{"id":37807,"date":"2013-07-16T12:15:51","date_gmt":"2013-07-16T12:15:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=37807"},"modified":"2013-07-18T14:17:07","modified_gmt":"2013-07-18T13:17:07","slug":"patente-von-der-ersten-idee-zum-wirtschaftlichen-produkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/patente-von-der-ersten-idee-zum-wirtschaftlichen-produkt-1037807\/","title":{"rendered":"Patente &#8211; Von der ersten Idee zum wirtschaftlichen Produkt"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-38121\" title=\"Wie Erfindungen patentiert und zu Produkten werden\" alt=\"Wie Erfindungen patentiert und zu Produkten werden\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Screenshot_10.jpg\" width=\"164\" height=\"123\" \/>Im weltweiten Markt muss Patentstrategie international ausgerichtet sein<\/p> <p>Die Marktmacht Chinas in der Produktion von Solarzellen ist schwer zu durchbrechen. Zu niedrig sind die chinesischen Produktionskosten im internationalen Vergleich und zu aggressiv ist die Subventionspolitik der chinesischen Regierung. Die deutschen Anlagenbauer hingegen profitieren von dieser Entwicklung.<\/p> <p>Die Solarbranche erf\u00e4hrt derzeit &#8211; nach vielen erfolgreichen Jahren &#8211; einen immensen Umbruch. Die Diskussion \u00fcber die Strafz\u00f6lle f\u00fcr chinesische Solarzellen hat es gezeigt: <!--more-->Die Marktmacht Chinas in der Produktion von Solarzellen ist schwer zu durchbrechen. Zu aggressiv ist die Subventionspolitik der chinesischen Regierung &#8211; zu niedrig sind die chinesischen Produktionskosten im internationalen Vergleich. &#8222;Eine abgestimmte Patentstrategie h\u00e4tte helfen k\u00f6nnen, dem Streit um Strafz\u00f6lle in der Photovoltaikindustrie die Spitze zu nehmen&#8220;, so TLB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marcus Lehnen.<\/p> <p>Die deutschen Anlagenbauer hingegen profitieren oder profitierten zumindest von dieser Entwicklung. Denn das technische Know-how, also der Technologievorsprung kann nicht einfach kopiert werden. So wurde ein Gro\u00dfteil des Umsatzes der Hersteller von Photovoltaik-Equipment in den vergangenen Jahren in China und anderen asiatischen L\u00e4ndern gemacht. Aufgrund der \u00dcberkapazit\u00e4ten auf dem Solarzellenmarkt kam es allerdings im letzten Jahr zu einem schmerzhaften Einbruch in den Absatzzahlen.<br \/> Eine ganze Reihe von Entwicklungen, auf denen der deutsche Technologie-Vorsprung im Anlagenbau beruht, wurden an Forschungseinrichtungen in Baden-W\u00fcrttemberg gemacht und patentiert. Die Technologie-Lizenz-B\u00fcro (TLB) GmbH (http:\/\/www.tlb.de) als Partner der Universit\u00e4ten im Bereich IP-Marketing hat mit ihrer Patentierungsstrategie fr\u00fchzeitig auf neue M\u00e4rkte gesetzt und f\u00fcr wichtige Technologien Patente im Bereich Photovoltaik international angemeldet. Drei Basispatente wurden auch f\u00fcr China mittlerweile erteilt.<\/p> <p>Der Bereich Photovoltaik und Solartechnik stellt einen wichtigen Cluster dar und wurde konsequent ausgebaut.<br \/> Besonderen Wert legte TLB auf die internationale Anmeldung von Basispatenten. Das bedeutet, dass durch das Patent eine Schl\u00fcsseltechnologie abgedeckt wird. Dies ist die Grundlage daf\u00fcr, dass TLB die Technologie-Lizenzen an deutsche Anlagenbauer vergeben konnte und deren Produkte auch im Ausland und hier speziell in China gesch\u00fctzt sind vor dem einfachen Kopieren. Beispielsweise kann mit einem an der Universit\u00e4t Konstanz (http:\/\/cms.uni-konstanz.de\/physik\/hahn\/) erforschten Verfahren zur Modifikation der Frontseite der Solarzellen der Wirkungsgrad deutlich verbessert werden. &#8222;F\u00fcr Produzenten von Solarzellen ist das h\u00f6chst relevant&#8220;, so Professor Giso Hahn, der die Photovoltaik-Abteilung an der Uni Konstanz leitet. &#8222;Bereits eine Steigerung von einem Prozent absolut kann einem Unternehmen mit einer Produktion von etwa 100 Millionen Solarzellen im Jahr einen j\u00e4hrlichen Zusatzumsatz von mehreren Millionen Euro einbringen.&#8220;<\/p> <p>In den vergangenen Jahren stieg das Verkaufsvolumen weltweit stark an. In 2012 sind weltweit 34 Gigawatt-Leistung Solarzellen verkauft und installiert worden, in Deutschland ca. ein Viertel davon. Hauptabnehmer f\u00fcr Produktionsanlagen war und ist vor allem China. Anlagenbauer mit Lizenz haben einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dadurch, dass sie diese neuen Technologien legal anbieten und deren Kunden Solarzellen auf dem neusten Stand legal herstellen d\u00fcrfen. Patentersch\u00f6pfung nennt man diesen Vorgang. Das bedeutet, dass die Lizenz auch f\u00fcr das Produkt gilt, das mit den lizenzierten Maschinen hergestellt wird, in diesem Fall also die Solarzellen. Da sich der Markt im Bereich Photovoltaik sehr stark nach China verlagert hat, ist ein chinesisches Patent unabdingbar auch f\u00fcr den mittelst\u00e4ndischen Anlagenbauer aus Baden-W\u00fcrttemberg. Durch das patentierte Know-how k\u00f6nnen Solarzellen kosteng\u00fcnstiger hergestellt werden, was wiederum einen unverzichtbaren Wettbewerbsvorteil im internationalen Konkurrenzkampf darstellt. Am Niedergang der deutschen Solarindustrie &#8211; Q-Cells, SolarWorld, Sunways und nicht zuletzt Bosch Solar und die Solarsparte von Siemens &#8211; ist nachzuvollziehen, wie schnell einst erfolgreiche Firmen im Weltmarkt abgeh\u00e4ngt werden k\u00f6nnen.<\/p> <p>Dr.-Ing. Hubert Siller hat die Patentierungsstrategie betreut: &#8222;Meiner Erfahrung nach werden Patente entgegen der allgemeinen Meinung als sehr wichtig in der chinesischen Wirtschaft angesehen &#8211; gerade in der Photovoltaik. Die chinesischen Firmen sind an einem Wettbewerbsvorteil interessiert und auch bereit, in patentierte Technologien zu investieren. Die Lizenzzahlungen kommen so auch wieder der heimischen Forschung zugute&#8220;, erl\u00e4utert der TLB-Innovationsmanager. &#8222;Die Produktion ist zwar nach China verlagert. Aber die Produktion des Equipments und nicht zuletzt die Forschung und Entwicklung findet in Deutschland statt und durch die Lizenzen flie\u00dft ein Teil der Investitionen wieder an die Universit\u00e4ten und andere Forschungseinrichtungen zur\u00fcck.&#8220;<\/p> <p>Die Technologie-Lizenz-B\u00fcro (TLB) GmbH ist eine Agentur f\u00fcr Erfindungs- und Patentmanagement in Deutschland. TLB begleitet Erfindungen von Hochschulen, Unternehmen und Erfindern auf ihrem Weg von der ersten Idee bis zum wirtschaftlichen Produkt.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Technologie-Lizenz-B\u00fcro (TLB) GmbH<br \/> Annette Siller<br \/> Ettlinger Str. 25<br \/> 76137 Karlsruhe<br \/> 0721 79004-0<br \/> asiller@tlb.de<br \/> http:\/\/www.tlb.de<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> Technologie-Lizenz-B\u00fcro (TLB)<br \/> Annette Siller<br \/> Ettlinger Str. 25<br \/> 76137 Karlsruhe<br \/> 0721 79004-0<br \/> asiller@tlb.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.tlb.de\/\" title=\"TLB \u2013 Deutschlands erfahrenste Agentur f\u00fcr Erfindungs- und Patentmanagement\" >http:\/\/www.tlb.de<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im weltweiten Markt muss Patentstrategie international ausgerichtet sein Die Marktmacht Chinas in der Produktion von Solarzellen ist schwer zu durchbrechen. 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