{"id":3428,"date":"2012-12-10T17:00:18","date_gmt":"2012-12-10T16:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=3428"},"modified":"2015-06-15T21:06:20","modified_gmt":"2015-06-15T20:06:20","slug":"gerechtigkeit-bei-der-bekaempfung-von-betrug-und-verbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/gerechtigkeit-bei-der-bekaempfung-von-betrug-und-verbrechen-103428\/","title":{"rendered":"Gerechtigkeit bei der Bek\u00e4mpfung von Betrug und Verbrechen!"},"content":{"rendered":"<p>&#8211; Arbeitskreis: Wirtschaftskriminalit\u00e4t, Betrug und Opferschutz &#8211;<\/p> <p>Wirtschaftskriminalit\u00e4t, Pr\u00e4vention, Opferschutz, Interessenvertretung der Opfer, Genugtuung sind aktuelle Themen, die in dem von Dr. Thomas Schulte und Carsten Beyreuther gegr\u00fcndeten Arbeitskreis &#8222;Wirtschaftskriminalit\u00e4t und Opferschutz&#8220; erarbeitet werden. Der Arbeitskreis besch\u00e4ftigt sich neben der Analyse, warum und woher Wirtschaftskriminalit\u00e4t kommt, auch mit dem Opferschutz und dessen Interessenvertretung. Carsten Beyreuther, Teamchef von beyreutherTRAINING und bekannter Verkaufstrainer und Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt und prominenter Anlegersch\u00fctzer zum Thema: Interessenvertretung des Opfers<\/p> <p><!--more-->Dr. Thomas Schulte: &#8222;Zumeist besch\u00e4ftigt sich der &#8222;Verbrechensbek\u00e4mpfer&#8220; mit der Bestrafung des T\u00e4ters. Dabei wird alle Kraft der Recherche, Beweisfindung und \u00dcberf\u00fchrung des T\u00e4ters gewidmet. Bei dieser Rechnung bleibt jedoch einer auf der Strecke: Das Opfer. Unser Arbeitskreis hat sich bis jetzt viel mit der Analyse des T\u00e4ters besch\u00e4ftigt, warum begeht der T\u00e4ter ein solches Delikt, welche Motive\/Anreize treiben den T\u00e4ter zu solchen Taten, wie kann diese Art von Deliktsbegehung effektiv verhindert werden. All diese Fragen wurden in den letzten Seminarreihen analysiert und beleuchtet, ein genaues Bild \u00fcber den T\u00e4ter liegt vor.&#8220;<\/p> <p>Das Opfer Carsten Beyreuther: &#8222;Das auf der Strecke Bleiben des Opfers kann zwar durch die Viktimologie kompensiert werden. Die Viktimologie besch\u00e4ftigt sich mit der Opferforschung. Das Opfer wird dabei in Bezugnahme der Hilfswissenschaften Psychologie und Soziologie unterst\u00fctzt, aber Viktimologie im engeren Sinn und Opferschutz sind zwei verschiedene Institutionen, die zudem auch zwei verschiedene Ziele haben &#8211; obgleich sie beide das Opfer unterst\u00fctzten. Die Viktimologie besch\u00e4ftigt sich viel mit der inneren Seite des Opfers, beispielsweise die Straftat wird dabei unter psychologischen Aspekten noch einmal aufgearbeitet; unser Opferschutz bezieht sich eher auf die \u00e4u\u00dfere Seite des Opfers. Wir m\u00f6chten hierbei die Viktimologie und deren Effektivit\u00e4t nicht in Abrede stellen, sondern beide Aspekte als eine Art Synallagma betrachten.&#8220; Die Gleichung besteht aus zwei Seiten; T\u00e4ter und Opfer. Neben der Verhinderung ist das Opfer unsere wichtigste Ansprechstation. Zum besseren Verst\u00e4ndnis ein Fallbeispiel wie er in Deutschland in der Praxis fast t\u00e4glich vorkommt: Ein Mitarbeiter, der von seinem Chef \u00fcber mehrere Monate sein Gehalt nicht ausgezahlt bekommen hat, geht zu einem Anwalt und klagt. Nach dem nun Mahnbescheid, Gerichtsprozess erledigt waren, stellte sich f\u00fcr ihn die Frage: Wie bekommt dieser nun sein Geld wieder? Der Anspruch besteht, keine Frage, aber der T\u00e4ter ist nicht zahlungswillig bzw. verf\u00fcgt \u00fcber keine Zahlungsmittel &#8211; und nun?<\/p> <p>Dr. Thomas Schulte: &#8222;Nun bedarf es eines Denkmodells, das auf Opferschutz und Interessenvertretung ausgelegt ist. In der Medizin bei Immunkrankheiten, in der Geschichte bei Kriegen, \u00fcberall wird ein altes Prinzip angewandt: Die Aus-Feind-mach-Freund-Strategie. Sie ist uralt, klingt einfach und ist eben doch so effektiv. Niemandem ist geholfen, wenn der T\u00e4ter derart bek\u00e4mpft wird, dass das Opfer kein Geld sieht. In unserem oben genannten Fall ist in Puncto Opferschutz und Interessenvertretung unser wichtigstes Ziel, die Geh\u00e4lter f\u00fcr unseren Mandanten zu erstreiten. Im Rahmen der Legalit\u00e4t sind dabei leider viele Mittel nicht wirklich effektiv. Oft verh\u00e4rtet ein voreiliger Gerichtsprozess derart die Fronten, dass das Geld h\u00f6chstwahrscheinlich nie zu unserem Mandanten gelangt.&#8220;<\/p> <p>Carsten Beyreuther: &#8222;Vor allem eine weitere \u00dcberlegung ist f\u00fcr unser Denkmodell wichtig: Die Durchbrechung des Prinzips der S\u00fchne. Weder dem T\u00e4ter, noch dem Opfer ist damit geholfen, wenn der Gerichtsprozess nur als S\u00fchne- oder Racheakt betrachtet wird. Vielmehr muss man den T\u00e4ter vom Feind zu seinem Freund machen. Insoweit ist wieder auf unser Thema Wirtschaft und Ethik zu verweisen; auch religi\u00f6se Ansichten wie Vergebung spielen dabei eine Rolle. Deshalb ist ein Gerichtsprozess nicht unbedingt die effektivste L\u00f6sung bez\u00fcglich Opferschutz und Interessenvertretung. Vielfach haben sich die \u00dcberlegungen zur Mediation als hilfreicher erwiesen. Bei einem Gerichtsprozess assoziiert der T\u00e4ter sofort eine andere Vorgehensweise, denn ein Gerichtsprozess ist sehr negativ konnotiert. Der T\u00e4ter f\u00fchlt sich in die Ecke gedr\u00e4ngt und ist an keiner L\u00f6sung interessiert.&#8220;<\/p> <p>Einsicht als ersten Schritt Dr. Thomas Schulte: &#8222;Es ist verst\u00e4ndlich, dass die Vertrauensbasis zwischen dem T\u00e4ter und dem Opfer zerst\u00f6rt ist, das Opfer wird dem T\u00e4ter nat\u00fcrlich keinen Glauben mehr schenken. Dieses mangelnde Vertrauen muss ein Mediator oder Anwalt kompensieren und zusammen mit beiden eine L\u00f6sung erarbeiten. Als erster Schritt ist nat\u00fcrlich die Einsicht unabdingbar, sieht der T\u00e4ter sein Fehlverhalten nicht ein, so ist eine L\u00f6sung noch in weiter Ferne. Der T\u00e4ter muss verstehen, warum ein solches Verhalten illegal ist und was noch wichtiger ist, man muss ihm einen Weg aufzeigen, der nicht nur f\u00fcr das Opfer ertragbar ist. An einer L\u00f6sung ist er nur interessiert, wenn ihm diese L\u00f6sung auch etwas bringt. Opferschutz ist der Spagat zwischen dem Opfer und dem T\u00e4ter. Wir stehen dabei ganz klar auf der Opferseite, das bedeutet jedoch nicht die Bek\u00e4mpfung des T\u00e4ters, sondern vielmehr den T\u00e4ter hilfreich beim Opferschutz einzusetzen. Der gro\u00dfe Synergieeffekt besteht darin, das sowohl dem Opfer als auch dem T\u00e4ter geholfen werden.<\/p> <p>Ein solch hochgestecktes Ziel ist unter folgenden Voraussetzungen zu erreichen: &#8211; beide Parteien werden zusammengebracht und sind f\u00fcr Gespr\u00e4che offen &#8211; Klarheit dar\u00fcber, dass das \u00d6ffnen und Verhandeln lohnenswert ist &#8211; Sensibilisierung durch Verst\u00e4ndnis der andern Seite &#8211; Konfrontation mit dem entstandenen Schaden &#8211; Schadenauswirkungen beim Opfer und dessen Familie, Verwandten &#8211; T\u00e4ter und Opfer m\u00fcssen die Verhandlungen als gemeinsames Projekt betrachten<\/p> <p>Es gilt, Wege mithilfe eines Mediators oder Anwalts zu finden, die einen guten T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich bewirken. Dieser T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich kann sogar gem\u00e4\u00df \u00a7 46 a StGB mildernd auf die Strafe wirken, insofern eine solche in Betracht kommt.&#8220;<\/p> <p>Der Arbeitskreis wird sich weiter mit den Belangen des Opferschutzes in der Wirtschaftskriminalit\u00e4t besch\u00e4ftigen und in Seminarreihen das erworbene Wissen an Dritte weitergeben. Wirtschaftskriminalit\u00e4t ist auch interessengerechter T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich &#8211; Aus Feind wird Freund.<\/p> <p>V.i.S.d.P.:<\/p> <p>Carsten Beyreuther Teamchef beyreutherTRAINING<\/p> <p>Das Unternehmen BeyreutherTRAINING GmbH 2003 von Carsten Beyreuther gegr\u00fcndet geh\u00f6rt zu den f\u00fchrenden Anbietern professioneller Verkaufs-, Motivations- und Pers\u00f6nlichkeitstrainings und agiert weltweit. Teamchef Carsten Beyreuther wird von 18 Mitarbeitern unterst\u00fctzt und die beyreutherTRAINING GmbH setzt auf Begeisterung und \u00dcberzeugung durch Vor- und Selbermachen. Weitere Informationen unter: www.beyreuther-training.de<\/p> <p>Kontakt: beyreutherTRAINING GmbH Carsten Beyreuther Leite 48 14532 Kleinmachnow 0.8000.880.50.80 arbeitskreis@beyreuther-training.de http:\/\/www.beyreuther-training.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Arbeitskreis: Wirtschaftskriminalit\u00e4t, Betrug und Opferschutz &#8211; Wirtschaftskriminalit\u00e4t, Pr\u00e4vention, Opferschutz, Interessenvertretung der Opfer, Genugtuung sind aktuelle Themen, die in dem von Dr. Thomas Schulte und Carsten Beyreuther gegr\u00fcndeten Arbeitskreis &#8222;Wirtschaftskriminalit\u00e4t und Opferschutz&#8220; erarbeitet werden. Der Arbeitskreis besch\u00e4ftigt sich neben der Analyse, warum und woher Wirtschaftskriminalit\u00e4t kommt, auch mit dem Opferschutz und dessen Interessenvertretung. 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