{"id":40418,"date":"2013-08-05T14:18:39","date_gmt":"2013-08-05T14:18:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=40418"},"modified":"2020-08-07T11:32:20","modified_gmt":"2020-08-07T10:32:20","slug":"fuenf-schluessel-zum-guten-design","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/fuenf-schluessel-zum-guten-design-1040418\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Schl\u00fcssel zum guten Design"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Reduktion auf das Wesentliche, ein hoher Innovationsgrad und intuitive Bedienbarkeit zeichnen die Produkte aus\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/185306-150x150.jpg\" alt=\"Reduktion auf das Wesentliche, ein hoher Innovationsgrad und intuitive Bedienbarkeit zeichnen die Produkte aus\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die f\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr erfolgreiches Produktdesign<\/p> <p>Die Industrie hat die Bedeutung des Erfolgsfaktors Produktdesign erkannt. Doch was macht erfolgreiches Produktdesign wirklich aus? Kann Produktdesign die Erfolgschancen eines Produktes entscheidend verbessern?<br \/> Der diplomierte Industriedesigner Klaus Botta aus dem hessischen K\u00f6nigstein entwickelt seit mehr als 25 Jahren Produkte f\u00fcr Unternehmen wie Siemens, Junghans, Volkswagen und Tupperware. Seine Produkte wurden in die Sammlungen nationaler und internationaler Museen aufgenommen. Er ber\u00e4t Unternehmer zu den Themen Produktentwicklung und Design als Erfolgsfaktor. Soeben wurde ihm die 50. Design-Auszeichnung f\u00fcr seine Arbeiten verliehen.<\/p> <p><!--more-->Klaus Botta: Produktentwicklung ist ein komplexer Vorgang. Aber nach meiner Erfahrung sind es vor allem f\u00fcnf wesentliche Faktoren, die ma\u00dfgeblich f\u00fcr erfolgreiches Produktdesign verantwortlich sind.<\/p> <p>Erfolgsfaktor Nr. 1: Entwicklung von Ma\u00dfanfertigungen<\/p> <p>In der fr\u00fchsten Entwicklungsstufe, der Konzeptphase, wird die Genetik eines Produktes bestimmt. Idealer Weise sollten schon an diesem Punkt das Designteam in die Entwicklung einbezogen werden. Dabei sollten die Designer zun\u00e4chst genau analysieren, wof\u00fcr die Marke steht und was sie von anderen unterscheidet. Was die Kunden an den Produkten besonders sch\u00e4tzen und vor allem: Was das neue Produkt besser machen soll.<br \/> Die genaue Analyse der Marken- und Produktvorz\u00fcge ist wichtig, um ein klares Zielkonzept zu entwickeln. Denn nur wenn der Designer den Auftraggeber gut kennt und versteht, kann er ein optimales Produkt f\u00fcr seine Unternehmensstruktur entwickeln. Der gesamte Entwicklungsprozess l\u00e4uft dadurch wesentlich zielgerichteter, glatter und harmonischer. Nur wenn man ein klares Ziel vor Augen hat, vermeidet man Irrwege.<br \/> F\u00fcr das Produktdesign ist die Auftraggeber-Analyse sogar deutlich wichtiger als die Analyse der Wettbewerbsituation. Die Marktanalyse erlaubt immer nur den R\u00fcckblick auf Bestehendes, w\u00e4hrend der Designer den Blick auf die Zukunft seines Auftraggebers richten sollte.<\/p> <p>Erfolgsfaktor Nr. 2: Produkte von der Funktion ausgehend gestalten.<\/p> <p>Es gibt ganz unterschiedliche Auffassungen von Design. Oft wird es als die &#8222;sch\u00f6ne H\u00fclle&#8220;, missverstanden, die einem Produkt \u00fcbergestreift wird. Das hat wenig mit professionellem Industriedesign zu tun, sondern ist einfach oberfl\u00e4chliches Styling.<br \/> Erfolgreiche Produktgestaltung geht immer von der Funktion eines Produktes aus. Wie ein guter Architekt entwerfen gute Designer von innen nach au\u00dfen.<br \/> Design und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden. Das hei\u00dft, die Form ist die logische Konsequenz der Funktion und bildet mit ihr eine Einheit.<br \/> Auf der anderen Seit ist reiner Funktionalismus heute zu wenig. Ein Produkt muss immer auch attraktiv und innovativ sein. Das Ziel sollte sein, jedem Produkt eine Besonderheit zu verleihen, eine neuartige Komponente, einen &#8222;Aha-Effekt&#8220;. Bei jedem Produkt l\u00e4sst sich so ein Ansatzpunkt finden. Ein guter Produktdesigner muss in der Lage sein, diesen Ansatzpunkt zu erkennen und zu einem Produktvorteil herauszukristallisieren.<\/p> <p>Erfolgsfaktor Nr. 3: Produkte aus unternehmerischer Sicht entwickeln.<\/p> <p>Design kann nur dann erfolgreich sein, wenn es f\u00fcr den Auftraggeber technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Der Designer muss deshalb unternehmerisch denken k\u00f6nnen und \u00fcber weitreichende technische Kenntnisse verf\u00fcgen. Das ist unabdingbar f\u00fcr die Entwicklung komplexer Ger\u00e4te und f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der sp\u00e4teren Umsetzbarkeit. W\u00e4hrend der Produktentwicklung m\u00fcssen die Produktdesigner sehr eng mit Konstrukteuren und Technikern zusammenarbeiten &#8211; darum muss ein Designer die Sprache der angrenzenden Disziplinen (Technik, Konstruktion, Fertigung, Marketing und Kalkulation) sprechen. Selbst wissenschaftliche Themen geh\u00f6ren zum Alltag eines Industriedesigners.<\/p> <p>Erfolgsfaktor Nr. 4: Entwicklung mit Weitsicht.<\/p> <p>Produkte werden nicht f\u00fcr die Gegenwart gemacht, schon gar nicht f\u00fcr die Vergangenheit; sie m\u00fcssen sich ausschlie\u00dflich in der Zukunft bew\u00e4hren. Sie treten damit im Laufe ihres Lebenszyklus auch gegen Wettbewerbsprodukte an, die aktuell noch gar nicht bekannt sind.<br \/> Je nach Produktkategorie dauert die Entwicklung mehrere Jahre, der Lebenszyklus der Ger\u00e4te h\u00e4ufig zehn Jahre oder l\u00e4nger. Damit Produkte auch nach vielen Jahren noch am Markt bestehen k\u00f6nnen, ist Weitsicht unabdingbar. Um die zu erreichen, muss sich ein Produktgestalter stets in angrenzenden Bereichen wie Technologie, Kultur, Soziologie und Wirtschaft bewegen, und diese Einfl\u00fcsse auf seine Arbeit \u00fcbertragen. Wirklich gute Designer sind aufgeschlossen, neugierig und haben Freude an der Entwicklung von Produkten. Ihnen gelingt das Verlassen der Ego-Perspektive zugunsten einer globaleren Sicht der Dinge.<br \/> Gute Designer denken immer ihrer Zeit voraus, verlieren dabei aber nie den Bezug zur Realit\u00e4t.<\/p> <p>Erfolgsfaktor 5: Die klassischen Tugenden.<\/p> <p>Anders als oft vermutet, sind die erfolgreichsten Produktdesigner gerade nicht die &#8222;chaotischen Kreativen&#8220;. Eine erfolgreiche Arbeitsweise ist vielmehr gepr\u00e4gt von den klassischen Tugenden wie Verl\u00e4sslichkeit, Gr\u00fcndlichkeit, Zielstrebigkeit und Engagement.<br \/> Diese Tugenden sind unverzichtbar, um die Kraft der anderen vier Faktoren voll entfalten zu k\u00f6nnen. Sie helfen dabei, die Kreativit\u00e4t zu kanalisieren und \u00fcberzeugende Ergebnisse zum richtigen Zeitpunkt zu liefern.<br \/> Nur mit den klassischen Tugenden kann das Design nahtlos und effizient in den Entwicklungsprozess integriert werden.<\/p> <p>Fazit: Werden diese f\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren bei der Entwicklung einer Produktneuheit beachtet, ist die Genetik des Produktes auf Erfolg programmiert. Man kann jedes bestehende Produkt am Markt daraufhin untersuchen und wird feststellen: bei erfolgreichen Produkten sind diese f\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren garantiert erf\u00fcllt.<\/p> <p>Weitere Informationen \u00fcber Klaus Botta und seine Arbeiten finden Sie auf seiner Website: Botta-Design (http:\/\/www.botta-produktdesign.de)<\/p> <p>Botta-Design ist ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Unternehmen: Die Marke ist Uhrenhersteller und B\u00fcro f\u00fcr Produktgestaltung zugleich. Der diplomierte Industriedesigner Klaus Botta aus dem hessischen K\u00f6nigstein entwickelt seit mehr als 25 Jahren Produkte f\u00fcr Unternehmen wie Siemens, Junghans, Volkswagen und Tupperware. Bereits 1986 entwickelte Klaus Botta die Einzeigeruhr UNO. Er gilt seitdem als Pionier der Einzeigeruhr und hat sich einen Namen mit seiner Kollektion konzeptionell und gestalterisch au\u00dfergew\u00f6hnlicher Uhren gemacht.<br \/> Seine Arbeiten wurden in die Sammlungen renommierter Museen weltweit aufgenommen und avancierten zu Designklassikern.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Botta-Design<br \/> Klaus Botta<br \/> Klosterstr. 15A<br \/> 61462 K\u00f6nigstein im Taunus<br \/> +49 6174 961188<br \/> info@botta-produktdesign.de<br \/> http:\/\/www.botta-produktdesign.de\/<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr erfolgreiches Produktdesign Die Industrie hat die Bedeutung des Erfolgsfaktors Produktdesign erkannt. 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