{"id":269804,"date":"2025-04-11T11:15:07","date_gmt":"2025-04-11T10:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=269804"},"modified":"2025-04-11T11:15:07","modified_gmt":"2025-04-11T10:15:07","slug":"koalitionsvertrag-als-erster-schritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/koalitionsvertrag-als-erster-schritt-10269804\/","title":{"rendered":"Koalitionsvertrag als erster Schritt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269805 size-full\" title=\"DIVB - deutsches Institut f\u00fcr vorbeugenden Brandschutz e.V.\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/461067-e1744366407115.jpg\" alt=\"Logo des vereins f\u00fcr vorbeugenden Brandschutz\" width=\"300\" height=\"106\" \/>Die neue Bundesregierung muss jetzt liefern<br \/> &#8211; Steuererleichterungen setzen Impulse f\u00fcr die Sanierung<br \/> &#8211; 18,9 Prozent weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr<br \/> &#8211; Nun kommt es auf eine z\u00fcgige, praxisnahe Umsetzung an<!--more--><\/p> <p>Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD liegt vor. Hervorzuheben sind unter anderem die geplante Vereinfachung von Planungsverfahren, die Absicherung des Geb\u00e4udetyps E sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungskosten bei geerbten Immobilien. Ein weiterer positiver Punkt ist die Ank\u00fcndigung eines Gesetzentwurfs f\u00fcr einen &#8222;Wohnungsbau-Turbo&#8220; innerhalb der ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung.<\/p> <p>Axel Haas, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DIvB, begr\u00fc\u00dft die angek\u00fcndigten Initiativen, zu den Bereichen Entb\u00fcrokratisierung und Verstetigung der F\u00f6rderma\u00dfnahmen im Rahmen der Sanierung. Wichtig ist ihm, dass die Entb\u00fcrokratisierung nicht beim Bund Halt macht. Auch die Bundesl\u00e4nder haben Herausforderungen. Im Fokus sollten einfachere Baugenehmigungsverfahren stehen. Unterhalb von Sonderbauten werden oftmals Ma\u00dfnahmen gefordert, die keine Rechtsgrundlage haben und eher auf Wunsch nachgelagerter Stellen im Rahmen von m\u00fcndlichen Absprachen, ohne Verwaltungsakt, von den Bauherren selbst zu beantragen sind. So wird entweder das Bauen verteuert &#8211; teilweise bis zu f\u00fcnf Euro pro qm Miete im Ergebnis &#8211; oder der Bau wird ad acta gelegt. So gibt es weder schnelleres noch kosteng\u00fcnstigeres Bauen. Dar\u00fcber hinaus stehen f\u00fcr Ihn die F\u00f6rderma\u00dfnahmen im Feld der Sanierung im Fokus. Klimaneutralit\u00e4t ist auch eine Frage von sparsamem Umgang mit Ressourcen. Auch &#8222;gr\u00fcner Strom&#8220; ist nicht unbegrenzt verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Der Koalitionsvertrag zeigt: &#8222;Die Herausforderungen im Bausektor sind erkannt &#8211; aber erkannt, hei\u00dft noch nicht gel\u00f6st&#8220;, sagt Haas. &#8222;Wir stehen bereit und freuen uns darauf, gemeinsam mit den neuen Ministerinnen und Ministern die Umsetzung anzugehen, damit Deutschland bei der Geb\u00e4udesanierung endlich Tempo macht und seine Klimaziele erreicht.&#8220;<\/p> <p>Die H\u00fcrde: Sanierung energieintensiver Altbauten in Deutschland stockt<\/p> <p>Eigentlich m\u00fcsste eine regelrechte Sanierungswelle durch Deutschland rollen. Doch bei Bau und Sanierung herrscht Ebbe. Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, wie sich der Wohnungsbau abschw\u00e4cht. Zwischen Januar und November 2024 wurden 193.000 neue Einheiten genehmigt, ein R\u00fcckgang um 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im November 2024 wurden 17.900 Wohnungen genehmigt, 13 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des davorliegenden Jahres.<\/p> <p>&#8222;Was als Sicherheit gedacht war, ist zur Dauerbremse geworden&#8220;, warnt Haas. &#8222;Die Flut an Vorschriften l\u00e4hmt Bauunternehmer, und treibt, wie gesagt, die Kosten. So wird die Wohnungsnot versch\u00e4rft, statt gelindert.&#8220;<\/p> <p>Ein eindringliches Beispiel daf\u00fcr ist der vorbeugende Brandschutz: Seit dem D\u00fcsseldorfer Flughafenbrand 1996 wurden die Vorschriften massiv versch\u00e4rft &#8211; mit anf\u00e4nglichem Erfolg. Die Zahl der Brandtoten sank zwischen 2000 und 2023 um 40 Prozent. Seither stagniert der Effekt jedoch: Die Opferzahlen liegen stabil unter 350 und auch die Schadenssummen bleiben konstant. Dies zeigt: Neue Auflagen bringen kaum mehr Sicherheit, daf\u00fcr aber wachsende B\u00fcrokratie und ein \u00fcberkompliziertes Baurecht.<\/p> <p>Zentrale Aufgabe der neuen Regierung: Klimaschutz<\/p> <p>Der Geb\u00e4udesektor verantwortet ein Drittel der bundesweiten CO2-Emissionen. Die bis 2026 umzusetzende EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD) verlangt bis 2035 eine Senkung des Prim\u00e4renergieverbrauchs des Wohngeb\u00e4udebestands von mindestens 20 Prozent. Ohne schnellere und einfachere Sanierungsverfahren bleiben diese Ziele unerreichbar. Im Koalitionsvertrag sichert die Bundesregierung nun zwar zu, die Spielr\u00e4ume bei der Umsetzung der EU-Geb\u00e4uderichtlinie auszusch\u00f6pfen. Die angek\u00fcndigte Verl\u00e4ngerung der Umsetzungsfristen sieht das DIvB allerdings kritisch &#8211; sie birgt die Gefahr, dringend notwendige Fortschritte weiter zu verz\u00f6gern.<\/p> <p>Seit Mitte April 2024 haben die EU-Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die \u00fcberarbeitete Geb\u00e4uderichtlinie in nationales Recht zu \u00fcberf\u00fchren und konkrete Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung der Klimaziele zu entwickeln. Dabei m\u00fcssen sich die Mitgliedsstaaten vor allem auf die Geb\u00e4ude mit der schlechtesten Energieeffizienz (&#8222;Worst Performing Buildings&#8220;) konzentrieren: Diese sollen 55 Prozent der erzielten Senkung beisteuern.<\/p> <p>&#8222;Es ist wichtig, dass die neue Bundesregierung das Thema angeht&#8220;, so Axel Haas. &#8222;Der Koalitionsvertrag ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber ein Papier oder eine Unterschrift allein verringert keine CO2-Emissionen&#8220;, betont Haas. &#8222;Die neue Legislaturperiode muss nun genutzt werden, um praxisnahe Standards zu schaffen und Planungsverfahren zu entschlacken. Nur so l\u00e4sst sich die EU-Geb\u00e4uderichtlinie fristgerecht und wirkungsvoll umsetzen. Wir w\u00fcnschen der Regierung die n\u00f6tige Entschlossenheit und viel Erfolg bei der Umsetzung dieser<\/p> <p>wichtigen Vorhaben.&#8220;<\/p> <p>Das Deutsche Institut f\u00fcr vorbeugenden Brandschutz (DIvB) ist eine unabh\u00e4ngige Institution, die sich f\u00fcr praxisnahe, effektive und wirtschaftliche L\u00f6sungen im Brandschutz einsetzt. Als Schnittstelle zwischen Bauwirtschaft, Politik und Verwaltung analysiert das DIvB bestehende Bau- und Brandschutzvorschriften, identifiziert regulatorische Hemmnisse und entwickelt Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine effizientere Gesetzgebung.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Deutsches Institut f\u00fcr vorbeugenden Brandschutz (DIvB)<\/p> <p>Axel Haas<\/p> <p>Unter den Linden 10<\/p> <p>10117 Berlin<\/p> <p>+49 174 7047376<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/42574\/email\/presse\/461067.png\" alt=\"f7119b814c24e731a391712c2b2bf519732787a3\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.divb.org\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.divb.org<\/a><\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Bundesregierung muss jetzt liefern &#8211; Steuererleichterungen setzen Impulse f\u00fcr die Sanierung &#8211; 18,9 Prozent weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr &#8211; Nun kommt es auf eine z\u00fcgige, praxisnahe Umsetzung an<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":269805,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[107],"tags":[],"class_list":["post-269804","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-umwelt-klima-energie"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269804"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":269806,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269804\/revisions\/269806"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}