{"id":380,"date":"2010-06-10T07:13:59","date_gmt":"2010-06-10T06:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=380"},"modified":"2011-08-09T13:53:48","modified_gmt":"2011-08-09T12:53:48","slug":"wie-mathematiker-ticken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wie-mathematiker-ticken-10380\/","title":{"rendered":"Wie Mathematiker ticken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wissenschaftler sch\u00e4tzen Klimawandel durch Eiszeit f\u00fcr die amerikanischen Ureinwohner als weniger drastisch ein <\/strong><\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 12. April 2010<\/p> <p>In der J\u00fcngeren Dryas-Zeit vor etwa 11.000 Jahren, als es wieder zu einer Eiszeit kam, bev\u00f6lkerten Pal\u00e4oindianer* Nordamerika. Bisher ging man davon aus, dass die Anpassung an sinkende Temperaturen f\u00fcr diese Menschen eine ganz erhebliche Herausforderung darstellte. David Meltzer von der Southern Methodist University in Dallas, USA, und Vance Holliday von der University of Arizona in Tucson, USA, kamen hier zu einem anderen Schluss: Ihre Studie zu Klima- und Umweltbedingungen in dieser Zeit auf dem nordamerikanischen Kontinent erscheint jetzt bei Springer im Journal of World Prehistory.<!--more--><\/p> <p>Die beiden Wissenschaftler gehen davon aus, dass die klimatischen Bedingungen in den Great Plains und den Rocky Mountains in der Tat weniger extrem waren als bisher vermutet und die pal\u00e4oindianische Bev\u00f6lkerung, die sich im sp\u00e4ten Eiszeitalter \u00fcber Nordamerika ausbreitete, nicht wesentlich belastet haben.<\/p> <p>Meltzer und Holliday bezweifeln, dass die Abk\u00fchlung in Nordamerika \u00fcberall \u00e4hnlich abrupt und tiefgreifend war und dass sich die sinkenden Temperaturen \u00fcberhaupt derart deutlich auf die Nordamerikaner des Pleistoz\u00e4ns ausgewirkt haben. Ihre umfassende Studie zum Klima und m\u00f6glichen Umweltbedingungen im Nordamerika dieses Zeitalters geht davon aus, dass die Abk\u00fchlung in der J\u00fcngeren Dryas-Zeit keineswegs so pl\u00f6tzlich, umfassend und schwerwiegend war wie bisher angenommen \u2013 die Vorstellung, dass die Pal\u00e4oindianer von diesen Bedingungen \u00fcberrascht wurden, erscheint den beiden Wissenschaftlern fraglich.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eUnter Ber\u00fccksichtigung aller Umst\u00e4nde erscheint es nicht wahrscheinlich, dass die pal\u00e4oindianische Bev\u00f6lkerung in gro\u00dfen Teilen Nordamerikas s\u00fcdlich der zur\u00fcckweichenden Eisplatten st\u00e4ndig unter dem Klimawandel der J\u00fcngeren Dryas-Zeit gelitten hat. Die Anpassung an ver\u00e4nderte Klima- und Umweltbedingungen war nichts Neues f\u00fcr sie \u2013 es war ihr Alltag.\u201c<\/p> <p>*die ersten Menschen, die w\u00e4hrend der letzten Eiszeit des Pleistoz\u00e4ns den amerikanischen Kontinent besiedelten<\/p> <p>Quelle<br \/> 1. Meltzer DJ &amp; Holliday VT (2010). Would North American Paleoindians Have Noticed Younger Dryas Age Climate Changes? Journal of World Prehistory; DOI 10.1007\/s10963-009-9032-4<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten als PDF-Dokument zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p><strong>Kontakt: Corinna Sch\u00e4fer, Springer, Tel. +49 6221 487-8414, corinna.schaefer@springer.com<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftler sch\u00e4tzen Klimawandel durch Eiszeit f\u00fcr die amerikanischen Ureinwohner als weniger drastisch ein New York \/ Heidelberg, 12. 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