmensberatung Milz &amp; Comp. in K\u00f6ln. 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