{"id":40394,"date":"2013-08-05T12:07:52","date_gmt":"2013-08-05T12:07:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=40394"},"modified":"2024-01-18T12:40:05","modified_gmt":"2024-01-18T11:40:05","slug":"chancen-der-lasik-operationstechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/chancen-der-lasik-operationstechnik-1040394\/","title":{"rendered":"Chancen der LASIK-Operationstechnik"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Prof. Dr. med. Philipp Jacobi, leitender Chirurg der Augenkliniken Veni Vidi\" alt=\"Prof. Dr. med. Philipp Jacobi, leitender Chirurg der Augenkliniken Veni Vidi\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/185277-150x150.jpg\" width=\"125\" height=\"125\" \/>LASIK &#8211; Die Laser-in-situ-Keratomileusis<\/p> <p>Eine bew\u00e4hrte Methode mit interessanten Forschungsaussichten<br \/> Prof. Dr. med. Philipp Jacobi, leitender Chirurg der Augenkliniken Veni Vidi (http:\/\/augen-venividi.de) , stellt einen der h\u00e4ufigsten Eingriffe weltweit vor.<\/p> <p>Was genau ist eine LASIK-Behandlung \u00fcberhaupt?<br \/> <!--more-->Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist eine Augenoperation zur Korrektur optischer Fehlsichtigkeit. Bei dem Laserverfahren wird durch Gewebeabtrag in der Hornhaut eine \u00c4nderung der Hornhautradien erreicht und &#8211; bei optimalem Behandlungserfolg &#8211; relativ schnell und schmerzarm scharfes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen erm\u00f6glicht.<\/p> <p>Wer kann sich operieren lassen?<br \/> Patienten, die sich einer LASIK-Operation unterziehen, sollten im Dioptrienbereich von -8 Dioptrien Kurzsichtigkeit und +4 Dioptrien Weitsichtigkeit bzw. 3 Dioptrien Hornhautverkr\u00fcmmung (Astigmatismus) liegen. LASIK-Patienten sollten vollj\u00e4hrig und bei weitgehend gutem allgemeinem Gesundheitszustand sein. Grundvoraussetzung ist eine ausreichend dicke Hornhaut von mindestens 500 Mikrometer. Augenerkrankungen wie symptomatischer Katarakt (Grauer Star), Glaukom (Gr\u00fcner Star) mit Gesichtsfeldsch\u00e4den oder fortschreitende Hornhauterkrankungen (Keratokonus) gelten als Kontraindikationen zur LASIK.<br \/> Die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen \u00fcbernommen.<\/p> <p>Wie hat sich die LASIK-Operation als Methode entwickelt?<br \/> Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden erste Versuche in der refraktiven, also die Gesamtbrechkraft des Auges ver\u00e4ndernden Chirurgie vorgenommen. In den 30er-Jahren wurde ein Verfahren zur Abflachung der Hornhaut mittels sternf\u00f6rmiger Schnitte in deren Oberfl\u00e4che entwickelt. Es traten jedoch verst\u00e4rkt Komplikationen bei der Vernarbung auf.<br \/> Anstatt die Abflachung durch eine direkte Schw\u00e4chung der Hornhaut mit tiefen Schnitten zu vollziehen, wurde ab den 60er-Jahren die Abflachung durch den fl\u00e4chigen Gewebeabtrag innerer Hornhautschichten, die Keratomileusis, bevorzugt.<br \/> 1983 wurde erstmals die Methode der refraktiven Korrektur mittels Lasertechnik beschrieben. 1987 wurde am Universit\u00e4tsklinikum der Freien Universit\u00e4t Berlin mit der photorefraktiven Keratektomie (PRK) dieses Verfahren erstmals am Menschen angewandt. In den 1990er-Jahren wurde die PRK zur LASEK weiterentwickelt. 1989 wurde die Keratomileusis zum ersten Mal mit dem Excimerlaserverfahren kombiniert und als Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) beschrieben.<br \/> Die LASIK wird heute haupts\u00e4chlich eingesetzt und hat andere Methoden wie die radi\u00e4re Keratotomie weitgehend verdr\u00e4ngt.<\/p> <p>Wie l\u00e4uft ein Erstkontakt mit dem Patienten ab?<br \/> Bei einem Erstgespr\u00e4ch werden die Erwartungen des Patienten abgekl\u00e4rt, und es findet eine umfangreiche Untersuchung der Augen statt. Dabei wird unter anderem der genaue Brechwert der Augen ermittelt, der das Ausma\u00df der Fehlsichtigkeit bestimmt. Mit Hilfe eines komplexen Messverfahrens, der sogenannten Hornhaut-Topographie, wird ein exaktes Oberfl\u00e4chenbild der Hornhaut aufgezeichnet und analysiert sowie die Hornhautdicke ermittelt. Au\u00dferdem werden Pupillengr\u00f6\u00dfe und Augeninnendruck \u00fcberpr\u00fcft.<\/p> <p>Seit Kurzem steht uns ein weiteres, f\u00fcr die refraktive Chirurgie sehr n\u00fctzliches diagnostisches Screeningverfahren zur Verf\u00fcgung, die Wellenfront-Analyse. Sie erm\u00f6glicht die Erfassung und Analyse s\u00e4mtlicher optischer Merkmale des Auges, also auch solcher tiefer im Auge liegenden optischen Grenzfl\u00e4chen wie zum Beispiel der Linse. Die Messung des gesamten optischen Systems mit der sehr fortschrittlichen Wellenfront-Technologie liefert so spezifische Daten, dass eine individuelle Laserkorrektur der Fehlsichtigkeit m\u00f6glich ist.<\/p> <p>Wie funktioniert eine LASIK-OP?<br \/> Spricht nach der ausf\u00fchrlichen Voruntersuchung nichts gegen einen LASIK-Eingriff, wird wie folgt vorgegangen:<br \/> Die Operation wird ambulant durchgef\u00fchrt. Der Patient erh\u00e4lt vor der Operation eine Beruhigungs- und eine Schmerztablette. Zus\u00e4tzlich wird das zu operierende Auge mit Tropfen lokal bet\u00e4ubt. Das Auge wird dann mit einem Saugring fixiert und die Hornhaut wird so eingeschnitten, dass sich eine d\u00fcnne Scheibe der Hornhaut zur Seite klappen l\u00e4sst. Dann werden mit einem Kaltlichtlaser, dem Excimerlaser, die tieferen Hornhautschichten modelliert. Dieser Vorgang dauert nicht mehr als ein bis zwei Minuten. Bei Kurzsichtigkeit wird die Hornhaut im Prinzip der Minuslinse im Zentrum abgeflacht. Bei Weitsichtigkeit wird zum \u00e4u\u00dferen Rand der Hornhaut hin Gewebe ringf\u00f6rmig abgetragen, was dem Prinzip der Sammellinse entspricht.<\/p> <p>Bei der Korrektur einer Hornhautverkr\u00fcmmung wird die Oberfl\u00e4che der Hornhaut so abgetragen, dass sie der Kugelform angen\u00e4hert wird. Nach der Korrektur der Hornhaut wird die zuvor zur Seite geklappte Hornhautscheibe wieder \u00fcber die operierte Stelle gelegt und angedr\u00fcckt. Die Scheibe haftet von selbst und sch\u00fctzt die Wunde. Der gesamte Eingriff dauert bei normalem Ablauf nicht mehr als zehn Minuten pro Auge. Ungef\u00e4hr 30 Minuten nach dem Eingriff wird das Auge untersucht und mit einem durchsichtigen Verband abgedeckt. Der Patient kann nach Hause gehen.<\/p> <p>Am Tag nach der Operation stellt sich der Patient zur Kontrolle vor, und meist reicht eine weitere abschlie\u00dfende Kontrolle nach etwa drei Wochen aus.<br \/> Nach der OP auftretende Probleme und subjektive Einschr\u00e4nkungen sind so gering, dass gegebenenfalls beide Augen an einem Tag behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p> <p>Was passiert nach der Operation?<br \/> In den ersten Stunden nach der Operation tr\u00e4nt und reibt das Auge und die Sicht ist verschwommen. Vom Patienten werden ein erh\u00f6hter Druck und ein Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl wahrgenommen.<\/p> <p>Der durchsichtige Verband kann bereits bei der Kontrolle am n\u00e4chsten Tag entfernt werden und der Patient sieht wieder ann\u00e4hernd normal. Um die Wundheilung zu f\u00f6rdern, erh\u00e4lt der Patient Augentropfen, die in den Wochen nach der Operation regelm\u00e4\u00dfig angewendet werden m\u00fcssen. Nach vier bis sechs Wochen ist in der Regel eine endg\u00fcltige Stabilit\u00e4t des Sehverm\u00f6gens erreicht.<\/p> <p>Das Verfahren bietet keine Garantie auf ein ganzes Leben ohne Brille. Die Fehlsichtigkeit kann nach Monaten bis Jahren wieder leicht zunehmen, und selbst bei optimalem Erfolg wird der Patient im Alter wahrscheinlich eine Lesebrille ben\u00f6tigen.<\/p> <p>Welche Risiken gibt es und wie lassen sie sich minimieren?<br \/> Die LASIK ist durch die stetige Verbesserung der Lasertechnologie eine sehr sichere Behandlungsmethode, bei der nur sehr selten Probleme auftreten. Die allgemeine Komplikationsrate nach einer LASIK-Behandlung liegt bei unter einem Prozent.<br \/> Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl, trockene Augen und geringf\u00fcgiges Verschwommensehen k\u00f6nnen in den ersten Tagen nach dem Eingriff kurzzeitig auftreten. In dieser Zeit sollte auf Augenkontakt mit Wasser, Seife, Cremes oder Make-up m\u00f6glichst komplett verzichtet werden. Heftiges Reiben oder andere Verletzungen am Auge innerhalb der ersten Tage nach dem Eingriff k\u00f6nnen in sehr seltenen F\u00e4llen zu einer leichten Verschiebung der Hornhautlamelle f\u00fchren. Diese muss dann in einer weiteren kleinen Operation behoben werden. Schwere k\u00f6rperliche Anstrengungen sollten in den ersten Wochen nach dem LASIK-Eingriff auch vermieden werden.<br \/> In manchen F\u00e4llen l\u00e4sst sich die Fehlsichtigkeit durch die Operation nicht vollst\u00e4ndig korrigieren, so dass f\u00fcr bestimmte T\u00e4tigkeiten des t\u00e4glichen Lebens noch eine leichte Brillenkorrektur notwendig sein k\u00f6nnte. Patienten mit st\u00e4rkeren Fehlsichtigkeiten leiden nach dem Eingriff manchmal unter geringen Sehst\u00f6rungen oder geringf\u00fcgiger Blendungsmissempfindung, zum Beispiel bei starkem Gegenlicht.<br \/> Bei Rheumapatienten und Diabetikern kann es zu leichten Heilungsverz\u00f6gerungen kommen. Bei dieser Patientengruppe wird der Heilungsprozess von uns in regelm\u00e4\u00dfigen Nachsorgeuntersuchungen besonders kontrolliert.<br \/> In sehr selten auftretenden F\u00e4llen kann ein dezentrierter Laserabtrag zu einer Verschiebung der Behandlungszone in Bezug zur Pupillenmitte f\u00fchren. Das kann zu einer erh\u00f6hten Blendempfindlichkeit und zur Wahrnehmung von Doppelkonturen f\u00fchren. \u00c4u\u00dferst selten wird zu viel Hornhaut mit dem Laser abgetragen. Dies f\u00fchrt zu einer Vorw\u00f6lbung, also Keratektasie, der Hornhaut und einer Sehverschlechterung oder zu einer Infektion mit Narbenbildung.<\/p> <p>Wo sehen Sie die gr\u00f6\u00dften Chancen in der LASIK-Operationstechnik?<br \/> LASIK ist eine gut erprobte, sehr sichere Operationsmethode. Durch LASIK steht unseren Patienten zum Beispiel die freie Auswahl an Berufsw\u00fcnschen zur Verf\u00fcgung, die Brillentr\u00e4gern bisher versagt blieben. Gleiches gilt f\u00fcr die Gestaltung von Freizeit und f\u00fcr sportliche Aktivit\u00e4ten. Die st\u00e4ndige Weiterentwicklung der Lasertechnologie und die Verbesserung der Medizinger\u00e4te zur augen\u00e4rztlichen Diagnostik k\u00f6nnen die Methode sogar noch pr\u00e4ziser machen, auch wenn das derzeit kaum vorstellbar ist.<br \/> Aber auch neue Technologien, wie zum Beispiel die Implantation von Ringsegmenten, den sogenannten Intacts, oder der refraktive Linsenaustausch durch Intraokularlinsen, werden Alternativen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit darstellen.<br \/> Im Vordergrund unseres Konzeptes steht sowieso immer die optimale Behandlung und individuelle Anpassung der medizinischen M\u00f6glichkeiten an den Patientenwunsch.<\/p> <p>Veni Vidi &#8211; \u00c4rzte f\u00fcr Augenheilkunde vereinigt vier hochmoderne Augenarztpraxen im K\u00f6lner Raum, unter der Leitung von Dr. Angela Zipf-Pohl und Prof. Dr. Philipp Jacobi. Veni Vidi bietet das gesamte Spektrum moderner Augenheilkunde mit Diagnostik, Lasertherapie, Laserchirurgie, der ambulanten und station\u00e4ren operativen Versorgung, der \u00e4sthetischen und refraktiven Chirurgie sowie Akupunktur.<br \/> Die erste Praxis wurde 2005 im K\u00f6lner Westen gegr\u00fcndet.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Veni Vidi &#8211; \u00c4rzte f\u00fcr Augenheilkunde<br \/> Prof. Dr. Philipp Jacobi<br \/> Aachener Strasse 1006-1012<br \/> 50858 K\u00f6ln<br \/> 0221 35503440<br \/> info@augen-venividi.de<br \/> http:\/\/www.augen-venividi.de<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> positiv Multimedia GmbH<br \/> D\u00f6rte Schmitt<br \/> Mittelstr. 2<br \/> 53520 Harscheid<br \/> 02695\/9312930<br \/> d.schmitt@positiv-multimedia.de<br \/> http:\/\/www.positiv-multimedia.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LASIK &#8211; Die Laser-in-situ-Keratomileusis Eine bew\u00e4hrte Methode mit interessanten Forschungsaussichten Prof. Dr. med. 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