{"id":27308,"date":"2013-05-03T11:11:52","date_gmt":"2013-05-03T11:11:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=27308"},"modified":"2013-05-03T18:06:05","modified_gmt":"2013-05-03T17:06:05","slug":"entwicklung-der-politischen-rede-unter-dem-einfluss-neuer-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/entwicklung-der-politischen-rede-unter-dem-einfluss-neuer-medien-1027308\/","title":{"rendered":"Entwicklung der politischen Rede unter dem Einfluss neuer Medien"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) ist ein Berufsverband, der sich f\u00fcr die Interessen seiner Mitglieder engagiert und es sich zum Ziel gesetzt hat, die Redekultur im deutschsprachigen Raum zu f\u00f6rdern\" alt=\"Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) ist ein Berufsverband, der sich f\u00fcr die Interessen seiner Mitglieder engagiert und es sich zum Ziel gesetzt hat, die Redekultur im deutschsprachigen Raum zu f\u00f6rdern\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/postie-media95-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Redekultur: Warnung vor &#8222;Abklatsch von Dagewesenem&#8220;<\/p> <p>15 Jahre Redenschreiber-Verband &#8211; Sorge um politische Kommunikation<br \/> Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) hat in Bonn sein 15-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. In seinem Vortrag &#8222;Mit Worten auf Stimmenfang&#8220; skizzierte der fr\u00fchere Regierungssprecher Klaus Vater die Entwicklung der politischen Rede unter dem Einfluss neuer Medien und Mediengewohnheiten. Die Rede werde &#8222;emotionalisiert, personalisiert und skandalisiert&#8220;. Durch die Reduzierung auf einzelne Ausschnitte k\u00f6nnten Medien und Nutzer &#8222;aus einer guten Rede etwas Nichtssagendes machen.&#8220;<\/p> <p><!--more-->Mit seiner Kritik richtete sich Vater, der unter anderem Redenschreiber von Walter Riester und Ulla Schmidt war, nicht nur an Fernsehen und Online-Medien. Auch die heutige Struktur politischer Arbeit schade der Rede. &#8222;Fr\u00fcher hatten sich Abgeordnete tagelang auf eine Rede vorbereitet, heute halten sie sie nebenbei zwischen vielen anderen Terminen.&#8220; Viele Reden w\u00fcrden zu einem &#8222;Abklatsch von Dagewesenem&#8220;.<\/p> <p>Insgesamt sei die politische Kommunikation auch durch Social Media Kan\u00e4le schneller geworden. Kommuniziert w\u00fcrden allenfalls Schnipsel und nur selten zusammenh\u00e4ngende Reden. Viele Mitglieder des VRdS (http:\/\/www.vrds.de) , die in Bonn zusammenkamen, best\u00e4tigten die Beobachtungen. Die Rede sei nach wie vor das zentrale Instrument politischer Kommunikation. Was in die \u00d6ffentlichkeit gelangt, sei aber oft aus dem Zusammenhang gerissen und gebe kein korrektes Bild wieder.<\/p> <p>Insgesamt habe sich aber auch die deutsche Redekultur in den 15 Jahren &#8222;leider nicht wahrnehmbar verbessert&#8220;, so der Gr\u00fcnder des VRdS und heutige Ehrenpr\u00e4sident, Thilo von Trotha. In der Debatte um Rede und Redekultur habe sich der Verband aber als Institution etabliert. VRdS-Pr\u00e4sident Vazik Bazil best\u00e4tigte, dass viele Redner die von Medien, \u00d6ffentlichkeit und Redenschreibern gleicherma\u00dfen geforderte Klarheit oft meiden. Andererseits orientierten sich Gesellschaft, Politik und Medien immer weniger an einer schriftlichen Sprachkultur, daf\u00fcr immer st\u00e4rker am Trend zum M\u00fcndlichen. Vazrik Bazil: &#8222;Das kommt unserer Zunft zugute.&#8220;<\/p> <p>Auf ihrer Versammlung haben sich die VRdS-Mitglieder einmal mehr gegen unzul\u00e4ssiges akademisches Ghostwriting ausgesprochen. Immer h\u00e4ufiger w\u00fcrden Redenschreiber um Hilfe beim Abfassen von Dissertationen und anderen wissenschaftlichen Arbeiten gebeten. Im Laufe des Jahres sollen dazu in Anlehnung an die Promotionsordnungen Richtlinien f\u00fcr alle Redenschreiber entwickelt werden.<\/p> <p>Der VRdS wurde 1998 in Bonn gegr\u00fcndet. Er pl\u00e4diert f\u00fcr lebendige und verst\u00e4ndliche Reden, mit denen Informationen und Botschaften glaubw\u00fcrdig vermittelt werden. Dem Verband geh\u00f6ren rund 450 Redenschreiber und Autoren aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz an. Sie liefern Redemanuskripte und Formulierungsvorschl\u00e4ge und beraten Redner in Politik und Wirtschaft sowie private Auftraggeber und ehrenamtliche Mandatstr\u00e4ger.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)<br \/> Claudius Kroker<br \/> Kapitelshof 26<br \/> 53229 Bonn<br \/> (0228) 4107721<br \/> presse@vrds.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.vrds.de\" title=\"Verband der Redenschreiber deutscher Sprache\" >http:\/\/www.vrds.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Redekultur: Warnung vor &#8222;Abklatsch von Dagewesenem&#8220; 15 Jahre Redenschreiber-Verband &#8211; Sorge um politische Kommunikation Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) hat in Bonn sein 15-j\u00e4hriges Bestehen gefeiert. 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