{"id":270510,"date":"2026-03-03T09:43:27","date_gmt":"2026-03-03T08:43:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=270510"},"modified":"2026-03-03T09:43:27","modified_gmt":"2026-03-03T08:43:27","slug":"stammzelltherapie-neue-wege-bei-arthrose-herzschwaeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/stammzelltherapie-neue-wege-bei-arthrose-herzschwaeche-10270510\/","title":{"rendered":"Stammzelltherapie: Neue Wege bei Arthrose &#038; Herzschw\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270511 size-full\" title=\"Pionier und Marktf\u00fchrer im Zellbanking in Europa\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/472268-e1772527337265.jpg\" alt=\"Logo Vita34\" width=\"300\" height=\"111\" \/>Die regenerative Medizin erreicht einen Wendepunkt: Neue klinische Studien zu Herzpflastern bei Herzschw\u00e4che und zu Stammzelltherapien bei Knorpelsch\u00e4den im Knie zeigen, welches Potenzial in modernen Zelltherapien steckt.<!--more--><\/p> <p>Die regenerative Medizin erreicht einen Wendepunkt: Neue klinische Studien zu Herzpflastern bei Herzschw\u00e4che und zu Stammzelltherapien bei Knorpelsch\u00e4den im Knie zeigen, welches Potenzial in modernen Zelltherapien steckt. Noch stehen viele Anwendungen am Anfang &#8211; doch die Grundlagen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Behandlungen werden heute gelegt.<\/p> <p>Im Mittelpunkt steht dabei eine entscheidende Frage: Wer heute Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe bei der Geburt einfrieren l\u00e4sst, schafft m\u00f6glicherweise die Voraussetzung, k\u00fcnftig an innovativen Zelltherapien teilnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p> <p>Herzpflaster: Klinische Anwendung in G\u00f6ttingen gestartet<\/p> <p>Bei schwerer Herzschw\u00e4che ist der Herzmuskel dauerhaft gesch\u00e4digt. Medikamente k\u00f6nnen das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen, verloren gegangenes Gewebe jedoch nicht ersetzen.<\/p> <p>Genau hier setzt das sogenannte Herzpflaster an. Es besteht aus Herzmuskelzellen, die im Labor aus induzierten pluripotenten Stammzellen gez\u00fcchtet werden. Diese Zellen stammen urspr\u00fcnglich aus Nabelschnurblut und werden zu funktionellen Herzmuskelzellen weiterentwickelt. [1,2]<\/p> <p>Die erste klinische Anwendung l\u00e4uft bereits: Seit 2021 wird die Herzpflaster-Therapie im Rahmen einer Studie an den Universit\u00e4tskliniken G\u00f6ttingen und L\u00fcbeck erprobt . In G\u00f6ttingen wurden die ersten Patient:innen behandelt. [3,4]<\/p> <p>Das gez\u00fcchtete Zellgewebe wird w\u00e4hrend einer Operation direkt auf die gesch\u00e4digte Stelle des Herzens aufgebracht. Ziel ist es, die Pumpfunktion nachhaltig zu verbessern. Erste Ergebnisse sind vielversprechend: Bei einem Patienten konnte die Herzleistung von 20 Prozent auf \u00fcber 37 Prozent gesteigert werden.<\/p> <p>Die Therapie befindet sich weiterhin in der klinischen Erprobung und ist noch nicht allgemein verf\u00fcgbar. Dennoch markiert sie einen bedeutenden Schritt in Richtung regenerativer Herzmedizin.<\/p> <p>Stammzellen gegen Kniearthrose: Studie startet in Deutschland<\/p> <p>Auch bei Knorpelsch\u00e4den im Knie setzt die Forschung zunehmend auf Stammzellen aus der Nabelschnur. Unbehandelte Knorpelsch\u00e4den k\u00f6nnen langfristig zur schmerzhaften Kniearthrose f\u00fchren.<\/p> <p>Eine genehmigte klinische Studie in Deutschland untersucht nun, ob Stammzellen aus Nabelschnurgewebe gesch\u00e4digten Knorpel regenerieren und damit einer Arthrose vorbeugen k\u00f6nnen [5]<\/p> <p>Zwischen September 2025 und September 2028 werden 55 Erwachsene im Alter von 18 bis 60 Jahren behandelt. Dabei werden Stammzellen auf den gesch\u00e4digten Knorpel aufgebracht und \u00fcber zwei Jahre hinsichtlich Sicherheit, Schmerzreduktion, Knorpelregeneration und Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t untersucht. [6]<\/p> <p>Internationale Erfahrungen zeigen ebenfalls Potenzial: In S\u00fcdkorea ist seit 2012 ein stammzellbasiertes Produkt zur Behandlung von Knieknorpelsch\u00e4den zugelassen.<\/p> <p>Warum Nabelschnur-Stammzellen im Fokus stehen<\/p> <p>Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe gelten als besonders vielversprechend:<\/p> <p>&#8211; Sie sind biologisch jung<\/p> <p>&#8211; Sie verf\u00fcgen \u00fcber hohe Regenerationsf\u00e4higkeit<\/p> <p>&#8211; Sie werden immunologisch meist gut vertragen<\/p> <p>W\u00e4hrend Nabelschnurblut bereits heute bei bestimmten Blutkrankheiten eingesetzt wird , r\u00fccken neue Anwendungsgebiete wie Herzinsuffizienz oder Arthrose zunehmend in den Fokus.<\/p> <p>Zukunftsperspektive: Eingefrorene Stammzellen als Schl\u00fcssel f\u00fcr kommende Therapien<\/p> <p>Sowohl das Herzpflaster als auch die Knorpeltherapie befinden sich noch in klinischen Studien. Sie sind noch keine zugelassenen Standardtherapien. Doch die Entwicklungen zeigen klar: Zelltherapien werden in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen.<\/p> <p>F\u00fcr Familien bedeutet das: Die Gewinnung von Nabelschnurblut und -gewebe ist nur unmittelbar nach der Geburt m\u00f6glich . Wird dieses biologische Material nicht gesichert, ist die Chance sp\u00e4ter nicht nachholbar .<\/p> <p>Wer Stammzellen heute einfrieren l\u00e4sst, schafft damit eine potenzielle Grundlage, um k\u00fcnftig an neuen personalisierten Zelltherapien teilnehmen zu k\u00f6nnen &#8211; sobald diese zugelassen und breit verf\u00fcgbar sind.<\/p> <p>Forschung l\u00e4uft auf Hochtouren<\/p> <p>Zahlreiche Studien in Deutschland und international pr\u00fcfen derzeit Sicherheit und Wirksamkeit stammzellbasierter Therapien. Die aktuelle Phase dient vor allem dem Nachweis der Sicherheit &#8211; ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg zur regul\u00e4ren Zulassung.<\/p> <p>Was heute in spezialisierten Universit\u00e4tskliniken wie G\u00f6ttingen begonnen hat, k\u00f6nnte in einigen Jahren fester Bestandteil moderner Therapiekonzepte werden.<\/p> <p>Fazit<\/p> <p>Herzpflaster bei Herzschw\u00e4che und Stammzelltherapien bei Kniearthrose zeigen eindrucksvoll: Die regenerative Medizin steht am Beginn einer neuen \u00c4ra. Die ersten Patient:innen werden bereits behandelt &#8211; doch das volle Potenzial dieser Therapien wird sich erst in den kommenden Jahren entfalten.<\/p> <p>Eingefrorene Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe k\u00f6nnen dabei k\u00fcnftig eine entscheidende Rolle spielen, wenn innovative Zelltherapien breite klinische Anwendung finden.<\/p> <p>Quellen:<\/p> <p>1. BioVAT-HF-DZHK20-Studie: Erste klinische Anwendung seit 2021 an den Universit\u00e4tskliniken G\u00f6ttingen und L\u00fcbeck. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.umg.eu\/news-detail\/news-detail\/detail\/news\/studienergebnisse-oeffnen-die-tuer-fuer-behandlung-der-herzschwaeche-mit-herzpflaster\/\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.umg.eu\/news-detail\/news-detail\/detail\/news\/studienergebnisse-oeffnen-die-tuer-fuer-behandlung-der-herzschwaeche-mit-herzpflaster\/<\/a><\/p> <p>2. Publikation: Nature (2025), DOI: 10.1038\/s41586-024-08463-0. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-08463-0#Sec2\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-08463-0#Sec2<\/a><\/p> <p>3. Ver\u00f6ffentlichung in der Ausgabe der Zeitschrift die ZEIT 52\/2025 <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/52\/herzpflaster-herzschwaeche-kuenstliches-herzgewebe-stammzellen-klinische-studie\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.zeit.de\/2025\/52\/herzpflaster-herzschwaeche-kuenstliches-herzgewebe-stammzellen-klinische-studie<\/a><\/p> <p>4. Filmbericht in der ADR Mediathek <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/visite\/herzpflaster-neue-therapie-mit-stammzellen-bei-herzschwaeche\/ndr\/Y3JpZDovL25kci5kZS8yZjQ3YTIwMi1jZTlhLTRjMjAtOTczOC0xOTU3ZmU2MDliNWM\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/visite\/herzpflaster-neue-therapie-mit-stammzellen-bei-herzschwaeche\/ndr\/Y3JpZDovL25kci5kZS8yZjQ3YTIwMi1jZTlhLTRjMjAtOTczOC0xOTU3ZmU2MDliNWM<\/a><\/p> <p>5. Studie zur Kniearthrosebehandlung: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT06981741\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT06981741<\/a>;<\/p> <p>6. Studienrekrutierung: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/bioncart.com\/fuer-patienten\/#studie\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/bioncart.com\/fuer-patienten\/#studie<\/a><\/p> <p>Die FamiCord Group, die in Deutschland unter der Marke Vita34 bekannt ist, ist der Pionier und Marktf\u00fchrer im Zellbanking in Europa. Mit rund 750 Mitarbeiter*innen sind wir in mehr als 30 L\u00e4ndern t\u00e4tig und erwirtschaften einen Jahresumsatz von \u00fcber EUR 75 Mio. In \u00fcber 25 Jahren Unternehmensgeschichte haben wir \u00fcber eine Million Zellpr\u00e4parate eingelagert und die Therapie von \u00fcber 7.000 Menschen unterst\u00fctzt.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Vita34.de<\/p> <p>Johanna Schuffenhauer<\/p> <p>Perlickstra\u00dfe 1<\/p> <p>1030 Wien<\/p> <p>00436508117999<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/45898\/email\/firma\/472268.png\" alt=\"41ff814129c747f7e47f91b13acf6f798e33c69b\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/vita34.de\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/vita34.de<\/a><\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>thinkers GmbH<\/p> <p>Isabell Claus<\/p> <p>c\/o Inits Maria-Jacobi-Gasse 1<\/p> <p>1030 Wien<\/p> <p>00436508117999<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/45898\/email\/presse\/472268.png\" alt=\"41ff814129c747f7e47f91b13acf6f798e33c69b\" \/><\/p> <p>https:\/\/thinkers.ai<\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die regenerative Medizin erreicht einen Wendepunkt: Neue klinische Studien zu Herzpflastern bei Herzschw\u00e4che und zu Stammzelltherapien bei Knorpelsch\u00e4den im Knie zeigen, welches Potenzial in modernen Zelltherapien steckt.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":270511,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[108],"tags":[],"class_list":["post-270510","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin-gesundheit"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=270510"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270510\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":270512,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270510\/revisions\/270512"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/270511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=270510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=270510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=270510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}