{"id":27357,"date":"2013-05-03T15:11:41","date_gmt":"2013-05-03T15:11:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=27357"},"modified":"2013-05-07T15:56:54","modified_gmt":"2013-05-07T14:56:54","slug":"verleihung-eines-der-hoechstdotieren-medizin-preises-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/verleihung-eines-der-hoechstdotieren-medizin-preises-europas-1027357\/","title":{"rendered":"Verleihung eines der h\u00f6chstdotieren Medizin-Preises Europas"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Verleihung der Preise der Hamburger Jung-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Forschung\" alt=\"Verleihung der Preise der Hamburger Jung-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Forschung\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/postie-media116-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Ein Festtag f\u00fcr die medizinische Spitzenforschung<\/p> <p>Mit dem Motto &#8222;Ausgezeichnete Medizin&#8220; vergab die Hamburger Jung-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Forschung am 3. Mai Wissenschaftspreise in H\u00f6he von 540.000 Euro<br \/> Wer etwas f\u00fcr H\u00f6chstleistungen Einzelner tut, kann viel f\u00fcr die Allgemeinheit tun: Auf vielf\u00e4ltige Weise, auch \u00f6konomisch, profitiert letztlich die gesamte Gesellschaft davon, dass der Fortschritt der Heilkunst gef\u00f6rdert wird. Mit diesen Gedanken leitete Rolf Kirchfeld, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, die diesj\u00e4hrige Verleihung der Preise der Hamburger Jung-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Forschung ein. <!--more-->Sie fand am 3. Mai 2013 im Auditorium Maximum der Bucerius Law School in Hamburg statt. Die 1967 von dem Hamburger Unternehmer und Philanthropen Ernst Jung ins Leben gerufene Stiftung vergibt einen der h\u00f6chstdotieren Medizin-Preise Europas, einen Preis f\u00fcr das Lebenswerk und einen der bestausgestatteten Karriere-F\u00f6rderpreise f\u00fcr nach Deutschland zur\u00fcckkehrende Spitzenmediziner. Insgesamt wurden vier Wissenschaftler aus dem In- und Ausland ausgezeichnet; die Summe der Preisgelder bel\u00e4uft sich auf 540.000 Euro.<\/p> <p>Salvador Moncadas Forschungen retten Herzen<\/p> <p>Professor Sir Salvador Moncada MD PhD, London, ehrte die Jung-Stiftung f\u00fcr sein bisheriges Lebenswerk mit der Ernst Jung-Medaille f\u00fcr Medizin in Gold. Seinen Forschungen ist es zu verdanken, dass man heute dem Risiko eines Herzinfarkts mit geringen Aspirindosen vorbeugen und Nitrate in der Behandlung von Herzerkrankungen einsetzen kann. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Stipendium in H\u00f6he von 30.000 Euro, das Prof. Moncada an einen Nachwuchswissenschaftler seiner Wahl vergeben darf. &#8222;Es gibt sicher nur wenige Zeitgenossen, die einen so wesentlichen Beitrag zu mehr als einem zentralen Bereich der medizinischen Forschung und Praxis geleistet haben wie Professor Salvador Moncada&#8220;, hob der Endokrinologe Wulf Palinski, Professor an der University of California in San Diego und Mitglied des Stiftungskuratoriums, in seiner Laudatio hervor.<\/p> <p>Zellul\u00e4ren Ursachen der Krebsentstehung auf der Spur:<br \/> Angelika Amon und Ivan Dikic<\/p> <p>Der Ernst Jung-Preis f\u00fcr Medizin in H\u00f6he von insgesamt 300.000 Euro ging zu gleichen Teilen an Professor Angelika Amon, Biologieprofessorin am Howard Hughes Medical Institute des Massachusetts Institute of Technology, und Professor Ivan Dikic, Direktor am Institut f\u00fcr Biochemie II der Frankfurter Goethe-Universit\u00e4t sowie Direktor des Buchmann Instituts f\u00fcr Molekulare Lebenswissenschaften (BMLS).<\/p> <p>Professor Amon erforscht an Hefezellen &#8211; sie sind den menschlichen Zellen besonders \u00e4hnlich &#8211; das Ph\u00e4nomen der Aneuploidie. Man bezeichnet damit Gendefekte, die in fehlenden oder \u00fcberz\u00e4hligen Chromosomens\u00e4tzen bestehen k\u00f6nnen und f\u00fcr schwerste Erkrankungen, unter anderem Krebs, verantwortlich sind. &#8222;Ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis dieser Mechanismen wird es uns erlauben, geeignete Diagnosen und Therapien zu entwickeln&#8220;, erl\u00e4uterte Professor Ernst Hafen von der ETH Z\u00fcrich in seiner Laudatio.<\/p> <p>Auch Professor Ivan Dikic erforscht auf Zellebene die Ursachen von Krebs. Er widmet seine Untersuchungen dem Ubiquitin. Die wegweisenden Erkenntnisse des Preistr\u00e4gers \u00fcber dieses in fast allen zellul\u00e4ren Prozessen gegenw\u00e4rtige Signal-Protein er\u00f6ffnen, so der Proteinforscher und Laudator Professor Reinhard Jahn, bereits jetzt neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr therapeutische Intervention.<\/p> <p>Hilfe f\u00fcr die Helferzellen: Anita Kremer<\/p> <p>Dr. Anita Kremer, Assistenz\u00e4rztin und Forschungsgruppenleiterin an der Medizinischen Klinik 5 &#8211; H\u00e4matologie und Internistische Onkologie &#8211; des Universit\u00e4tsklinikums Erlangen erhielt den Ernst Jung-Karriere-F\u00f6rderpreis 2013, der mit insgesamt 210.000 Euro dotiert ist und drei Jahre freier Forschungst\u00e4tigkeit finanziert. Anita Kremer erforscht M\u00f6glichkeiten, die Leuk\u00e4mie-Therapie mittels Spender-Stammzellen durch Identifikation und Selektion der am besten geeigneten Helferzellen zu verbessern und so Gesundheitssch\u00e4den auszuschalten, die bei den bisherigen Verfahren als Nebenwirkung drohen. Die Laudatio hielt Professor Hans-Ulrich Moritz vom Institut f\u00fcr Technische und Makromolekulare Chemie der Universit\u00e4t Hamburg.<\/p> <p>&#8222;Theorie&#8220; im Labor dient der klinischen Praxis<\/p> <p>An den bahnbrechenden Arbeiten der ausgezeichneten Wissenschaftler zeigt sich deutlich, dass und wie intensive Grundlagenforschung letztlich dem humanit\u00e4ren Anliegen der klinischen Anwendung dient. Der Weg f\u00fchrt aus dem Labor ans Krankenbett, neues theoretisches Wissen er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten der Heilungs-Praxis. Alle Preistr\u00e4ger w\u00fcrdigten in ihren Dankesreden diesen humanit\u00e4ren Ansatz der Stiftung. Besonders herzlich formulierte Angelika Amon, worum es ihren Kollegen und ihr geht: &#8222;dass unsere Forschung einmal dazu beitragen wird, das menschliche Leben, die menschliche Gesundheit zu verbessern, beizutragen, dass Leute geheilt werden von Krankheiten, an denen sie fr\u00fcher gestorben sind.&#8220;<\/p> <p>MuthKomm ist eine 2010 gegr\u00fcndete, inhabergef\u00fchrte Full-Service PR-Agentur in Hamburg<\/p> <p>Kontakt:<br \/> MuthKomm<br \/> Kathrin Ivens<br \/> Hopfensack 19<br \/> 20457 Hamburg<br \/> 040 30 7070 7008<br \/> kathrin.ivens@muthkomm.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.muthkomm.de\" title=\"\u00d6ffentlichkeitsarbeit\" >http:\/\/www.muthkomm.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Festtag f\u00fcr die medizinische Spitzenforschung Mit dem Motto &#8222;Ausgezeichnete Medizin&#8220; vergab die Hamburger Jung-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Forschung am 3. 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