{"id":268975,"date":"2024-03-01T13:25:24","date_gmt":"2024-03-01T12:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=268975"},"modified":"2025-11-21T12:36:15","modified_gmt":"2025-11-21T11:36:15","slug":"psychotherapie-fuer-hunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/psychotherapie-fuer-hunde-10268975\/","title":{"rendered":"Psychotherapie f\u00fcr Hunde?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-268976 size-full\" title=\"auch Tiere k\u00f6nnen psychische St\u00f6rungen entwickeln\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/DreamShaper_v7_a_dog_with_animalpsychiatrist_3-e1709295690104.jpg\" alt=\"Arzt beugt sich zu einem Hund herunter\" width=\"200\" height=\"300\" \/>Seit Jahren steigt die Zahl von Hunden mit Angstst\u00f6rungen, Zwangsst\u00f6rungen und anderen psychischen St\u00f6rungen und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten stetig an.<\/p> <p>Etwa 2-3% der Hunde entwickeln Zwangsst\u00f6rungen. Dies entspricht sch\u00e4tzungsweise ca. 318.000 Hunde allein in Deutschland und 1-3 Millionen Hunden in den USA. <!--more-->Diese Zahlen betreffen ausschlie\u00dflich Hunde, deren St\u00f6rung durch einen Tierarzt diagnostiziert wurde. Die Dunkelziffer, also die Zahl der Hunde, die eine Zwangsst\u00f6rung aufweisen, welche aber nicht erkannt wird, ist enorm hoch.<\/p> <p>Etwa 10-20% aller Hunde entwickeln nach Sch\u00e4tzungen klinisch relevante (aus medizinischer Sicht von Bedeutung) Angstst\u00f6rungen oder \u00c4ngste (1.590.000 Hunde in DE). Hier sind ebenfalls nur die Hunde gez\u00e4hlt, deren St\u00f6rung durch einen Tierarzt diagnostiziert wurde. Ergo gibt es auch in diesem Bereich eine riesige Anzahl an Hunden, deren Symptome nicht erkannt und schon gar nicht behandelt werden.<\/p> <p>In Deutschland gibt es derzeit sch\u00e4tzungsweise 10,6 Millionen Hunde<br \/> J\u00e4hrlich werden in Deutschland etwa 500.000 Welpen geboren. Davon werden ca. 50.000 sp\u00e4ter an einer Angstst\u00f6rung leiden und 15.000 an einer Zwangsst\u00f6rung erkranken.<\/p> <p>Diese Zahlen sind schon erschreckend, erst recht, wenn man die Dunkelziffer der Hunde betrachtet, deren Erkrankung nicht bemerkt wird und die ein Leben lang darunter leiden.<\/p> <p>Wenn Verhaltensauff\u00e4lligkeiten oder psychische St\u00f6rungen diagnostiziert werden, umfasst die Behandlung in der Regel eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Medikamenten\/Psychopharmaka. Die Verhaltenstherapie soll dem Hund helfen, mit seiner Angst oder St\u00f6rung umzugehen und neue Verhaltensweisen zu erlernen. Medikamente werde zur Verringerung von Angst und Stress eingesetzt.<\/p> <p>Dabei wird vergessen, dass<\/p> <p>a) eine korrekte Verhaltenstherapie beim Hund gar nicht m\u00f6glich ist und<br \/> b) die Gabe von Psychopharmaka (in der Regel starke Antidepressiva) starke und nachhaltige Nebenwirkungen haben<\/p> <p>Warum ist eine Verhaltenstherapie beim Hund nicht wirklich m\u00f6glich?<\/p> <p>Man unterscheidet derzeit Verhaltenstherapie und Kognitive Verhaltenstherapie.<\/p> <p>Mit Verhaltenstherapie (VT) wird ein Spektrum von Methoden im Fachgebiet der Psychotherapie bezeichnet. Diesen ist trotz zahlreicher Unterschiede hinsichtlich theoretischer Annahmen und praktischer Methoden gemeinsam, dass sie das Modell der (klassischen und operanten) Konditionierung als zentral f\u00fcr die Abl\u00e4ufe in der Psyche bewerten.<\/p> <p>Grunds\u00e4tzlich geht es in der Verhaltenstherapie darum, dass dem Patienten\/ den Bezugspersonen dysfunktionale Verhaltens- und Interaktionsmuster bewusst werden, sie deren Entstehung und Funktion verstehen und diese durch funktionaler Verhaltens- und Interaktionsmuster ersetzen<br \/> Wie bitte, soll man einem Hund seinem Verhaltens- und Interaktionsmuster BEWUSST machen? Das funktioniert ebenso wenig wie es bei einem menschlichen S\u00e4ugling oder Kleinkind funktioniert, dass weder die entsprechende Sprache versteht noch kognitiv dazu in der Lage ist, solche \u201eErkenntnisse\u201c zu erlangen?<\/p> <p>Die Erkenntnis &#8222;Reaktionen auf Reize werden erlernt&#8220;, stellt die Basis der Verhaltenstherapie dar. Man geht hier davon aus, dass eine psychische St\u00f6rung entsteht, wenn etwas gelernt wurde, das sich langfristig als ung\u00fcnstig erweist.<br \/> Leider ist diese These l\u00e4ngst \u00fcberholt und es ist erwiesen, dass nur einige wenige psychische St\u00f6rungen auf \u201eLernen\u201c basieren. Traumata und Angstst\u00f6rungen zum Beispiel k\u00f6nnen \u00fcber mehr als 3 Generationen vererbt werden, ohne dass der betroffene Patient es jemals gelernt h\u00e4tte. Er muss mit diesen \u00c4ngsten und Auswirkungen leben, ohne zu wissen, wo die Ursache liegt. Viele Angstst\u00f6rungen basieren zwar auf erlerntem Verhalten, dennoch ist eine behavioristische Therapie fehl am Platz, denn dem Hund wie auch dem S\u00e4ugling oder Kleinkind fehlt \u2013 wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; die EINSICHT in die \u201etherapeutische\u201c Ma\u00dfnahme, die schon deshalb ad absurdum gef\u00fchrt werden muss.<\/p> <p>Die sogenannte \u201eVerhaltenstherapie\u201c bei Hunden richtet oft mehr Schaden an als Nutzen. In mehr als 95 % der F\u00e4lle, in der ein Hund \u201everhaltenstherapeutisch\u201c von einem Tierpsychologen oder Hundetrainer (Coach) behandelt wurde, taucht das \u201eProblem\u201c immer wieder auf oder verlagert sich an andere Stelle. Das Leiden f\u00fcr den Hund (und den Halter) bleibt erhalten.<\/p> <p>Ein Hund denkt und handelt nicht wie ein erwachsener Mensch \u2013 er denkt und handelt maximal wie ein menschliches Kleinstkind aber gleichzeitig auch wie ein Hund! Man kann nicht einerseits darauf setzen, dass ein Hund Einsichten wie ein erwachsener Mensch hat und ihm andererseits jede \u201emenschliche\u201c Intelligenz und Bewusstsein absprechen. Hunde sind wesentlich komplexer, wie der enorme Anstieg an psychischen St\u00f6rungen bei Hunden belegt.<\/p> <p>Wir gehen seit vielen Jahren sehr erfolgreich einen ganz anderen, offenbar revolution\u00e4ren Weg sowohl in der Therapie als auch in der Erziehung von Hunden. Wir nennen \u201eholistisch-bindungsorientierte Erziehung und Therapie (OHNE Psychopharmaka) .<\/p> <p>Dabei beziehen wir uns u. a. auf die \u201einteraktionszentrierte Psychotherapie\u201c wie sie bei menschlichen S\u00e4uglingen und Kleinkindern angewendet wird. Ziel der Behandlung ist, neben einer Besserung bzw. Heilung der Symptome des Hundes, entsprechend vor allem auch die Entlastung der Halter und die F\u00f6rderung positiver Interaktionen und Bindungserfahrungen f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p> <p>Wir achten darauf, dass besonders das Selbstwertgef\u00fchl und das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen beim Halter UND beim Hund unterst\u00fctzt und verst\u00e4rkt werden.. Denn aufgrund anhaltender negativer Erfahrungen in der Interaktion der Halter mit ihrem Hund k\u00f6nnen ausgepr\u00e4gte Insu\ufb03zienz- und Schuldgef\u00fchle vorliegen. Diese d\u00fcrfen auf keinen Fall verst\u00e4rkt werden, da es sonst sehr schnell zu einem Therapieabbruch kommen kann.<\/p> <p>Impressum:<\/p> <p>TAO ANIMAL CENTER LTD<br \/> Holding<br \/> Abt. Dharma-Academy (Deutsch)<br \/> Wenlock Road 20-22<br \/> N1 7GU London<br \/> Company Nr. 12550145<br \/> Mail: coldkuma@gmail.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren steigt die Zahl von Hunden mit Angstst\u00f6rungen, Zwangsst\u00f6rungen und anderen psychischen St\u00f6rungen und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten stetig an. Etwa 2-3% der Hunde entwickeln Zwangsst\u00f6rungen. 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