{"id":270826,"date":"2026-08-06T10:14:38","date_gmt":"2026-08-06T09:14:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=270826"},"modified":"2026-08-06T10:14:38","modified_gmt":"2026-08-06T09:14:38","slug":"usa-bleiben-nummer-eins-doch-der-schueleraustausch-wird-vielfaeltiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/usa-bleiben-nummer-eins-doch-der-schueleraustausch-wird-vielfaeltiger-10270826\/","title":{"rendered":"USA bleiben Nummer eins \u2013 doch der Sch\u00fcleraustausch wird vielf\u00e4ltiger"},"content":{"rendered":"<div class=\"moz-text-html\" lang=\"x-unicode\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270827 size-full\" title=\"die USA haben trotz politischer Bedenken ihren Reiz noch nicht verloren\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/477200-e1786007597648.jpg\" alt=\"eine Skyline \u00fcber die Schulter eines Passagiers \" width=\"300\" height=\"200\" \/>Neue weltweiser-Studie: 5.072 deutsche Jugendliche entschieden sich 2024\/25 f\u00fcr eine US-Highschool. Der Anteil der USA ist innerhalb von gut 20 Jahren jedoch von rund zwei Dritteln auf 39 Prozent gesunken. F\u00fcr 2025\/26 zeichnet sich eine verhaltenere Nachfrage ab.<\/p> <p>Die Vereinigten Staaten bleiben das mit Abstand beliebteste Gastland deutscher Austauschsch\u00fclerinnen und Austauschsch\u00fcler. Im Programmjahr 2024\/25 gingen 5.072 Jugendliche aus Deutschland f\u00fcr mindestens drei Monate an eine \u00f6ffentliche Schule in den USA.<!--more--> Damit entfielen rund 39 Prozent der von Austauschorganisationen begleiteten Schulaufenthalte auf die Vereinigten Staaten.<\/p> <p>Die neue weltweiser-Studie zeigt jedoch zugleich einen grundlegenden Wandel: Zu Beginn der statistischen Erfassung im Programmjahr 2002\/03 entschieden sich noch rund 8.000 von insgesamt 12.000 Teilnehmenden f\u00fcr die USA \u2013 etwa zwei Drittel aller Austauschsch\u00fcler:innen. Bis zum Schuljahr 2009\/10 war das USA-Programm allein gr\u00f6\u00dfer als s\u00e4mtliche anderen L\u00e4nderprogramme zusammen. Heute verteilt sich die Nachfrage deutlich breiter auf verschiedene Gastl\u00e4nder.<\/p> <p>\u201eDie USA sind weiterhin das wichtigste Gastland. Die Zeiten, in denen ein Schuljahr im Ausland jedoch beinahe automatisch ein Schuljahr in den Vereinigten Staaten bedeutete, sind vorbei\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Terbeck, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von weltweiser. \u201eJugendliche und ihre Familien besch\u00e4ftigen sich heute intensiver mit unterschiedlichen Bildungssystemen, Programmmodellen und Gastl\u00e4ndern.\u201c<\/p> <p>Leichte Erholung \u2013 aber deutlich unter fr\u00fcheren H\u00f6chstst\u00e4nden<\/p> <p>Nach dem starken Einbruch w\u00e4hrend der Corona-Pandemie haben sich die USA-Zahlen wieder erholt. Im Programmjahr 2022\/23 verbrachten rund 4.750 deutsche Jugendliche einen mehrmonatigen Schulaufenthalt in den Vereinigten Staaten. 2024\/25 waren es bereits wieder 5.072.<\/p> <p>Langfristig liegt die Teilnehmendenzahl dennoch deutlich unter den fr\u00fcheren H\u00f6chstst\u00e4nden. Ende der 2000er-Jahre reisten j\u00e4hrlich mehr als 8.000 deutsche Austauschsch\u00fcler:innen in die USA. W\u00e4hrend die absolute Zahl zur\u00fcckgegangen ist, sind andere Destinationen gewachsen und haben das Angebot im Sch\u00fcleraustausch erheblich verbreitert.<\/p> <p>\u201eVon einem Bedeutungsverlust der USA kann man trotz des langfristig r\u00fcckl\u00e4ufigen Anteils nicht sprechen\u201c, betont Terbeck. \u201eMehr als 5.000 Jugendliche pro Jahr sind eine beachtliche Zahl. Gleichzeitig hat sich aus dem fr\u00fcher stark auf die USA konzentrierten Sch\u00fcleraustausch ein vielf\u00e4ltiger internationaler Bildungsmarkt entwickelt.\u201c<\/p> <p>Fast neun von zehn Jugendlichen w\u00e4hlen ein englischsprachiges Gastland<\/p> <p>Auch wenn die Dominanz der USA abgenommen hat, bleibt der Wunsch nach einem englischsprachigen Schulalltag ungebrochen. Mehr als 88 Prozent der Teilnehmenden verbrachten ihren Sch\u00fcleraustausch 2024\/25 in einem von sechs englischsprachigen L\u00e4ndern.<\/p> <p>Hinter den USA folgte Kanada mit 3.243 Austauschsch\u00fcler:innen. Neuseeland belegte mit 1.266 Teilnehmenden den dritten Platz. Danach folgten Irland mit 786, Australien mit 663 und Gro\u00dfbritannien mit 472 Jugendlichen. Zusammen nahmen diese sechs L\u00e4nder rund 11.500 der insgesamt etwa 13.000 Teilnehmenden auf, die \u00fcber eine Austauschorganisation oder Agentur eine \u00f6ffentliche Schule im Ausland besuchten.<\/p> <p>Kanada hat sich dabei langfristig als st\u00e4rkste Alternative zu den Vereinigten Staaten etabliert. Anders als bei klassischen USA-Programmen k\u00f6nnen Familien in Kanada h\u00e4ufig eine bestimmte Provinz, einen Schuldistrikt oder sogar eine konkrete Schule ausw\u00e4hlen. Auch Neuseeland, Australien und Irland sprechen Familien an, die ein englischsprachiges Bildungssystem suchen, sich aber bewusst gegen die USA entscheiden.<\/p> <p>Aktuelle US-Zahlen best\u00e4tigen Deutschlands besondere Bedeutung<\/p> <p>Einen erg\u00e4nzenden Blick auf das Schuljahr 2025\/26 liefert der aktuelle Bericht des amerikanischen Council on Standards for International Educational Travel, kurz CSIET. Danach wurden von den teilnehmenden US-amerikanischen Austauschprogrammen 4.553 deutsche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in den Vereinigten Staaten erfasst.<\/p> <p>Deutschland liegt damit deutlich vor Spanien mit 3.703 und Italien mit 2.665 Teilnehmenden. Rund 20,7 Prozent aller im CSIET-Report erfassten internationalen Austauschsch\u00fcler:innen in den USA kamen aus Deutschland. Unter den Jugendlichen mit einem J-1-Visum stellten Deutsche mit 3.956 Teilnehmenden ebenfalls die gr\u00f6\u00dfte nationale Gruppe. Weitere 597 deutsche Jugendliche wurden im Rahmen von F-1-Programmen erfasst.<\/p> <p>Die Zahlen unterstreichen, wie eng der deutsche Sch\u00fcleraustausch weiterhin mit den Vereinigten Staaten verbunden ist. Selbst in einem inzwischen deutlich vielf\u00e4ltigeren Markt bleibt Deutschland eines der wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder f\u00fcr amerikanische High-School-Programme.<\/p> <p>US-Sch\u00fcleraustausch ger\u00e4t insgesamt unter Druck<\/p> <p>Der CSIET-Report zeigt zugleich, dass die Zahl der internationalen Jugendlichen an amerikanischen Schulen im Schuljahr 2025\/26 insgesamt zur\u00fcckgegangen ist. Bei den \u00fcberwiegend kulturell ausgerichteten J-1-Programmen sank die Teilnehmendenzahl gegen\u00fcber dem Vorjahr um 6,85 Prozent. Bei den h\u00e4ufig schulgeb\u00fchrenpflichtigen F-1-Programmen betrug der R\u00fcckgang 12,61 Prozent. Insgesamt erfasste CSIET 21.997 internationale Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit J-1- oder F-1-Visum.<\/p> <p>Die weltweiser-Studie und der CSIET-Report betrachten den Austausch aus unterschiedlichen Perspektiven. weltweiser erhebt die Ausreisezahlen deutscher Jugendlicher bei deutschen Austauschorganisationen und Agenturen. CSIET wertet dagegen die Meldungen US-amerikanischer Programme aus, die sich freiwillig um eine CSIET-Zertifizierung bewerben. Nicht alle Anbieter werden darin erfasst. Die absoluten Zahlen sind daher nicht unmittelbar miteinander vergleichbar, erg\u00e4nzen sich jedoch in ihrer Aussage: Die USA bleiben f\u00fcr deutsche Jugendliche au\u00dferordentlich wichtig, w\u00e4hrend die Nachfrage insgesamt vorsichtiger wird. CSIET weist selbst darauf hin, dass sein Bericht nicht s\u00e4mtliche US-amerikanischen Austauschorganisationen abbildet.<\/p> <p>Ausblick auf 2026: Familien entscheiden zur\u00fcckhaltender<\/p> <p>Auch die aktuellen Marktbeobachtungen von weltweiser weisen f\u00fcr das Jahr 2026 auf eine verhaltenere Nachfrage nach USA-Programmen hin. Diese Einsch\u00e4tzung ist noch nicht Bestandteil einer repr\u00e4sentativen statistischen Erhebung, zeigt sich jedoch in Beratungsgespr\u00e4chen, Messekontakten und R\u00fcckmeldungen aus der Austauschbranche.<\/p> <p>Als Gr\u00fcnde nennt weltweiser unter anderem die geopolitische Lage, die politische Entwicklung unter der zweiten Trump-Regierung sowie Unsicherheiten rund um Einreise- und Visaverfahren. Die US-Regierung hat die \u00dcberpr\u00fcfung von Antragstellenden ausgeweitet; bei F- und J-Visa wird unter anderem die \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Onlinepr\u00e4senz in die Pr\u00fcfung einbezogen.<\/p> <p>\u201eWir erleben keinen vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug vom Gastland USA, wohl aber eine neue Nachdenklichkeit\u201c, erkl\u00e4rt Terbeck. \u201eViele Familien pr\u00fcfen genauer, welche politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sie vor Ort erwarten. Kanada, Neuseeland, Irland oder Australien werden dadurch h\u00e4ufiger als Alternativen in die Entscheidung einbezogen.\u201c<\/p> <p>Gerade in politisch angespannten Zeiten bleibe der pers\u00f6nliche Austausch jedoch von besonderer Bedeutung. Ein Schuljahr im Ausland erm\u00f6gliche Jugendlichen, sich ein eigenes Bild vom Gastland zu machen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und internationale Freundschaften aufzubauen.<\/p> <p>\u201eSch\u00fcleraustausch bedeutet, Menschen und ihren Alltag jenseits von Schlagzeilen und politischen Debatten kennenzulernen\u201c, so Terbeck. \u201eDiese pers\u00f6nlichen Begegnungen sind gerade dann wichtig, wenn die Beziehungen zwischen Staaten schwieriger werden.\u201c<\/p> <p>\u00dcber die weltweiser-Studie<\/p> <p>weltweiser erhebt seit mehr als 20 Jahren gemeinsam mit deutschen Austauschorganisationen systematisch Zahlen und Entwicklungen zum Sch\u00fcleraustausch. F\u00fcr das Programmjahr 2024\/25 stellten 61 Organisationen Daten zur Verf\u00fcgung. Die zw\u00f6lfte Auflage der weltweiser-Studie untersucht unter anderem die Entwicklung der Teilnehmendenzahlen, die beliebtesten Gastl\u00e4nder, Aufenthaltsdauern, Gastfamilienplatzierungen und Unterschiede zwischen den Bundesl\u00e4ndern.<\/p> <p>Die vollst\u00e4ndige weltweiser-Studie \u2013 Auslandsaufenthalte 2026 steht kostenlos zur Verf\u00fcgung: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/weltweiser.de\/publikationen\/weltweiser-studie\/\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/weltweiser.de\/publikationen\/weltweiser-studie\/<\/a><\/p> <p>weltweiser ist ein unabh\u00e4ngiger Bildungsberatungsdienst &amp; Verlag. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sachkundig \u00fcber Auslandsaufenthalte und internationale Bildungsangebote wie Sch\u00fcleraustausch, High-School-Aufenthalte, Sprachreisen, Au-Pair, Work &amp; Travel, Praktika, Freiwilligendienste sowie Studium im Ausland zu informieren. Wir sind weder eine Austauschorganisation noch ein Reiseveranstalter. Auf unseren bundesweit stattfindenden JugendBildungsmessen erm\u00f6glichen wir angehenden Weltentdecker:innen, sich pers\u00f6nlich von Expert:innen der internationalen Austausch- und Bildungsbranche beraten zu lassen. Dar\u00fcber hinaus ver\u00f6ffentlichen wir Ratgeber zu Auslandsaufenthalten, betreiben verschiedene Online-Plattformen und halten Vortr\u00e4ge an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Im Rahmen unserer Beratung bieten wir Jugendlichen Orientierung zu den unterschiedlichen Wegen ins Ausland, um f\u00fcr jeden einzelnen Interessenten das individuell beste Programm zu finden. Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass langfristige Auslandsaufenthalte nicht nur akademisch von gro\u00dfem Nutzen sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung leisten k\u00f6nnen. Die Chance, eine andere Kultur zu erleben und seinen pers\u00f6nlichen Horizont zu erweitern, sollte man sich nicht entgehen lassen.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>weltweiser<\/p> <p>Thomas Terbeck<\/p> <p>Prinz-Albert-Stra\u00dfe 31<\/p> <p>53115 Bonn<\/p> <p>+49 2306 758882<\/p> <p><img alt=\"09f95aa9f4e7c39bd83d284625f0f57f75ae9ce2\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/weltweiser.de\/\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/weltweiser.de\/<\/a><\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p> <\/div> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue weltweiser-Studie: 5.072 deutsche Jugendliche entschieden sich 2024\/25 f\u00fcr eine US-Highschool. Der Anteil der USA ist innerhalb von gut 20 Jahren jedoch von rund zwei Dritteln auf 39 Prozent gesunken. F\u00fcr 2025\/26 zeichnet sich eine verhaltenere Nachfrage ab. 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