{"id":51796,"date":"2013-10-11T08:08:09","date_gmt":"2013-10-11T08:08:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=51796"},"modified":"2025-03-21T12:36:28","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:28","slug":"ambitioniert-mit-eigensinnigen-leistungsidealen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/ambitioniert-mit-eigensinnigen-leistungsidealen-1051796\/","title":{"rendered":"Ambitioniert mit eigensinnigen Leistungsidealen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Die junge Generation ist nicht auf Krawall geb\u00fcrstet sondern bildungsorientiert.\" alt=\"Die junge Generation ist nicht auf Krawall geb\u00fcrstet sondern bildungsorientiert.\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/194304-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Appsolutely smart! Wie 10- bis 18-J\u00e4hrige die Welt sehen<\/p> <p>F\u00fcr die Panoramastudie &#8222;Jugend.Leben&#8220; wurden 6000 Kinder und Jugendliche aus NRW im Alter von 10 bis 18 Jahren zu Familie, Schule, Clique, Tr\u00e4umen, Gesellschaft und Umwelt, Glaube, Medien und Jugendkultur befragt. &#8222;Appsolutely smart!&#8220; stellt die Ergebnisse dieser Studie vor und macht damit die Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen, ihre Lebensbedingungen und ihre Zukunftsvorstellungen sichtbar.<br \/> Kinder und Jugendliche heute sind smart, nett und intelligent. Sie akzeptieren Erwachsene und vertrauen ihnen st\u00e4rker als jemals zuvor. Die junge Generation ist nicht auf Krawall geb\u00fcrstet sondern bildungsorientiert. Gleichzeitig sind die Jugendlichen in Schule und Ausbildung hohen Anforderungen ausgesetzt und haben gro\u00dfe Anspr\u00fcche an sich selbst. Daf\u00fcr zahlen sie einen hohen Preis: Viele Jugendliche leiden an Kopfschmerzen und Nervosit\u00e4t und haben Angst vor dem pers\u00f6nlichen Scheitern.<br \/> <!--more-->Die Studie schlie\u00dft an ihre Vorg\u00e4ngerin &#8222;Null Zoff und voll busy&#8220; von 2001 an, in der viele \u00e4hnliche Bereiche untersucht wurden. Die Ergebnisse sind damit f\u00fcr einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren vergleichbar und sie k\u00f6nnen auf alle westdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4nder \u00fcbertragen werden.<\/p> <p>Ergebnisse aus &#8222;Appsolutely smart! Jugend.Leben&#8220; &#8211; das ist den 10- bis 18-J\u00e4hrigen wichtig:<\/p> <p>&#8211; Familie, Freunde und Vorbilder &#8211;<br \/> Die Familie steht \u00fcber allem. Hier finden die meisten Befragten Unterst\u00fctzung, Trost und Rat. Der Begriff Familie wird dabei weit gefasst: Die Gro\u00dfeltern stellen eine wichtige St\u00fctze dar, selbst Haustiere sind Familienmitglieder. Die Eltern, vor allem die Mutter, sind als Vorbild in den letzten Jahren noch wichtiger geworden.<\/p> <p>&#8211; Partnerschaft &#8211;<br \/> Treue und Zuverl\u00e4ssigkeit stehen an erster Stelle, weit vor der Bedeutung von Sexualit\u00e4t. Beziehungen von Dauer sind die Hoffnung. Das hei\u00dft aber nicht, dass ein alter wertkonservativer Rahmen \u00fcbernommen wird. Die Vorstellungen zur Partnerschaft tragen neue und eigene Z\u00fcge. &#8222;Spa\u00df haben&#8220; z.B. ist in einer Beziehung sehr wichtig, aber auch Kritikf\u00e4higkeit ist gefragt. &#8222;Fremdgehen&#8220; kommt nicht in Frage.<\/p> <p>&#8211; Schule und Bildung &#8211;<br \/> Die Schule ist der zentrale Ort f\u00fcr soziale Kontakte. Im Vergleich mit der Vorg\u00e4ngerstudie hat die Bedeutung der Schule als &#8222;soziale Arena&#8220; noch zugenommen. Das Klima innerhalb der Schule und Klasse ist nicht durchweg positiv. Schulische Gewalterfahrungen geh\u00f6ren zwar nicht zum Alltag der Mehrheit der Sch\u00fclerInnen &#8211; allerdings berichtet jede\/r achte Sch\u00fclerIn davon, dass er\/sie im letzten Jahr Opfer von Mobbing war. Schule und Bildungsabschl\u00fcsse haben eine sehr hohe Bedeutung. Das l\u00e4sst sich vor allem an dem angestrebten Schulabschluss der Kinder und Jugendlichen ablesen. Die Bedeutung m\u00f6glichst hoher Schulabschl\u00fcsse hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen: 75% der befragten 13- bis 18-J\u00e4hrigen wollen &#8211; \u00fcber alle Schulformen hinweg betrachtet &#8211; das Abitur erreichen.<\/p> <p>&#8211; Ambitioniert mit eigensinnigen Leistungsidealen &#8211;<br \/> Die Jugendlichen streben nach Erfolg, wollen aber unn\u00f6tige Belastungen oder Stress vermeiden. Gute Noten sind gefragt &#8211; aber ohne gro\u00dfe Investitionen in (freiwilliges) Lernen.<br \/> St\u00e4rker als in der Vorg\u00e4ngerstudie von 2001 sind gute Noten mit dem eigenen Wohlbefinden in der Schule verkn\u00fcpft. Das gilt vor allem f\u00fcr M\u00e4dchen, die noch lernbereiter als Jungen sind.<\/p> <p>&#8211; Handy verwischt Grenze zwischen Kindheit und Jugend &#8211;<br \/> Technologie und Kommunikationsnetzwerke werden v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich genutzt. Fast alle Befragten besitzen ein Handy\/Smartphone. Hier deutet einiges darauf hin, dass sich die Grenzen zwischen Kindheit und Jugend in Aufl\u00f6sung befinden. Mitverantwortlich daf\u00fcr ist &#8211; als ein besonderes Lebensereignis &#8211; der Besitz des ersten Handys\/Smartphones, der biografisch h\u00e4ufig mit dem Ende der Kinderspiele zusammenf\u00e4llt.<\/p> <p>&#8211; Mehrheitlich regelkonform &#8211;<br \/> Jugendliche orientieren sich an der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung und sind mehrheitlich regelkonform. Starre Abgrenzungen zur \u00e4lteren Generation gibt es kaum. Erwachsene &#8211; vor allem Eltern &#8211; sind gesch\u00e4tzte Ratgeber z.B. bei Schulproblemen, Konflikten mit Freunden, in politischen Fragen oder beim Kleidungsstil. Das Neben- und Miteinander ist relativ stressfrei.<\/p> <p>&#8211; Nicht festgelegt &#8211;<br \/> Wenn sich eine neue Gelegenheit bietet, will man rasch zugreifen k\u00f6nnen. Flexibel sein ist die Devise. Das Angebot an neuen Marken, Events, Gruppen, Stilen etc. wird wie ein App-Shop wahrgenommen: Man w\u00e4hlt das Passende nach Bedarf aus.<\/p> <p>&#8211; Teilhaben und Mitmachen &#8211;<br \/> Mitbestimmung wird von der Mehrheit mitgetragen und praktiziert. Mitbestimmen und Mitmachen in Schule, Verein und Gemeinwesen sind M\u00f6glichkeiten, sich individuell weiterzuentwickeln und sich f\u00fcr demokratische Strukturen einzusetzen. Unterst\u00fctzt werden vor allem friedliche Formen. Die Politikverdrossenheit ist immer noch hoch, aber etwas niedriger als 2001.<\/p> <p>&#8222;Appsolutely smart! Jugend.Leben&#8220; ist gedruckt und als E-Book im Buchhandel und bei wbv.de erh\u00e4ltlich.<br \/> Die Studie &#8222;Jugend.Leben NRW 2012&#8220; wurde von der Universit\u00e4t Gie\u00dfen in Kooperation mit den Universit\u00e4ten K\u00f6ln und Siegen durchgef\u00fchrt. Gef\u00f6rdert wurde die Studie vom Ministerium f\u00fcr Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Sabine Maschke und Ludwig Stecher haben die Studie geleitet und waren ma\u00dfgeblich an der Vorg\u00e4ngerstudie &#8222;Null Zoff und voll busy 2001&#8220; beteiligt.<\/p> <p>&#8211; Die Autoren &#8211;<br \/> Sabine Maschke ist Privatdozentin am Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaft an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Ludwig Stecher ist Professor f\u00fcr Empirische Bildungsforschung an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Jutta Ecarius ist Professorin f\u00fcr Erziehungswissenschaften an der Universit\u00e4t K\u00f6ln. Thomas Coelen ist Professor f\u00fcr Erziehungswissenschaften an der Universit\u00e4t Siegen. Frank Gusinde ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Siegener Zentrum f\u00fcr Sozialisations-, Lebenslauf- und Biografieforschung der Universit\u00e4t Siegen.<\/p> <p>Bibliografische Daten<br \/> &#8211; Appsolutely smart! &#8211;<br \/> Ergebnisse der Studie Jugend.Leben<br \/> Sabine Maschke, Ludwig Stecher, Thomas Coelen,<br \/> Jutta Ecarius, Frank Gusinde<br \/> W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2013<br \/> 29,90 Euro, 278 Seiten<\/p> <p>ISBN 978-3-7639-5270-0<br \/> Bestell-Nr. 6004347 (http:\/\/wbv.de\/artikel\/6004347)<br \/> Auch als E-Book!<br \/> Mehr Infos zur Studie (http:\/\/www.wbv.de\/index.php?id=1017)<\/p> <p>Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) ist ein Fachverlag f\u00fcr Bildung, Beruf und Sozialforschung sowie ein moderner Mediendienstleister. Das Familienunternehmen, das 1864 in Bielefeld gegr\u00fcndet wurde, ist heute einer der f\u00fchrenden Bildungsverlage in Deutschland. Der Verlag entwickelt, produziert und vertreibt B\u00fccher, Fachzeitschriften, digitale Medien sowie Fachinformationssysteme und bietet mit seinem Fachzeitschriften- sowie dem Open-Access-Portal Zug\u00e4nge zu aktueller Bildungsliteratur.<\/p> <p>Kontakt<br \/> W. Bertelsmann Verlag<br \/> Klaudia K\u00fcnnemann<br \/> Auf dem Esch 4<br \/> 33619 Bielefeld<br \/> 0521 \/ 91101-21<br \/> presse@wbv.de<br \/> http:\/\/www.wbv.de<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> W. Bertelsmann Verlag<br \/> Klaudia K\u00fcnnemann<br \/> Auf dem Esch 4<br \/> 33619 Bielefeld<br \/> 0521 \/ 91101-21<br \/> presse@wbv.de<br \/> http:\/\/www.wbv.de\/presse<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Appsolutely smart! 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