{"id":269283,"date":"2024-09-06T12:19:36","date_gmt":"2024-09-06T11:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=269283"},"modified":"2025-10-08T11:53:02","modified_gmt":"2025-10-08T10:53:02","slug":"gender-pension-gap-frauen-haben-im-alter-oft-weniger-geld-zur-verfuegung-als-maenner-und-das-seit-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/gender-pension-gap-frauen-haben-im-alter-oft-weniger-geld-zur-verfuegung-als-maenner-und-das-seit-jahren-10269283\/","title":{"rendered":"Gender Pension Gap: Frauen haben im Alter oft weniger Geld zur Verf\u00fcgung als M\u00e4nner \u2013 und das seit Jahren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269284 size-full\" title=\"entspannt in Rente gehen\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/hand-3666974_fachzeitungen.de_-e1725621447587.jpg\" alt=\"zwei H\u00e4nde liegen \u00fcbereinander auf einem Stock\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Als Gender Pension Gap wird die Rentenl\u00fccke zwischen den Alterseinkommen von Frauen und M\u00e4nnern bezeichnet \u2013 in Deutschland ist sie seit Jahren ein bedeutendes soziales Problem, was aber nicht allen bewusst ist.<\/p> <p>Zum Gro\u00dfteil staatlich, aber nicht stattlich: Im Jahr 2021 lag das durchschnittliche Renteneinkommen von Frauen in Deutschland<!--more--> <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/EN\/Press\/2023\/03\/PE23_N015_12_63.html\">fast ein Drittel unter dem der M\u00e4nner<\/a>. Genauer gesagt erhielten Frauen ab 65 Jahren durchschnittlich rund 17.800 Euro brutto pro Jahr, w\u00e4hrend M\u00e4nner im gleichen Alter etwa 25.400 Euro erhielten. Diese Pension-Gap-Differenz von etwa 30 Prozent verdeutlicht die Ungleichheit, die Frauen im Ruhestand in finanzieller Hinsicht oft erleben.<\/p> <p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Kindererziehung, Teilzeitjobs und die Pflege von Angeh\u00f6rigen als Ursachen<\/b><\/span><\/p> <p><a name=\"Bookmark\"><\/a>Die Ursachen f\u00fcr diese Kluft sind vielf\u00e4ltig. Frauen arbeiten oft in schlechter bezahlten Berufen, \u00fcbernehmen h\u00e4ufiger Teilzeitarbeit und unterbrechen ihre Berufslaufbahn h\u00e4ufiger f\u00fcr die Pflege Angeh\u00f6riger und der Kindererziehung.<\/p> <p>Dies f\u00fchrt dazu, dass sie im Laufe ihres Lebens weniger Rentenanspr\u00fcche aufbauen. Zudem sind Frauen in F\u00fchrungspositionen, die oft mit h\u00f6heren Einkommen und damit auch h\u00f6heren Rentenanspr\u00fcchen verbunden sind, nach wie vor in der Wirtschaft unterrepr\u00e4sentiert.<\/p> <p><span style=\"font-size: medium;\"><b>West-Ost-Gef\u00e4lle beim Alterseinkommen<\/b><\/span><\/p> <p>Interessant ist die Situation in den neuen Bundesl\u00e4ndern. Hier f\u00e4llt die Gender Pension Gap deutlich geringer aus als im Westen. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr liegt in der Arbeitsmarktsituation der DDR, wo Frauen in h\u00f6herem Ma\u00dfe in den Arbeitsmarkt integriert waren und in Vollzeit arbeiteten. Dies f\u00fchrte zu h\u00f6heren Rentenanspr\u00fcchen, die sich heute in den Rentenbez\u00fcgen widerspiegeln.<\/p> <p><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/04\/PD24_N016_12_63.html\">Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts<\/a> betrug der Gender Pension Gap im Jahr 2023 in den alten Bundesl\u00e4ndern 31,5 Prozent, in den neuen Bundesl\u00e4ndern hingegen lediglich 6,1 Prozent (inklusive Hinterbliebenenrenten).<\/p> <p>In Gesamtdeutschland waren im gleichen Jahr 20,8 Prozent der Frauen ab 65 Jahren armutsgef\u00e4hrdet, bei den gleichaltrigen M\u00e4nnern waren es nur 15,9 Prozent. Die h\u00f6here Armutsgef\u00e4hrdung zeigt, dass die Rentenl\u00fccke f\u00fcr viele Frauen existenziell latent bedrohlich ist.<\/p> <p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ma\u00dfnahmen gegen die Armutsgef\u00e4hrdung im Alter<\/b><\/span><\/p> <p>Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken, fordern Experten und Sozialverb\u00e4nde verschiedene Ma\u00dfnahmen. Eine wichtige Forderung ist die st\u00e4rkere F\u00f6rderung von Frauen im Berufsleben, insbesondere durch den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten und die Einf\u00fchrung flexiblerer Arbeitszeitmodelle, die es Frauen erm\u00f6glichen, ihre Berufst\u00e4tigkeit trotz famili\u00e4rer Verpflichtungen fortzusetzen.<\/p> <p>Dar\u00fcber hinaus wird eine Reform des Rentensystems diskutiert, um die Rentenanspr\u00fcche von Frauen zu verbessern, etwa durch eine umfangreichere Anerkennung von Erziehungszeiten.<\/p> <p>Eine weitere Option ist laut eines Beitrags auf der Facebook-Seite des Finanzdienstleisters tecis, neben der eigenen staatlichen Rente m\u00f6glichst fr\u00fch auf private Vorsorgema\u00dfnahmen zu setzen.<\/p> <p>Unter den vielf\u00e4ltig angebotenen Vorsorgeprodukten empfehlen die tecis-Finanzfachleute die betriebliche Altersvorsorge sowie private Rentenversicherungsvertr\u00e4ge. Letztere zeichnen sich gem\u00e4\u00df den tecis-Infos durch die M\u00f6glichkeit staatlicher F\u00f6rderungsma\u00dfnahmen aus.<\/p> <p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Weitere Informationsm\u00f6glichkeiten<\/b><\/span><\/p> <p>F\u00fcr weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zur Gender Pension Gap in Deutschland lohnt es sich, regelm\u00e4\u00dfig die Berichte <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Home\/_inhalt.html\">des Statistischen Bundesamts<\/a> oder Ver\u00f6ffentlichungen von Sozialverb\u00e4nden einzusehen. Diese Organisationen bieten detaillierte Analysen und Daten, die helfen, das Ausma\u00df des Problems besser zu verstehen und m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln.<\/p> <p><span lang=\"en-US\">Bildnachweis: Pixabay, 3666974, sabinevanerp<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Gender Pension Gap wird die Rentenl\u00fccke zwischen den Alterseinkommen von Frauen und M\u00e4nnern bezeichnet \u2013 in Deutschland ist sie seit Jahren ein bedeutendes soziales Problem, was aber nicht allen bewusst ist. Zum Gro\u00dfteil staatlich, aber nicht stattlich: Im Jahr 2021 lag das durchschnittliche Renteneinkommen von Frauen in Deutschland<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":269284,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[122],"tags":[],"class_list":["post-269283","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frauen-maenner-senioren"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269283"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":270179,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269283\/revisions\/270179"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}