{"id":38882,"date":"2013-07-24T13:17:15","date_gmt":"2013-07-24T13:17:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=38882"},"modified":"2021-08-06T11:02:34","modified_gmt":"2021-08-06T10:02:34","slug":"kein-wettbewerbsnachteil-fuer-den-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/kein-wettbewerbsnachteil-fuer-den-mittelstand-1038882\/","title":{"rendered":"Kein Wettbewerbsnachteil f\u00fcr den Mittelstand"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-39038\" title=\"Der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. hat sich die F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch eine systematische und st\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit zum Ziele gesetzt.\" alt=\"Der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. hat sich die F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch eine systematische und st\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit zum Ziele gesetzt.\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Screenshot_6.jpg\" width=\"211\" height=\"142\" \/>Wettbewerb nicht verzerren<\/p> <p>Zu dem heute von der EU-Kommission vorgelegten Verordnungsentwurf zur Regulierung von Interbankenentgelten nimmt der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. wie folgt Stellung.<\/p> <p>Die EU-Kommission hat heute den Verordnungsentwurf zur Regulierung von Interbankenentgelten in Europa vorgestellt. Demnach sollen k\u00fcnftig unter anderem die sogenannten Interbankenentgelte staatlich festgesetzt werden. Das Interbankenentgelt ist eine Geb\u00fchr, die von der Bank des Einzelh\u00e4ndlers f\u00fcr jede ausgef\u00fchrte elektronische Zahlung an die Bank des Kartennutzers abgef\u00fchrt wird. <!--more-->Der Verbraucher zahlt diese Geb\u00fchr nicht direkt, vielmehr teilen sich Verbraucher und H\u00e4ndler die anfallenden Kosten der elektronischen Kartenzahlung, da sie Teil der Preiskalkulation sind.<\/p> <p>Der Vorsitzende des Vereins zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V., Dr. h. c. Hansj\u00fcrgen Doss, betont: &#8222;Die von der EU beabsichtigte F\u00f6rderung von Wettbewerb und von innovativen elektronischen Zahlungsm\u00f6glichkeiten unterst\u00fctze ich uneingeschr\u00e4nkt. Die Hoffnung von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, dass der Verbraucher von der vorgeschlagenen Regulierung der Interbankenentgelte profitiert, wird sich, wie unter anderem die Erfahrungen in unserem europ\u00e4ischen Partnerland Spanien zeigen, leider nicht erf\u00fcllen. Das Vorhaben sollte mit allen Beteiligten, wie zum Beispiel dem Handel, den Banken und den Kreditartenanbietern, \u00fcberdacht werden.&#8220; Die spanische Studie der Universit\u00e4t Rey Juan Carlos belegt, dass die von der spanischen Regierung im Dezember 2005 beschlossene Regulierung der Interbankenentgelte f\u00fcr die Jahre 2006 bis 2010 nicht den gew\u00fcnschten Erfolg, n\u00e4mlich eine Kostensenkung f\u00fcr den Verbraucher, brachte. Die Interbankenentgelte wurden durchschnittlich um 57,3 Prozent gesenkt. Gleichzeitig stiegen aber die j\u00e4hrlichen Kartengeb\u00fchren f\u00fcr den Verbraucher um 50 Prozent. Doss erg\u00e4nzt: &#8222;Die heutige Vorstellung des Vorschlags in Br\u00fcssel hat es gezeigt: Die Kommission kann keine Antwort darauf geben, wie sichergestellt werden kann, dass die Kosteneinsparungen der H\u00e4ndler an die Kunden weitergegeben werden. Am Ende werden die Verbraucher doppelt benachteiligt &#8211; durch h\u00f6here Kartengeb\u00fchren ohne entsprechende Einsparungen beim Einkaufen.&#8220;<\/p> <p>Zudem sieht der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. ein weiteres Problem im vorgelegten Papier. Beim grenz\u00fcberschreitenden Zahlungsverkehrsmarkt wird das Interbankenentgelt auf maximal 0,3 Prozent festgelegt. Mittelst\u00e4ndler und kleinere Unternehmen, die mit lokalen Geldinstituten zusammenarbeiten, sollen den h\u00f6heren nationalen Satz bezahlen. &#8222;Diese Benachteiligung des Mittelstandes und der Kleinh\u00e4ndler verzerrt den Wettbewerb zum Nachteil derer, die regional Arbeitspl\u00e4tze schaffen und sichern. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes ist unbestritten, daher sollte dieser keinem Wettbewerbsnachteil ausgesetzt werden &#8222;, so Doss.<\/p> <p>Der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. hat sich die F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch eine systematische und st\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit zum Ziele gesetzt. Die Gr\u00fcnder des Vereins und seine Mitglieder lassen sich von der Erkenntnis leiten, da\u00df die Wettbewerbswirtschaft die Grundlage des wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstiegs und der freiheitlichen Gesellschaftsordnung Deutschlands ist. Der Verein will mit seiner Arbeit zur Sicherung dieser Entwicklung beitragen.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V.<br \/> Dr. Peter Spary<br \/> Wilhelmstra\u00dfe 77<br \/> 10117 Berlin<br \/> 0 30\/ 22 48 90 79<br \/> mittelstand@peterspary.de<br \/> http:\/\/www.vfw-berlin-mitte.de\/<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wettbewerb nicht verzerren Zu dem heute von der EU-Kommission vorgelegten Verordnungsentwurf zur Regulierung von Interbankenentgelten nimmt der Verein zur F\u00f6rderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. wie folgt Stellung. Die EU-Kommission hat heute den Verordnungsentwurf zur Regulierung von Interbankenentgelten in Europa vorgestellt. Demnach sollen k\u00fcnftig unter anderem die sogenannten Interbankenentgelte staatlich festgesetzt werden. 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