{"id":31573,"date":"2013-06-03T11:56:28","date_gmt":"2013-06-03T11:56:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=31573"},"modified":"2013-06-04T14:10:46","modified_gmt":"2013-06-04T13:10:46","slug":"ohne-aufwuchs-des-budgets-studienplatzabbau-unabwendbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/ohne-aufwuchs-des-budgets-studienplatzabbau-unabwendbar-1031573\/","title":{"rendered":"Ohne Aufwuchs des Budgets Studienplatzabbau unabwendbar"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-31784\" title=\"Technische Universit\u00e4t Berlin\" alt=\"Technische Universit\u00e4t Berlin\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Screenshot_21.jpg\" width=\"147\" height=\"127\" \/>TU Berlin: Tausende Studienpl\u00e4tze in Berlin in Gefahr<\/p> <p>Der Akademische Senat und das Kuratorium der TU Berlin schauen sehr besorgt auf die Hochschulvertragsverhandlungen im Land Berlin. Nachdem es zun\u00e4chst so aussah, als w\u00fcrden die berechtigten Forderungen der Hochschulen in der Berliner Politik ausreichend Geh\u00f6r finden, gibt es aktuell Grund zu gro\u00dfer Sorge. Die nun nicht \u00f6ffentlich diskutierten Summen f\u00fcr die Hochschulen des Landes sind weit vom tats\u00e4chlichen Bedarf entfernt und w\u00fcrden mehrere tausend Studienpl\u00e4tze und den Wissenschaftsstandort Berlin nachhaltig gef\u00e4hrden.<\/p> <p><!--more-->Entsprechend unterst\u00fctzt die Technische Universit\u00e4t Berlin ihren Pr\u00e4sidenten Prof. Dr.-Ing. J\u00f6rg Steinbach bei den Verhandlungen um die Hochschulbudgets der Jahre 2014 bis 2017. Er ist gleichzeitig auch Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz.&#8220;Berlin kann es sich nicht leisten, dass seine jungen Bewohnerinnen und Bewohner die Verlierer sind, sie in andere Bundesl\u00e4nder abwandern und ein international hochanerkannter Wissenschaftsstandort \u00fcber mehrere Jahre hinweg gesch\u00e4digt wird. Studienpl\u00e4tze, Ausbildungspl\u00e4tze und Wissenschaft geh\u00f6ren zu den wichtigsten Zukunftsperspektiven Berlins&#8220;, so der Pr\u00e4sident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. J\u00f6rg Steinbach.<\/p> <p>Hintergrund<br \/> Berlin ist ein \u00e4u\u00dferst erfolgreicher und attraktiver Wissenschaftsstandort mit gro\u00dfer Leistungsf\u00e4higkeit, hoher Reputation und deutlichen Erfolgen auf allen Ebenen der Forschung und Lehre. Die Berliner Hochschulen haben auf diese Bedeutung f\u00fcr die Region Berlin auch in j\u00fcngster Zeit immer wieder hingewiesen. Dieser Status Quo ist Ausgangsposition der Hochschulen f\u00fcr die laufenden Verhandlungen mit dem Berliner Senat. Ihre Forderungen zielen ausschlie\u00dflich darauf ab, den erreichten Status Quo zu halten. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen sie einen j\u00e4hrlichen Aufwuchs um zirka 3,8 Prozent. Am Ende der neuen Vertragsperiode im Jahr 2017 w\u00e4re damit ein Aufwuchs in H\u00f6he von 147 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2013 notwendig. Dieser Aufwuchs ist allein den steigenden Ausgaben geschuldet, die nicht durch die Hochschulen beeinflussbar sind. Dazu geh\u00f6ren Tariferh\u00f6hungen, die Inflationsrate und die steigenden Energiekosten. Der Akademische Senat und das Kuratorium der TU Berlin sind sich bewusst, dass diese Summe h\u00f6her ist, als die im Koalitionsvertrag festgelegte prozentuelle Steigerung.<\/p> <p>&#8222;Das Land Berlin muss jetzt Farbe bekennen und sich positionieren. Wir sind der Garant daf\u00fcr, dass die Jugendlichen in der Stadt gut ausgebildet und dass hochwertige Arbeitspl\u00e4tze geschaffen und gesichert werden. Berlin hat mit seinen Hochschulen einen Trumpf in der Hand, der auch international sehr gesch\u00e4tzt wird. Wir appellieren an das Land, ein deutliches Zeichen zu setzen f\u00fcr unsere jungen Menschen, f\u00fcr ihre Studienpl\u00e4tze und f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Berliner Forschung. W\u00fcrden die Hochschulvertr\u00e4ge, die momentan verhandelt werden, nicht den unabwendbaren Aufwuchs bekommen, baut das Land Berlin automatisch Studienpl\u00e4tze und auch Arbeitspl\u00e4tze in den Universit\u00e4ten ab. Sollten allein nur 10 Millionen Euro gespart werden m\u00fcssen, w\u00fcrde das der Vernichtung von 3000 Studienpl\u00e4tzen im ersten Hochschulsemester in Berlin entsprechen. Hinzu kommt, dass die TU Berlin gr\u00f6\u00dfter Ausbildungsbetrieb im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf f\u00fcr 160 Auszubildende in 15 verschiedenen Ausbildungsberufen ist. Auch hier w\u00e4re die Universit\u00e4t gezwungen, eine erhebliche Anzahl an Ausbildungspl\u00e4tzen zu reduzieren. Das sollte allen Beteiligten und der Berliner \u00d6ffentlichkeit klar sein&#8220;, sagt Prof. Dr.-Ing. J\u00f6rg Steinbach.<\/p> <p>Der Wert der Hochschulen f\u00fcr das Land Berlin<br \/> Jeder in die Berliner Universit\u00e4ten investierte Euro aus der \u00f6ffentlichen Landeskasse zieht zwei Euro an Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Hauptstadt nach sich. Dies ergab jetzt eine Studie der DIW econ GmbH, die erstmals die regional\u00f6konomischen Effekte der Freien Universit\u00e4t Berlin, der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin, der Technischen Universit\u00e4t Berlin und der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin zusammen beleuchtet. Rund 1,7 Milliarden Euro erwirtschafteten die Berliner Universit\u00e4ten im Jahr 2011 an regionaler Wertsch\u00f6pfung. Dem gegen\u00fcber standen 840 Millionen Euro an Steuergeldern, die im selben Jahr vom Land Berlin in die Universit\u00e4ten flossen. Der ausgel\u00f6ste Effekt der Universit\u00e4ten f\u00fcr den Standort ist demnach doppelt so hoch wie die \u00f6ffentliche Investition des Landes Berlin in sie. Auch die 96.000 Studierenden der vier Universit\u00e4ten kurbeln durch ihren Konsum die Wirtschaft in der Hauptstadt an. Im Jahr 2011 gaben sie rund eine Milliarde Euro aus.<\/p> <p>Bester Forschungsstandort Deutschlands<br \/> Der Erfolg der Berliner Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen wird auch durch ihre Drittmittelbilanz im j\u00fcngsten &#8222;F\u00f6rderatlas 2012&#8220; best\u00e4tigt, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Stifterverband f\u00fcr die Deutsche Wissenschaft vorlegten. Berlin konnte sich demzufolge zwischen 2008 und 2010 weiter verbessern und liegt mit insgesamt 631 Millionen Euro DFG-F\u00f6rdergeldern f\u00fcr alle Berliner Wissenschaftseinrichtungen nun deutlich an der Spitze der deutschen Regionen. Die DFG-F\u00f6rdergelder werden durch eine strenge wettbewerbliche Auswahl an die besten Forschungsvorhaben vergeben.<\/p> <p>Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin, Tel.: 030\/314-23922, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de<\/p> <p>Die Medieninformation der TU Berlin im \u00dcberblick:<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressestelle.tu-berlin.de\/medieninformationen\/\" title=\"Rund 300 Medieninformationen im Jahr gibt die Stabsstelle Presse, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Alumni heraus\" >www.pressestelle.tu-berlin.de\/medieninformationen\/<\/a><\/p> <p>Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universit\u00e4t in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualit\u00e4t.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> TU Berlin, Stabsstelle Presse, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Alumni<br \/> Stefanie Terp<br \/> Stra\u00dfe des 17. Juni 135<br \/> 10623 Berlin<br \/> 030\/314-23922<br \/> pressestelle@tu-berlin.de<br \/> http:\/\/www.pressestelle.tu-berlin.de\/menue\/service_fuer_journalisten\/<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TU Berlin: Tausende Studienpl\u00e4tze in Berlin in Gefahr Der Akademische Senat und das Kuratorium der TU Berlin schauen sehr besorgt auf die Hochschulvertragsverhandlungen im Land Berlin. Nachdem es zun\u00e4chst so aussah, als w\u00fcrden die berechtigten Forderungen der Hochschulen in der Berliner Politik ausreichend Geh\u00f6r finden, gibt es aktuell Grund zu gro\u00dfer Sorge. 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