{"id":43268,"date":"2013-08-27T18:48:02","date_gmt":"2013-08-27T18:48:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=43268"},"modified":"2016-05-06T13:01:46","modified_gmt":"2016-05-06T12:01:46","slug":"wellness-fuer-algen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wellness-fuer-algen-1043268\/","title":{"rendered":"Wellness f\u00fcr Algen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-43545\" title=\"Verglichen mit Landpflanzen produzieren Algen bis zu achtmal so viel Biomasse pro Hektar und enthalten 30- 40 Prozent nutzbare \u00d6le\" alt=\"Verglichen mit Landpflanzen produzieren Algen bis zu achtmal so viel Biomasse pro Hektar und enthalten 30- 40 Prozent nutzbare \u00d6le\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Screenshot_31.jpg\" width=\"154\" height=\"123\" \/>Sonnenfarmen f\u00fcr Mikroalgen<br \/> Schlauch &#8211; Inkubatoren die L\u00f6sung f\u00fcr die Zucht von Reinalgen und M\u00f6glichkeit f\u00fcr h\u00f6here Produktivit\u00e4t &#8211; Produktionsstandort Deutschland<br \/> Bei aller Gen\u00fcgsamkeit, eines brauchen Algen in rauen Mengen: Licht. Algen absorbieren das gesamte Sonnenlicht an der Oberfl\u00e4che, so dass es schon in wenigen Millimetern Tiefe dunkel ist. Keine Chance zum \u00dcberleben f\u00fcr Zellen, die in tieferen Schichten d\u00fcmpeln. Um Mikroalgen f\u00fcr industrielle Zwecke in gro\u00dfen Mengen z\u00fcchten zu k\u00f6nnen, haben Wissenschaftler daher Photobioreaktoren entwickelt, eine Art &#8218;Whirlpool und Solarium&#8220; f\u00fcr die Winzlinge.<\/p> <p><!--more-->Reinalgenzuchtanlagen entstehen in Bassum und Essen in Niedersachsen. Durch Forschung und Entwicklung wird die technisch stabile und hocheffiziente Industrieproduktion von Algen umgesetzt. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolfgang Seliger, Energiestrategen GmbH (http:\/\/www.energiestrategen-gmbh.de\/) dazu: &#8222;Verschiedene Unternehmen haben sich vorgenommen die Algenstandorte Bassum und Essen f\u00fcr den Anbau von Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Modulbauweise zu erschlie\u00dfen, auszubauen vom Anbau, Forschung, Ernte bis zur Vermarktung ein Erfolgsmodell mit guten Investitionsm\u00f6glichkeiten zu generieren. Der Fortschritt liegt im System der geschlossenen Reinalgenzuchtanlagen, um die Verunreinigung der Reinzucht einerseits und der Umwelt durch m\u00f6gliche Ausscheidungen der Algen andererseits auszuschlie\u00dfen.&#8220;<\/p> <p>Offene und geschlossene Zuchtanlagen<\/p> <p>Bis lang wurden Algen unterschiedlich weltweit produziert. Im Unterschied zur Zucht in offenen Teichanlagen, wurden die Algen an verschiedenen Standorten in geschlossenen Glasrohrsystemen gez\u00fcchtet. Dabei werden die Algen mit ihrer N\u00e4hrl\u00f6sung permanent durch die Rohre gepumpt und k\u00f6nnen das Sonnenlicht so optimal zur Photosynthese nutzen. Kohlendioxid und Mineralsalze werden je nach Sonnenintensit\u00e4t zugef\u00fchrt. In Kl\u00f6tze, Sachsen-Anhalt, beispielsweise er\u00f6ffnete Mitte 2000 die weltweit erste geschlossene Algenzuchtanlage. Die Preussag AG und das Institut f\u00fcr Getreideforschung in Bergholz-Rehbr\u00fccke bei Potsdam, das bereits seit 20 Jahren Mikroalgen erforscht, entwickelten das Verfahren. Inzwischen produziert die Anlage der Firma &#8222;\u00d6kologische Produkte Altmark&#8220; in ihren 500 Kilometer langen Rohren 130 Tonnen Algenpulver im Jahr und deckt damit f\u00fcnf Prozent der Weltproduktion ab.<\/p> <p>Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart haben die Technik noch verfeinert. Sie versetzen die Algen mit Hilfe von Gasblasen in eine schlaufenartige Bewegung, so dass sie alle zehn Sekunden ans Licht kommen. Dieser &#8222;Blitzlichteffekt&#8220; reicht den Algen vollkommen, um Photosynthese zu betreiben. Denn nur im ersten Schritt der Photosynthese brauchen sie Licht, um daraus chemische Energie zu gewinnen. Im zweiten Schritt produzieren sie Zucker aus Kohlendioxid, unabh\u00e4ngig von der Lichtzufuhr. Die Algenproduktion im Bioreaktor erreicht so 200 Tonnen pro Jahr und Hektar. Bei Raps liegt diese Zahl im Vergleich dazu bei 10 bis 20 Tonnen.<\/p> <p>Innovation Schlauch-Inkubator<\/p> <p>Daneben wurde die Variante anstatt der Glasr\u00f6hren des Schlauch-Inkubators entwickelt. Diese Schlauch-Inkubatoren bestehen aus mehrschichtigen robusten Folien, die von oben \u00fcber eine Ringleitung mit Luft und CO2 versorgt werden. Diese Schlauch-Inkubatoren sind V-f\u00f6rmig in einem Gew\u00e4chshaus angebracht. Ein Vorteil besteht darin, dass eine deutlich vergr\u00f6\u00dferte Oberfl\u00e4che besteht, mehr Licht f\u00e4llt ein und ben\u00f6tigt nur ein Zehntel der Energie im Vergleich zu Anlagen, in denen die Algenl\u00f6sung st\u00e4ndig durch die Rohre gepumpt werden m\u00fcssen. Auch die Investitionskosten sind niedriger, da die Schlauch-Inkubatoren aus preiswerter Kunststofffolie statt Glas bestehen. Um sich auf dem Markt durchzusetzen, ist es sehr wichtig, Algen vor allem kosteng\u00fcnstig zu produzieren.<\/p> <p>Durch die Regulierung von Licht-, W\u00e4rme- und Wasserzufuhr werden optimale Lebensbedingungen f\u00fcr Mikroalgen geschaffen. Die Algen wachsen schnell und bauen viel Biomasse auf. Vorteilhaft ist zudem, dass der Treibhauseffekt zwar nicht komplett behoben, aber durch die CO2- Bindung um einiges verz\u00f6gert wird. Die einzelnen Bestandteile der Reinzuchtalgen finden dann ihre Verwendung als regenerative Energie und N\u00e4hrstofflieferant.<\/p> <p>V.i.S.d.P.:<\/p> <p>Wolfgang Seliger<br \/> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \/ Managing Director<\/p> <p>Der Verfasser ist f\u00fcr den Inhalt verantwortlich<\/p> <p>Erneuerbare oder regenerative Energie stammt aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Biomasse und Geothermie. Die Energiestrategen GmbH steht f\u00fcr Unabh\u00e4ngigkeit, b\u00fcndelt Aktivit\u00e4ten, engagiert sich in Energieprojekten im Inland sowie im europ\u00e4ischen Ausland und unterst\u00fctzt somit die Integration der erneuerbaren Energien in die Energiem\u00e4rkte.Weitere Informationen unter www.energiestrategen-gmbh.de<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Energiestrategen GmbH<br \/> Wolfgang Seliger<br \/> Budapester Strasse 39<br \/> 10787 Berlin<br \/> 030 26395373<br \/> info@engergiestrategen-gmbh.de<br \/> http:\/\/energiestrategen-gmbh.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonnenfarmen f\u00fcr Mikroalgen Schlauch &#8211; Inkubatoren die L\u00f6sung f\u00fcr die Zucht von Reinalgen und M\u00f6glichkeit f\u00fcr h\u00f6here Produktivit\u00e4t &#8211; Produktionsstandort Deutschland Bei aller Gen\u00fcgsamkeit, eines brauchen Algen in rauen Mengen: Licht. 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