{"id":40559,"date":"2013-08-06T13:54:36","date_gmt":"2013-08-06T13:54:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=40559"},"modified":"2013-08-06T16:14:43","modified_gmt":"2013-08-06T15:14:43","slug":"klangebene-in-der-architekturplanung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/klangebene-in-der-architekturplanung-1040559\/","title":{"rendered":"Klangebene in der Architekturplanung"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-40587\" title=\"Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universit\u00e4t in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. \" alt=\"Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universit\u00e4t in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Screenshot_7.jpg\" width=\"163\" height=\"141\" \/>TU Berlin: Klingende Architekturmodelle<\/p> <p>Der Klang fristet in den Planungswissenschaften bisher ein Nischendasein &#8211; Wissenschaftler der TU Berlin wollen das \u00e4ndern<\/p> <p>&#8222;Die Diskussion um die Waldschl\u00f6\u00dfchenbr\u00fccke inmitten des UNESCO-Welterbes &#8222;Kulturlandschaft Dresdner Elbtal&#8220; ist ein gutes Beispiel: In der Planung wird Raum ausschlie\u00dflich visuell wahrgenommen&#8220;, sagt der TU-Architekt Urs Walter. Mit seinem Kollegen Olaf Sch\u00e4fer m\u00f6chte er neben der visuellen auch der bisher wenig erforschten akustischen Dimension der Welt zu mehr Aufmerksamkeit in der Architekturplanung verhelfen.<\/p> <p><!--more-->&#8222;Die optisch zun\u00e4chst barock anmutende Landschaft rund um das Dresdner Elbtal ist tats\u00e4chlich eine Landschaft des 20. Jahrhunderts, bezieht man die Ger\u00e4uschkulisse mit ein. Es liegt eine Autobahn an, eine Stra\u00dfenbahn und Baul\u00e4rm pr\u00e4gen den Klang genau an der Stelle, die f\u00fcr die Fotoaufnahmen \u00fcber Tal und Fluss immer genutzt wird&#8220;, sagt Urs Walter vom Institut f\u00fcr Architektur der TU Berlin. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren von Prof. Dr. Susanne Hofmann, das unter anderem Methoden der Nutzerpartizipation entwickelt. Die Komplexit\u00e4t der Welt m\u00fcsse sich auch in ihrer Abbildung niederschlagen, so seine Auffassung. Hinsichtlich der Raumwahrnehmung macht es Sinn, die &#8222;stummen&#8220; Werkzeuge der Architektur &#8211; Zeichnungen, Modelle und Collagen &#8211; mit audiven Instrumenten zu erg\u00e4nzen.<\/p> <p>Zusammen mit Olaf Sch\u00e4fer, Architekt, Klanganthropologe und Mitbegr\u00fcnder des B\u00fcros &#8222;studio urban resonance&#8220;, bringt er das Thema &#8222;Klingende Architektur&#8220; auch in die Architekturlehre ein. Der innovative Ansatz, die Klangebene in die Planung zu integrieren, erfordert ein neues Denken und damit transdisziplin\u00e4re Kooperationen. Daf\u00fcr wird bereits eng mit dem Fachgebiet Audiokommunikation der TU Berlin zusammengearbeitet. Dort k\u00f6nnen Urs Walter und Olaf Sch\u00e4fer f\u00fcr ihre Studienprojekte zum Beispiel sensible Ger\u00e4te ausleihen.<\/p> <p>Als erstes erstellen die Studierenden f\u00fcr eine Entwurfsplanung neben der Kartierung das &#8222;Sound-Portr\u00e4t&#8220; eines Ortes. Auch auf dem TU-Campus haben sie daf\u00fcr viel Gelegenheit. Ein H\u00f6rmodell portraitiert zum Beispiel den verglasten \u00dcbergang vom Mathe- zum Elektrotechnikgeb\u00e4ude, eine Architektur im Stand-by-modus: Zun\u00e4chst h\u00f6rt man nichts &#8211; dann hallende Schritte &#8211; metallisches Knarzen von T\u00fcren &#8211; Stimmen mit ganz spezifischem Nachhall &#8211; entfernte Stimmen von drau\u00dfen &#8211; Windger\u00e4usche, die entstehen, wenn der Luftzug durch den Weg zwischen den Geb\u00e4uden streicht und vom \u00dcbergang gebrochen wird &#8211; dann wieder minutenlang nichts&#8230;<\/p> <p>&#8222;Wir wollen Architektur vom Nutzer her denken. Beim Klang sind Nutzerin oder Nutzer von Anfang an dabei&#8220;, sagt Olaf Sch\u00e4fer. &#8222;Soundscapes als &#8222;klingende Architekturmodelle&#8220; erz\u00e4hlen auf einer h\u00f6rbaren Ebene davon, wie der geplante Raum empfunden werden k\u00f6nnte.&#8220; Als N\u00e4chstes m\u00f6chten sie ihren Lehransatz auch in einem vollst\u00e4ndigen Entwurfsprojekt anwenden und planen eine engere Kooperation mit der Psychoakustik.<\/p> <p>2.811 Zeichen<\/p> <p>Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:<br \/> Dipl.-Ing. Urs Walter, Technische Universit\u00e4t Berlin, Fakult\u00e4t VI Planen Bauen Umwelt, Institut f\u00fcr Architektur, Fachgebiet Partizipatives Entwerfen und Konstruieren, Stra\u00dfe des 17. Juni 152, Tel.: 030\/314-21900, E-Mail: urs.walter@tu-berlin.de<\/p> <p>Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universit\u00e4t in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualit\u00e4t.<\/p> <p>Kontakt<br \/> TU Berlin, Stabsstelle Presse, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Alumni<br \/> Stefanie Terp<br \/> Stra\u00dfe des 17. Juni 135<br \/> 10623 Berlin<br \/> 030\/314-23922<br \/> pressestelle@tu-berlin.de<br \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.tu-berlin.de\" title=\"Technische Universit\u00e4t Berlin\" >http:\/\/www.tu-berlin.de<\/a><\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> TU Berlin, Institut f\u00fcr Architektur<br \/> Dipl.-Ing. Urs Walter<br \/> Stra\u00dfe des 17. Juni 152<br \/> 10623 Berlin<br \/> 030\/314-21900<br \/> urs.walter@tu-berlin.de<br \/> http:\/\/www.pressestelle.tu-berlin.de\/menue\/service_fuer_journalisten\/<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TU Berlin: Klingende Architekturmodelle Der Klang fristet in den Planungswissenschaften bisher ein Nischendasein &#8211; Wissenschaftler der TU Berlin wollen das \u00e4ndern &#8222;Die Diskussion um die Waldschl\u00f6\u00dfchenbr\u00fccke inmitten des UNESCO-Welterbes &#8222;Kulturlandschaft Dresdner Elbtal&#8220; ist ein gutes Beispiel: In der Planung wird Raum ausschlie\u00dflich visuell wahrgenommen&#8220;, sagt der TU-Architekt Urs Walter. 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