{"id":3045,"date":"2012-10-29T17:12:54","date_gmt":"2012-10-29T16:12:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=3045"},"modified":"2015-06-15T21:06:20","modified_gmt":"2015-06-15T20:06:20","slug":"mit-richtiger-ernaehrung-auf-magenkrebs-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/mit-richtiger-ernaehrung-auf-magenkrebs-reagieren-103045\/","title":{"rendered":"Mit richtiger Ern\u00e4hrung auf Magenkrebs reagieren"},"content":{"rendered":"<p>KELLBERG-THYRNAU &#8211; Rund 15.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Magenkrebs. Rauchen, nitratreiche Ern\u00e4hrung, aber auch \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum und Bakterien werden als die Hauptursachen verd\u00e4chtigt. Ein wesentlicher Ansatz, um trotz dieser t\u00fcckischen Krankheit wieder Lebensqualit\u00e4t zu gewinnen, liegt in gezielten Rehabilitationsma\u00dfnahmen. &#8222;Bei fr\u00fchzeitigem Erkennen der Krankheit und richtiger Reha liegt die \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit bei 90 Prozent&#8220;, sagt Dr. Markus Higi, Chefarzt der Klinik Prof. Schedel im bayerischen Kellberg-Thyrnau (Lkr. Passau).<!--more-->Wenn die Diagnose Magenkrebs feststeht und das Ausma\u00df der Krebsausbreitung bestimmt wurde, stimmt der behandelnde Arzt mit dem Patienten ab, welche Behandlungsschritte durchgef\u00fchrt werden. Die Kern-Therapie beim Magenkarzinom ist die Operation, bei der der Tumor vollst\u00e4ndig entfernt wird. Ein heilender operativer Eingriff ist jedoch nicht immer m\u00f6glich, so dass dann eine Chemo- oder Strahlentherapie notwendig ist. Die teilweise oder vollst\u00e4ndige Entfernung des Magens beeintr\u00e4chtigt allerdings die Verdauung: Manche Patienten sind trotz vollst\u00e4ndiger Magenentfernung nahezu beschwerdefrei, andere hingegen haben erhebliche Beschwerden.<\/p> <p>&#8222;Der Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr Betroffene, um unbeschwert und mit hoher Lebensqualit\u00e4t den Alltag genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, ist die richtige Ern\u00e4hrungsweise&#8220;; erkl\u00e4rt Dr. Markus Higi. Genau dort setzen die Kellberger Experten schon im Zuge der Reha an: &#8222;Di\u00e4tassistenten erarbeiten zun\u00e4chst einen individuellen Kostaufbauplan. Den Patienten wird dann das n\u00f6tige Hintergrundwissen vermittelt&#8220;, sagt Dr. Higi, &#8222;wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und geben Magenkrebs-Patienten in unserer Di\u00e4tlehrk\u00fcche praktische Anleitungen. Wir zeigen ihnen in Kursen, worauf es f\u00fcr sie ankommt und vermitteln so zus\u00e4tzliche Kenntnisse. Mit diesem praktischen Ansatz haben wir nur beste Erfahrungen gemacht!&#8220; Bereits in der fr\u00fchen Phase nach einer Operation erhalten die Patienten ein leichtes k\u00f6rperliches Aufbauprogramm unter physiotherapeutischer Leitung, um einem Muskelabbau, bedingt durch negative Energiebilanzen, entgegenzuwirken. Manchmal sind zus\u00e4tzliche psychologische Hilfen wichtig. &#8222;Die Patienten m\u00fcssen ja nicht nur die Diagnose Krebs verarbeiten&#8220;, wei\u00df Onkologe Dr. Markus Higi, &#8220; sie haben auch k\u00f6rperliche Probleme, Probleme beim Essen, sie sind also in einer recht schwierigen Lebensphase.&#8220; Sein Erfolgsrezept: &#8222;Es ist ganz wichtig, dass man alle Therapien fach\u00fcbergreifend und sehr individuell auf den Patienten abgestimmt umsetzt. Der Patient macht einen Lernprozess durch, der sich \u00fcber mehrere Wochen erstreckt. Das verlangt von uns auf organisatorischer Seite sehr viel Einsatz, bringt ihm daf\u00fcr aber unglaublich viel.&#8220;<\/p> <p>Schon nach einigen Wochen sp\u00fcren Betroffene oft deutliche Fortschritte. Das in Kellberg vermittelte Wissen um zeitliche Abst\u00e4nde bei der Nahrungsaufnahme, der individuellen Vertr\u00e4glichkeit und an welcher Stelle man sehr vorsichtig sein muss, bewirkt eine Zunahme an Lebensqualit\u00e4t. Aber wie beim Gesunden auch, k\u00f6nnen sehr starke individuelle Streuungen vorliegen. Bei manchen gelingt der Kostaufbau ganz schnell und unkompliziert, andere wiederum haben noch l\u00e4ngere Zeit Probleme. &#8222;Diese Patienten werden sehr engmaschig und intensiv durch unsere Di\u00e4t-K\u00f6che und Di\u00e4tassistentinnen betreut&#8220;, erkl\u00e4rt Chefarzt Dr. Higi, &#8222;nicht selten sind zur Erhaltung eines ausreichenden Energiestoffwechsels dann auch hochenergetische Nahrungszus\u00e4tze erforderlich.&#8220;<\/p> <p>M\u00e4nner sind \u00fcbrigens deutlich h\u00e4ufiger von einem Magenkarzinom betroffen als Frauen. In manchen Regionen erkranken sie doppelt so oft. Dr. Higi: &#8222;Die Neuerkrankungsrate ist allerdings generell r\u00fcckl\u00e4ufig in Europa &#8211; im Gegensatz zu asiatischen L\u00e4ndern. Die meisten Erkrankungen treten jenseits des 50. Lebensjahres auf. Bei bestimmten seltenen, ererbten Anf\u00e4lligkeiten k\u00f6nnen jedoch bereits auch J\u00fcngere betroffen sein.&#8220;<\/p> <p>Was aber sind die ersten Anzeichen f\u00fcr ein Magenkarzinom? Dr. Markus Higi: &#8222;Die fr\u00fchen und kleinen Karzinome machen keinerlei Symptome. Sie werden meist per Zufall bei einer Magenspiegelung entdeckt. Chronische Magenschleimhautentz\u00fcndungen beg\u00fcnstigen die Ansiedelung des Bakteriums Helicobacter. Dieses Bakterium f\u00f6rdert in Verbindung mit entz\u00fcndlichen Reaktionen die Entstehung von Magenkrebs. Ein Helicobacterbefall der Magenschleimhaut erh\u00f6ht das Magenkrebs-Risiko dann leider auch gleich um das bis zu Sechsfache.&#8220; Experte Dr. Higi weist darauf hin, dass ein hoher Gehalt an Nitrat in der Nahrung bzw. im Trinkwasser das Erkrankungsrisiko steigert. &#8222;Nitrat kommt in stark ged\u00fcngten, pflanzlichen Lebensmitteln und verunreinigtem Trinkwasser vor. Nitrite wiederum tauchen in gep\u00f6kelten Nahrungsmitteln, speziell bei der Wurstkonservierung auf. Auch Benzpyren steht im Verdacht, den Magenkrebs zu f\u00f6rdern. Es handelt sich um chemische Verbindungen, die bei Verbrennungsvorg\u00e4ngen im Ru\u00df, in Grillprodukten, in Auto- und Industrieabgasen auftauchen. Zigarettenraucher sind damit besonders konfrontiert.&#8220; Die Institute f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforschungen empfehlen als Schutz hohen Obst- und Gem\u00fcseverzehr. Grunds\u00e4tzlich gilt aber: Bei geh\u00e4uften Schluckauf-Problemen, Magenschmerzen oder h\u00e4ufigem Unwohlsein sollte man m\u00f6glichst fr\u00fch einen Arzt aufsuchen. &#8222;Denn&#8220;, so Dr. Higi, &#8222;rechtzeitig erkannt, l\u00e4sst sich eine Magenkrebserkrankung heute bestens behandeln.&#8220;<\/p> <p>\u00dcber die Klinik Prof. Schedel GmbH Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich t\u00e4tig. Mit zw\u00f6lf \u00c4rzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der gr\u00f6\u00dften Einrichtungen f\u00fcr die Versorgung onkologischer Patienten im s\u00fcdostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha gro\u00dfen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller gro\u00dfen Akutkrankenh\u00e4user und der Universit\u00e4tskliniken in Bayern f\u00fcr Anschlussbehandlungen. Mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Transparenz und hoher Qualit\u00e4t werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengem\u00e4\u00df behandelt.<\/p> <p>Kontakt: Klinik Prof. Schedel GmbH Prof. Dr. Hannes Schedel Prof.-Dr.-Schedel-Stra\u00dfe 2 94136 Thyrnau-Kellberg 0 85 01 \/ 809-0 info@klinik-prof-schedel.de http:\/\/wwww.klinik-prof-schedel.de<\/p> <p>Pressekontakt: Presseb\u00fcro K\u00f6nig Josef K\u00f6nig Franz-Xaver-Neun-Stra\u00dfe 6 84347 Pfarrkirchen 08561910771 info@koenig-online.de http:\/\/www.koenig-online.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KELLBERG-THYRNAU &#8211; Rund 15.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Magenkrebs. Rauchen, nitratreiche Ern\u00e4hrung, aber auch \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum und Bakterien werden als die Hauptursachen verd\u00e4chtigt. 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