{"id":35059,"date":"2013-06-26T13:07:38","date_gmt":"2013-06-26T13:07:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=35059"},"modified":"2013-06-26T15:14:43","modified_gmt":"2013-06-26T14:14:43","slug":"energieautark-und-co2-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/energieautark-und-co2-frei-1035059\/","title":{"rendered":"Energieautark und CO2-frei"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Spatenstich f\u00fcr das &quot;Aktivhaus&quot;\" alt=\"Spatenstich f\u00fcr das &quot;Aktivhaus&quot;\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/179654-150x150.jpg\" width=\"137\" height=\"137\" \/>&#8222;Aktivh\u00e4user&#8220; sind die Zukunft<\/p> <p>Viel Prominenz und lokale Akteure beim Spatenstich f\u00fcr das erste Effizienzhaus Plus im Geschosswohnungsbau. Das Geb\u00e4ude der Nassauischen Heimst\u00e4tte produziert kein CO2 mehr. Energie\u00fcberschuss l\u00e4dt Elektromobile auf.<br \/> Im Frankfurter Stadtteil Riedberg baut das Wohnungsunternehmen ein Geb\u00e4ude im Effizienzhaus Plus Standard mit 17 Zwei- bis F\u00fcnf-Zimmer-Wohnungen auf 1.600 Quadratmetern Gesamtwohnfl\u00e4che in vier Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. <!--more-->Neben Wirtschaftsminister Florian Rentsch, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Nassauischen Heimst\u00e4tte ist, fanden sich am Dienstag B\u00fcrgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz sowie der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HA Standentwicklungsgesellschaft Friedhelm Flug zum Spatenstich ein. Rund 50 G\u00e4ste aus der Stadtpolitik und dem Stadtteil begleiteten die Veranstaltung. Das Unternehmen rechnet mit rund zwei Jahren Bauzeit.<\/p> <p>Verbindung von Mobilit\u00e4t und Immobilit\u00e4t<br \/> Das Konzept, mehr Energie zu erzeugen als die Bewohner f\u00fcr W\u00e4rme und Haushaltsstrom ben\u00f6tigen, ist in Einfamilienh\u00e4usern bereits erprobt. &#8222;Wir bauen nach unseren Recherchen aber eines der ersten Mehrparteienh\u00e4user im Effizienzhaus Plus Standard, das auch noch einen Energie\u00fcberschuss f\u00fcr andere Anwendungen wie Elektromobilit\u00e4t erzeugt. Damit ist dieses &#8222;Aktivhaus&#8220; ein echtes Pionierprojekt&#8220;, betonte der Leitende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Prof. Thomas Dilger. &#8222;Energieeffizientes Bauen ist ein wichtiger Beitrag, um die Heizkosten der Verbraucher zu drosseln&#8220;, sagte Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch. &#8222;Deshalb unterst\u00fctzen wir das Vorhaben mit rund 1,7 Millionen Euro. Mit diesem Objekt setzt die Nassauische Heimst\u00e4tte bereits heute ein Zeichen f\u00fcr energieeffizientes Bauen und Wohnen in der Zukunft. Dies ist ganz im Sinne der Landesregierung, die mit ihrer neuen Wohnraumf\u00f6rderung auf den demografischen Wandel, aber auch auf die Herausforderung des Klimawandels reagiert.&#8220;<\/p> <p>Auch Frankfurts B\u00fcrgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz sprach von einem &#8222;wegweisenden Projekt&#8220;: &#8222;Ich bin \u00fcberzeugt, dass mit diesem Aktivhaus die Nassauische Heimst\u00e4tte eine Vorreiterrolle einnimmt, die in den kommenden Jahren etliche Nachahmer finden wird.&#8220; Neben dem \u00f6kologischen hob B\u00fcrgermeister Cunitz auch den sozialpolitischen Aspekt hervor: &#8222;Die Bewohner sind unabh\u00e4ngig von herk\u00f6mmlicher Heizung, K\u00fchlung und den damit verbundenen hohen Energiekosten.&#8220; Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HA Stadtentwicklungsgesellschaft Friedhelm Flug hob die Bedeutung des &#8222;Aktivhauses&#8220; f\u00fcr den jungen Stadtteil hervor: &#8222;Als Projektentwickler f\u00fcr das gesamte Riedberg-Areal freuen wir uns ganz besonders \u00fcber dieses innovative Wohnungsbauvorhaben, der Stadtteil Riedberg ist schon jetzt vorbildlich in punkto Energieeffizienz, mit diesem Leuchtturm-Projekt bewegen wir uns an der Spitze einer nachhaltigen Energieversorgung im Wohnungsbau&#8220;.<\/p> <p>Energieautark und CO2-frei<br \/> Der Energie\u00fcberschuss soll, so die Planung, auch gleich vor Ort verwendet werden und Elektroautos und E-Bikes in der Tiefgarage des Geb\u00e4udes aufladen, die von den Mietern gemeinsam genutzt werden. Theoretisch reicht die daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stehende Menge, damit die zehn vorgesehenen Elektromobile jeweils 12.800 Kilometer im Jahr fahren k\u00f6nnen. Gesucht wird f\u00fcr diese Verbindung von Plus-Energie-Bauweise und Elektromobilit\u00e4t zurzeit noch ein Partner f\u00fcr ein Car-Sharing-Modell. Zuk\u00fcnftige Mieter k\u00f6nnen damit auf ein eigenes Fahrzeug verzichten und eines der Car-Sharing-Fahrzeuge oder die fu\u00dfl\u00e4ufig erreichbare U-Bahn-Verbindung nutzen.<\/p> <p>Das Geb\u00e4ude ist als &#8222;Nur-Stromhaus&#8220; konzipiert. &#8222;Wir verbrennen keine Energietr\u00e4ger, um zum Beispiel W\u00e4rme zu produzieren und der Strom wird ausschlie\u00dflich \u00fcber die hauseigenen Photovoltaikmodule erzeugt. Damit versorgt sich das Geb\u00e4ude nicht nur v\u00f6llig autark mit Energie, sondern ist auch noch frei von jeglichen CO2-Emmissionen&#8220;, erl\u00e4utert Dilger. Entworfen hat das Mehrfamilienhaus Prof. Manfred Hegger mit seinem Kasseler B\u00fcro HHS Planer + Architekten. Die Photovoltaikmodule sind in das um zehn Grad geneigte Dach und in die S\u00fcdfassade des Geb\u00e4udes integriert und liefern einen Stromertrag von 86.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh\/a). Die W\u00e4rmepumpe, sozusagen die Heizung des Hauses, verbraucht 15.000 kWh\/a. Die Mieter werden bei der Anschaffung von modernen Haushaltsger\u00e4ten des Energieeffizienzlabels A++ unterst\u00fctzt, die 36.000 kWh\/a verbrauchen. Der rechnerische \u00dcberschuss von 32.000 kWh\/a wird in den Elektromobilen und in einer Batterieanlage gespeichert.<\/p> <p>Eis produziert W\u00e4rme<br \/> Energiequellen sind Photovoltaikmodule auf dem Dach und an der S\u00fcdfassade, erg\u00e4nzt um einen unterirdischen Eisspeicher. Er liegt nur etwa einen Meter unter der Erde, teure und aufw\u00e4ndige geothermische Bohrungen entfallen damit. Die W\u00e4rmeversorgung funktioniert auch, wenn die Temperaturen mal l\u00e4ngere Zeit unter den Gefrierpunkt fallen. Der Eisspeicher nutzt dann die hohen Energieertr\u00e4ge beim Phasen\u00fcbergang von Wasser zu Eis f\u00fcr die W\u00e4rmeerzeugung. Die Geb\u00e4udeform sowie die Kompaktheit des Bauk\u00f6rpers und seine Ausrichtung sorgen daf\u00fcr, dass Tageslicht, nat\u00fcrliche L\u00fcftung und Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden k\u00f6nnen. Die Geb\u00e4udeh\u00fclle mit Boden, W\u00e4nden, Dach und Fenstern orientiert sich an den Anforderungen des Passivhaus-Standards. Eine mechanische L\u00fcftung mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung reduziert W\u00e4rmeverluste im Winter und erh\u00f6ht den Wohnkomfort. Die nat\u00fcrliche L\u00fcftung \u00fcber die Fenster bleibt auch hier jederzeit m\u00f6glich.<\/p> <p>Test f\u00fcr den Baustandard der Zukunft<br \/> Die Baukosten liegen um etwa 25 Prozent \u00fcber denen eines herk\u00f6mmlich nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung errichteten Geb\u00e4udes. Neben der Wohnungsbauf\u00f6rderung durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt kommen weitere F\u00f6rdermittel des Bundesbauministeriums f\u00fcr Modellh\u00e4user hinzu, die den Effizienzhaus-Plus-Standard erf\u00fcllen, sowie aus dem KfW-Programm Energieeffizient Bauen. Die Wohnungen am Riedberg sollen f\u00fcr 12 bis 14 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Mieter fallen jedoch keine Stromkosten an. Nach einer zweij\u00e4hrigen wissenschaftlichen Begleitung des Projekts soll klar sein, ob sich die Bauweise bew\u00e4hrt hat, um sie in gro\u00dfem Stil auf den Wohnungsneubau anzuwenden. &#8222;Wir m\u00fcssen jetzt anfangen, zukunftsorientiert zu bauen und neue Technologien auf Massentauglichkeit zu testen, wenn wir die Energiewende im Geb\u00e4udebereich schaffen wollen&#8220;, ist sich Dilger sicher.<\/p> <p>Unternehmensgruppe Nassauische Heimst\u00e4tte\/Wohnstadt<br \/> Die Nassauische Heimst\u00e4tte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt\/Main, bietet seit 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie besch\u00e4ftigt rund 660 Mitarbeiter. 2005 erwarb die Nassauische Heimst\u00e4tte die Anteile des Landes Hessen an der Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH, Kassel. Durch den Zusammenschluss avancierte sie zu einem der f\u00fchrenden deutschen Wohnungsunternehmen: der Unternehmensgruppe Nassauische Heimst\u00e4tte\/Wohnstadt mit 62.000 Mietwohnungen in 150 St\u00e4dten und Gemeinden. Diese werden aktuell von rund 260 Mitarbeitern &#8211; in vier Regional- untergliedert in 13 Service-Centern &#8211; betreut. Aus der gestiegenen Nachfrage heraus entwickelte sich im folgenden Jahr die Marke &#8222;NH ProjektStadt&#8220;. Dort werden Kompetenzfelder geb\u00fcndelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben sowie Consulting-Aktivit\u00e4ten im In- und Ausland durchzuf\u00fchren.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Nassauische Heimst\u00e4tte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH<br \/> Jens Duffner<br \/> Untermainkai 12-13<br \/> 60311 Frankfurt am Main<br \/> 069 6069-1321<br \/> jens.duffner@naheimst.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.naheimst.de\" title=\"umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln\" >http:\/\/www.naheimst.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Aktivh\u00e4user&#8220; sind die Zukunft Viel Prominenz und lokale Akteure beim Spatenstich f\u00fcr das erste Effizienzhaus Plus im Geschosswohnungsbau. Das Geb\u00e4ude der Nassauischen Heimst\u00e4tte produziert kein CO2 mehr. Energie\u00fcberschuss l\u00e4dt Elektromobile auf. 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