{"id":270326,"date":"2025-11-21T12:39:54","date_gmt":"2025-11-21T11:39:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=270326"},"modified":"2026-03-06T10:02:08","modified_gmt":"2026-03-06T09:02:08","slug":"schutz-vor-gesteinslawinen-mit-hilfe-von-computer-simulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/schutz-vor-gesteinslawinen-mit-hilfe-von-computer-simulation-10270326\/","title":{"rendered":"Schutz vor Gesteinslawinen mit Hilfe von Computer-Simulation"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270327 size-full\" title=\"Lawinenvorhersage duech Partikeelsimulation\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/468916-e1763725060108.jpg\" alt=\"Gesteinslawine in mehreren Farben\" width=\"300\" height=\"219\" \/>Forscherteam aus Innsbruck will Alpen-Region besser sch\u00fctzen<br \/> Als Folge des Klimawandels und langer Phasen von Trockenheit h\u00e4ufen sich im Alpenraum so genannte gravitative Massenbewegungen wie Felsst\u00fcrze, Gesteinslawinen oder Ger\u00f6llabg\u00e4nge. Forscher im Arbeitsbereich f\u00fcr Geotechnik der Universit\u00e4t Innsbruck ermitteln, wie bedrohte Siedlungs- und Infrastrukturbereiche durch Schutzbauwerke und andere Ma\u00dfnahmen vor solchen Lawinen gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. <!--more-->Allerdings gibt es bislang kaum dokumentierte Ereignisse oder empirische Vorarbeiten, die der Forschung zugrunde gelegt werden k\u00f6nnen. Daher setzen die Wissenschaftler neben der Arbeit mit Modellen vor allem auf die Simulation am Computer.<\/p> <p>Die so genannte Partikelsimulation soll dabei helfen, Eigenschaften von Partikelstr\u00f6men &#8211; von Staub \u00fcber Sch\u00fcttg\u00fcter bis hin zu Ger\u00f6llmassen &#8211; zu analysieren und deren Verlauf besser vorhersagen zu k\u00f6nnen. Aus den Ergebnissen leiten die Forscher dann die m\u00f6gliche Lage und Machart notwendiger Schutzbauwerke ab. Als Software nutzen sie daf\u00fcr &#8222;Ansys Rocky&#8220; &#8211; eine spezielle Simulations-Software f\u00fcr den praktischen Einsatz durch Ingenieure und Verfahrenstechniker. Mit dieser Forschungsarbeit hat das Innsbrucker Team Neuland betreten.<\/p> <p>200 Felssturz-Experimente im Labor<\/p> <p>Unterst\u00fctzt wird es dabei vom Anbieter f\u00fcr Simulationstechnologie CADFEM, der Ansys unter anderem im deutschsprachigen Raum vertreibt, Anwender entsprechend schult und bei Berechnungen unterst\u00fctzt. In einem aktuellen Beitrag berichtet CADFEM \u00fcber das Vorgehen der Spezialisten in \u00d6sterreich. So hat das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Robert Hofmann und Dr. Simon Berger in rund 200 Modellexperimenten im Labor einen Felssturz im Miniformat nachgebaut und dabei verschiedene Fragen zu Geschwindigkeit, Flie\u00df- und Anpralleigenschaften der unterschiedlichen Gesteinsmassen untersucht. Die Erkenntnisse daraus helfen zu verstehen, wie D\u00e4mme entsprechend der lokal zu erwartenden Belastungen gebaut sein m\u00fcssen, um maximalen Schutz zu geben.<\/p> <p>Aus den Messergebnissen im Labor haben die Wissenschaftler dann Berechnungsformeln f\u00fcr Gesteinsabg\u00e4nge und Lawinen abgeleitet. In einem zweiten Schritt wurden diese Ergebnisse mit Hilfe der Simulation auf Plausibilit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft und k\u00f6nnen nun auf eine Vielzahl m\u00f6glicher Szenarien angewendet werden.<\/p> <p>Erkenntnisse aus Modellversuchen f\u00fcr andere Situationen anwendbar<\/p> <p>Bei ihren Untersuchungen betrachten die Forscherteams neben geotechnischen Gegebenheiten vor allem die bei Felsst\u00fcrzen auftretenden Energien und damit die Gef\u00e4hrdungslage f\u00fcr Siedlungsgebiete und Infrastruktureinrichtungen in den Auslaufbereichen der Ger\u00f6llabg\u00e4nge. &#8222;Es geht um Wechselwirkungen, Einwirkungen auf Schutzd\u00e4mme unterschiedlicher Bauweisen sowie ihre Ausbreitung und Ablagerungsformen nach dem Aufprall&#8220;, hei\u00dft es in dem Artikel. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, dass D\u00e4mme entsprechend der lokal zu erwartenden Belastungen gebaut werden und maximalen Schutz geben.<\/p> <p>Daf\u00fcr wurde unter anderem auch der massive Felssturz im Dezember 2017 in der N\u00e4he der Gemeinde Vals in Tirol untersucht und mit Simulation am Computer nachgestellt. Damals \u00fcbersch\u00fctteten mehreren Zehntausend Tonnen Ger\u00f6ll die Landstra\u00dfe in den Ort, die 130 Dorfbewohner waren zwei Tage lang von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten.<\/p> <p>Der gesamte Beitrag hier zum Nachlesen: https:\/\/blog.cadfem.net\/de\/partikelsimulationen-als-schluesseltechnologie-im-alpinen-katastrophenschutz.<\/p> <p>CADFEM wurde 1985 &#8211; vor 40 Jahren &#8211; in Deutschland gegr\u00fcndet und ist heute mit \u00fcber 600 Besch\u00e4ftigten an weltweit 35 Standorten einer der gr\u00f6\u00dften Anbieter von Simulationstechnologie und Digital Engineering. Als Ansys Apex Channel Partner setzt CADFEM auf die f\u00fchrende Technologie von Ansys und bietet \u00fcber die Software hinaus Beratung, Simulations-Berechnungen, Automatisierungen und IT-L\u00f6sungen bis hin zum Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) in der Produkt- und Prozessoptimierung. Mit Schulungen zu \u00fcber 100 verschiedenen Themen ist CADFEM zudem einer der weltweit gr\u00f6\u00dften Weiterbildungsanbieter in der Technologie-Branche. Die einzelnen L\u00e4ndergesellschaften betreuen in Europa, Indien und S\u00fcdostasien mehr als 5.000 Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zur CADFEM Group geh\u00f6ren au\u00dferdem Partner unter anderem in den Bereichen Autonomes Fahren, Virtuelle St\u00e4dte, Personalisierte Medizin und Smart Factories.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>CADFEM Germany GmbH<\/p> <p>Alexander Kunz<\/p> <p>Am Schammacher Feld 37<\/p> <p>85567 Grafing b. M\u00fcnchen<\/p> <p>+49 (0)8092 7005-889<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/4757\/email\/firma\/468916.png\" alt=\"9a1917581b5a48ba37bed5a3b019dd9973be1a70\" \/><\/p> <p>https:\/\/www.cadfem.net\/<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>CADFEM \/ Claudius Kroker \u00b7 Text &amp; Medien<\/p> <p>Claudius Kroker<\/p> <p>Am Schammacher Feld 37<\/p> <p>85567 Grafing b. M\u00fcnchen<\/p> <p>+49 (0)8092 7005-889<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/4757\/email\/presse\/468916.png\" alt=\"9a1917581b5a48ba37bed5a3b019dd9973be1a70\" \/><\/p> <p>https:\/\/www.cadfem.net\/<\/p> <p>Bildquelle: Adobe Firefly \/ CADFEM<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscherteam aus Innsbruck will Alpen-Region besser sch\u00fctzen Als Folge des Klimawandels und langer Phasen von Trockenheit h\u00e4ufen sich im Alpenraum so genannte gravitative Massenbewegungen wie Felsst\u00fcrze, Gesteinslawinen oder Ger\u00f6llabg\u00e4nge. 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