{"id":5282,"date":"2013-01-07T08:13:34","date_gmt":"2013-01-07T08:13:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=5282"},"modified":"2025-03-21T12:36:22","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:22","slug":"neue-roland-berger-studie-globale-pharmaindustrie-steckt-in-einer-strategischen-krise-anpassung-der-geschaeftsmodelle-ist-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/neue-roland-berger-studie-globale-pharmaindustrie-steckt-in-einer-strategischen-krise-anpassung-der-geschaeftsmodelle-ist-erforderlich-105282\/","title":{"rendered":"Strategische Krise belastet die Pharmabranche"},"content":{"rendered":"<div> <p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5565\" title=\"Pharma's fight for profitability (Studie nur in Englisch verf\u00fcgbar)\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Screenshot_26.jpg\" width=\"90\" height=\"122\" \/>Neue Roland Berger-Studie: Globale Pharmaindustrie steckt in einer strategischen Krise Anpassung der Gesch\u00e4ftsmodelle ist erforderlich<\/p> <p>Rund drei Viertel der Pharmakonzerne sind \u00fcberzeugt, dass die Branche in einer strategischen Krise steckt Preis- und Kostendruck, regulatorische Ver\u00e4nderungen und auslaufende Patente f\u00fchren zu r\u00fcckl\u00e4ufigen Margen. Schwellenl\u00e4nder bieten die gr\u00f6\u00dften Wachstumsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Pharmabranche ihr Marktanteil soll bis 2016 auf knapp 40 Prozent steigen, <!--more-->allerdings bei geringeren Margen Pharmaunternehmen sind bereit, ihre Verwaltung (44%), ihre F&amp;E (43%) und ihren Vertrieb (51%) in die Schwellenl\u00e4nder zu verschieben Vier grunds\u00e4tzliche Produkt-Markt-Konstellationen bestimmen die strategische Neuausrichtung des Gesch\u00e4ftsmodells<\/p> <p>Zunehmender Preis- und Kostendruck, regulatorische Ver\u00e4nderungen und auslaufende Patente f\u00fchren zu sinkenden Margen in der Pharmaindustrie. Fast drei Viertel der Unternehmen sehen die Branche in einer strategischen Krise, so das Ergebnis der neuen Studie &#8222;Pharmas fight for profitability&#8220; von Roland Berger Strategy Consultants. 78 Prozent der Studienteilnehmer sind daher der Meinung, dass Pharmakonzerne ihre Gesch\u00e4ftsmodelle an die neuen Marktanforderungen anpassen sollten. Dabei sollten die wachstumsstarken Schwellenl\u00e4nder den Investitionsfokus darstellen, denn diese werden bis 2016 f\u00fcr fast 40 Prozent des globalen Pharmamarktes verantwortlich sein. Eine Perspektive, die schon viele Pharmaunternehmen teilen: Fast die H\u00e4lfte der befragten Konzerne sind bereit ihre administrativen T\u00e4tigkeiten, Forschungsaktivit\u00e4ten und Vertrieb in Richtung Schwellenl\u00e4nder zu verschieben. Dazu schildern die Roland Berger-Experten in der neuen Studie vier Konstellationen, die sich aus dem Markttyp (reifer Markt oder Entwicklungsmarkt) und Lebenszyklus der Produkte (etablierte oder innovative Produkte) ergeben.<\/p> <p>&#8222;Die globale Pharmabranche steht vor einem wesentlichen Strukturwandel. Denn obwohl die weltweiten Ums\u00e4tze der Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren gestiegen sind, sind die Gewinnmargen deutlich gesunken&#8220;, sagt Michael Dohrmann, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. &#8222;Eine Neuausrichtung der Gesch\u00e4ftsmodelle auf verschiedene Produkt-Markt-Konstellationen und deren Anforderungen ist daher sehr wichtig f\u00fcr den Unternehmenserfolg.&#8220;<\/p> <p>Strategische Krise belastet die Pharmabranche<br \/> Obwohl die Top-10-Pharmakonzerne zwischen 2009 und 2010 ihre Ums\u00e4tze um rund 13 Prozent steigern konnten, fiel die EBIT-Marge im gleichen Zeitraum um fast vier Prozent. Das entspricht einem Gewinnverlust von 34 Milliarden Dollar. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen in der Entwicklung der reifen M\u00e4rkte: &#8222;Pharmam\u00e4rkte wie Europa oder die USA erleben eine Stagnation aufgrund des zunehmenden Preisdrucks, der regulatorischen Ver\u00e4nderungen im Gesundheitssystem und der sch\u00e4rferen Zulassungsbedingungen f\u00fcr neue Wirkstoffe &#8222;, erkl\u00e4rt Roland Berger-Stratege Martin Erharter. &#8222;Auf der anderen Seite erleben wir ein starkes Wachstum in den Schwellenl\u00e4ndern, das allerdings geringere Margen abwirft und sehr stark durch nicht patentgesch\u00fctzte Produkte getrieben ist.&#8220;<\/p> <p>So sind die Kosten f\u00fcr Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten in den vergangenen zehn Jahren weltweit um mehr als 80 Prozent gestiegen. Auf der anderen Seite hat die Zahl der Produktneueinf\u00fchrungen um 43 Prozent abgenommen. Fast die H\u00e4lfte der befragten Unternehmen ist daher der Meinung, dass der Return on Investment (ROI) im F&amp;E-Bereich eher negativ ist. Eine h\u00f6here Effizienz in den Forschungsbem\u00fchungen und st\u00e4rkere Kooperationen mit Drittanbietern werden in Zukunft immer wichtiger.<\/p> <p>Schwellenl\u00e4nder bieten Wachstumsm\u00f6glichkeiten<br \/> Einen Ausweg aus dieser schwierigen Lage k\u00f6nnen die wachstumsstarken Schwellenl\u00e4nder bieten. Denn sie werden in den kommenden Jahren zum Wachstum des globalen Pharmamarktes ma\u00dfgeblich beitragen. Wird der globale Markt f\u00fcr pharmazeutische Produkte bis 2016 durchschnittlich um nur 4,5 Prozent pro Jahr wachsen, so wird er in den Schwellenl\u00e4ndern j\u00e4hrlich um fast 12 Prozent zunehmen. Vor allem China, Brasilien, Indien und Russland wachsen \u00fcberdurchschnittlich stark. Insgesamt erwarten die Roland Berger-Experten, dass die Schwellenl\u00e4nder bis 2016 einen Anteil von knapp 40 Prozent am globalen Markt f\u00fcr pharmazeutische L\u00f6sungen erreichen werden.<\/p> <p>&#8222;Die zunehmende Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung in diesen Regionen, die wachsende Mittelschicht sowie ein verbessertes Gesundheitssystem f\u00fchren zu einer h\u00f6heren Nachfrage nach Medikamenten&#8220;, sagt Roland Berger-Partner und Co-Autor der Studie, Moris Hosseini. &#8222;Da wundert es nicht, dass viele Pharmakonzerne ihren Fokus zunehmend in Richtung Schwellenl\u00e4nder verschieben, um das erhebliche Wachstumspotenzial dieser Regionen besser nutzen zu k\u00f6nnen.&#8220; So ergibt die neue Roland Berger-Umfrage, dass immer mehr Pharmakonzerne bereits planen, ihre Verwaltung (44%), ihre F&amp;E-Aktivit\u00e4ten (43%) und ihren Vertrieb (51%) in diese wachstumsstarken L\u00e4nder zu verschieben.<\/p> <p>Vier Strategien f\u00fcr den Erfolg<br \/> Um erfolgreich auf dem umk\u00e4mpften Markt zu agieren, m\u00fcssen Pharmaunternehmen jedoch ihre Strategien \u00fcberdenken. &#8222;Eine allgemein g\u00fcltige Strategie gibt es nicht&#8220;, warnt Michael Dohrmann. &#8222;Vielmehr m\u00fcssen Unternehmen in verschiedenen Dimensionen strategisch denken und planen. Da spielt es eine wesentliche Rolle, ob das Unternehmen auf einem reifen oder einem aufstrebenden Markt agiert und mit welchen Produkten es dort vertreten ist.&#8220;<\/p> <p>Die Roland Berger-Experten identifizieren daher vier m\u00f6gliche strategische Ans\u00e4tze, die der Pharmabranche dabei helfen k\u00f6nnen, sich auf verschiedenen M\u00e4rkten und mit unterschiedlichen L\u00f6sungen optimal zu positionieren.<\/p> <p>Neue Produkte in reifen M\u00e4rkten<br \/> In der Vergangenheit waren Marketing- und Vertriebsaktivit\u00e4ten ausschlaggebend f\u00fcr ein dauerhaftes Umsatzwachstum durch innovative L\u00f6sungen. Die restriktivere Gesundheitspolitik vieler L\u00e4nder und die steigenden Anspr\u00fcche der Patienten zwingen Pharmaunternehmen nun dazu, sich auf die Entwicklung innovativer Produkte mit einem gro\u00dfen Mehrwert f\u00fcr Patienten zu fokussieren. Die Meinung von Experten aus dem klinischen Bereich sowie Medical Affairs-Aktivit\u00e4ten sind f\u00fcr den Produkterfolg entscheidend.<\/p> <p>Etablierte Produkte in reifen M\u00e4rkten<br \/> Durch den starken Wettbewerb und die hohe Preissensitivit\u00e4t der Kunden in diesem Segment, m\u00fcssen Pharmakonzerne ihre Produkte kosteneffizient herstellen, um profitabel zu bleiben. Daf\u00fcr k\u00f6nnen Firmen bestimmte Funktionen komplett auslagern oder in Niedrigkostenl\u00e4nder verlagern. Erfolgreich sind Unternehmen, die hochwertige Produkte zu g\u00fcnstigen Preisen anbieten k\u00f6nnen. Dies verlangt effiziente Verwaltungs-, Marketing- und Vertriebsmodelle.<\/p> <p>Neue Produkte in Schwellenl\u00e4ndern<br \/> Die wachsende Mittelschicht, die verbesserte Gesundheitsversorgung und das steigende Einkommensniveau in den Schwellenl\u00e4ndern f\u00fchren zu einer erh\u00f6hten Nachfrage auch nach hochpreisigen Medikamenten. Die Entwicklung neuer, innovativer Produkte bietet hier gro\u00dfes Wachstumspotenzial. Allerdings ist ein erfolgreicher Marktzugang nur m\u00f6glich, wenn die Produkte den speziellen Marktgegebenheiten und Patientenanforderungen entsprechen. Daf\u00fcr sollten Unternehmen ihre Medical Affairs- sowie F&amp;E-Aktivit\u00e4ten vor Ort betreiben. Um einen effektiven Zugang zu den Patienten mit hoher Zuzahlungsbereitschaft zu bekommen, ben\u00f6tigen sie au\u00dferdem einen starken lokalen Vertrieb sowie Kooperationen mit Unternehmen aus der Region.<\/p> <p>Etablierte Produkte in Schwellenl\u00e4ndern<br \/> Mit etablierten Produkten k\u00f6nnen Pharmakonzerne Skaleneffekte in neuen M\u00e4rkten erzielen und ihren Bekanntheitsgrad erh\u00f6hen. Allerdings sollten Firmen die Anforderungen sowie die Wettbewerbssituation der einzelnen M\u00e4rkte im Vorfeld genau analysieren: M\u00e4rkte wie China sind stark regional gepr\u00e4gt und setzen landesspezifische Strategien voraus. Generell sollten Pharmaunternehmen durch effiziente Produktions- und Vertriebsinitiativen ihr Umsatz- und Ertragswachstum gleicherma\u00dfen vorantreiben. Hierf\u00fcr bieten sich vor allem Kooperationen mit lokalen Partnern an.<\/p> <p>Die Studie k\u00f6nnen Sie kostenlos bestellen unter: www.rolandberger.com\/pressreleases<\/p> <p>Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:<br \/> www.rolandberger.com\/press-newsletter<\/p> <p>Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegr\u00fcndet, ist eine der weltweit f\u00fchrenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 B\u00fcros in 36 L\u00e4ndern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabh\u00e4ngige Partnerschaft im ausschlie\u00dflichen Eigentum von rund 250 Partnern.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Roland Berger Strategy Consultants<br \/> Claudia Russo<br \/> Mies-van-der Rohe-Str. 6<br \/> 80807 M\u00fcnchen<br \/> +49 89 9230-8190<br \/> claudia.russo@rolandberger.com<br \/> www.rolandberger.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Roland Berger-Studie: Globale Pharmaindustrie steckt in einer strategischen Krise Anpassung der Gesch\u00e4ftsmodelle ist erforderlich Rund drei Viertel der Pharmakonzerne sind \u00fcberzeugt, dass die Branche in einer strategischen Krise steckt Preis- und Kostendruck, regulatorische Ver\u00e4nderungen und auslaufende Patente f\u00fchren zu r\u00fcckl\u00e4ufigen Margen. 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