{"id":442,"date":"2010-06-14T10:16:03","date_gmt":"2010-06-14T09:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=442"},"modified":"2011-08-09T12:44:27","modified_gmt":"2011-08-09T11:44:27","slug":"buch-digitale-2009-querdenken-fuer-eine-branche-im-umbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/buch-digitale-2009-querdenken-fuer-eine-branche-im-umbruch-10442\/","title":{"rendered":"Buch Digitale 2009: Querdenken f\u00fcr eine Branche im Umbruch"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 17. Juni 2009 \u2013 Etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verlagen, Hochschulen, Bibliotheken, Medien- und Technologieunternehmen und der Fachpresse kamen am Dienstag zur ersten Buch Digitale in das Berliner Ludwig Erhard Haus und diskutierten lebhaft \u00fcber die Zukunft des Digitalen Publizierens. Die Sicht der Buchbranche pr\u00e4sentierte Michael Vogelbacher vom Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels. Vogelbacher kann sich vorstellen, dass sich der Markt f\u00fcr eContent perspektivisch zu einem Duopol von Google und Amazon entwickelt. Gleichzeitig werde das Lesen immer mobiler, das Handy sei \u201edas Leseger\u00e4t der Zukunft\u201c. <!--more-->Die Verlage m\u00fcssten jetzt eigene Internet-Portale als neue Vertriebskan\u00e4le f\u00fcr ihre Publikationen aufbauen. Man d\u00fcrfe nicht den Fehler der Musikbranche wiederholen, die das Internet als Vertriebskanal untersch\u00e4tzt h\u00e4tten.<\/p> <p>Ein Vorreiter der Verlage im Internet ist Springer Science und Business Media. Referent Dirk Fernholz, bei Springer zust\u00e4ndig f\u00fcr eProducts, berichtete, dass der Verlag den mit eBooks generierten Umsatz im Jahr 2008 um 17% steigern konnte. \u201eDer schnelle Zugriff auf das Buch ist neu und ein guter Service\u201c. Letztendlich bleibe jedoch der Inhalt entscheidend: \u201eEin gutes Buch verkauft man \u00fcber alle Kan\u00e4le\u201c, so Fernholz, der sich vehement gegen jede Form von Digital Rights Management zur Kontrolle der Nutzung und Verbreitung digitaler Publikationen aussprach.<\/p> <p>Auch Autoren setzen zunehmend auf innovative Publikationsformen: Unternehmens\u00accoach Alexander Osterwalder etwa sagt: \u201eWir brauchen keine Verlage, um zu publizieren.\u201c Osterwalder betreibt einen Business-Blog, \u00fcber den er eine \u201eCommunity\u201c gewonnen hat, die gemeinsam mit ihm an einem Buch \u00fcber Business Innovation Models schreibt. Das Besondere: Jeder Co-Autor bezahlt f\u00fcr seinen Beitrag und tr\u00e4gt so zur Refinanzierung der Publikation bei.<\/p> <p>Direktes, digitales Publizieren wird f\u00fcr die Hochschulen immer wichtiger. Ruedi Lindeg\u00acger, der an der Universit\u00e4t St. Gallen eine der weltweit bedeutendsten Open Access-Bibliotheken betreut, h\u00e4lt digitale Bibliotheken f\u00fcr eine gro\u00dfe Verbesserung. Die Wissen\u00acschaftler k\u00f6nnten ihre Publikationen dort direkt publizieren. Das erm\u00f6gliche eine schnellere und gr\u00f6\u00dfere Verbreitung von wissenschaftlicher Literatur und f\u00f6rdere so den wissenschaftlichen Austausch.<\/p> <p>Nach der \u00dcbersicht \u00fcber die aktuelle Marktsituation ging es am Nachmittag um Trends und neue Technologien: Neben etablierten Unternehmen wie Adobe und Books on Demand pr\u00e4sentierten die Start-Ups PaperC, Mendeley und Plastic Logic beeindruckende L\u00f6sungen f\u00fcr den Publishing-Bereich. So stellte PaperC eine Plattform vor, die kostenloses Lesen von Fachb\u00fcchern im Internet erm\u00f6glicht. Die Nutzer k\u00f6nnen die Literatur dort seitenweise erwerben, die teilnehmenden Verlage werden anteilig honoriert.<\/p> <p>Mendeley hingegen pr\u00e4sentierte eine \u201eakademische Software\u201c, welche die Verwaltung, Nutzung und detaillierte Auswertung von PDF-Dateien erm\u00f6glicht. Verlage und Fach\u00aczeit\u00acschriften k\u00f6nnten aus den damit ermittelten Metadaten wie Nutzungsh\u00e4ufigkeit und -dauer ohne gr\u00f6\u00dfere Zeitverz\u00f6gerung Forschungstrends ableiten. Und Rachel Lichten von Plastic Logic pr\u00e4sentierte den Prototypen eines neuen eReaders: Das flexible Ger\u00e4t ist deutlich gr\u00f6\u00dfer als andere Reader, wird in Dresden produziert und soll im Jahr 2010 auf den Markt kommen.<\/p> <p>Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz der ersten Buch Digitale. So zeigt die Auswertung der Feedbackb\u00f6gen, dass viele Teilnehmer die branchen\u00fcbergreifende Mischung der Beitr\u00e4ge und des Teilnehmerkreises als gelungen ansehen: \u201eEin gelungenes Forum, welches Vertreter aus Wissenschaft, Medien- und Technologieunternehmen zusammengebracht hat und die Innovationspotentiale im ePublishing praxisorientiert aufzeigte\u201c.<\/p> <p>Die Buch Digitale ist eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Unternehmen SWOP. Medien und Konferenzen und PaperC \u2013 Die Arbeitsplattform f\u00fcr Studierende und Wissenschaftler. Als Hochschulpartner konnten die Freie Universit\u00e4t Berlin, die Universit\u00e4t St. Gallen und die Hochschule f\u00fcr Wirtschaft und Recht Berlin gewonnen werden. Als Partner aus der Wirtschaft unterst\u00fctzte Hewlett Packard das Konferenz-Projekt. Die n\u00e4chste Buch Digitale ist f\u00fcr das Jahr 2010 geplant.<\/p> <p>Kontakt|Impressum:<br \/> Oliver Panne<br \/> SWOP. Medien und Konferenzen<br \/> Ziegelstra\u00dfe 29<br \/> 10117 Berlin<br \/> T 030 &#8211; 531 47 37 -20<br \/> op@swop-berlin.de<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/1293\/BD_Logo_RGB.jpg\"  >BD_Logo_RGB.jpg (74 KB)<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 17. Juni 2009 \u2013 Etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verlagen, Hochschulen, Bibliotheken, Medien- und Technologieunternehmen und der Fachpresse kamen am Dienstag zur ersten Buch Digitale in das Berliner Ludwig Erhard Haus und diskutierten lebhaft \u00fcber die Zukunft des Digitalen Publizierens. 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