{"id":269110,"date":"2024-05-17T09:54:44","date_gmt":"2024-05-17T08:54:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=269110"},"modified":"2025-11-14T11:37:27","modified_gmt":"2025-11-14T10:37:27","slug":"neue-dsmz-studie-liefert-erste-antworten-fuer-un-beschluesse-zur-artenvielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/neue-dsmz-studie-liefert-erste-antworten-fuer-un-beschluesse-zur-artenvielfalt-10269110\/","title":{"rendered":"Neue DSMZ-Studie liefert erste Antworten f\u00fcr UN-Beschl\u00fcsse zur Artenvielfalt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269111 size-full\" title=\"Studie zum Vorteilsausgleich\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/448654-e1715935978228.jpg\" alt=\"Grafik zum Versuchsaufbau\" width=\"300\" height=\"220\" \/>Zu Beginn der Verhandlungen der UN-Biodiversit\u00e4tskonvention in Nairobi, Kenia haben Forschende der Abteilung Science Policy &amp; Internationalisierung der DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH eine neue Studie ver\u00f6ffentlicht, deren Empfehlungen wichtig sind. Die Studie schl\u00e4gt ein neues Fundament vor, um im Rahmen des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (KMGBF) die Ertr\u00e4ge des internationalen Vorteilsausgleichs zu messen. <!--more-->Das KMGBF wurde im Dezember 2022 durch die 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Biodiversit\u00e4tskonvention genehmigt. Es definiert vier Handlungs- und 23 Statusziele, die den Erhalt, die nachhaltige Nutzung und den gerechten Vorteilsausgleich von Biodiversit\u00e4t verfolgen. Das KMGBF verpflichtet die Mitgliedsstaaten, die geteilte Vorteilsnutzung und den Zugang zu Biodiversit\u00e4t zu verbessern und den Fokus auf die Messung der Ergebnisse des Vorteilsausgleichs zu legen.<\/p> <p>Ein Problem l\u00f6sen<\/p> <p>Trotz der Ambitionen des KMGBF gibt es bisher keinen globalen Ansatz und damit keine \u00fcbergreifenden Indikatoren zur Quantifizierung der Ergebnisse von Vereinbarungen zu Zugang und Vorteilsausgleich (access and benefit sharing, im Weiteren ABS) im Bereich Biodiversit\u00e4t. Das kann auf beiden Seiten zu Problemen f\u00fchren, da der Zugang zu Biodiversit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt ist und nicht die L\u00e4nder von der Forschung profitieren, die den Zugang dazu urspr\u00fcnglich gew\u00e4hren. Die Studie schl\u00e4gt zwei neue Leitindikatoren zur Messung des gemeinsamen monet\u00e4ren sowie nicht-monet\u00e4ren Nutzens vor und gibt den Vertragsparteien Empfehlungen zu ihrer Anwendung. Au\u00dferdem wird eine Methode zur kompakteren \u00dcberwachung der komplexen und langen Liste nicht-monet\u00e4rer Vorteile vorgeschlagen, indem diese in f\u00fcnf Kategorien zusammengefasst und sechs Arten von Vorteilen vorgeschlagen werden. Die Vorschl\u00e4ge erm\u00f6glichen eine l\u00e4nder\u00fcbergreifende Zusammenf\u00fchrung und eine Aggregation mit anderen internationalen Instrumenten sowie digitale Sequenzinformation unter dem CBD also auch im Rahmen der UN- Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und m\u00f6glicherweise des UN-Seerechts\u00fcbereinkommens oder anderer Regelungen (UNCLOS).<\/p> <p>Eine zug\u00e4ngliche L\u00f6sung f\u00fcr alle<\/p> <p>Die DSMZ-Studie empfiehlt, Informationen \u00fcber Vorteilsausgleiche auf nationaler und globaler Ebene zu sammeln. Grundlage der globalen Dokumentation sind die Methoden und Instrumente, die in der Abteilung Science Policy &amp; Internationalisierung des Leibniz-Instituts DSMZ jetzt entwickelt wurden. Sie sind den Parteien zug\u00e4nglich und national disaggregierbar, um den L\u00e4ndern die Nutzung f\u00fcr ihre Berichte zu erm\u00f6glichen. Die Studie ist der erste Schritt zur Konzeption und Sammlung von Ideen f\u00fcr Indikatoren und m\u00f6glichen Methoden. Sie ist ein wichtiger Schritt in den globalen Bem\u00fchungen, das KMGBF-Abkommen umzusetzen und empirische Daten und wissenschaftliche Beitr\u00e4ge f\u00fcr den politischen Prozess bereitzustellen. Die Studie ist auf der Website der Biodiversit\u00e4tskonvention verf\u00fcgbar und wird die Vertragsstaaten bei den laufenden Verhandlungen \u00fcber ABS-Indikatoren unterst\u00fctzen. Sie wurde von der britischen Regierung finanziert und vom deutschen Bundesamt f\u00fcr Naturschutz kofinanziert.<\/p> <p>Urspr\u00fcngliches Dokument:<\/p> <p>Melania Mu\u00f1oz-Garc\u00eda, Alejandro Lago, Amber H. Scholz. 2024. Access and Benefit-Sharing Indicators for the Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework. Secretariat of the Convention on Biological Diversity. Link to the document: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.cbd.int\/doc\/c\/6920\/4e1e\/8a6ba925279ea19033eb8ed2\/sbstta-26-inf-12-en.pdf\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.cbd.int\/doc\/c\/6920\/4e1e\/8a6ba925279ea19033eb8ed2\/sbstta-26-inf-12-en.pdf<\/a> and webinar video and presentation. Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework Diversity. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.cbd.int\/gbf\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.cbd.int\/gbf<\/a><\/p> <p>DSMZ-Pressekontakt:<\/p> <p>PhDr. Sven-David M\u00fcller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH<\/p> <p>Tel.: 0531\/2616-300<\/p> <p>E-Mail: press(at)dsmz.de<\/p> <p>\u00dcber das Leibniz-Institut DSMZ<\/p> <p>Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielf\u00e4ltigste Sammlung f\u00fcr biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner f\u00fcr Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinn\u00fctzig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511\/2014) und nach Qualit\u00e4tsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige M\u00f6glichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-S\u00fcd beherbergt mehr als 87.500 Bioressourcen und hat fast 230 Besch\u00e4ftigte. www.dsmz.de<\/p> <p>\u00dcber die Leibniz-Gemeinschaft<\/p> <p>Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbst\u00e4ndige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften \u00fcber die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, \u00f6konomisch und \u00f6kologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den \u00fcbergreifenden Leibniz-Forschungsverb\u00fcnden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie ber\u00e4t und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und \u00d6ffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen &#8211; in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabh\u00e4ngigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung f\u00f6rdern Bund und L\u00e4nder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute besch\u00e4ftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.leibniz-gemeinschaft.de\"  rel=\"nofollow\">www.leibniz-gemeinschaft.de<\/a><\/p> <p>Die DSMZ ist das gr\u00f6\u00dfte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit \u00fcber 87.000 Bioressourcen.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen<\/p> <p>PhDr. Sven-David M\u00fcller, M.Sc.<\/p> <p>Inhoffenstra\u00dfe 7 B<\/p> <p>38124 Braunschweig<\/p> <p>0531-5312616300<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/30165\/email\/firma\/448654.png\" alt=\"7d23c3af1be59353d5f988d3502a487e317fb390\" \/><\/p> <p>http:\/\/www.dsmz.de<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen<\/p> <p>Sven-David M\u00fcller<\/p> <p>Inhoffenstra\u00dfe 7 B<\/p> <p>38124 Braunschweig<\/p> <p>0531-5312616300<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/30165\/email\/presse\/448654.png\" alt=\"7d23c3af1be59353d5f988d3502a487e317fb390\" \/><\/p> <p>http:\/\/www.dsmz.de<\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn der Verhandlungen der UN-Biodiversit\u00e4tskonvention in Nairobi, Kenia haben Forschende der Abteilung Science Policy &amp; Internationalisierung der DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH eine neue Studie ver\u00f6ffentlicht, deren Empfehlungen wichtig sind. 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